_Tsunami_
Urgestein
Ich denke mir halt, wenn man sich bei anderen über das hinwegsetzt, was das Herz als gerecht empfindet, ist das eine gewisse Härte, sozusagen das Gegenteil von Achtsamkeit. Und ich glaube, mit dieser Härte setzt man sich dann auch über das eigene Empfinden hinweg
Das mag für den wirtschaftlichen Erfolg,.. sehr hilfreich sein.
Aber ob es für das eigene Empfinden, das eigene Gefühlsleben, hilfreich ist, wage ich zu bezweifeln..
Also ich halte es nicht für eine 'spontane' 'willkürliche' Entscheidung, die man in jedem Fall anders treffen kann sondern mehr für ein Muster, für das man sich vielleicht einmal entscheidet, aber dann prägt, durchzieht dieses Muster alles
Natürlich könnte man sich irgendwann auch wieder für ein anderes Muster entscheiden, sich umorientieren sozusagen
Obwohl ich dir im Großen und Ganze zustimme, stimme ich dir beim letzten Satz nur bedingt zu.
Dieses Umorientieren setzt eine gewisse Freiheit bzw. Flexibilität voraus, die man manchmal nicht mehr hat. Viele Menschen neigen dazu, sich mit zunehmendem Alter festzulegen bzw. festzufahren - kann positiv wie auch negativ sein.
Klar, ab der Geburt ist alles frei, noch ist alles möglich - wenn man mal von Genetik, Epigenetik und noch ein paar anderen Faktoren wie bspw. Umfeld, Sprache und Religion absieht. Und dann beginnt - so könnte man sagen - die persönliche Geschichte des Lebens. In dieses Buch der persönlichen Geschichte schreiben andere rein, man selbst schreibt rein. Dadurch entstehen verschiedene Wertesysteme, Denkweisen, Gefühls- und Verhaltensmuster.
Ab einem gewissen Punkt im Leben ist es gewissermaßen ungleich schwerer, sich selbst oder den weiteren Verlauf der Geschichte noch zu ändern, wenn nicht sogar unmöglich. Die objektive Freiheit mag nach wie vor gegeben sein, aber die subjektive nicht mehr.
Zuletzt bearbeitet: