Aber bleiben wir mal bei "Schuld" und "Gefühle". Du bist Ein Religiöser Mensch. Ich nicht. Nächstenliebe ist dir und mir ein Begriff. Du triffst zwei Menschen. Du lernst beide Kennen. Sie sind erst bekannte, einer wird zum Freund. Freundschaft ist auch Liebe. Der Mensch den du zum Freund machst berührt dich in gewisserweise (sonst würdest du ihn nicht zum Freund machen). Der andere wäre gerne dein Freund und möchte an deiner Liebe teilhaben. Es hat gründe warum dieser Mensch nicht dein Freund geworden ist. Du bist glücklich mit dem anderen, deinem Freund. Der andere kommt etwas zu kurz und ist unglücklich, verletzt, durch dein handeln. Du merkst es aber nicht, du bist glücklich und dir keiner Schuld bewusst. Deswegen schrieb ich das diese ansichten sowohl richtig als auch falsch sind, je nach situation. Ob du durch dritte dann einsicht zeigst in dieser "Schuld", ich schätze ja. Ohne dritte würde es dir so nicht auffallen bzw schwer. Weil wie schon erwähnt wurde: Gefühle ändern die wahrnehmung.
Ich denke, es wird immer wieder vorkommen, dass wir Menschen ungleich behandeln. Das sehe ich nicht als Problem. Für mich ist Gleichwürdigkeit wichtig.
In Deinem Beispiel erkenne ich einen Menschen, der weniger Zuwendung erhält als ein anderer und deshalb durch "mein" Handeln verletzt ist. Ich denke, dass der Ausdruck "verletzt" hier möglicherweise nicht wirklich zutrifft. Eher denke ich, dass es sich hier um eine Ent-Täuschung handelt. Der Andere, zu dem die freundschaftliche Bande dünner ist, hat innerlich eine Erwartungshaltung, die eben nicht erfüllt wurde.
Jedoch sehe ich schon, dass die beiden "neuen" Freunde falsch gehandelt haben können. Ich denke, dass der Dritte, mit dem mich weniger Gemeinsamkeiten verbinden, trotzdem gleichwürdig und auch liebevoll behandelt werden sollte. Jedenfalls ist das meine Einstellung. Hier stelle ich schon die Frage nach der Nächstenl
iebe. Den Dritten "links" liegen lassen, weil z.B. weniger Gemeinsamkeiten vorhanden sind, betrachte ich als Lieblosigkeit.
Man muß das den Kindern beibringen, damit sie es als Erwachsene kennen und können: Auch mit den Kindern spielen, die eben anders sind, weniger begabt, jünger, schwächer...Rücksichtnahme üben....