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  • Starter*in Starter*in Krabbe
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Hallo Krabbe,

ich habe dein vorheriges Posting auch gelesen, aber wusste nicht, was ich darauf antworten könnte... Du hälst uns trotzdem auf dem Laufenden, das finde ich gut ;-)

Ja mensch, gleich bei der ersten Bewerbung zum Vorstellungsgespräch eingeladen - Gratuliere! Dann hoffe ich mal, dass das weiter so gut läuft, also dass du auch bald einen Ausbildungsplatz sicher hast.

Na, und noch eine erfreuliche Neuigkeit: Du hast einen Termin beim Psychologen...ich hatte meine Therapiestunden übrigens auch immer am Freitag vormittag ;-) Am Anfang der Therapie kommt es ja erstmal nur darauf an, dass "die Chemie stimmt", sich Patient und Therapeut also soweit sympathisch sind, dass eine weitere Zusammenarbeit möglich ist. Dich schätze ich aber schon so ein, dass du mit den meisten Menschen gut zurecht kommst - also sollte das mit dem Psychologen doch auch gehen. Und wenn nicht, dann suchst du dir eben noch einen anderen. Du wirst wohl kaum zwei "unpassende" nacheinander erwischen...

Das wichtigste ist doch, dass du jetzt endlich richtige Hilfe bekommst - dass es voran geht. Bin schon gespannt auf deinen Bericht, wie das Bewerbungsgespräch und die erste Therapiesitzung lief...

Viele Grüße,
Jens
 
Hallo,
also die Therapiesitzung war echt gut! Ich konnte ziemlich viel erzählen und die Frau hat mich ganz gut verstanden bzw. hat sich auf mich konzentriert, was gestern bei meinem Neurologen (zu dem ich auch nicht mehr will) eine Katastrophe war...Er hat all meine Traurigkeit, Einsamkeit, etc., auf die Trennung meiner Eltern geschoben...seltsamerweise hatte ich aber schon vor Jahren eine tiefe Krise und da waren meine Eltern noch zusammen...Nächste Woche kann ich dann wahrscheinlich nochmal zur Psychologin!

Das Vorstellungsgespräch??? Tztztz...ich bin genervt und hundemüde!
Die Personalchefin war ne Hexe..hat immer komisch reagiert und war sehr unfreundlich! Naja, kurz davor...nun, ich war zwei stunden da...sollte ich nen Einstellungstest machen und hab glücklicherweise 49 on 51 Punkten erreicht! Die Mitarbeiterin, die mich vorher "betreut" hat, war auch total nett, aber die Chefin...zum kotzen (sorry)!!
Das Ende vom Lied...es ist noch nichts sicher und falls ich angenommen werden sollte, dann nur in Bonn und das heißt, ca. 80 km weiter weg!

Nun, bin k.o.
LG, Krabbe
 
Hallo Krabbe,

na das klingt doch alles in allem recht positiv 🙂 Klar, mit solchen Leuten wie der Personalchefin und dem Neurologen will man möglichst nichts zu tun haben. Aber du bist doch gut mit ihnen fertig geworden und musst denen ja nicht täglich begegnen. Außerdem waren andere Leute, wie die Psychologin und die Mitarbeiterin, ja ganz nett zu dir.
Das hängt auch immer ein bisschen von der Tagesform ab, wie einem andere Menschen gegenüber treten. Manche schaffen das nicht, ihre schlechte Laune oder Stress für sich zu behalten... Jedenfalls solltest du nicht davon ausgehen, dass diese Personalchefin absichtlich so unfreundlich zu dir war - dafür kennst du sie einfach nicht gut genug. Vielleicht verhält sie sich anderen gegenüber auch immer so oder sie hatte gerade einen schlechten Tag? Man kann sich seine Personalchefs nunmal nicht raussuchen...

falls ich angenommen werden sollte, dann nur in Bonn und das heißt, ca. 80 km weiter weg!
Tja, das ist auch so etwas, was man sich heutzutage nicht immer so aussuchen kann, wie es am bequemsten wär. Aber immerhin hast du eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Und wenn es in einer anderen Stadt ist...da könntest du doch auch gut leben, oder? Ok, es wäre erstmal alles neu und anders, aber das heißt ja nicht, dass es schlechter ist. Du hast in deinem jetztigen Wohnort Freunde gefunden, also wirst du doch bistimmt auch in Bonn Freunde finden...und die "alten" Freunde hast du ja außerdem noch.

