Haha...das ist wirklich zum schießen...
Für alles wird toleranz gefordert.
Aber eine Woche nicht duschen (bzw. wie er es vorhat dann 3 tage) und du wirst zum aussätzigen. ..
Da kann man echt bloß den Kopf schütteln.
Ich denke hier geht es nicht um Toleranz. Die Umgebung MUSS das nicht tolerieren- keiner muss das gut finden, wenn ein anderer stinkt, sie kann es aber auch nicht verbieten. Wer sich bewusst dazu entscheidet, zu stinken, der muss aber auch die Reaktionen der anderen tolerieren: Das ist keine Einbahnstraße! Toerlanz nur von einer Seite zu fordern, ist sehr kurz gedacht!
Die Frage sollte aber viel mehr lauten: ist es richtig und positiv zu bewerten, wenn man sein eigenes Leben nahezu komplett unter den Fetisch seines Partners unterordnet. Ist es gut, wenn eine Beziehung Selbstaufgabe fordert? ist es noch positiv, wenn der Partner sagt: Anfangs fand ich es noch unangenehm, aber jetzt hab ich mich soweit abgehärtet, dass ich mich dem Fetisch meines Partners vollkommen unterordnen kann.
Ist es also positiv, wenn ein Mensch sich den sexuellen Wünschen komplett unterordnet, weil er sonst befürchten muss, keinen guten Sex mehr zu haben -ist das nicht auch eine Form von subtiler Erpressung? Zumindest ist es eine Pattsituation: Entweder der TE gibt klein bei oder er nimmt eben schlechteren Sex in Kauf. Wo ist das Entgegenkommen der Partnerin?
Nur weil sie einen Fetisch hat, sollen sich alle anderen daran anpassen (also zB auch der Kollege und die Freunde), weil man ja Tolerant sein muss? Wo ist die Toleranz des Fetischisten?
Wie würden hier wohl die Antworten ausfallen, wenn eine Frau schreiben würde: "mein Partner hat einen Fetisch für Higheels und ich "darf" nur noch HighHeels tragen und muss sie auch den ganzen Tag tragen (gibt es ja alles). Am Anfang haben mir die Füße noch weh getan aber inzwischen hab ich mich dran gewöhnt, dass ich halt nicht mehr weit laufen kann und meine sozialen Kontakte gefährde- hauptsache, wir haben geilen Sex. Mir ist es auch egal, ob die Füße geschädigt werden- bisher ist noch nichts dergleichen passiert, also wird es schon klar gehen."
Würde man so einer Frau auch sagen: Toll, dass Du Dich so gut an Deinen Freund anpasst! Etwas mehr Toleranz bitte! ??
Kann man das ernsthaft gut finden, wenn ein anderer Mensch sein Leben für die Sexualität des Partners derart einschränkt?
Ganz abgesehen von der Gesundheit und den gesellschaftlichen Problemen sollte man sich schon fragen, ob das noch positiv ist, wenn sich ein Partner für den anderen derart verbiegen muss.