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Der Sinn des Lebens

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Für weitere Antworten geschlossen.
Da wir in unseren Gedanken, unserem Kopf und Hirnkapazitäten uns nicht Nichts vorstellen können ist Nichts immer ein Gegenstand für uns.

Also ich sehe da kein großes Problem, zu sagen, dass da Nichts ist. Ich verstehe, was du meinst, aber das ist nur eine sprachliche Ungenauigkeit. Trotzdem wissen wir, was damit gemeint ist.

Ich stelle mir Nichts einfach schwarz vor, das reicht für eine Annäherung.


Das mit der Abwesenheit von Kälte, das stammt von mir. 😉

Umso besser. 🙂


Aber ob der Vergleich so einfach ist. Wenn man es umbaut wäre es dann "Es gibt kein Nichts, nur die Abwesenheit von allem." und was ist dann alles? Die Unendlichkeit von allem, und was ist das?

Ich hätte auch schreiben können, dass es die Abwesenheit von "etwas" ist. Viele Dinge lassen sich hier nicht so gut beschreiben, sodass jeder dasselbe darunter versteht. Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, stimmt der Satz mit "allem" trotzdem. Nichts ist auch die Abwesenheit von Unendlichkeit. Habe ich einen Stein und vergleiche das mit dem Nichts, ist das Nichts die Abwesenheit des Steins. Sie ist aber automatisch auch die Abwesenheit von zwei Steinen, drei Steinen, unendlich vielen Steinen.

Wenn man eine leere Lagerhalle hat, kann man ja auch fragen, was dort nicht drin ist. Die Antwort müsste dann sein, dass dort sämtliche Materie des Universums nicht drin ist.
 
Ich hätte auch schreiben können, dass es die Abwesenheit von "etwas" ist. Viele Dinge lassen sich hier nicht so gut beschreiben, sodass jeder dasselbe darunter versteht. Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, stimmt der Satz mit "allem" trotzdem. Nichts ist auch die Abwesenheit von Unendlichkeit. Habe ich einen Stein und vergleiche das mit dem Nichts, ist das Nichts die Abwesenheit des Steins. Sie ist aber automatisch auch die Abwesenheit von zwei Steinen, drei Steinen, unendlich vielen Steinen.

Wenn man eine leere Lagerhalle hat, kann man ja auch fragen, was dort nicht drin ist. Die Antwort müsste dann sein, dass dort sämtliche Materie des Universums nicht drin ist.

Das ist ein echt guter Standpunkt. Gefällt mir.

Das mit dem einen Stein, zwei Steinen, drei Steinen, x Steinen... Naja, ein Stein ist nur EIN Stein, deswegen versteh ich das nicht wie es dann die Abwesenheit von zwei sein kann. Immer halt eine Relationssache. Was nicht ist, kann auch nicht sein und deswegen nicht als Gegenstand genutzt werden als Gegenstellung zu einem Nichts. Aber ansonsten gebe ich dir Recht. Natürlich.

Den Vergleich mit der Lagerhalle finde ich gut. Und es bringt mich auf einen Gedanken "Was ist NICHT der Sinn des Lebens?", und je weiter ich darüber nachdenke, desto schwieriger erscheint mir DIESE Frage als die vorhergegange Frage "Was ist der Sinn des Lebens?".
 
Und ich hab mich verschrieben, ich meine natürlich Abwesenheit von Wärme. Hmpf.
 
Das ist ein echt guter Standpunkt. Gefällt mir.

Das mit dem einen Stein, zwei Steinen, drei Steinen, x Steinen... Naja, ein Stein ist nur EIN Stein, deswegen versteh ich das nicht wie es dann die Abwesenheit von zwei sein kann. Immer halt eine Relationssache. Was nicht ist, kann auch nicht sein und deswegen nicht als Gegenstand genutzt werden als Gegenstellung zu einem Nichts. Aber ansonsten gebe ich dir Recht. Natürlich.

Den Vergleich mit der Lagerhalle finde ich gut. Und es bringt mich auf einen Gedanken "Was ist NICHT der Sinn des Lebens?", und je weiter ich darüber nachdenke, desto schwieriger erscheint mir DIESE Frage als die vorhergegange Frage "Was ist der Sinn des Lebens?".


