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Eigenartiger Fall bei der Arbeit meines Mannes

Blutleer

Mitglied
Hallo,

meinem Mann ist heute etwas auf der Arbeit passiert und ich wüsste gern eure Meinung dazu.

Mein Mann ist Wäscher. Momentan ist er beim Wäsche Eingang. Dort scannt er die angelieferte Wäsche und leert die Taschen. Danach wird die Wäsche in einen Sack geschmissen. Anschließend wird die Wäsche gewaschen, getrocknet und am "Brett" nochmals kontrolliert bevor sie gebügelt und in neuen Säcken verpackt wird (nur damit ihr wisst wie das von statten geht).

Heute kam kurz vor Feierabend einer der Chefs zu meinem Mann, zeigte ihm eine Jacke und fragte ob diese von ihm gescannt wurde. Mein Mann erwiderte, dass er das nicht weiß (schließlich scannt er 1600 Teile am Tag). Ihm wurde vorgeworfen, er hätte eine Nadel übersehen und eine Frau an der Sackausgabe mit der sauberen Kleidung hätte sich deswegen gestochen. Als der Chef die Jacke umgedreht hat, steckte selbige im Kragen, so nah am Strichcode, dass mein Mann sie hätte sehen müssen. Es handelte sich dabei um eine Infusionsnadel (so um die 4cm lang) mit einem etwa 2 cm langen, roten Schlauchstückchen am Ende.

Jetzt nennt mich ruhig paranoid, aber mir kommt das inszeniert vor.
1. Mein Mann arbeitet sehr gründlich, deswegen schafft er auch nur 1600 Stück statt wie seine Kolleginnen 2000. Und selbst wenn er ungenau arbeiten würde, würde eine so große Nadel samt rotem Endstück direkt neben dem Strichcode auf jeden Fall auffallen. Besonders auf einer gras grünen Jacke.
2. Wird die Wäsche nicht gerade im Schongang gewaschen. Wie eine Kollegin, die mitgehört hatte, auch meinte, hätte sich diese Nadel in der Waschmachine oder spätestens im Trockner lösen müssen.
3. Hat allem Anschein nach die Dame am Kontrollbrett keine Nadel gesehen. Und die machen mehr als nur die Taschen zu leeren, diese Damen müssen auch die kleinsten abstehenden Fädchen oder fehlende Knöpfe sehen und solche Kleidungsstücke in die Nähabteilung geben.
4. Eben jene Frau die sich angeblich an der Nadel gestochen hat, rührt die Wäsche überhaupt nicht an. Sie druckt nur die Zettel aus, mit denen die Wägen mit der sauberen Wäsche gekennzeichnet werden damit die Säcke in die richtigen LKW kommen. Zu ihr dürfte eigentlich höchstens eine Sortiererin (das sind diejenigen welche die gereinigte Wäsche in Säcke verpacken) gekommen sein und ihr die Jacke gezeigt haben. Aber wer ist so ungeschickt und langt dann direkt in eben jene gezeigte Nadel rein? Und wozu wenn sie dann doch nur den Chef ruft, damit der am Wäscheeingang Terz macht?

Meint ihr ich bilde mir da nur was ein? Wenn nicht, was bezwecken die damit? Und wie sollte sich mein Mann verhalten?

Danke schon mal für's lesen und viele Grüße.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anscheinend gibt es verschiedene Stationen, an denen die Nadel hätte auffallen können oder auffallen müssen, so z.B. an der Bügelstation. Aber aufgefallen ist die Nadel erst am Ende des gesamten Arbeitsprozesses, wenn ich Dich richtig verstanden habe.

Also wenn wir mal annehmen, dass Dein Mann die Nadel übersehen hat, dann hätte sie doch an wenigstens 2 anderen Stationen auffallen können oder sogar müssen. Oder?

Ich folgere daraus, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass die Nadel von Anfang an in der Jacke steckte.
Aber nehmen wir mal an, alle Stationen hätten die Nadel übersehen. Dann müßten alle Personen, bei denen die Nadel hätte auffallen müssen, angesprochen werden.

Bei 1600 Wäschestücke pro Tag reden wir über 32.000 Wäschestücke pro Monat. Wenn ein solcher Fehler 1x im Monat vorkommt, reden wir über eine Fehlerquote von 0,003%.

Das reicht noch nicht einmal für eine Abmahnung. So sehe ich das.

Ich würde an Stelle Deines Mannes sachlich bleiben und anhand der obigen Ausführung die Unwahrscheinlichkeit herausstellen. Vielleicht wollte jemand der Frau, die sich stach, schaden? Oder evt. wollte die Frau, die sich angeblich stach, Deinem Mann eines auswischen und hat den Fall selbst konstruiert?


