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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Meine Aussage:
Der Mensch steht - wenn gesund - über seinen Gefühlen und nicht die Gefühle über dem Menschen.


LOL. Wenn dem so wäre, hätten wir keine Probleme auf der Welt. Gefühle spielen immer eine Rolle, mal mehr und mal weniger. Wer es wirklich schafft über seinen Gefühlen zu stehen, der darf fest damit rechnen, daß man ihm bald vorwerfen wird, "gefühlskalt" zu sein. Weil bei vielen Entscheidungen, vor allem wenn sie die unmittelbare Umgebung, Freunde, Familie betreffen, sogar vorausgesetzt wird, daß Gefühle die erste Geige zu spielen hätten und der Verstand erst irgendwann unter "ferner liefen".

Ja, es ist zumindest weitgehend richtig was Du schreibst. Wenn meine Aussage Realität wäre, wenn der Mensch über seinen Gefühlen stehen würde, wären auch die Probleme deutlich geringer. Mit „über den Gefühlen stehen“ meine ich nicht, keine Gefühle haben oder zeigen zu dürfen. Im Gegenteil.

Menschen lassen sich zu oft von ihren Gefühlen leiten. Dabei ist mir klar, dass wir manchmal keine rationalen Argumente haben – und uns dann nur auf das bekannte Bauchgefühl verlassen müssen.

Das Problem liegt für mich darin, dass „wir“ manchmal den Gefühlen unüberlegt einen größeren Einfluss auf unsere Entscheidungen einräumen, als wirklich gut ist.

Wir sind nicht gefühlskalt, nur weil wir für unsere Einstellungen und Entscheidungen soweit wie möglich unseren Verstand einschalten. Wir bezeichnen Menschen als vernünftig, die eben ihre Entscheidungen auf Vernunft gründen und nicht auf ihren Gefühlen.

Gerade durch Werbung wird die Gefühlsebene – und nicht der Verstand – der umworbenen Zielgruppen angesprochen. Da hat die Werbung wohl den verhängnisvollen Zusammenhang zwischen Kaufentscheidung und Gefühlen erkannt.
 
Das wäre dann ein Aufstand der Bürger denen es an jeglichen Mitteln fehlt.
Man bereichert sich an dem was die Glückspilze erwirtschaftet haben.
Wird natürlich nie passieren, denn die Schwachen kriechen lieber.

Ja, wo bleiben die regelmäßigen Armuts-Aufstände in den Ländern, in denen vielen Bürgern wirklich jegliche Mittel fehlen, typische Armuts-Hotspots in Indien, vielen Ländern Afrikas, auf den Philippinen und anderswo... denn verglichen mit den Zuständen in diesen Ländern geht es in Deutschland sogar den Bettlern noch Gold. Längst nicht jedes Land hat unser soziales Netz. Gejammer von Deutschen ist deshalb immer Gejammer von einem sehr hohen Niveau aus. Schlimmer geht´s immer.
 
Dann solltest Du an Deinen Satzkonstruktionen arbeiten. JawohlDenn so wie sich das las, mit Betonung auf "Muslime" und "Koran" am Ende (erklärt der Koran die Leute etwa generell für "selber schuld"?), konnte man das so auslegen.

Der Koran sagt in Sure 4; 79: Was dich an Gutem trifft, kommt von Gott, was dich an Schlimmen trifft, von dir selbst.
 
Gerade durch Werbung wird die Gefühlsebene – und nicht der Verstand – der umworbenen Zielgruppen angesprochen. Da hat die Werbung wohl den verhängnisvollen Zusammenhang zwischen Kaufentscheidung und Gefühlen erkannt.
Wer Werbung "glaubt" oder sich gefühlsmäßig einlullen läßt, ist echt selber schuld. Aus Sicht der Vernunft ist Werbung nur eine Information, daß ein bestimmtes Produkt existiert und erhältlich ist. Ob man dieses Produkt tatsächlich braucht oder will, sollte vom Verstand entschieden werden, nicht vom Bauchgefühl.
 
Eine interessante Frage, die Du Biddi gestellt hast. Was geschieht, wenn sich das Glück wendet?

Leider hat Biddi auf Deine Frage noch nicht geantwortet. Vielleicht kommt seine Antwort noch?

Wenn ich mich nicht irre, hattest Du Deine Frage an Biddi vor dem Hintergrund gestellt, dass es einem Menschen, dem es existentiell gut geht. Und was geschieht, wenn dieser Mensch alles verliert? Job, Familie, Dach über dem Kopf….materielle Sicherheiten…

Ich denke, diese Frage wird der einzelne Mensch am besten dann beantworten können, wenn er eine solche Situation, in der das Unglück über ihn hereinbricht, selbst an eigenem Leib erlebt hat.

Bevor wir Menschen das erlebt haben, können wir nur hoffen, dass wir uns im Falle eines Falles so verhalten, wie wir es uns heute wünschen. Aber das führt zu der Frage: Wie sieht eine solche Hoffnung aus?

Du schreibst:


Das wäre dann ein Aufstand der Bürger denen es an jeglichen Mitteln fehlt.
Man bereichert sich an dem was die Glückspilze erwirtschaftet haben.
Wird natürlich nie passieren, denn die Schwachen kriechen lieber.

