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  • Starter*in Starter*in Krabbe
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K

Krabbe

Gast
Hallo!
Hier ist mal wieder jemand, die es anscheinend nicht schafft, mit Krisen und Stress umzugehen, die vor allem wegläuft, aber immer wieder auf neue Schikanen trifft...

Natürlich ist dieses Posting irgendwie ein Hilfeschrei, sonst hätte ich mich ja schon umgebracht!
Es sind so viele "kleine" Dinge, die das Fass einfach zum Überlaufen bringen und mich an den Rand der Verzweiflung bringen...

Ich bin 17 Jahre alt, habe von einer Realschule nach dem Abschluss auf ein Gymnasium gewechselt, weil ich gedacht habe, dass ich was drauf hätte, aber wie ich sehe, muss man nicht klug sein, sondern einfach nur starke Nerven und Ergeiz besitzen, um der Karriere Luft zum Atmen zu geben...
Seit meinem Wechsel läuft erst recht alles nur noch schleppend, ich kann mich kaum noch konzentrieren und schaff es nicht, mich aufzuraffen!
Somit, sieht es notenmäßig auch sehr schlecht aus...Ich sehe einfach keine Lösung, obwohl ich im Endeffekt gerne eine hätte!

>>Ich kann, ich will, ich schaff´s nicht mehr - es belastet mich so sehr...<< Max Mutzke

Meine Eltern haben sich letztes Jahr getrennt, weil mein Vater meine Mutter betrogen hat und Alkoholiker war...wir haben ihn gebeten (vielleicht nicht gut genug!?) sich professionelle Hilfe zu holen...nicht nur wegen uns, sondern vor allem für sich, damit er sein Leben besser auf die Reihe bekommt. Im Endeffekt hat er nichts geändert! Ich hatte nie eine gute Beziehung zu meinem Vater, konnte mit ihm über nichts reden, höchstens über das Wetter. Er hat mich oft niedergemacht und enttäuscht...wie so viele in meinem Leben!
Es schmerzt, da ich ein harmoniebedürftiger Mensch bin und es am liebsten allen recht machen möchte. Die Konsequenz: meine Seele zerbricht daran!

Richtige Freunde hatte ich nie bzw. hatte nicht das Gefühl, welche zu besitzen...Eine Nachbarin, die 7 Jahre älter als ich ist, ist mir sehr ans Herz gewachsen, aber selbst ihr kann ich nicht sagen, wie ich mich wirklich fühle. Ich habe es noch nie geschafft, jemanden so sehr zu vertrauen, dass ich ihm von meinen Gefühlen und Gedanken erzählen würde...selbst nicht meiner Mutter oder meinem Cousin, die ich ja doch irgendwie lieb habe!
Es gibt niemanden aus dem Bekannten- Verwandtenkreis, der mich noch nie enttäuscht hat - vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen!?

Ich achte immer darauf, was ich zu jemanden sage, um ihn nicht zu verletzen und somit ihn in die ähnliche Gefühlswelt rutschen lasse, in der ich mich schon seit Jahren befinde...

Suizidgedanken hatte ich auch schon vor 2-3 Jahren. Aber es gab immer noch ein bisschen Hoffnung, da ich in der Schule Erfolg hatte...Ich hatte somit eine längere Pause, ohne große selbstmordgefährdeten Absichten!
Mittlerweile habe ich das Gefühl, auf jeder Ebene zu versagen. Ich kann gerade noch Lebensmittel einkaufen gehen oder ein bisschen Musik hören, ansonsten sitze ich apathisch in meinem Zimmer und komme zu keinem Ergebnis...Selbst heute, wo ich u.a. Ferien habe, sitze ich "doof" vorm Computer...Wach bin ich seit Stunden, jedoch hab ich immer noch nichts geschafft!!! Wie peinlich!

Seit letztem Herbst geht es mir gesundheitlich auch immer schlechter...Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Kraftlosigkeit, Halluzinationen, Kreislaufbeschwerden etc. Die Ärzte bei denen ich bisher war, können mir nicht helfen, das sagen sie sogar selbst!
Ich sehne mich sooft danach, in Gottes "Armen" einzuschlafen" und in seinem "Reich" aufzuwachen" - alles wäre friedlich und jeder wäre rücksichtsvoll...das hört sich vielleicht makaber und unrealistisch an!?

