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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Bloß fehlt da insbesondere bei Alkoholikern und anderen Drogensüchtigen meistens jede Einsicht. Auf Schuldanerkennung kann man da meistens bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten.
 
Der Alkohol ist weder gut, noch böse, er ist schlicht und einfach eine chemische Substanz mit einer bestimmten Struktur und Summenformel. Es kommt einzig und allein auf uns an, wie wir damit umgehen. Das gilt nicht nur für den Alkohol, sondern auch für alles andere, ich kann mit dem Hammer werkeln oder jemanden erschlagen, ich kann an der Wäscheleine Wäsche aufhängen oder jemanden damit erdrosseln.

Solange wir gesund sind, sind wir fähig, unseren Alkoholkonsum zu kontrollieren. Menschen, die zu dieser Kontrolle nicht fähig sind, Alkoholiker, sind meiner Ansicht nach nicht mehr als mündig zu betrachtem, sie bedürfen einer Betreuung in einer betreffenden Einrichtung.

Es gibt auch Leute, die krankhaft Feuer legen und das nicht mehr unter Kontrolle haben. In so einem Fall gibt es keine andere Möglichkeit, als die Person in Gewahrsam zu nehmen und das Selbstbestimmungsrecht einzuschränken. Viele solcher Geschichten sind sehr heikel, manchmal ist es extrem schwierig und kaum möglich, die richtige Entscheidung zu treffen.

Einer Familie ein Kind ohne konkreten Anlaß zu entziehen, ist Unrecht, aber was, wenn ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorliegt? Wie schnell wird man schuldig der einen oder anderen Seite gegenüber! Manche Situationen sind so verzwickt, dass man gar nicht ohne Schuld hinauskommen kann.

Treffe ich in der Kantine zwei Bekannte, zu wem setze ich mich? Setze ich mich zum einen, ist der andere verletzt und umgekehrt. Das Leben stellt einen oft vor solche Situationen. Manchmal fehlt es einem an Erfahrung, manchmal steht man unter enormem Streß und es kommt zur Fehlentscheidung.

Man kann vor der Entscheidung stehen, dass man in einer Katastrophensituation nur eine von mehreren Personen retten kann. Wie soll man entscheiden? Ganz schön verzwickt, das mir der Schuld!
 
Bloß fehlt da insbesondere bei Alkoholikern und anderen Drogensüchtigen meistens jede Einsicht. Auf Schuldanerkennung kann man da meistens bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten.

Wem hier die Einsicht fehlt, der hat keine Chance, sich und damit auch die Umwelt aus dieser Hölle zu befreien. Leider, leider ist das in vielen Fällen so. Es gibt aber auch die Leute, die ihre Situation begriffen haben und denen der Ausstieg gelungen ist. Sowas geht aber nur über schonungslose Ehrlichkeit. Man muss schonungslos ehrlich sich selbst gegenüber sein, und man muss auch seine Umwelt realistisch sehen, man darf sich nichts verklären und beschönigen.

Verklären und Beschönigen ist auch eine Form von Schuld. Viel Leid ist genau dadurch entstanden.
 
Bloß fehlt da insbesondere bei Alkoholikern und anderen Drogensüchtigen meistens jede Einsicht. Auf Schuldanerkennung kann man da meistens bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten.


Was würde es ändern, wenn Sie Schuld bekennen, denn letztendlich ist es eine Sucht, eine Krankheit.
Wird das bei anderen Krankheiten auch erwartet??
 
Wem hier die Einsicht fehlt, der hat keine Chance, sich und damit auch die Umwelt aus dieser Hölle zu befreien. Leider, leider ist das in vielen Fällen so. Es gibt aber auch die Leute, die ihre Situation begriffen haben und denen der Ausstieg gelungen ist. Sowas geht aber nur über schonungslose Ehrlichkeit. Man muss schonungslos ehrlich sich selbst gegenüber sein, und man muss auch seine Umwelt realistisch sehen, man darf sich nichts verklären und beschönigen.

Verklären und Beschönigen ist auch eine Form von Schuld. Viel Leid ist genau dadurch entstanden.


Einsicht alleine reicht nicht aus, da gehört schon noch viel mehr dazu.
Mit dem Beitrag machst du es dir einfach.
 
Einer Familie ein Kind ohne konkreten Anlaß zu entziehen, ist Unrecht, aber was, wenn ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorliegt? Wie schnell wird man schuldig der einen oder anderen Seite gegenüber! Manche Situationen sind so verzwickt, dass man gar nicht ohne Schuld hinauskommen kann.


Treffe ich in der Kantine zwei Bekannte, zu wem setze ich mich? Setze ich mich zum einen, ist der andere verletzt und umgekehrt. Das Leben stellt einen oft vor solche Situationen. Manchmal fehlt es einem an Erfahrung, manchmal steht man unter enormem Streß und es kommt zur Fehlentscheidung.

Man kann vor der Entscheidung stehen, dass man in einer Katastrophensituation nur eine von mehreren Personen retten kann. Wie soll man entscheiden? Ganz schön verzwickt, das mir der Schuld!