Doch, die Geschichte zeigt, dass es immer wieder zu Revolutionen kam. Eine der bekanntesten Revolutionen ist die französische.

Aber wenn Du Dich zu den armen und erfolglosen Menschen zählst, brauchst Du nicht auf eine Revolution warten.
Es heisst: “Der Mensch ist seines Glückes Schmied“. Ich gehe mit diesem Spruch so um: Ich mache eine Bestandsaufnahme dessen was ich weiß und kann. Dann überlege ich, wer davon profitieren könne. Ich stelle mir also die Frage: Für wen kann ich heute oder morgen etwas Nützliches tun? Und dann geht es um Kommunikation. Ich komme mit Menschen ins Gespräch. Ich suche das Gespräch. Dadurch erfahre ich, inwieweit meine Gedanken bisher richtig oder korrekturbedürftig sind. Und dann ist noch wichtig, dass ich anderen Menschen vermittel, was ich für beide Seiten als gut und nützlich erkannt habe.

Wenn ich nicht tue, was ich als gut und nützlich erkannt habe, bin ich auch schuld, wenn sich meine Situation nicht verbessert.

Ich hoffe, mein Beitrag ist Dir eine Hilfe.

LG, Nordrheiner
 
Der Koran sagt in Sure 4; 79: Was dich an Gutem trifft, kommt von Gott, was dich an Schlimmen trifft, von dir selbst.
Der Koran sagt viel. Ich hab mal versucht, das Ding zu lesen, wurde aber aus dem Kauderwelsch nicht schlau. Da braucht man eine Sondereinführung, die Sure für Sure in deutschen Begriffen erklärt samt der Hintergründe der Entstehung, mit früheren und späteren Suren, die einander zum Teil widersprechen, und so weiter. Genauso wie bei der Bibel, die auch nicht so wie sie auf dem Papier steht zu nehmen ist, wenn man sich ernsthaft damit beschäftigen will. Den zitierten Spruch kann man z. B. im Sinne des Buddhismus auslegen, daß alles Schlimme Folge von menschlichen Bedürfnissen und Leidenschaften ist. Wer die völlige Bedürfnislosigkeit erlangt, dem kann nichts schlimmes mehr widerfahren. Aber welcher normale Mensch ist schon völlig bedürfnislos?
 
Das wäre dann ein Aufstand der Bürger denen es an jeglichen Mitteln fehlt.
Man bereichert sich an dem was die Glückspilze erwirtschaftet haben.
Wird natürlich nie passieren, denn die Schwachen kriechen lieber.

Bei Armuts-Aufständen wird weniger umverteilt als vielmehr zerstört. Unwiderbringlich zerstört. Was nützt es zum Beispiel, in einem Armenaufstand die Maschinen einer Fabrik auf viele Habenichtse aufzuteilen? Sie können damit nicht umgehen, können sich keine Ersatzteile und Treibstoff leisten, die Maschinen bleiben unbenutzt und verrosten, statt Arbeit und Nutzen zu bringen. So geschehen in Simbabwe, als Mugabe die verhaßten weißen Farmer vertrieb und das Land verteilte, doch die vielen armen Bauern konnten sich den Betrieb der noch vorhandenen Maschinen gar nicht leisten, das Land fiel größtenteils öde, weil die großen Flächen per Hand gar nicht bearbeitet werden konnten, und statt daß die armen Bauern jetzt auf ihrem eigenen Land genug für ihr Leben anbauen konnten, waren sie ärmer als vorher, weil vorher der Farmer ihnen Lohn für die Arbeit mit den Maschinen gezahlt und für den Absatz der Ernte gesorgt hatte - was jetzt alles ersatzlos wegfiel. Und aus dem einstmals Lebensmittel exportierenden Land wurde ein Armenhaus, das die eigene Bevölkerung nicht mehr ernähren konnte - ein Verlustgeschäft für alle.
 
Ja, wo bleiben die regelmäßigen Armuts-Aufstände in den Ländern, in denen vielen Bürgern wirklich jegliche Mittel fehlen, typische Armuts-Hotspots in Indien, vielen Ländern Afrikas, auf den Philippinen und anderswo... denn verglichen mit den Zuständen in diesen Ländern geht es in Deutschland sogar den Bettlern noch Gold. Längst nicht jedes Land hat unser soziales Netz. Gejammer von Deutschen ist deshalb immer Gejammer von einem sehr hohen Niveau aus. Schlimmer geht´s immer.


Man kann das nicht so sehen da das Leben in Indien auch preiswerter ist.
Arm zu sein egal wo ist kacke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann das nicht so sehen da das Leben in Indien auch preiswerter ist.
Arm zu sein egal wo ist kacke.

Das stimmt. Im Gegensatz zum Koran bin ich auch fest der Meinung, dass arme Menschen nicht automatisch an ihrer Armutssituation schuld sind. Jedoch solange Du laufen kannst, denken kannst, reden und auch zuhören kannst, bist Du auch Dir selbst verpflichtet, Deine Situation zu verbessern, wo und wie immer es möglich ist.

Du solltest Dich auf keinen Fall hängen lassen.
 
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