Viele Grüße,
Jens
 
..ich habe nun fast 2 stunden den ganzen thread gelesen ...und stelle fest das meine situation sehr ähnlich ist ..ich denke ich brauch hilfe
weil ich noch nie etwas lang durchziehn konnte ..noch nie ziehle erreicht habe die mir gesteckt habe ...immer nur schlechte erfahrungen gemacht habe mit menschen ..ich denke das ich jeden menschen durchschau ..und das all dies leben hier auf dieser welt überhauptkeinen sinn hat

ich sage mir selber die menscheit ist zum scheitern verurteilt ...
unsere ganze intelliegenz nutzen wir gegen uns ..selbst ich der sie damit verschwendet nur noch nachzudenken ..warum anderen menschen das nich einleuchtet oder wieso nur ich so deppri denke oder was auch immer

das erschreckende daran ..ich denke ich bin mir meiner situation sehr bewusst ...weil ich soviel drüber nachdenke

ich habe nie ein glauben gehabt also gott und so ...ich denke ich gebe nur auf gewissheit etwas ...
und das schränkt geduldt sehr ein ...ich schauspiele etwas anderen vor spiele den starken ...und innerlich zerreist es mich ...

zu all diesem hier hat mich natürlich ein grund getrieben ...
ich habe mit dieser art das ich nichts abwarten kann aufgrund der ungwissheit
das ich selbst den menschen den ich denke zu lieben von mir gestossen habe

und das macht mich nochmehr krank
ich bin diesem menschen sehr dankbar für die wenige zeit in der ich doch glücklich war ..aber ich weis nun das auch diese zeit egal wie der mensch reagiert hätte auch vorbei gegangen wäre ...

das hier zu lesen hat mich denke ich ein wenig in der entscheidung geholfen den schritt zu wagen ...hilfe in anspruch zu nehmen ..ich habe allerdings grosse angst davor ..das einer feststellt das mir nich zu helfen ist ..
und ich täglich mit irgendwas vollgepumpt werde um mich vor mir selbst zu schützen..und ich habe auch angst das ich dem der mir helfen will auch was vorspiele irgendwann

und wenn das passiert habe ich mir nicht geholfen
wenn sie mich wegschliessen ..nehme ich mir die letze möglichkeit zu fliehen ..von alle dem scheiss 🙁
und wenn ihr ehrlich seid so möchte keiner vor sich hin vegetieren

wie auch immer ...es war sehr intressant hier ...habe mich solang gelesen habe ein wenig abgelenkt...was mir im moment sehr schwer fällt

ich wünsche aber dir krabbe das du es schaffst ...🙂
 
Jens79 meinte:
Oder wenn in eurer Nähe eine Universität ist, an der man Psychologie studieren kann, dann ist da bestimmt auch eine Ambulanz, die mit der Uni zusammenarbeitet. Hier in Leipzig gibt es das: 3 Gesprächsräume in einer Praxis mit jeweils einem frisch ausgebildeten Psychologen, die dort Praxiserfahrung machen können. Betreut werden die von einem Supervisor, einem erfahrenen Therapeuten, der dann auch die Patienten zuteilt. Ruf doch da einfach mal an und frage, ob du dort Therapie machen kannst, dann wird man dir schon sagen, wer dafür zuständig ist. Wie man die Ambulanz erreicht, müsste auf der Internetseite des Instituts stehen oder du suchst mal per Suchmaschine nach "$Stadtname psychologie ambulanz" oder so ähnlich. Da die oft neue Patienten brauchen, sind die Wartezeiten relativ kurz, ich hatte schon nach zwei Wochen die erste Probesitzung.

