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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Nein, das meine ich nicht.

Ich denke, es gibt Menschen, die eben nur eine Priorität im Leben haben, weil sie sich dafür entschieden haben und konsequent dabei bleiben. Und wenn diese Priorität z.B. auf "ich will gut leben" liegt, dann haben sich diese Menschen gegen andere Werte und Ziele entschieden. Da sehe ich keinen Ansatz für Determinismus.

Wenn ein Mensch gut leben will, dann hat er ja gewissermaßen Ziele, Werte und ein Ideal.

~~~

Zumindest kann man ja keinem Menschen wünschen, dass er nicht gut leben will bzw. lebt.

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Das Problem könnte aber wie so oft die Verteilung materieller Güter sein, womit eventuell auch eine gewisse Schuld einhergeht.
 
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Wenn ein Mensch gut leben will, dann hat er ja gewissermaßen Ziele, Werte und ein Ideal.

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Zumindest kann man ja keinem Menschen wünschen, dass er nicht gut leben will bzw. lebt.

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Das Problem könnte aber wie so oft die Verteilung materieller Güter sein, womit eventuell auch eine gewisse Schuld einhergeht.

In erster Linie ging es (uns) ja um Schuld, Schuldgefühle. Und wenn jemand eben nur eine Priorität hat, gut Leben, dann kommen eben andere Wertvorstellungen wie Ehrlichkeit ins Hintertreffen, was aber denjenigen kaum stören dürfte.

Was Du ansprichst, (ungerechte) Verteilung der Güter, führt natürlich auch zu Schuld. Aber diese wird eher von der Gesellschaft bzw. von anderen Menschen empfunden, nicht aber vom Schuldigen, denn er handelt nach seinem Maßstab richtig.
 
Natürlich ist Materialität nicht alles, aber jeder muss auch was essen und sich von was kleiden.

Gini-Koeffizient. Warum fließt das Geld ständig nach oben und verbleibt nicht viel mehr dort, wo es erarbeitet wird?

Ausbeutung und Geldimperialismus pur. ge**** auf Lebenswerte. Warum macht da keiner seine Fresse auf, schiebt einen Riegel vor?

Wessen Schuld ist das?
 
Natürlich ist Materialität nicht alles, aber jeder muss auch was essen und sich von was kleiden.

Gini-Koeffeizient. Warum fließt das Geld ständig nach oben und verbleibt nicht viel mehr dort, wo es erarbeitet wird?

Ausbeutung und Geldimperialismus pur. ge**** auf Lebenswerte. Warum macht da keiner seine Fresse auf, schiebt einen Riegel vor?

Wessen Schuld ist das?

...der Gesellschaft. Du weisst doch, hoch im Kurs stehen Werte wie Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung.
Die Menschen lassen sich nicht gerne etwas sagen, und sei es noch so richtig.
 
In erster Linie ging es (uns) ja um Schuld, Schuldgefühle. Und wenn jemand eben nur eine Priorität hat, gut Leben, dann kommen eben andere Wertvorstellungen wie Ehrlichkeit ins Hintertreffen, was aber denjenigen kaum stören dürfte.

Wie kommst du auf den gewagten, fast schon verstörenden Gedanken, dass sich beispielsweise ein gutes Leben und Ehrlichkeit ausschließen?
 
Wie kommst du auf den gewagten, fast schon verstörenden Gedanken, dass sich beispielsweise ein gutes Leben und Ehrlichkeit ausschließen?

Das ist nicht mein Gedanke. Lies bitte nochmal genau. Mein Gedanke ist: wenn "gutes Leben" die erste Priorität hat, dann kommen andere Werte, wie z.B. Ehrlichkeit, eben logischer Weise an zweiter Stelle und im Falle eines Falles eben zu kurz.
 
Das ist nicht mein Gedanke. Lies bitte nochmal genau. Mein Gedanke ist: wenn "gutes Leben" die erste Priorität hat, dann kommen andere Werte, wie z.B. Ehrlichkeit, eben logischer Weise an zweiter Stelle und im Falle eines Falles eben zu kurz.

Macht keinen Sinn. Du sagst immer noch, dass Ehrlichkeit in einem guten Leben zu kurz kommt.

Vielleicht solltest du das etwas näher erläutern. Gehört Ehrlichkeit für dich nicht zu einem guten Leben?

~~~

Oder anders:

Was meinst du überhaupt mit "gutes Leben"? Vielleicht liegt da der Hase begraben.

~~~

Ich sehe es nämlich so, dass Ehrlichkeit ein essentiell wichtiger Bestandteil eines guten Lebens ist. Wie willst du denn gut leben, wenn du nicht ehrlich bist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Macht keinen Sinn. Du sagst immer noch, dass Ehrlichkeit in einem guten Leben zu kurz kommt.

Vielleicht solltest du das etwas näher erläutern. Gehört Ehrlichkeit für dich nicht zu einem guten Leben?

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Oder anders:

Was meinst du überhaupt mit "gutes Leben"? Vielleicht liegt da der Hase begraben.

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Ich sehe es nämlich so, dass Ehrlichkeit ein essentiell wichtiger Bestandteil eines guten Lebens ist. Wie willst du denn gut leben, wenn du nicht ehrlich bist?

Es kommt auf die Prioritäten an.
Wenn gutes Leben die erste Priorität hat, also materieller Wohlstand, dann machst Du dort keine Zugeständnisse.
Wenn immaterielle Werte, z.B. Ehrlichkeit die Priorität hat, dann wirst Du dort keine Zugeständnisse machen, wohl aber bei "gutes Leben", also Materiellem.

Jemand, der ehrlich ist, kann durchaus auch ein gutes Leben führen, einen materiellen Wohlstand haben. Aber dieser hat für ihn keine erste Priorität. Beim materiellen Wohlstand ist er bereit Verzicht zu üben oder sich mit dem begnügen wollen, was er hat. Bei Ehrlichkeit ist er zu Zugeständnissen nicht bereit.

Nur ist es nicht möglich, materiellen und immaterielle Werten die gleiche Priorität einzuräumen.
Ist es jetzt deutlich?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt auf die Prioritäten an.
Wenn gutes Leben die erste Priorität hat, also materieller Wohlstand, dann machst Du dort keine Zugeständnisse.
Wenn immaterielle Werte, z.B. Ehrlichkeit die Priorität hat, dann wirst Du dort keine Zugeständnisse machen, wohl aber bei "gutes Leben", also Materiellem.

Jemand, der ehrlich ist, kann durchaus auch ein gutes Leben führen, einen materiellen Wohlstand haben. Aber dieser hat für ihn keine erste Priorität. Beim materiellen Wohlstand ist er bereit Verzicht zu üben oder sich mit dem begnügen wollen, was er hat. Bei Ehrlichkeit ist er zu Zugeständnissen nicht bereit.

Nur ist es nicht möglich, materiellen und immaterielle Werten die gleiche Priorität einzuräumen.
Ist es jetzt deutlich?

Okay, verstehe. Du definierst ein gutes Leben über materiellen Wohlstand. Meine Definition ist anders. Sie orientiert sich eher an geistigem Wohlstand und inkludiert somit auch Ehrlichkeit.
 
Okay, verstehe. Du definierst ein gutes Leben über materiellen Wohlstand. Meine Definition ist anders. Sie orientiert sich eher an geistigem Wohlstand und inkludiert somit auch Ehrlichkeit.

Unter "gutes Leben" versteht man allgemein materiellen Wohlstand mit einer gewissen Sicherheit desselben. ich persönlich halte immaterielle Werte auch für wichtiger.
 
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