Zudem bin ich seit Kleinkindalter inkontinent...Nachts hat es sich gebessert, aber dennoch gibt es Momente, wo es einfach daneben geht und dafür schäme ich mich!

Ich habe vielleicht schon viel zu viel geschrieben...würde mich über zahlreiche Antworten sehr freuen.
Im Grunde will ich doch leben und schöne Momente erleben..möchte mit Krisen umgehen können ohne mich direkt mit Schlaftabletten vollpumpen zu wollen! Was soll ich tun? Ich schaff´s alleine nicht mehr???
 
...*schnief*...schade, dass mir noch keiner geschrieben hat..Ok, habe vielleicht etwas viel gepostet, aber würde mich über ne Antwort wirklich freuen!!
LG
 
Hallo Krabbe,
Ich kann dir leider nicht weiterhelfen.
Ich kann dir auch keine tröstende Worte oder so sagen.

Aber du hast im Prinzip schon den ersten weg zur „Besserung“ gemacht indem du dich hier geöffnet hast.

Hab bitte noch etwas Geduld mit den Antworten der anderen.
Heute ist ja en Feiertag und einige werden den Tag eventuell mit Familie oder mit sonst was verbringen.

Ich wünsch dir en glückliches Leben!

__________
16c05u19c86
 
Hallo Krabbe,
tröstende Worte zu finden ist wirklich schwer - du klingst sehr traurig!
Das ist ganz schön viel was Du durchzumachen hast, Schulwechsel, Trennung der Eltern usw. Da ist es glaube ich ganz normal, dass man in Depressionen abrutschen kann. Allerdings ist Selbstmord nie eine Lösung und Schlaftabletten irgendwie auch nicht. Damit beseitigst Du nämlich kein Problem nur dessen Symptome.
Vielleicht wäre es hilfreich für Dich mit jemandem zu sprechen, der Dir als Außenstehender professionell Hilfe geben kann. Die Telefonseelsorge (ist soviel ich weiß absolut anonym) kann Dir vielleicht weiterhelfen.
Viel Glück,
Kikjou
 
Hallihallo,
vielen herzlichen Dank für eure Antworten!
Wie ihr seht, haben wir schon viel zu spät. Ich sollte längst im Traumland schweben, aber das ist mir schon seit letztem Herbst nicht mehr gelungen...Das ist also auch noch eine Sache, die mich völlig fertig macht und alles nicht gerade erleichtert. Seit Herbst habe ich nie richtig durchschlafen können, bin oft aufgewacht, hatte Halluzinationen, habe unruhig geschlafen oder oft auch gar nicht bzw. nur 3 Stunden oder so...
Ich schäme mich dafür, dass ich hier so viel rumjammere, aber ich fühl mich nicht gut!!!
Mit der Telefonseelsorge habe ich schonmal geredet...aber leider kann ich sowieso nicht gut telefonieren, weil ich nie weiß, was ich sagen soll und zweitens kam ich mir nicht ernstgenommen vor...War sehr seltsam!
Was soll ich denn machen? Vielleicht schafft es ja jemand mein "kurzes" Posting von oben durchzulesen und mir einen Rat zu geben!? Meine Kräfte schwinden immer mehr...
 
Hallo Krabbe,

ich bin erst gestern auf dieses Forum gestoßen und vor allem dein Beitrag hat mich dazu bewogen, mich hier mal anzumelden 🙂

Krabbe meinte:
Hallo!
Hier ist mal wieder jemand, die es anscheinend nicht schafft, mit Krisen und Stress umzugehen, die vor allem wegläuft, aber immer wieder auf neue Schikanen trifft...
Probleme und Krisen gehören zum Leben dazu, ob man will oder nicht. Wenn man sie bewältigen kann, können sie das Leben bereichern, weil es dann nicht so langweilig ist. Es kann aber sehr frustrierend sein, wenn man sie nicht lösen kann. In so einem Fall ist es das Beste, sich Hilfe zu holen, z.B. in Internet-Foren, Selbsthilfegruppen oder auch professionelle Hilfe bei der Helferindustrie (Ärzte, Psychotherapeuten,...). Es soll sogar für jedes Problem eine Lösung geben...

