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Der Sinn des Lebens

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Also im allgemeinen stimme ich dir zu, und unterstütze deine Aussage, dass "Gott" nicht mit der Urknalltheorie vereinbar ist.

Dennoch muss ich dazu auch sagen, dass das mit der Zeit, wie du sie schreibst, eine chronologische Denkhandlung ist. Wenn etwas datiert ist muss es ein Datum davor geben. Vor Montag ist Sonntag und immer so weiter. Das sind wiederum solche menschlichen Gedankensgrenzen. Was vor meiner Geburt war kann ich nur durch Geschichte herausfinden, oder ich frage meine Mutter, je nachdem. Für alles "vor der Erdzeit", bevor es die Erde gab, oder Hinweise erforscht sind, gibt es Spekulationen, die man datiert.
13,8 Milliarden Jahre ist eine Zeitspanne gemessen an einer Energie, die nun hallt.
Aber das chronologische Denken ist auch Teil der Problematik, der Verschiebung dessen, richtig. Aber es ist die allgemeine Problematik, nicht nur der Urknallstheorie, sondern allem anderen ebenfalls. Eine Antwort zu einer Frage wirft immer eine neue Frage auf, somit kann keine befriedigende Antwort erreicht werden, wie du selbst sagtest.

Was das Nichts angeht, geben wir dem Nichts wieder mal den Namen X.
X = X, denn Nichts ist Nichts. Problem = Nichts hat keinen Wert. Somit:
X ≠ X
Wenn man nun sagt, dass alles aus dem Nichts entstanden ist, aber eine Unendlichkeit ist, dann wäre
X = ∞, aber
∞ ≠ ∞, wenn ∞ = ∞ wäre. So zumindest laut deiner Aussage, oder ich hab dich falsch verstanden.
Damit einhergehend ist unendlich ein Wert ohne Wert, und damit kommen wir an die große Problematik, und auch der allgemeinen Unerklärbarkeit des Lebens"sinns", wenn man davon ausgeht, dass es einen feststehenden Sinn geben muss.

Aber jetzt frage ich mich auch etwas anderes, wenn es einen Sinn geben muss, gibt es dann überhaupt die Intention, oder noch besser den freien Willen? Sind der Mensch, das Leben, das Universum an eine Abhängigkeit gebunden? Gibt es nur sinnvolles Handeln, oder Geschehen? Wäre das "überdenken" damit einhergehend nur nachträgliche Verständnissuche? Ist somit gesehen die Frage nach dem Sinn des Lebens, keine Bedingbarkeit und nur "unnötig", da es einen Sinn außerhalb unserer gedanklichen Grenzen gibt?

Können wir diesen Sinn nicht verstehen, da wir nicht außerhalb unseres Kopfes sein können und nicht der Unendlichkeit entsprechen? Oder sind wir doch unendlich, nur unsere verfallende Materie ist die Variable, die uns da einen Strich durch die Rechnung macht?

Who knows
 
Ok, der Sinn. Ich wiederhole das nochma aus andren Theads, lassen wir die Ursache mal. Der Sinn ist Evolution, nicht biologische, Persönliche. Nicht ein Gott oder sowas religiöses, was uns für Fehler strafen würde. Wir müssen weiterkommen. Bin zu müde, nu noch mehr zu schreiben

Ich sehe auch in der Evolution keinen Sinn. Es passiert einfach, weil es möglich ist. Wir müssen nicht weiterkommen, aber wir können.
 
Das mit den Gleichungen und Ungleichungen verstehe ich nicht. Also den Anfang schon "Nichts ist Nichts" ist noch nachvollziehbar. 🙂 Die Aussage "Dort gibt es Nichts" hört sich immer so an, als würde "Nichts" selbst etwas darstellen. "Nichts" ist schlicht die Abwesenheit von allem. So wie in einem anderen Thread jemand schrieb, dass es keine Kälte gebe, sondern sie lediglich die Abwesenheit von Wärme beschreibt.

Du sagst, dass es bei jeder Datierung ein Davor geben muss. Genau da entsteht ja das Problem. Denn wenn man an den Anfang von allem denkt, gibt es eben kein davor. Das versuchte ich zum Ausdruck zu bringen.

Stell dir einen Zeitstrahl vor, der bei Stunde 0 beginnt und immer länger wird, da Zeit ja "vergeht". Wir befinden uns gerade soweit es geht rechts auf dem Strahl. Alles links davon ist Vergangenheit. Jetzt kann ich gedanklich diesen Strahl zurückgehen, also immer weiter nach links. Irgendwann erreiche ich Stunde 0 und da ist Ende. Dort beginnt der Strahl und daher gibt es links nichts.

Wenn ich von einem Zeitpunkt vor dem Urknall sprechen will, denke ich schon falsch. "5 Minuten vor dem Urknall gab es nichts." Eine Aussage, die keinen Sinn ergibt. Es würden demnach nämlich 5 Minuten (eine Zeitspanne) vergehen, bis Zeit selbst entsteht. Aber um 5 Minuten zu messen, müsste Zeit schon existieren.
 
Es stellt sich die Frage, wie aus Nichts etwas entstehen soll. Weshalb ich ebenfalls davon ausgehe, dass etwas vor dem Urknall existiert haben muss.
 
