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Der wahre Grund von Hartz IV

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Nein, auch ich kann sowas nicht berechnen. Obwohl ich mich logisch der Sache nähern kann - was nun nicht jeder hinbringt. Wenn eine Gemeinde ein Flüchtlingsheim baut, so kostet das Geld, keine Frage. Ist es aber so, daß der Flüchtling das Mauerwerk später mit nach Syrien mitnimmt? Nein? Also bleibt das Haus hier. ( gut aufpassen jetzt, PC ) Das Haus belibt im Anlagevermögen. Kassiert für den Bau hat ein ( vorwiegend ) deutscher Unternehmer, ja? Ähnlich ist es mit den Taschengeldern der Flüchtlinge. Die werden entweder mit der Post nach Syrien geschickt - oder sie landen beim nächsten Lebensmittelhändler ( auch ein Deutscher, oder vielleicht auch ein Türke, der seine Steuern in der BRD ( davon! ) zahlt. Man sieht, es ist schwierig sowas beziffern zu wollen. Nicht ganz ohne Grund reden verschiedene Organisationen von einem gewaltigen Investitionspaket. Aber wie das ausgeht wird man sicher erst in vielen Jahren wissen.
Jedenfalls denkt die Politik ( die demokratischen Parteien! ) nicht nur kurzfristig. Wäre ja auch schlimm.
Richtig scheint mir aberd er Grundgedanke von Gabriel zu sein: Man sollte auch mehr für Einheimische tun. Aber da wird die CDU/CSU kaum mitspielen.
 
A

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Re: Der wahre Grund von Hartz IV
LOL

Dann hätten wir doch einfach auch jede Menge Häuser bauen können ohne die Flüchtlingskrise um uns schön zu sanieren! Was für eine Milchmädchenrechnung. 😀

Genauso das Taschengeld. Wenn das wirtschaftlich so gut rundläuft, hätten wir diese Summe doch einfach nur unseren zu knapp gehaltenen Hartz IV Empfängern drauflegen können. Wäre das gleiche gewesen.

Die Flüchtlinge kosten uns Milliarden. Sage uns doch einfach irgendwann mal morgens, wann sich das Ganze ausgleicht. Ach, das erleben wir ja gar nicht mehr...
 
Wann hat denn irgendjemand jemals behauptet, dass Flüchtlinge nichts kosten?
Auch "Merkelchen" wie du sie so spöttisch nennst, hat das so nie gesagt.

Bestenfalls wird erwartet, dass langfristig Flüchtlinge auch Geld einbringen, zb über Steuern, über den Arbeitsmarkt etc.

Ich finde Gabriel sehr lächerlich jetzt die Flüchtlingsdebatte zu benutzen um Stimmen bei Hartz 4 Empfängern zu sammeln. Es gibt aber leider genug Deutsche, die der Meinung sind Flüchtlinge dürfen nicht soviel kriegen. Eine Neid-Diskussion! ich finde sowas schlimm
 
Wieso ist das lächerlich? Der hat erkannt, daß die Rechten geschrieen haben: Zuerst wir Toitschen. Und das hat er aufgenommen. Kannst Du doch auch hier lesen: Zuerst soll man das Geld, was in Flüchtlinge investiert wird, an die Deutschen gegeben werden.
Das ist nun mal rechte Denke. Ich sage: So ganz unrecht ist das Argument nicht. Aber: Warum Geld? Gebt jedem Deutschen eine Taschenlampe oder ein Fahrrad umsonst.
 
1 Milliarde sind Peanuts. Wir haben knapp 20 Mrd Überschuss im Fiskus, die noch nicht verteilt sind.

Die Schulden hat die Generation vor uns aufgebaut, die ist ja letzendlich der Grund warum heute fast jeder Überschuss zur Tilgung verwendet wird. Wir können natürlich einen auf A******* machen und den Schuldenberg an die nächste Generation weiterschieben.
 