Ich bin 17 Jahre alt, habe von einer Realschule nach dem Abschluss auf ein Gymnasium gewechselt, weil ich gedacht habe, dass ich was drauf hätte, aber wie ich sehe, muss man nicht klug sein, sondern einfach nur starke Nerven und Ergeiz besitzen, um der Karriere Luft zum Atmen zu geben...
Seit meinem Wechsel läuft erst recht alles nur noch schleppend, ich kann mich kaum noch konzentrieren und schaff es nicht, mich aufzuraffen!
Also ich würde sagen, man braucht beides, Ehrgeiz und Klugheit, um Erfolg zu haben. Mangelnde Konzentration und Motivation sind aber eher ein Zeichen dass dich irgend etwas Grundlegendes belastet, als dass dir die Begabung fehlt.

Meine Eltern haben sich letztes Jahr getrennt, weil mein Vater meine Mutter betrogen hat und Alkoholiker war...
[...]
Er hat mich oft niedergemacht und enttäuscht...wie so viele in meinem Leben!
Es schmerzt, da ich ein harmoniebedürftiger Mensch bin und es am liebsten allen recht machen möchte. Die Konsequenz: meine Seele zerbricht daran!
Aha, da haben wir's doch schon. Du versuchst es allen Recht zu machen und wirst dafür nieder gemacht und enttäuscht. Klar, dass du irgendwann keine Kraft mehr hast.
Es ist grundsätzlich nicht schlimm, nach der Devise zu leben: "Einer trage des anderen Last", aber es ist nicht gut, wenn man dabei vergisst, für sich selbst zu sorgen. Auch wenn das egoistisch klingt, aber man muss hauptsächlich für sich selbst leben und nur teilweise für andere. Wenn man anderen mehr gibt als man von ihnen fordert, dann hat man irgendwann nichts mehr, denn man bekommt meistens weniger zurück.

Richtige Freunde hatte ich nie bzw. hatte nicht das Gefühl, welche zu besitzen...Eine Nachbarin, die 7 Jahre älter als ich ist, ist mir sehr ans Herz gewachsen, aber selbst ihr kann ich nicht sagen, wie ich mich wirklich fühle. Ich habe es noch nie geschafft, jemanden so sehr zu vertrauen, dass ich ihm von meinen Gefühlen und Gedanken erzählen würde...selbst nicht meiner Mutter oder meinem Cousin, die ich ja doch irgendwie lieb habe!
Es gibt niemanden aus dem Bekannten- Verwandtenkreis, der mich noch nie enttäuscht hat - vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen!?
Naja, wenn du von jemanden Vertrauen-können erwartest, sobald du seine Freundin geworden bist und auch wenn du denjenigen lieb hast, dann hast du wohl tatsächlich zu hohe Erwartungen. Denn man kann sich Vertrauen, Nähe und Treue nicht "erkaufen", indem man sich den Wünschen der anderen unterwirft. Das einzige, was man mit diesem Verhalten erreicht, ist dass man seltener Ärger bekommt, weil man sich ja immer schön anpasst. Aber die Folgen davon sind viel schlimmer, als ein Streit wegen einer kleinen Meinungsverschiedenheit!

Ich achte immer darauf, was ich zu jemanden sage, um ihn nicht zu verletzen und somit ihn in die ähnliche Gefühlswelt rutschen lasse, in der ich mich schon seit Jahren befinde...
Nein, so funktioniert das nicht. Es ist immer Aufgabe des Zuhörers, das Gesagte zu reflektieren und zu bewerten. Wenn man etwas sagt, kann man niemals wirklich wissen, welche Emotionen das beim Zuhörer auslöst. Hinzu kommt, dass im normalen Gespräch noch der Tonfall und die nonverbale Kommunikation eine Rolle spielt, also die Mimik und die Körpersprache. Am Telefon und im Internet ist das natürlich wieder etwas anders...
Ich denke, es kommt auf die Absicht an. Wenn jemand etwas zu dir sagt und dich damit absichtlich verletzen will, dann wird sich das anders anhören, als wenn es unabsichtlich war. Notfalls kann man auch noch einmal nachfragen.
Insofern brauchst du keine Angst haben, dass deine Worte jemanden verletzen, obwohl das nicht deine Absicht war.