Wie erkläre ich das, was ich mir dabei dachte am besten... Ich bleibe nochmal bei der leeren Lagerhalle. Ich sage, dass in der Lagehalle nicht ein (= kein) Stein ist. Diese Aussage ist wahr. Wenn schon nicht ein Stein drin ist, können auch nicht zwei drin sein, nicht drei und nicht beliebig viele. Wenn es X Steine auf der Erde gibt, ist die Leere in der Lagerhalle die Abwesenheit von X Steinen.
Nun eine Stufe größer, denn das Nichts in der Lagerhalle ist die Abwesenheit von sämtlicher Materie. Materie umfasst alles, was ist. Daher hast du natürlich Recht, wenn du sagst, dass nichts als Gegenstand genutzt werden kann, das gar nicht existent ist.

Die Lagerhalle musste nur zur Veranschaulichung herhalten. Jetzt betrachte ich das Nichts selbst. Materie ist (noch) nicht vorhanden. Wovon ist das Nichts jetzt die Abwesenheit? Ich kann ja immer nur dann von einer Abwesenheit sprechen, wenn ich weiß, was theoretisch vorhanden sein kann. Nun komme ich zu dem unvorstellbaren Punkt, dass Materie ohne Auslöser/ Ursache entsteht, anders ausgedrückt "aus dem Nichts" heraus. In diesem Fall fehlt das Limit, da ja ohne Ursache theoretisch unendlich viel Materie entstehen kann. Woraus ich dann abgeleitet habe, dass das Nichts in diesem Fall nicht die Abwesenheit von einer endlichen Menge ist, sondern vom Unendlichen.


Um zu beantworten, was nicht der Sinn des Lebens ist, müsste man trotzdem erst den Sinn des Lebens kennen. Weil man nur durch Vergleichen aller möglichen Sinne mit dem tatsächlichen Sinn herausfinden könnte, was nicht der Sinn ist.
Wenn ich dich frage, was kein Stein ist und dir ein Stück Holz zeige, woher weißt du dann, dass das Holz kein Stein ist? Doch nur weil du bereits weißt, was einen Stein zu einem Stein macht und du erkennst, dass das Holz nicht die Eigenschaften eines Steins aufweist.
 
Wie erkläre ich das, was ich mir dabei dachte am besten... Ich bleibe nochmal bei der leeren Lagerhalle. Ich sage, dass in der Lagehalle nicht ein (= kein) Stein ist. Diese Aussage ist wahr. Wenn schon nicht ein Stein drin ist, können auch nicht zwei drin sein, nicht drei und nicht beliebig viele. Wenn es X Steine auf der Erde gibt, ist die Leere in der Lagerhalle die Abwesenheit von X Steinen.
Nun eine Stufe größer, denn das Nichts in der Lagerhalle ist die Abwesenheit von sämtlicher Materie. Materie umfasst alles, was ist. Daher hast du natürlich Recht, wenn du sagst, dass nichts als Gegenstand genutzt werden kann, das gar nicht existent ist.

Die Lagerhalle musste nur zur Veranschaulichung herhalten. Jetzt betrachte ich das Nichts selbst. Materie ist (noch) nicht vorhanden. Wovon ist das Nichts jetzt die Abwesenheit? Ich kann ja immer nur dann von einer Abwesenheit sprechen, wenn ich weiß, was theoretisch vorhanden sein kann. Nun komme ich zu dem unvorstellbaren Punkt, dass Materie ohne Auslöser/ Ursache entsteht, anders ausgedrückt "aus dem Nichts" heraus. In diesem Fall fehlt das Limit, da ja ohne Ursache theoretisch unendlich viel Materie entstehen kann. Woraus ich dann abgeleitet habe, dass das Nichts in diesem Fall nicht die Abwesenheit von einer endlichen Menge ist, sondern vom Unendlichen.


Um zu beantworten, was nicht der Sinn des Lebens ist, müsste man trotzdem erst den Sinn des Lebens kennen. Weil man nur durch Vergleichen aller möglichen Sinne mit dem tatsächlichen Sinn herausfinden könnte, was nicht der Sinn ist.
Wenn ich dich frage, was kein Stein ist und dir ein Stück Holz zeige, woher weißt du dann, dass das Holz kein Stein ist? Doch nur weil du bereits weißt, was einen Stein zu einem Stein macht und du erkennst, dass das Holz nicht die Eigenschaften eines Steins aufweist.