Die Frage, die ich mir nur stelle ist, ob Schuldenabbau wirklich positiv ist.

Im Privathaushalt mag das ja generell so sein, aber wenn der Staat an Investitionen spart, kann das nach hinten los gehen.
Wir haben vielerorts einen Investitionsstau zb in der Infrastruktur. Außerdem haben wir doch die Erfahrung gemacht, dass in der EU das Geld von Reich zu arm wandert, warum unbedingt "reich" sein wollen?
Mehr noch: Im Notfall greift die EZB ein und verschenkt praktisch Geld. Wir reden über 600 Milliarden, die die EZB druckt, 20 Milliarden Überschuss und jammern über die 10 Milliarden, die uns Flüchtlinge kosten?

Ich glaube Geld ist nicht das Hauptargument. Man muss sich einfach Mühe mit Integration und Unterbringung machen und irgendwo gibt es praktische Grenzen. Nicht wegen Geld, sondern weil eine Stadt zb nicht genug Personal findet um die Leute unterzubringen oder weil die Polizei nicht genug Leute hat oder weil man nicht so schnell Unterkünfte bauen kann oder oder oder.
 
Schuldenabbau ist bei der gegenwärtigen makroökonomischen Situation in Deutschland absolut schwachsinnig.

Jetzt sparen Unternehmen und Staat, das einzige, was noch boomt ist die Exportwirtschaft. Nur ist da das Problem, dass wir nicht nur in die Usa und nach China exportieren, sondern auch innerhalb Europas. Und die Forderungen, die wir dabei aufbauen, sind im Prinzip wertlos. Wir verschenken also einen Teil unserer Wirtschaftsleistung nach Südeuropa. Und denen sagen wir dann, sie müssen jetzt werden wie Deutschland. Nur ist das unmöglich, weil wir dann keine Überschüsse mehr machen könnten, und die sind ja ein fester Bestandteil traditionellen deutschen WIrtschaftens.
Und jetzt stellt sich Gabriel hin und beschwert sich über Chinas Überproduktion im Stahlbereich... Wie war das noch mit dem Gesetz des Marktes? Es ist zum Heulen. Schäuble und Gabriel haben überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft!
 
Wer zur Zeit auch nicht spart, sind die privaten Anleger, und Kleinvieh macht bekanntlich eine Menge Mist, wenn es in Massen kommt. In Zeiten von Niedrigzins lohnt es sich halt nicht, Geld auf die Bank zu tragen, da investiert man lieber, zum Beispiel in "Betongold", das sehe ich jeden Tag beruflich an den Wohnungsverkäufen. In den Boomregionen wie Nordbayern wird zur Zeit gekauft, gebaut, erweitert und renoviert wie blöd. Übrigens gab es auch schon Untersuchungen, wie sich die Flüchtlinge auf die Wohnungssituation auswirken werden, das Ergebnis besagt, daß diese zusätzlich benötigten Wohnungen im Westen (regional unterschiedlich) meistens zwischen einem Drittel und der Hälfte des bereits vorhandenen Bedarfs an noch zu bauenden Wohnungen ausmachen werden, im Osten mit viel vorhandenem Leerstand gibt es stellenweise gar keinen zusätzlichen Bedarf. Und wie bereits treffend bemerkt wurde, auch wenn Wohnungen für Flüchtlinge gebaut werden, heißt das nicht, daß sie diese Wohnungen irgendwann bei Rückkehr ins Heimatland im Rucksack mitnehmen werden. Falls welche dauerhaft bleiben sollten, werden das die sein, die einigermaßen integriert sind und sich hier ihren Lohn selbst verdienen, denn alle anderen werden abgeschoben, sobald in den Heimatländern wieder Ruhe herrscht. Die Investitionen für die Wohnungen landen natürlich beim deutschen Baugewerbe, und die bei Abschiebung wieder frei werdenden Wohnungen bleiben für die Einheimischen erhalten. Am Ende also eine Win-Win-Situation für die Deutschen, wenn man für einige Zeit vorher ein paar Abstriche in Kauf nimmt.
 