Es stellt sich die Frage, wie aus Nichts etwas entstehen soll. Weshalb ich ebenfalls davon ausgehe, dass etwas vor dem Urknall existiert haben muss.

Ich weiß, dass es unvorstellbar ist. Aber du musst nur einen Schritt weiterdenken. Du sagst, dass etwas davor gewesen sein muss. Was war vor dem Davor? Wenn man darüber nachdenkt, kommt man zu dem, was ich ausführlich beschrieben hab. Irgendwann müsste es etwas ohne ein Davor gegeben haben.
 
Ich weiß, dass es unvorstellbar ist. Aber du musst nur einen Schritt weiterdenken. Du sagst, dass etwas davor gewesen sein muss. Was war vor dem Davor? Wenn man darüber nachdenkt, kommt man zu dem, was ich ausführlich beschrieben hab. Irgendwann müsste es etwas ohne ein Davor gegeben haben.

Ich kann es mir nicht vorstellen, dass etwas aus einem Nichts entsteht, weil ich glaube, dass das physikalisch nicht möglich wäre.
 
Warum geben sich manche Menschen nicht einfach damit zufrieden, dass Sinn und Zweck ihres Lebens das Leben selbst ist?
 
Warum geben sich manche Menschen nicht einfach damit zufrieden, dass Sinn und Zweck ihres Lebens das Leben selbst ist?

Naja, das kann man machen, aber was wäre daran erstrebenswert für einen persönlich? Zufrieden kann man sich mit allem geben, aber wieso immer gleich denken wollen? Wer sich nicht weiterentwickeln möchte, Ideen verstehen und bilden, der wird nie weiterkommen und immer gleich denken. Das ist zwar sehr grob dahergesagt, aber sich nur "zufrieden" geben, dann gäbe es heute nicht das Wissen, das wir haben. Literatur, Physik, Bildung, Mathe, Politik, etc... alles basiert auf dem "nicht zufrieden" geben.
Auch muss man alles und zu jeder Zeit hinterfragen. Nichts ist immer gleich, dein Bewusstsein ist nie gleich und Ideologien und Wertvorstellungen ändern sich, dein Wissen häuft sich oder man vergisst etwas.

Für manche mag es einfacher erscheinen die Dinge zu akzeptieren, andere wollen Antworten. Dabei ist aber kein Weg der "richtige" Weg.

Ich will nicht sagen, dass man es hinterfragen MUSS, aber irgendwann kommt ein jedem ein Zweifel. Was man mit diesem Zweifel macht liegt in der eigenen Auffassung.
 
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Das mit den Gleichungen und Ungleichungen verstehe ich nicht. Also den Anfang schon "Nichts ist Nichts" ist noch nachvollziehbar. 🙂 Die Aussage "Dort gibt es Nichts" hört sich immer so an, als würde "Nichts" selbst etwas darstellen. "Nichts" ist schlicht die Abwesenheit von allem. So wie in einem anderen Thread jemand schrieb, dass es keine Kälte gebe, sondern sie lediglich die Abwesenheit von Wärme beschreibt.

Du sagst, dass es bei jeder Datierung ein Davor geben muss. Genau da entsteht ja das Problem. Denn wenn man an den Anfang von allem denkt, gibt es eben kein davor. Das versuchte ich zum Ausdruck zu bringen.

Stell dir einen Zeitstrahl vor, der bei Stunde 0 beginnt und immer länger wird, da Zeit ja "vergeht". Wir befinden uns gerade soweit es geht rechts auf dem Strahl. Alles links davon ist Vergangenheit. Jetzt kann ich gedanklich diesen Strahl zurückgehen, also immer weiter nach links. Irgendwann erreiche ich Stunde 0 und da ist Ende. Dort beginnt der Strahl und daher gibt es links nichts.

Wenn ich von einem Zeitpunkt vor dem Urknall sprechen will, denke ich schon falsch. "5 Minuten vor dem Urknall gab es nichts." Eine Aussage, die keinen Sinn ergibt. Es würden demnach nämlich 5 Minuten (eine Zeitspanne) vergehen, bis Zeit selbst entsteht. Aber um 5 Minuten zu messen, müsste Zeit schon existieren.

Nichts ist eine Personifizierung. Das Wort selbst meine ich. Aber das ist auch mein Standpunkt von einem vorherigen Post gewesen und ich sage es wieder.
Da wir in unseren Gedanken, unserem Kopf und Hirnkapazitäten uns nicht Nichts vorstellen können ist Nichts immer ein Gegenstand für uns. Wir können die Auffassung davon nicht begreifen und unser Hirn stellt sich Nichts immernoch als einen Gegenstand vor. Das ist wie sich das Universum vorstellen zu wollen. Geht nicht. Wir können es vllt auf einen begrenzten Raum komprimieren und uns darin bewegen, aber rein gedanklich geht es nicht. Nichts ist also für uns immernoch etwas. Nichts ist Nichts, damit hat es auch eine Beschreibung für uns.
So ist das aber für die Kommunikation bestimmt aufgebaut worden, irgendwie muss man ja sagen "Das ist Nichts."

Das mit der Abwesenheit von Wärme, das stammt von mir. 😉

Aber ob der Vergleich so einfach ist. Wenn man es umbaut wäre es dann "Es gibt kein Nichts, nur die Abwesenheit von allem." und was ist dann alles? Die Unendlichkeit von allem, und was ist das?
 
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