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Eltern bevorzugen Tochter der Schwester

Ich sehe in dem Beitrag die Krux. Für mich liest sich deine jetzige Situation wie ein starker Trigger für dein Kindheitstrauma: sobald jemand neues da ist (Baby der Schwester) bist du (bzw. dein Kind) vergessen. Ich kann also sehr gut verstehen, dass dich die Situation so aufregt!

Falls diese Erkenntnis mit dir resoniert ist das ein großer Schritt zur Heilung. Denn einfach ignorieren und weitermachen hilft selten, aber du hast sicher in deiner Therapie viele Tools gelernt, wie du dein inneres Kind heilen kannst. Ich glaube Kindheitstrauma wird man nie ganz los, man lernt einfach mit der Zeit die trigger besser zu erkennen und gut zu sich selbst zu sein.

Ich denke auch das es ein Trigger für mein Kindheitstrauma war - das ich ja vor 10 Jahren bereits in einer Therapie bearbeitet hatte. Aber wie du sagst wird man sowas wahrscheinlich nie ganz los- man kann es nur annehmen, durch den Schmerz gehen und versuchen zukünftig die Trigger zu vermeiden.
Leider habe ich nicht wirklich Tools oder sowas gelernt in der Therapie, wie man sein inneres Kind heilen kann. Es war eine tiefenpsychologische Therapie,.d.h. ich erzähle was mich beschäftigt,.weine, die Therapeutin tröstet, fragt: "Und erinnert sie dieses Gefühl an ein Gefühl aus ihrer Kindheit?" Und dann geht ein großes Stück Traurigkeit weg.
Hilfe zur Selbsthilfe gab's da nicht wirklich leider.
 
Sei mir nicht böse, aber ich glaube, Du unterschätzt das Alter und die Belastungsfähigkeit Deiner Eltern immens.
Mir macht es den Anschein, als würdest Du Besuche (egal, wer wen besucht) auch immer mit einer großen Erwartungshaltung belegen. So quasi "Die sehen ihren Enkel "fast nie", und wenn wir schon einmal da sind, dann sollen sie sich mit ihm beschäftigen".
Es handelt sich dabei jeweils um Besuche von EINER GANZEN WOCHE.
Eine Woche ist schon sehr lang, sehr, sehr lang und es ist auch ein Unterschied, ein Baby zu bespaßen oder einen quirligen 4jährigen, der wahrscheinlich auch aufdrehen wird, wenn er bei Oma und Opa ist.
Bei Deiner Nichte ist es leichter...die können sie schon alleine dank der geringen Entfernung in deutlich kleineren Häppchen genießen.

Ich habe es schon einmal im Forum erzählt: Als dank Corona in Bayern diese krassen Kontaktbeschränkungen galten, fiel Ostern für ein Großelternpaar aus. Und die waren so froh darüber, weil ihnen der ganze Trubel schlichtweg zuviel war.

Möglich das ich das Älterwerden meiner Eltern bisher unterschätzt habe - wobei ich das bisher eben bei Besuchen nicht so gespürt hatte. Sie wollen ja gerne das wir sie so lange besuchen kommen - vorletzten Sommer waren wir auf ihren Wunsch hin 2 Wochen am Stück dort, sie waren mit uns im Freibad, im Zoo, haben sich eine Menge Ausflüge für unseren Sohn überlegt. Erst seit letztem Jahr ist ihnen alles zu viel, zu weit, usw. Schon ein Zufall dass sie ausgerechnet in dem Jahr in dem ihre Enkelin in der Nähe geboren wird vom abenteuerlustigen Rentner zum klapprigen Alten werden. Genug Energie um meine Schwester alle paar Wochen vor den Infekten ihres Mannes zu retten und ein komplettes Babyzimmer in ihrem Haus für die Enkelin einzurichten, scheint aber da zu sein.

Das es ihnen mittlerweile zu viel ist an Ostern und Weihnachten mehrere Familien mit Kindern bei sich zuhause zu bewirten kann ich verstehen. Das muss meine Mutter dann aber auch mal offen so sagen das es ihr zu viel ist. Stattdessen werden wir ganz ausgeladen. Wir hätten ja auch kürzer kommen können.
 