Suizidgedanken hatte ich auch schon vor 2-3 Jahren. Aber es gab immer noch ein bisschen Hoffnung, da ich in der Schule Erfolg hatte...Ich hatte somit eine längere Pause, ohne große selbstmordgefährdeten Absichten!
Mittlerweile habe ich das Gefühl, auf jeder Ebene zu versagen. Ich kann gerade noch Lebensmittel einkaufen gehen oder ein bisschen Musik hören, ansonsten sitze ich apathisch in meinem Zimmer und komme zu keinem Ergebnis...Selbst heute, wo ich u.a. Ferien habe, sitze ich "doof" vorm Computer...Wach bin ich seit Stunden, jedoch hab ich immer noch nichts geschafft!!! Wie peinlich!
Ich will hier keine Ferndiagnose stellen, aber für mich klingt das alles sehr nach einer Depression. Man kann da auch ohne professionelle Hilfe raus kommen, das kann aber sehr schwer werden! Jedenfalls ist da ein großes Problem, das gelöst werden will. Und deshalb hast du kaum noch Kraft für andere Dinge. Seelischer und körperlicher Schmerz sind gar nicht so verschieden. Nur dass seelischer Schmerz immer noch als verwerflich gilt: >>"...noch nichts geschafft!!! Wie peinlich!" Wenn du dir das Bein gebrochen hättest, wär es dir dann auch peinlich, nicht laufen zu können??
Geh' bitte zum Arzt (oder Psychotherapeut/in) und werd wieder gesund...

Seit letztem Herbst geht es mir gesundheitlich auch immer schlechter...Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Kraftlosigkeit, Halluzinationen, Kreislaufbeschwerden etc. Die Ärzte bei denen ich bisher war, können mir nicht helfen, das sagen sie sogar selbst!
Weil das Fachidioten sind. Die sind außerhalb ihres Spezialgebietes genauso Laien wie du und ich. Hast du denen mal von deinem Gemütszustand berichtet?

Im Grunde will ich doch leben und schöne Momente erleben..möchte mit Krisen umgehen können ohne mich direkt mit Schlaftabletten vollpumpen zu wollen! Was soll ich tun? Ich schaff´s alleine nicht mehr???
Hol' dir Hilfe bei Leuten, die Spezialisten für diese Probleme sind (Psychotherapeuten). Hör' nicht auf, nach Hilfe zu suchen, bevor du echte Hilfe bekommst. Sei nicht so streng zu dir und mache nicht den selben Fehler wie ich, so lange zu warten, bis irgendwann gar nichts mehr geht. Meine Therapeutin ist übrigens auch der einzigste Mensch, dem ich uneingeschränkt vertraue und der ich alle meine Gefühle und Gedanken erzähle.

Viele Grüße,
Jens
 
Hallöle,
also erstmal SORRY, dass ich mich hier unregistriert melde, aber das mim anmelden hat grad nich so ganz geklappt...

Ich höre bzw. lese immer wieder den Satz >>Wer hat denn behauptet, dass das Leben einfach wär...und ohne Schikanen??<<
Da möchte ich nur zu schreiben...Wer hat gesagt, dass das Leben schwierig sein muss? Wieso kann es nicht "einfach" ablaufen und man kann glücklich sein..wo liegen da die Gründe??
Vielleicht liegt es an der Definition von "einfach" und "schwer"? Vielleicht liegt es daran, dass wir alle Individuen sind, die alles unterschiedlich wahr- und aufnehmen??