Hallo Jens,
ich weiß, mausealter Thread...Aber da du ja noch hier im Forum unterwegs bist, liest du das vielleicht.
Es geht mir auch weniger um den Thread an sich, sondern um das, was du bezüglich der an die psychologische Fakultät angeschlossene Ambulanz in Leipzig geschrieben hast (komme auch aus Leipzig). Hab mal im Netz rumgesucht, und das klang sehr interessant. Überlege jetzt, ob ich dort mal anrufe und mich beraten lasse, denn ich habe das Gefühl, bei mir muss bald was passieren.
Mich würde interessieren, ob du nach der Probesitzung tatsächlich dort deine Therapie gemacht hast, wie das Ganze so ablief und was es dir gebracht hat.
Wär schön, was von dir zu hören.
LG
Sofie
 
Hallo Sofie,

das jetzt erstmal nur als kurze Rückmeldung - ich antworte dir dann heute Abend oder morgen ausführlich...

Bis dann,
Jens
 
Hallo Sofie,

meine Erfahrung mit dem "Institut für Psychologische Therapie e.V." in Leipzig war sehr positiv.
Ich habe dort also eine Verhaltenstherapie (wegen Depression und Angst) gemacht mit insgesamt 25 Sitzungen (die 5 Probesitzungen nicht mitgerechnet). Die Sitzungen (Dauer: 50 Minuten) waren jeweils einmal wöchentlich immer zur gleichen Uhrzeit und selbstverständlich immer bei derselben Therapeutin. Meine Therapeutin war sehr verständnisvoll, entgegenkommend und ermutigend zugleich, so dass ich schon nach der 5. Sitzung so viel Vertrauen hatte, dass ich mit ihr über wirklich alles hätte reden können.

Die Sitzungen waren bei mir reine Einzel-Gesprächssitzungen, mit verhaltenstherapeutischer Ausrichtung. Das heißt also kurz gesagt "lernen, zukünftig solche Probleme zu bewältigen, die für mich zu diesem Zeitpunkt unlösbar waren". VT orientiert sich also vor allem an der Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Probleme des Patienten. So haben wir vergleichsweise selten über meine Vergangenheit gesprochen - was ich während der Therapie eigentlich gerne getan hätte; jetzt im Nachhinein bin ich mir aber sicher, dass mir das vergleichsweise wenig gebracht hätte. An dieser Stelle will ich auch gleich ansprechen, dass ich den Eindruck habe, dass die Therapie erst im letzten Drittel und nach Abschluss so richtig Wirkung gezeigt hat - ein Phänomen, das ich auch schon von anderen Patienten gehört habe...

Zum Ablauf:
Zuerst hatte mich die Therapeutin allgemein über Depression aufgeklärt, wobei mir da vieles schon aus Büchern usw. bekannt war. Dann habe ich verschiedene Fragebögen mit Fragen zu meiner aktuellen Lebenssituation und zur seelischen Befindlichkeit bekommen (meistens Multiple-Choice Fragen). Dann habe ich nochmal konkret tabellarisch aufgeschrieben, welche Dinge in meinem Leben nicht so sind, wie ich sie gerne hätte und wie wichtig mir die jeweiligen Punkte sind. Im nächsten Schritt haben wir gemeinsam mögliche Lösungen für "festgefahrene" Probleme erarbeitet.
Außerdem schrieb sie immer mal "typische Aussagen" von mir auf, die sie immer als "destruktive Denkweisen" (oder so ähnlich) bezeichnete - also Einstellungen/Überzeugungen, die geeignet sind eine Depression aufrecht zu erhalten. Interessant daran war, als sie mir gegen Ende der Therapie diese Aussagen vorlas und ich kaum glauben konnte, dass ich SOWAS mal gesagt haben soll...

Also Sofie, ich kann dir das IPT Leipzig als eine Möglichkeit eine ambulante Verhaltenstherapie zu machen sehr empfehlen. Hier ist nochmal die Telefonnummer und Adresse (die Daten sind nun ein Jahr alt, aber ich denke mal, dass noch alles so stimmt):

Institut für Psychologische Therapie e.V.
Institutsambulanz
Querstraße 25
04103 Leipzig

Tel.: 0341/2258647

Allerdings habe ich mich zuerst mit der Frau Dr. Freigang (http://www.bdp-sachsen.org/psychologie/s10.html#292) in Verbindung gesetzt, die mit mir dann den Termin für die erste Probesitzung vereinbart, sowie mir "meine" Therapeutin zugeteilt hat. Ruf einfach mal im IPT an - dort kann dir bestimmt jemand sagen, wie du zu einer Probesitzung kommst.

Viele Grüße und viel Erfolg!
Jens
 

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