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Zitat Venger:

Und jetzt stellt sich Gabriel hin und beschwert sich über Chinas Überproduktion im Stahlbereich... Wie war das noch mit dem Gesetz des Marktes? Es ist zum Heulen. Schäuble und Gabriel haben überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft!
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Bist Du da sicher? Könnte es nicht sein, daß die Chinesen Stahl weit unter Herstellungskosten anbieten? Wie früher bei den Solarzellen?
 
Ich glaube Geld ist nicht das Hauptargument. Man muss sich einfach Mühe mit Integration und Unterbringung machen und irgendwo gibt es praktische Grenzen. Nicht wegen Geld, sondern weil eine Stadt zb nicht genug Personal findet um die Leute unterzubringen oder weil die Polizei nicht genug Leute hat oder weil man nicht so schnell Unterkünfte bauen kann oder oder oder.
Alles lösbare Probleme, wenn man will und etwas Phantasie hat. Wenn Du wissen willst, wie das in einem Brennpunkt der Asylantenfrage läuft, dann lies zum Beispiel Zeitungen aus dem Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, und zwar die Regionalteile hinten. Mit der Zentralen Asylbewerberstelle in Zirndorf direkt nebenan ist die Großstadt eine der ersten Anlaufstellen für viele Flüchtlinge, hat auch selbst etliche Großunterkünfte und betreut solche im näheren Umkreis, und die Erfolge wie die Probleme, für Einheimische, Polizei und die Flüchtlinge selbst, auch Statistiken aller Art und Erlebnisberichte der Flüchtlinge werden regelmäßig in den Zeitungen veröffentlicht. (Übrigens, "Lügenpresse" kann sich dabei keiner erlauben, wer Unfug auftischt, wird von den Lesern, die die Verhältnisse vor Ort selbst kennen, prompt abgestraft - das ist der Vorteil regionaler Berichterstattung.)
Für Integration und sogar z. T. für Unterbringung sind z. B. in diesem Raum die ehrenamtlichen Helfer ganz wichtig, die Deutschkurse organisieren, sich dafür mit den Behörden wegen Fördermitteln herumstreiten, den deutschunkundigen Flüchtlingen Unterstützung bei notwendigen Amtsvorgängen leisten und auch sonst in vielen Dingen helfen. Die Polizei hat auch schon Statistiken veröffentlicht über Zwischenfälle in den Unterkünften. Wo man viele Menschen zwangsweise zusammenpfercht, gibt es logischerweise immer Delikte, aber bisher liegt die Zahl, hochgerechnet auf die Belegung, bei ungefähr der Hälfte der außerhalb im Ortsdurchschnitt anfallenden Delikte, und auch die haben sich nicht nennenswert erhöht. Von erhöhter Kriminalität durch Flüchtlinge kann also nicht unbedingt die Rede sein. Allerdings setzt man hier auch auf Prävention, da schaut die Polizei lieber von vorneherein lieber einmal zu viel als einmal zu wenig vorbei, und auch die Leute vor Ort, die die Unterkünfte organisieren, haben ein wachsames Auge drauf, daß nach Möglichkeit alles im gesetzlichen Rahmen bleibt.
Da hier vermutlich etliche Leute aus dem Osten mitschreiben, will ich die mal herzlich hier einladen, über entsprechende Maßnahmen zugunsten Flüchtlingen aus dem Osten zu berichten. Wie sieht die "Willkommenskultur" der Ossis aus, wie sieht die Berichterstattung der dortigen Regionalpresse über Flüchtlinge vor Ort aus? Laut "Lügenpresse" und Klischees im Wesentlichen vermutlich aus brennenden Asylbewerberheimen und Bedrohungen durch Neonazis, oder gibt es dort hin und wieder auch mal was Positives zu berichten? 😛
 
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