LG, Nordrheiner
 
Ich schließe mich Nordrheiner an.

Selbst wenn Deinem Mann dieser Fehler unterlaufen wäre, hätte er ebenso noch mindestens dem Kontrollierer auffallen müssen.

Selbst wenn Dein Mann der alleinig "Schuldige" war, ist eine Fehlerquote normal.

Und ja, das ist konstruiert aus meiner Sicht. Nicht nur, dass das Teil so auffällig war, was bitte macht eine Infusionsnadel an einem Jackenkragen? Alles wäre denkbar, eine vergessene Steck- oder Sicherheitsnadel, eine Nadel von einem Anstecker/ einer Brosche, wegen mir auch eine Scherbe in der Jackentasche, aber eine Infusionsnadel am Kragen? Wie soll die denn dort hingekommen sein?
 
Hallo Blutleer,

wo Menschen arbeiten geschehen Fehler.
Wobei hier - aus meiner Sicht - kein Fehler vorliegt.

Dein Mann arbeitet wohl sehr gut, da Sie so etwas konstruieren müssen.

Gibt es in dem Betrieb eine Gruppenprämie oder nur für den Mitarbeiter selbst.

Ich würde sagen, daß ich an dem Kleidungsstück keine Nadel feststellen konnte,
evtl. die Frima ihre Kontrollmechanismen verbessern soll,
damit so etwas nicht mehr passiert.

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:
Das liest sich wie die typische Suche nach einem Schuldigen. Das Problem ist in meinen Augen nicht, dass dein Mann die Infusionsnadel bei der Wäscheannahme übersehen hat (falls das denn so war), sondern dass die Nadel überhaupt in die Wäsche gelangt ist. Denn da hat sie nichts zu suchen, und das liegt zunächst mal in der Verantwortung derjenigen, die auf der Station damit arbeiten, sprich Ärzte und Pflegepersonal. Gerade in Krankenhäusern gibt es strikte Hygienestandards, und danach sind kontaminierten Spritzen etc. sicherlich nicht über die Schmutzwäsche zu entsorgen. Wenn man also unbedingt einen Schuldigen braucht, soll man bitte dort suchen.

Wenn schon niemand dieses eigentliche Problem adressieren will, erschließt sich mir auch nicht, wieso sich ausgerechnet dein Mann als erstes Glied in der Kette dem Risiko aussetzen sollte, sich an Spritzen oder Nadeln zu stechen. Oder gehört das explizit zu seinen Aufgaben? Bekommt er entsprechende Spezialhandschuhe o.ä. gestellt?
 
Hallo Blutleer,

das hört sich wirklich merkwürdig an. 100%ig wissen wir nicht, was da abgeht (oder abgehen könnte). Wir können nicht ausschließen, dass dies ein "inszeniertes" Mänöver gegen Deinen Mann ist.

Dein Mann braucht meines Erachtens im Augenblick eigentlich gar nichts zu tun außer Augen und Ohren auf zu machen. Sollte es zu einem juristischen Fall kommen, so sprechen die "Indizien" jedenfalls für ihn. Dies könnte ihn etwas beruhigen. Im Augenblick kann er jedenfalls mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit seine Schuld ausschließen.
 
Schließe mich den anderen an: eigentlich braucht er garnichts tun. Aber was er natürlich immer tun kann, ist den Betriebsrat um Rat fragen.
Sollte es jetzt einfahc bei diesem Gespräch bleiben, würde ich wohl nichts weiter unternehmen, sollte aber noch irgendwas nachkommen: Auf jeden Fall mal zum Betriebsrat gehen
 
Ah, jetzt. Es handelt sich um Krankenhauswäsche?

Ich hatte ein Jackett oder was auch immer vor Augen. Daher mein völliger Unglauben, wie die Nadel dahin gekommen sein soll.

Aber auch im Krankenhaus: Kein MA, der vernünftig ist und mitdenkt, hat irgendwo Infusionsnadeln in der Tasche oder steckt sich die Dinger ans Revers. Und die können auch nicht versehentlich in der Wäsche landen, denn die Entsorgungscontainer für Kanülen und Wäschesäcke für Personal stehen an zwei völlig unterschiedlichen Orten und werden auch an sehr unterschiedlichen Zeitpunkten im Arbeitsablauf genutzt.
 
Das mit dem Krankenhaus ist mir noch nicht so aufgefallen. Das macht die Sache vielleicht noch interessanter.

Es liegt meines Erachtens nahe, dass diese Nadel nicht richtig (vom medizinischen Personal) entsorgt wurde. Dafür gibt es meines Erachtens spezielle Abwurfbehälter, deren Benutzung streng geregelt ist. Ein weiterer Grund für mich, den der Mann der TE entlasten dürfte.
 

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