700 km ist schon eine Hausnummer, da überlegt man sich 3 x mal eben zu kommen als Grosseltern

Vielleicht solltet ihr planen , näher zur Familie zurück zu ziehen oder eine Lösung zu finden , einen weiteren Wohnsitz dort einzurichten

Wir können nicht näher zur Familie zurück ziehen weil mein Mann Spezialist ist und nirgendwo anders in Europa arbeiten kann als genau hier. Wir haben ein eigenes Haus hier, wohnen seit 12 Jahren hier im Süden- haben alle unsere Freunde und beide Jobs hier. Wir werden hier nie mehr weggehen.

Versuche mir gerade vorzustellen wie ich bei meinen Eltern in der Nähe einen zweiten Wohnsitz einrichte um in den Genuss zu kommen mich persönlich und ganz nah von meinen Eltern ignorieren und ausladen zu lassen. Ich befürchte ihr Desinteresse hat weniger mit der Distanz zu tun als mir lieb wäre.
 
vorletzten Sommer waren wir auf ihren Wunsch hin 2 Wochen am Stück dort, sie waren mit uns im Freibad, im Zoo, haben sich eine Menge Ausflüge für unseren Sohn überlegt.
Vorletzten Sommer war Dein Sohn aber auch zwei Jahre jünger (und hatte ein höheres Schlafbedürfnis plus eine geringere Mobilität), vergiß das nicht.
Erst seit letztem Jahr ist ihnen alles zu viel, zu weit, usw. Schon ein Zufall dass sie ausgerechnet in dem Jahr in dem ihre Enkelin in der Nähe geboren wird vom abenteuerlustigen Rentner zum klapprigen Alten werden.
Kann sein. Die Nichte ist eben auch ein Enkelkind, genau wie Dein Sohn.
Abgesehen davon habe ich schon oft gehört, es gäbe "im Alter" drei Sprünge, was Energie anbelangt: um die 40, mit Mitte 60 und Anfang 80. Auch meine Schwiegereltern können das bestätigen, ich selbst erst die 40.
und ein komplettes Babyzimmer in ihrem Haus
Ich habe mich schon oft gefragt, was denn ein komplettes Babyzimmer ist. Wir hatten eine Kommode mit Wickelaufsatz, ein Gitterbett und einen Schrank mit Fächern. Das braucht nicht viel Platz und ist auf ebay kleinanzeigen oft zu verschenken oder für kleines Geld zu kaufen.
Das es ihnen mittlerweile zu viel ist an Ostern und Weihnachten mehrere Familien mit Kindern bei sich zuhause zu bewirten kann ich verstehen.
Wenn Du das verstehen kannst, könntest Du es auch von Dir aus einmal ansprechen. Ihr schlaft Deiner Aussage nach in Deinem alten Kinderzimmer, Deine Schwester auch. Habt ihr wirklich nie nachgefragt, weshalb sie nicht aus wenigstens einem der Zimmer ein Gästezimmer gemacht haben?
Das muss meine Mutter dann aber auch mal offen so sagen das es ihr zu viel ist.
Nach dem, was ich gelesen habe, bezweifle ich, daß das bei Dir gut angekommen wäre.
Was hättest Du als Reaktion gezeigt, wenn sie gesagt hätte: "Mia, bitte fahrt dieses Jahr nach drei Tagen wieder heim oder geht in ein Hotel/Ferienwohnung o.ä.".

Oder versuche einmal einen Perspektivenwechsel: Du sollst alle zwei Monate für eine ganze Woche verreisen mit insgesamt 1400km Fahrtweg ... aber nicht in den Urlaub. Würde Dir das gefallen?
Das sind vier bis sechs Wochen am Stück, alleine für Familienbesuch, jedes Jahr. Dazu kommt die Zeit, wenn die Familie bei Dir selbst aufschlägt.
 