Ich habe momentan wieder nur dieses Gefühl der Traurigkeit, habe eben wieder angefangen zu zittern und war kurz vorm heulen und der ganze Auslöser war nur eine Lapalie - ein kleines Problem, was sich in meinen Gedanken vergrößert und mittels meiner Emotionen überheblich wird...
Ich komm mit meinem Leben nicht mehr klar und ich muss gestehen, dass ich auch kaum noch Motivation habe zu kämpfen!!!
Natürlich sehne ich mich nach einem "zufrieden" Leben. Ich habe keine Kraft mehr mich für so viele Dinge anzustrengen. Ich sehe keinen Sinn mehr in so vielen Handlungen, die ich oder meine Umwelt vollziehen!? Ich suche nach dem Sinn des Lebens und bin mir NICHT sicher, ob der einfache Sinn des Lebens darin besteht, um das Leben selbst zu kämpfen...
Ich brauche Hilfe, das weiß ich, aber ich bin feige und weiß nicht, wie ich das meiner Mutter erklären soll...ich weiß nicht, wie ich überhaupt jemanden verständlich machen soll, was in mir vorgeht!? Möglicherweise weiß ich noch nicht mal selbst, was genau hier mit mir geschieht!?

>>Auch ein Mann muss lernen zu kämpfen, muss lernen sich zu verteidigen, ehe er als Ritter in die Schlacht zieht. Werden ihm noch nicht mal die Grundlagen beigebracht, so wird er kläglich scheitern, da er am Anfang selbst nicht wissen kann, wie er sich zu verhalten hat und was er tun soll...<<

Habe das gerade aufgeschrieben, um es eventuell verständlich zu machen, was ich ausdrücken wollte...(Symbolik).

Alles schleift und trottet bei mir nur vor sich hin. Meine Traurigkeit nimmt kein Ende und ich fürchte, wieder an den Punkt zu gelangen, an dem ich schon vor 3 Jahren stand: der Versuch zum Versuch mich umzubringen! Hört sich seltsam an, aber mein Kopf ist leer und meine Gefühle verwirrt..

Ich wünsche einen schönen Tag und hoffe, auf Reaktionen jeglicher Form!
Würde mich freuen...
 
Hallo,
hoffe, dass meine Berichte nicht allzu kompliziert oder sich sogar "gestellt" anhören!? Schade, dass keiner mir schreiben "kann" oder möchte!
Sitze gerade hier, wie bewusstlos - scheine zu schweben! (Nein, ich nehme keine Drogen!!)
Habe mich soeben umgeschaut, wie man am einfachsten an Schlaftabletten kommt, was am "besten" wirkt, sodass der Leidensweg nicht zur körperlichen Behinderung wird...
Ich hoffe, dass ich niemanden erschrecke oder mit meinen Berichten Angst einjage, aber ich möchte nur ausdrücken, dass ich nicht zu der Spezies gehöre, die andere mit ihren Zeilen nur hinters Licht führen will...

Ich werde mich jetzt hinsetzen und Briefe an verschiedene Personen schreiben. Das ist keine Drohung, sondern ich möchte versuchen, meine Gedanken und Gefühle zu sammeln. Vielleicht ist dieses "Abschiedsbrief-schreiben" auch ein Weg, mich auf eventuell irgendwann eintreffende Gespräche mit den betroffenen Personen, einzustellen und vorzubereiten...?? Sofern ich mich überhaupt trauen sollte, was im Moment nicht der Fall zu sein scheint...

Liebe Grüße von einer kleinen traurigen "Krabbe", die nicht weiß, ob das Meer der geeignete Platz für sie ist...
 
Ach, Krabbe... *tröst*

Bitte nicht gleich verzweifeln, du bekommst bestimmt noch mehr Antworten hier.
Ich wollte zu deinem Beitrag von gestern auch noch was schreiben, aber hab's dann doch vergessen, sorry...aber das hole ich dann morgen nach - jetzt um die Zeit hab ich dazu keine Nerven ;-)

Viele Grüße,
Jens
 
Hallo Krabbe,

du wolltest ja vor allem Lösungen haben um aus diesem Zustand heraus zu kommen...aber es ist auch wichtig, erstmal die Ursachen zu begreifen.
Also dann mal los:

Wer hat gesagt, dass das Leben schwierig sein muss? Wieso kann es nicht "einfach" ablaufen und man kann glücklich sein..wo liegen da die Gründe??
Da musste ich jetzt grad an diese Textzeile in "The Great Beyond" von R.E.M. denken: I'm pushing an elephant up the stairs...
Ja, so hab ich mich auch schon oft gefühlt, als würde ich einen Elefant die Treppe hoch schieben - und dabei frage ich mich, wozu eigentlich?
Wenn Ziele unerreichbar scheinen, hat man oftmals keine Kraft, sie überhaupt erst anzugehen. Deshalb ist es wichtig, sich überschaubare Ziele zu setzen, so dass man auch sieht, welchen Lohn man für seine Mühen erwarten kann.

