Wenn aber Nichts eine Abwesenheit vom Unendlichen ist, dann könnte es, bildlich und logisch gesehen, aussagen, dass Nichts die Anwesenheit von Endlichkeit ist. Unendlich existiert in diesem Nichts nicht, aber die Unendlichkeit ist das Gegentel von Endichkeit. Nichts ist also kalkulierbar, alles was außerhalb ist ist nicht kalkulierbar.
Aber Sinn machts keinen, da Nichts keinen Wert hat und somit wieder unkalkulierbar ist.
Die Aussage, dass Nichts die Anwesenheit von Endlichkeit ist, widerspricht sich doch. Nichts bedeutet nunmal, dass nichts anwesend ist.
🙂 Es ist die Abwesenheit von endlich viel, aber auch die Abwesenheit von unendlich viel. Unendlichkeit ist ein zu abstrakter Begriff und vielleicht besser zu ersetzen durch "Annäherung ans Unendliche". Dann müsste man nur an einen immer größer werdenden endlichen Wert denken und könnte es nachvollziehen.
Ich bezog das ganze ja darauf, dass Materie aus dem Nichts entsteht. Ich versuche es wieder mit einem Beispiel zu veranschaulichen. Um Brötchen zu backen, brauche ich Mehl. Aus einer endlichen Menge Mehl kann ich eine endliche Menge Brötchen backen. Die Brötchen sind meine Materie. Wenn Brötchen aus dem Nichts entstehen könnten, bin ich nicht mehr daran gebunden, dass aus endlich viel Mehl nur endlich viele Brötchen entstehen können. Ohne die Bedingung "Mehl" könnten somit unendlich viele Brötchen einfach so entstehen. Sieh Unendlichkeit nicht als Gegenteil von Endlichkeit, sondern als Aufhebung von Endlichkeit, das ist präziser.
Zum Wert von Nichts würde ich sagen, dass es den Wert 0 hat. Wenn wir Nichts als Abwesenheit von etwas definieren, ist es egal, in welcher Einheit ich etwas Konkretes angebe (Liter, Kilo, Stück), der Wert 0 sagt immer aus, dass nichts davon vorhanden ist.
Die Antwort lag bereits in meiner Frage (wenn auch abstrakt ausgedrückt).
Aber gut, wenn man hier noch weiter diskutieren will um des Diskutierens willen..
Was soll das denn für ein Sinn sein, dass das Leben dafür da ist, um zu leben? Das widerspricht meinem Verständnis von "Sinn". Ich lebe mit der Vorstellung, dass das Leben keinen größeren Sinn hat und habe damit kein Problem. Wenn mir gesagt wird, dass der Sinn des Lebens darin bestünde, zu leben, kann ich damit nicht glücklich werden. Die Aussage ist mir zu unsinnig. Dann mache ich es mir doch lieber zum Sinn meines Lebens, ewig darüber zu diskutieren.
Wenn ich meine Gedanken zu solchen Themen hier aufschreibe, denke ich gleichzeitig natürlich nochmal darüber nach und komme oft zu neuen Erkenntnissen. Und auch wenn es in einem anderen Thread war, wo a_f geschrieben hat, dass es keine Kälte gibt, sondern es nur die Abwesenheit von Wärme ist, hat mich das gedanklich weitergebracht und ich freue mich sehr, dass ich diesen ansich simplen Gedanken in meine Gedankenwelt aufnehmen konnte.
Abfinden kann man sich immer, aber wenn du schreibst, dass für dich etwas vor dem Urknall existiert haben muss, sehe ich sofort, dass du dich viel zu früh abgefunden hast.