Wir haben ein eigenes Haus hier, wohnen seit 12 Jahren hier im Süden- haben alle unsere Freunde und beide Jobs hier. Wir werden hier nie mehr weggehen.
Wenn das alles so traumhaft ist, warum schreibst du dann am Anfang von so einer "Traurigkeit" wegen fehlender Familie? Ehrlich, viele Familien sind so toxisch- seid froh, dass ihr so viel Abstand habt. Und wenn eure Freunde am Wochenende nicht können, dann macht ihr eben was als 3-köpfige Familie. Wo ist das Problem? Ertragt ihr es nicht unter euch zu bleiben 😉 ?
Wie du schon festgestellt hast, dein Sohn wird es verkraften. Viel wichtiger sind die Eltern für Kinder und nicht die Großeltern. Ich hätte eigentlich auch keinen Bock 1400 km zu fahren- weder als Eltern, noch als Großeltern. Was für ein Stress.
Die Einliegerwohnung könnt ihr ja auch als Ferienwohnung anbieten. Gibts bei euch Tourismus?
 
Vorletzten Sommer war Dein Sohn aber auch zwei Jahre jünger (und hatte ein höheres Schlafbedürfnis plus eine geringere Mobilität), vergiß das nicht.

Kann sein. Die Nichte ist eben auch ein Enkelkind, genau wie Dein Sohn.
Abgesehen davon habe ich schon oft gehört, es gäbe "im Alter" drei Sprünge, was Energie anbelangt: um die 40, mit Mitte 60 und Anfang 80. Auch meine Schwiegereltern können das bestätigen, ich selbst erst die 40.

Ich habe mich schon oft gefragt, was denn ein komplettes Babyzimmer ist. Wir hatten eine Kommode mit Wickelaufsatz, ein Gitterbett und einen Schrank mit Fächern. Das braucht nicht viel Platz und ist auf ebay kleinanzeigen oft zu verschenken oder für kleines Geld zu kaufen.

Wenn Du das verstehen kannst, könntest Du es auch von Dir aus einmal ansprechen. Ihr schlaft Deiner Aussage nach in Deinem alten Kinderzimmer, Deine Schwester auch. Habt ihr wirklich nie nachgefragt, weshalb sie nicht aus wenigstens einem der Zimmer ein Gästezimmer gemacht haben?

Nach dem, was ich gelesen habe, bezweifle ich, daß das bei Dir gut angekommen wäre.
Was hättest Du als Reaktion gezeigt, wenn sie gesagt hätte: "Mia, bitte fahrt dieses Jahr nach drei Tagen wieder heim oder geht in ein Hotel/Ferienwohnung o.ä.".

Oder versuche einmal einen Perspektivenwechsel: Du sollst alle zwei Monate für eine ganze Woche verreisen mit insgesamt 1400km Fahrtweg ... aber nicht in den Urlaub. Würde Dir das gefallen?
Das sind vier bis sechs Wochen am Stück, alleine für Familienbesuch, jedes Jahr. Dazu kommt die Zeit, wenn die Familie bei Dir selbst aufschlägt.

Ja stimmt schon - vorletzten Sommer war mein Sohn 3 Jahre alt und hat wenigstens noch Mittagsschlaf gemacht - wobei so ein 3 jähriger Junge schon auch ne Hausnummer ist,.einmal ist er meiner Mutter im Zoo weggelaufen und einmal im Freibad. Da kommen meine Eltern schon länger nichtmehr hinterher. Jetzt mit knapp 5 ist es eher leichter - ich nenne es immer das "Voice Control"-Level der Elternschaft. Müssen nicht mehr getragen werden, man muss nicht wickeln,.nicht hinterher laufen,.kaum Wutanfälle mehr. Durst? Nimm dir was. Hunger? Du weißt wo der Kühlschrank ist. Ich finde es wird einfacher und weniger körperlich anstrengend, je älter er wird. Man kann Gesellschaftsspiele mit ihm spielen statt ihn davon abzuhalten die Enten im Park zu jagen.

