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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Wäre es für mich ein Leiden, zum Beispiel einen gefundenen Umschlag voller Geld nicht an den Besitzer zurückzugeben? Auf Anhieb nicht, ich könnte die Kohle gut brauchen. Dann denke ich aber daran, wie sehr ich mich selbst ärgern täte, wenn ich dieses Geld verloren hätte - und dann gibt es für mich nur noch den einzigen Weg, das Geld zurückzugeben. Denn was ich nicht für mich selbst will, tu ich auch keinem andern an. Simple Lebenseinstellung, nicht?

Diese Lebensweisheit ist schon gut, übrigens biblischen Ursprungs.
Das Beispiel ist noch eine relativ niedrige ethische Hürde, vermute ich mal. Und doch werden Dir da viele Menschen nicht folgen.

Hast Du das mit dem Umschlag voller Geld oder ähnliches mal erlebt?
 
Denn was ich nicht für mich selbst will, tu ich auch keinem andern an.

Bekannter ist das unter dem kategorischen Imperativ von Kant. Sinngemäß:

Handle immer so, als dass die Maxime deines Handelns auch als Gesetz für alle anderen gelten könnte.

Schwierig.
 
Für was gibt es überhaupt eine Bestandsgarantie?
Der Grund dafür ist ganz einfach, dass das Lebensglück bzw. die Prinzipien brüchig sind.

Für erreichtes Lebensglück gibt es keine Bestandsgarantie. Das war/ist meine Aussage. Wir Menschen erarbeiten uns Lebensglück. Und nichts, was wir uns erarbeiten, bleibt bestehen. Wir können noch nicht einmal Menschen (Beziehungen) oder unsere eigene Gesundheit festhalten. Deshalb gibt es "dafür" keine Bestandsgarantie.

Jedoch bei geschenktem Lebensglück ist das etwas anderes. Verstehst Du den Unterschied?


Wenn wir uns von der Maßgabe eines eventuellen Unglücks einschüchtern lassen würden, würden wir Menschen ja gar nichts mehr hinkriegen. Orientierung sieht anders aus.

Dem ersten Satz stimme ich zu. Zum zweiten Satz frage ich: Wie sieht Deine Orientierung aus?

Am Ende des Tages muss alles den "Test der Zeit" bestehen. Wenn es das nicht kann, war es für die Prüfung einfach nicht gut genug.

Stimmt genau!!! Aber nur wenige Menschen scheinen darüber nachzudenken.

Du fragst mich allen Ernstes, was Zeit ist?

Nein, nicht wirklich. Aber wenn ich Dich fragen würde - hättest Du eine Antwort?
 
Warum hältst Du das für schwierig?

Menschliche Natur halt. Der Mensch hat beides in sich drin - das prinzipiell Gute zu tun, oder einen Vorteil für sich einzuheimsen. Vieles in der Domäne menschlichen Handelns ist "animalisch", wird also durch Angst oder Überheblichkeit bestimmt.

Wie ich schon sagte, unterschätze Gefühle nicht.

~~~

Manche fühlen sich ihr ganzes Leben lang gut. Andere wiederum fühlen sich ihr ganzes Leben lang scheiße. Wie begründet sich das? Im Grunde ist es ein sehr simpler Mechanismus.

~~~

Auch Politiker treffen ihre Entscheidungen auf Grundlage dessen, dass es sich irgendwie gut anfühlt. Warum Menschen sich auch mit bekloppten Entscheidungen wohl fühlen, ist wiederum eine andere Frage. Und das wiederum erstreckt sich nicht nur auf Politiker, Wirtschaftsmagnaten und den Papst, sondern auch auf Normalos wie dich und mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Großen und Ganzen ist "Schuld" zwar ein netter Aufhänger, aber kein vernünftiger Arbeitsbegriff.

Besser wäre es, von Verantwortung, Verantwortlichkeit und Verantwortungsfähigkeit zu sprechen.

Dieses würde uns erlauben, "Schuld" exakt und präzise zu beantworten.

~~~

Bist du bereit?
 
Im Großen und Ganzen ist "Schuld" zwar ein netter Aufhänger, aber kein vernünftiger Arbeitsbegriff.

Besser wäre es, von Verantwortung, Verantwortlichkeit und Verantwortungsfähigkeit zu sprechen.

Dieses würde uns erlauben, "Schuld" exakt und präzise zu beantworten.

~~~

Bist du bereit?

Wir können sagen: Schuld = ist eine Verantwortung, der "ich" nicht gerecht wurde.
Schuld ist nur 1 Begriff, kürzer

Verantwortlichkeit ist das Gebiet "meiner" Verantwortung
und
Verantwortungsfähigkeit schafft eine Abgrenzung zwischen den faktischen Möglichkeiten, Verantwortung zu tragen und der faktischen Unmöglichkeit.

Einverstanden?
 
Handle immer so, als dass die Maxime deines Handelns auch als Gesetz für alle anderen gelten könnte.
Schwierig.

Warum hältst Du das für schwierig?

Menschliche Natur halt. Der Mensch hat beides in sich drin - das prinzipiell Gute zu tun, oder einen Vorteil für sich einzuheimsen. Vieles in der Domäne menschlichen Handelns ist "animalisch", wird also durch Angst oder Überheblichkeit bestimmt.

Wie ich schon sagte, unterschätze Gefühle nicht.

Damit sprichst Du richtigerweise die Gefühle an, die einen großen Anteil an dem Versagen des Menschen haben. Siehe meinen vorherigen Beitrag - Stichwort Verantwortlichkeit.

Aus meiner Sicht ist es die Verantwortung des Menschen, auf dem Wege zu Erwachsenwerden nachzudenken und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Statt dessen überlässt sich der Mensch seinen Gefühlen - wie als Kleinkind gewohnt - und wird so seiner Verantwortung als Erwachsener nicht gerecht.

~~~

Manche fühlen sich ihr ganzes Leben lang gut. Andere wiederum fühlen sich ihr ganzes Leben lang scheiße. Wie begründet sich das? Im Grunde ist es ein sehr simpler Mechanismus.

Was für ein Mechanismus??
~~
Auch Politiker treffen ihre Entscheidungen auf Grundlage dessen, dass es sich irgendwie gut anfühlt. Warum Menschen sich auch mit bekloppten Entscheidungen wohl fühlen, ist wiederum eine andere Frage. Und das wiederum erstreckt sich nicht nur auf Politiker, Wirtschaftsmagnaten und den Papst, sondern auch auf Normalos wie dich und mich.

Ich würde Politiker und Menschen überhaupt nicht alle über einen Kamm scheren. Bei mir ist es so, dass ich wenigstens in wichtigen Fragen nachdenke und eine Entscheidung treffe. Meine guten Gefühle folgen. Nicht umgekehrt. Das ist mir wichtig.

Ich mache dabei nicht alles richtig. Aber ich bin überzeugt, dass diese Reihenfolge (1. Vernunft - 2. Gefühle ) richtig ist.
 
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