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Der wahre Grund von Hartz IV

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Zitat Venger:

Und jetzt stellt sich Gabriel hin und beschwert sich über Chinas Überproduktion im Stahlbereich... Wie war das noch mit dem Gesetz des Marktes? Es ist zum Heulen. Schäuble und Gabriel haben überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft!
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Bist Du da sicher? Könnte es nicht sein, daß die Chinesen Stahl weit unter Herstellungskosten anbieten? Wie früher bei den Solarzellen?

Genauso ist es. Aber es ist ja lächerlich, einerseits Europa niederzukonkurrieren und sich dann wegen den chinesischen Überkapazitäten zu beklagen. So ist eben Marktwirtschaft. Das müsste Gabriel als erstklassiger neoliberaler Ökonom doch wissen.
 
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Re: Der wahre Grund von Hartz IV
Nö, bei den Solarzellen hat die EU für die Chinesen die Zölle erhöht um die eigene Produktion vor Dumping-Preisen zu schützen.Das macht deswegen Sinn, weil derjenige der zunächst Dumpingpreise macht, nach dem Wegfallen der heimischen Industrie die Preise wieder hochsetzt - aber kaum noch Konkurrenz hat. Insofern wäre das ein richtiger Schritt.
Und mit Marktwirtschaft haben Dumpingpreise nun wirklich nichts zu tun.
 
Dumpingpreise muß man sich allerdings erst mal leisten können, sonst geht die eigene Firma kaputt, wenn sie ständig draufzahlt. Wer sowas macht, braucht Rückhalt, entweder in anderen finanzkräftigen Bereichen oder von Seiten seines Staates. Bei den Chinesen läuft das alles über den Staat, der sich auf diese viel subtilere Weise (als beispielsweise USA) in Zukunftsbranchen breitmacht - samt fleißigen Übernahmen von deutschen und anderen Betrieben, die kaufen sich gerade weltweit ein und bringen nach und nach einen ordentlichen Brocken der Weltwirtschaft unter ihre Kontrolle, per Kontrolle von Rohstoffen, Energie, (Landwirtschafts-)Chemie, nicht nur Solar. Wer´s nicht glaubt, soll des Öfteren mal den Wirtschaftsteil der FAZ oder Süddeutschen schmökern, steht alles im Klartext drin, muß man nicht mal zwischen den Zeilen herauslesen.
 
Zitat Venger:

Und jetzt stellt sich Gabriel hin und beschwert sich über Chinas Überproduktion im Stahlbereich... Wie war das noch mit dem Gesetz des Marktes? Es ist zum Heulen. Schäuble und Gabriel haben überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft!
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Bist Du da sicher? Könnte es nicht sein, daß die Chinesen Stahl weit unter Herstellungskosten anbieten? Wie früher bei den Solarzellen?

Es ist trotzdem ein Eingreifen in den Markt und daher nicht marktwirtschaftlich 😉 Das gilt für jede Form der Regulierung, egal wie sinnvoll sie auch sein mag. Genau deswegen sind die Libertären ja auch so kurzsichtig, denn sie verachten jede Art des Eingreifens.
Natürlich würde dieses Szenario auch in einer vollkommen freien Marktwirtschaft möglich sein, wenn es denn ein Unternehmen gibt, das groß genug ist und genügend Reserven hat, um die Konkurrenz auf diese Weise auszuschalten.
 
@ Daoga

Also der SZ-Wirtschaftsteil ist sehr schlecht, ich würde dem nicht einfach grenzenlos vertrauen. In dem Fall stimmt es aber natürlich.
Und wenn du mich fragst ist neoliberalistisches Gedankengut der Autoren als Erklärung nicht mehr ausreichend, um manche der Ansichten im FAZ-Wirtschaftsteil zu erklären.
 
Ich meine nicht die Ansichten, da schreibt jeder seine politische Einstellung hin, sondern die ganz ordinären Berichte, daß die chinesische Firma xy die deutsche oder argentinische oder US-amerikanische Firma abc erworben hat. Findet man inzwischen am laufenden Band. Und überall, wo irgendein Chinese die Finger drin hat, hat ganz automatisch der Staat China die Finger drin, das geht bei denen gar nicht anders.
 
Überrascht dich das? China steht vor einem massiven Crash, hat aber de-facto die USA als Wirtschaftsmacht Nr. 1 überholt.
 
Wenn Du mit dem "Fetisch" meinst, daß ich nichts übrig habe für Leute, die nichts leisten und den Hintern nicht bewegen, aber ständig riesige Ansprüche stellen und sich damit auch noch superschlau vorkommen, viel schlauer als der Teil der Bevölkerung, der sich tagtäglich abmüht, dann hast Du vollkommen recht.
Die Frage ist einfach , warum die alleinige Grundlage unsere Gesellschaft Leistung sein soll .
Zumal Leistung etwas sehr subjektives ist .
 
Weil eine Gesellschaft, jede Gesellschaft, in erster Linie von Leistung lebt. Von Arbeit, auf gut deutsch, weil nichts vom Himmel fällt, keine Wohnungen, keine Kleidung, kein Essen, keine Heizung und keine Beleuchtung für die Nacht. Eine Gesellschaft, in der niemand arbeitet, kann nur vom (vorher erarbeiteten!) Bestand leben und hat bald, sobald der weggefressen ist, überhaupt nichts mehr. Alles andere, worauf eine Gesellschaft Deiner Meinung basieren könnte, ist dem nachrangig, denn ohne Essen gibt es nur Verhungern. Ohne Wohnung und Kleidung ist nur erfrieren drin in der kalten Nacht. Wer nicht leistet, lebt von dem der leistet, und wenn keiner was leistet, gibt es für niemanden irgendwas. Man kann nichts verteilen, wenn nichts zum verteilen da ist.
Hoscht mi?
 
Und jeder Versuch in der Geschichte der Menscheit, etwas am Leistungsprinzip zu ändern, ist sang und klanglos gescheitert. Sowohl der Kommunismus, wo die Mehrleistung des Einzelnen ins Volkseigentum übergeht als auch die Anarchisten, wo Privateigentum komplett kollektiviert wurde.
 
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