Zum Thema Kindesentzug: Ohne mich tiefgründig kundig zu machen, würde ich keine Entscheidung treffen wollen. Ich denke, in vielen Situationen ist einfach auch Kompetenz wichtig. Und ich habe den Eindruck, dass es bei manchen Entscheidungsträgern an Kompetenz fehlt. Da wird dann die Entscheidung getroffen, die das geringste Risiko beinhält, dass der Entscheidungsträger belangt wird. Da entsteht Schuld.

Zum Beispiel Kantine: Ich setze mich zu dem, zu dem es mich im Moment am meisten hinzieht, ggf. auch einfach spontan und ohne eine bewusste Wahl zu treffen. Darin sehe ich keinerlei Fehlverhalten. Fühlt sich der Bekannte, zu dem ich mich nicht setze, verletzt, scheint mir das grundlos zu sein. Im übrigen sehe ich auch kein Hindernis, den Bekannten an unseren Tisch hinzuzubitten, wenn kein Hinderungsgrund ersichtlich ist. Manchmal braucht es auch Kreativität, um eine verzwickt scheinende Situation harmonisch zu gestalten.

Zum Thema Katastrophensituation: Hier sehe ich keinerlei Möglichkeit einer Empfehlung. "Kinder zu erst" wäre wohl meine Wahl. Aber wenn alle Personen Kinder sind? Die jüngsten zu erst? Hier sehe ich keine Schuld des Retters... lediglich unendliches Mitleiden.
 
Einsicht alleine reicht nicht aus, da gehört schon noch viel mehr dazu.
Mit dem Beitrag machst du es dir einfach.

Jedoch ist Einsicht der erste Schritt zur Besserung. Nicht das zu tun, was "meine" Aufgaben sind, ist in meinen Augen schuldhaftes Unterlassen. Eine Krankheit - wie z.B. Beinbruch - entbindet mich von der Aufgabe zum Supermarkt zu laufen. Hat die betreffende Person keinen Beinbruch, läuft trotzdem nicht zum Supermarkt, dann denke ich, dass sie einfach faul ist.

Ich betreue einen jungen Mazedonier. Er hat schon viel Schlimmes erlebt. Seine Frau ist depressiv und zieht die Familie runter. Für die kleine Tochter habe ich mit viel Mühe einen Kindergartenplatz bekommen. Jedoch der Vater bringt seine Tochter sehr oft nicht hin. Er hat immer wieder neue Erklärungen. Ich bin vorsichtig damit, ihm etwas von Schuld zu erzählen. Vielmehr versuche ich herauszubekommen, ob der Grund "heute" nachvollziehbar ist oder nicht. Manchmal habe ich den Eindruck, der Vater lässt sich gehen.... Wenn ich diesen Eindruck habe, trete ich ihm im übertragenen Sinn in den A....

HESBACK, es ist immer leichter, sich gehen zu lassen als zu kämpfen. Wenn aber keine Lösung ohne Kampf erreicht werden kann, dann ist Kampf die Aufgabe. Und manchmal müssen wir uns in den eigenen A... treten, damit wir in die richtigen Gänge kommen.

Manchmal denken Menschen "ich hatte noch nie Erfolg" oder "wie soll ich das denn schaffen?" Für mich sind Selbstzweifel und zweifelnde Fragen der breite Weg, auf dem sich viele Menschen vor ihren Aufgaben drücken. Es ist wichtig, denke ich, diesen Menschen Hoffnung zu geben. Hoffnung ist wie ein Rettungsseil. Jedoch die Ablehnung der Hoffnung führt zur Schuld.

LG, Nordrheiner
 
Jedoch ist Einsicht der erste Schritt zur Besserung. Nicht das zu tun, was "meine" Aufgaben sind, ist in meinen Augen schuldhaftes Unterlassen. Eine Krankheit - wie z.B. Beinbruch - entbindet mich von der Aufgabe zum Supermarkt zu laufen. Hat die betreffende Person keinen Beinbruch, läuft trotzdem nicht zum Supermarkt, dann denke ich, dass sie einfach faul ist.

Ich betreue einen jungen Mazedonier. Er hat schon viel Schlimmes erlebt. Seine Frau ist depressiv und zieht die Familie runter. Für die kleine Tochter habe ich mit viel Mühe einen Kindergartenplatz bekommen. Jedoch der Vater bringt seine Tochter sehr oft nicht hin. Er hat immer wieder neue Erklärungen. Ich bin vorsichtig damit, ihm etwas von Schuld zu erzählen. Vielmehr versuche ich herauszubekommen, ob der Grund "heute" nachvollziehbar ist oder nicht. Manchmal habe ich den Eindruck, der Vater lässt sich gehen.... Wenn ich diesen Eindruck habe, trete ich ihm im übertragenen Sinn in den A....

HESBACK, es ist immer leichter, sich gehen zu lassen als zu kämpfen. Wenn aber keine Lösung ohne Kampf erreicht werden kann, dann ist Kampf die Aufgabe. Und manchmal müssen wir uns in den eigenen A... treten, damit wir in die richtigen Gänge kommen.