Zu deiner Frage, warum das Leben nicht einfach ablaufen kann...hm, das ist gewissermaßen ein Naturgesetz. Wenn man z.B. mit dem Fahrrad bergab fahren will, weil das ja schön leicht geht und Spaß macht, muss man vorher auf den Berg hoch fahren. Ein Berg, der unendlich lang ist; den man das ganze Leben lang nur hinunter fahren kann, den gibt es nicht. Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab. Man kann sich sogar schon beim Hochfahren auf die Abfahrt danach freuen...

Vielleicht liegt es an der Definition von "einfach" und "schwer"? Vielleicht liegt es daran, dass wir alle Individuen sind, die alles unterschiedlich wahr- und aufnehmen??
Ja, es liegt an dir selbst. Daran, wie schwer man das Leben nimmt. Bzw. wie intensiv man die schönen Seiten des Lebens genießt.

Ich habe momentan wieder nur dieses Gefühl der Traurigkeit, habe eben wieder angefangen zu zittern und war kurz vorm heulen und der ganze Auslöser war nur eine Lapalie - ein kleines Problem, was sich in meinen Gedanken vergrößert und mittels meiner Emotionen überheblich wird...
Hey, da hast du doch schon selbst die Lösung gefunden. Es sind deine Gedanken, die dein Gefühl beeinflussen. Also: du brauchst nur einfach nicht mehr schlecht über die ganzen Dinge denken. Denke dir lieber "Ach, war doch nur 'ne Lapalie, da muss schon mehr passieren, um mir die Stimmung zu vermiesen".

Ich suche nach dem Sinn des Lebens und bin mir NICHT sicher, ob der einfache Sinn des Lebens darin besteht, um das Leben selbst zu kämpfen...
Tja, den Sinn des Lebens kann nur jeder für sich selbst finden. Das Leben selbst ist wohl nicht der Sinn, da hast du Recht. Aber Dinge, die im Leben vorkommen, können ihm Sinn geben. Was, denkst du, fehlt dir noch zu deinem Glück? Freunde, Liebe, Job, Geld, Erdnussflips...?

Ich brauche Hilfe, das weiß ich, aber ich bin feige und weiß nicht, wie ich das meiner Mutter erklären soll...ich weiß nicht, wie ich überhaupt jemanden verständlich machen soll, was in mir vorgeht!? Möglicherweise weiß ich noch nicht mal selbst, was genau hier mit mir geschieht!?
Du weißt es nicht genau... Darum überlege, wie die Dinge sind und wie sie sein sollten, dann findest du es heraus, was dir fehlt.
Es muss irgendwas fehlen, denn sonst wärst du ja zufrieden mit dir. Z.B. fehlt dir die Fähigkeit, mit deiner Mutter über solche Probleme zu reden...du musst es ihr ja nicht gleich am Anfang erzählen. Ich habe damals meine Mutter einfach mit zu einer meiner Therapiestunden genommen und es ihr von der Therapeutin (die mich da ja schon etwas kannte) erklären lassen. Und dass ich eine Therapie mache, hab ich auch nicht gleich von Anfang an gesagt.

>>Auch ein Mann muss lernen zu kämpfen, muss lernen sich zu verteidigen, ehe er als Ritter in die Schlacht zieht. Werden ihm noch nicht mal die Grundlagen beigebracht, so wird er kläglich scheitern, da er am Anfang selbst nicht wissen kann, wie er sich zu verhalten hat und was er tun soll...<<
Die Grundlagen für das Leben lernst du doch in der Schule. Jedenfalls die Theorie, genau wie der Ritter. Praxiserfahrung kann man nunmal nicht "lernen", die muss man "machen", und zwar in der Praxis... Nur Mut!

Viele Grüße,
Jens
 

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