Wegen der Länge des Besuchs haben wir das letzten Sommer schon angepasst. Wir waren 3 Tage dort, sind dann weiter nach Dänemark gefahren und nach 5 Tagen im Ferienhaus dort wieder zurück zu meinen Eltern für weitere 3 Tage. Hat so gepasst für alle. Ich bin keine Gnadenlose Tochter die erwartet das ihre alten Eltern 2 Wochen in Vollzeit ihr Kind übernehmen. Ich bin immer dabei und habe das Kind nie dort geparkt.

Ja vielleicht ist es ihnen alles zu viel. Schade nur das nur wir ihnen zu viel sind anscheinend, für meine Schwester geben sie 200 %.
 
Wenn das alles so traumhaft ist, warum schreibst du dann am Anfang von so einer "Traurigkeit" wegen fehlender Familie? Ehrlich, viele Familien sind so toxisch- seid froh, dass ihr so viel Abstand habt. Und wenn eure Freunde am Wochenende nicht können, dann macht ihr eben was als 3-köpfige Familie. Wo ist das Problem? Ertragt ihr es nicht unter euch zu bleiben 😉 ?
Wie du schon festgestellt hast, dein Sohn wird es verkraften. Viel wichtiger sind die Eltern für Kinder und nicht die Großeltern. Ich hätte eigentlich auch keinen Bock 1400 km zu fahren- weder als Eltern, noch als Großeltern. Was für ein Stress.
Die Einliegerwohnung könnt ihr ja auch als Ferienwohnung anbieten. Gibts bei euch Tourismus?

Es ist nicht alles traumhaft hier - wir sind nur sehr festgelegt und es ist uns nicht möglich weg zu ziehen. Man kann zufrieden sein mit seinem Leben und trotzdem traurig sein das man keine erweiterte Familie hat. Wir wohnen sehr ländlich und ich sehe viele Großeltern hier sehr engagiert mit ihren Enkeln. Das tut oft weh. Wegziehen würde ich deshalb nicht und ich erwarte natürlich auch nicht von meine Eltern das sie zu uns ziehen.

Ja es gibt Tourismus bei uns- wohnen in einem Naturpark. Wäre natürlich auch ein Statement an unsere Eltern, die Wohnung zu vermieten.

Und ja,.ohne Kleinkind das alle 5 Minuten fragt "Wann sind wir endlich da?" Würde ich die 700 km alle 2 Monate fahren ohne mit der Wimper zu zucken. Habe ich die ersten 8 Jahre hier in denen ich noch kinderlos war. Bin alle 8 Wochen hoch gefahren. Aber ok ich war in den 20ern und nicht in den 60ern.
 
Wir wohnen sehr ländlich und ich sehe viele Großeltern hier sehr engagiert mit ihren Enkeln.
Hat Dein Mann mit der Glasindustrie zu tun? Langsam kommt mir der Gedanke, nach allem, was Du schreibst.
Falls ich mich irren sollte, hier auch ein Bericht aus Süddeutschland, ebenfalls sehr ländlich...hier ist es oft reine Notwendigkeit, daß sich Großeltern oder andere Verwandte um kleine Kinder kümmern. Die Kitas haben teils unterirdische Öffnungszeiten, die Wege zu vielen Jobs sind lang (und im Winter oft länger). Viele dieser augenscheinlich sehr engagierten Großeltern sind nicht deshalb so "engagiert", weil sie möglichst viel vom Enkel haben wollen und rosa Herzen in den Augen haben beim Anblick der Windelscheißer.
 
und ich sehe viele Großeltern hier sehr engagiert mit ihren Enkeln. Das tut oft weh.
Du schreibst hier rel. oft, daß du andauernd in deinem Umfeld "glückliche" Familiengefüge siehst.

Glaubst du das wirklich ?

Meine Nichte wohnt nur knapp 130 Km entfernt.
Diese relativ kurze Strecke ist gefühlt manchmal das andere Ende der Welt.

Von daher.
Du solltest aufhören deinen Eltern dein Leben vorzuwerfen und zumindest eine neutrale Haltung einnehmen.

Das wäre für deinen Sohn gut.

Ja, evtl. über eine Therapie.

Es heißt ja nicht, daß in vier Jahren unbedingt dein ganzes Leben aufgearbeitet sein muß.
 

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