Manchmal denken Menschen "ich hatte noch nie Erfolg" oder "wie soll ich das denn schaffen?" Für mich sind Selbstzweifel und zweifelnde Fragen der breite Weg, auf dem sich viele Menschen vor ihren Aufgaben drücken. Es ist wichtig, denke ich, diesen Menschen Hoffnung zu geben. Hoffnung ist wie ein Rettungsseil. Jedoch die Ablehnung der Hoffnung führt zur Schuld.

LG, Nordrheiner


Dann Google mal Faulheit dann weißt du was dahinter steckt.
Kein Mensch ist mit Absicht antriebslos, daher sollte man mit Urteilen sehr vorsichtig sein, denn, man weiß nie so genau was in einem Menschen vorgeht, wie die Erfahrungen sie prägten, da spielt mehr mit rein.
Im Alltagsstress versuchen wir schnell alles in Schubladen zu drücken und da beginnen die Fehler.
 
Dann Google mal Faulheit dann weißt du was dahinter steckt.
Kein Mensch ist mit Absicht antriebslos, daher sollte man mit Urteilen sehr vorsichtig sein, denn, man weiß nie so genau was in einem Menschen vorgeht, wie die Erfahrungen sie prägten, da spielt mehr mit rein.
Im Alltagsstress versuchen wir schnell alles in Schubladen zu drücken und da beginnen die Fehler.

Faulheit, so las ich, ist der mangelnde Wille zu arbeiten… psychologisch mangelnde Motivation.

Ich zitiere auch mal aus wikipedia:

Zitat 1: „Mit der Einordnung der Faulheit als Laster werden seit dem Altertum Warnungen verbunden: Träge Menschen seien besonders gefährdet, schwermütig zu werden. Wer nicht fleißig arbeite und schaffe oder wer nicht sein Leben straff im Griff habe komme schnell auf abwegige Gedanken und verfalle zu sehr ins Grübeln. „Müßiggang ist aller Laster Anfang“, sagt der Volksmund. „Ora et labora“ (bete und arbeite) – so lautete der Grundsatz der Benediktiner.“

Zitat 2: „In der Pädagogik spricht man schon lange nicht mehr von Faulheit. Faulheit gilt hier als Begriff, der zu viel von dem verschleiere, was eigentlich an tatsächlichen Hintergründen für das Verhalten existiere. Der Begriff Faulheit sei deshalb in der Pädagogik nicht geeignet, die tatsächlichen Sachverhalte objektiv darzulegen.“

Ich denke schon, dass dem Inhalt von Zitat 2 große Bedeutung zukommt. Ich sehe es in Zusammenhang mit Zitat 1. Ohne den einzelnen Menschen genau zu kennen, lässt sich oft leicht Faulheit vermuten. Ich gehe gerne den Ursachen eines mangelnden Willen nach. Jedoch bin ich nicht bereit, jede Erklärung für Untätigkeit zu akzeptieren, die mir der „faule“ Mensch liefert.



Du schreibst: „Kein Mensch ist mit Absicht antriebslos.“ Das klingt für mich so, als ob Du sagen würdest: Die Lampe brennt nicht, kann es auch nicht, weil das Kabel nicht in der Stromdose steckt. Im Unterschied zur willenlosen Lampe ist der Mensch aber im Allgemeinen in der Lage, sich Antrieb zu besorgen… die Schuhe anzuziehen, das Auto aufzutanken, die Hoffnung auf Erfolg, die ihm signalisiert wird, anzunehmen.


Kann ich aus verständlichen Gründen nicht aus dem Bett aussteigen, so bleibt mir die Möglichkeit, um Hilfe zu bitten. Dieses „hilf mir bitte“ macht für mich den Unterschied aus zwischen einem Menschen, der wirklich nicht selbst kann und einem Menschen, der wirklich nicht will .
 
Faulheit... jein. Bewußte, gezielte Faulheit hin und wieder, ein kurzes, bewußtes alle-fünfe-grade-sein-lassen, nur ein paar Minuten alle paar Stunden oder ein voller Tag am Wochenende, ist sogar notwendig, um die seelischen Reserven wieder aufzufüllen und Entspanntheit zu erreichen, wenn man sonst im Alltagsstreß ersaufen würde, das beste Mittel gegen Burnout und sogar ein absolutes Muß für Leute, die zum Workaholic tendieren. Faulheit ist erst dann negativ, wenn sie zum Dauerzustand und Selbstzweck wird. Daß zu allen Zeiten Obrigkeiten und Kirchen was gegen Faulheit hatten ist klar, denn die lebten ja immer als Schmarotzer von der Arbeitskraft des gemeinen Volkes, wer faul dasitzt und nichts tut, ernährt keinen Pfaffen oder Fürsten. Bei Tieren dagegen, die keine obere Kaste durchfüttern müssen, ist Faulheit der Dauerzustand, ein Tier bewegt sich nur, wenn es muß, bei Futtersuche, Reviersicherung oder Jungenaufzucht. Sogar scheinbare reine Arbeitstiere wie Bienen und Ameisen kennen Faulheit und gönnen sich Auszeiten, bei denen fällt es in der Masse des Schwarmes nur nicht auf.
 
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