Okay. Verstanden. 🙂

Aber ich muss zu deinem zweiten Absatz hinzufügen, unendlich ist auch undefinierbar. Es ist, wie das Nichts, raumlos. Theoretisch könnte dort alles nicht sein, aber da es unabgrenzbar ist, ist es dann Teil des Nichts? Oder ist es überhaupt möglich beides abzugrenzen? Wenn unendlich irgendwann enstanden ist hat es eine Abgrenzung des Anfangs, da ist es. Aber das ist dann ja auch eine Abgrenzung des Nichts. In gewisser Hinsicht. Aber da dreh ich mich wohl nur im Kreis mit. Das geht auch auf meine Gleichung zurück.

Wenn aber Nichts eine Abwesenheit vom Unendlichen ist, dann könnte es, bildlich und logisch gesehen, aussagen, dass Nichts die Anwesenheit von Endlichkeit ist. Unendlich existiert in diesem Nichts nicht, aber die Unendlichkeit ist das Gegentel von Endichkeit. Nichts ist also kalkulierbar, alles was außerhalb ist ist nicht kalkulierbar.

Aber Sinn machts keinen, da Nichts keinen Wert hat und somit wieder unkalkulierbar ist.

Zu deinem letzten Abschnitt, darauf möchte ich hinaus, wenn ich sage, dass es sogar noch schwieriger ist zu beantworten. Ich weiß, dass ein Stein ein Stein ist aufgrund von meinem kulturellen und natürlichen Erbe. Ich kann den Stein und das Holz unterscheiden und zueinander abgrenzen. Aber das ist halt die Frage, warum ist der Stein kein Holz? (Wenn man davon ausgeht, dass "Was ist der Sinn des Lebens?" = "Was macht einen Stein zu einem Stein?") Es ist so eine Art von Ausschlussverfahren. Der Stein ist kein Holz, kein Bieber, kein Mensch, keine Wolke. Ich kann in der Unendlichkeit ausschließen bis nurnoch der Stein übrig ist. Es gilt also Stein = 1, Stein ≠ unendlich und somit Sinn = 1; Sinn ≠ unendlich. Das fragt ja dann Nicht-Sinn = unendlich?

Nun, ist es also möglich, dass es kein natürliches Verständnis für den Sinn des Lebens gibt? Ansonsten wäre es ohne Zweifel. Ich zweifle nicht daran, dass ein Stein ein Stein ist. Außer wenn mir jemand ein Stück Holz gibt und sagt, das ist ein Stein. Dann möchte ich mich davon überzeugen, oder besser gesagt den der es sagt, dass es ein Stein ist und kein Stück Holz. Um die Überzeugung zu geben hole ich einen Stein und sage "Das ist ein Stein" und zeige auf das Holz und sage "Das ist kein Stein.". Anders gesagt, jemand sagt "Dies ist der Sinn des Lebens." aber ich habe nicht das selbe Verständnis dafür und sage eine andere Auffassung "Dies ist der Sinn des Lebens." zeige auf seine Aussage und sage "Dies ist nicht der Sinn des Lebens.". Aber dafür fehlt die natürliche Gesetzgebung. Es gibt also keine Antwort, die allgemein gilt.
 
Naja, das kann man machen, aber was wäre daran erstrebenswert für einen persönlich? Zufrieden kann man sich mit allem geben, aber wieso immer gleich denken wollen? Wer sich nicht weiterentwickeln möchte, Ideen verstehen und bilden, der wird nie weiterkommen und immer gleich denken. Das ist zwar sehr grob dahergesagt, aber sich nur "zufrieden" geben, dann gäbe es heute nicht das Wissen, das wir haben. Literatur, Physik, Bildung, Mathe, Politik, etc... alles basiert auf dem "nicht zufrieden" geben.
Auch muss man alles und zu jeder Zeit hinterfragen. Nichts ist immer gleich, dein Bewusstsein ist nie gleich und Ideologien und Wertvorstellungen ändern sich, dein Wissen häuft sich oder man vergisst etwas.

Für manche mag es einfacher erscheinen die Dinge zu akzeptieren, andere wollen Antworten. Dabei ist aber kein Weg der "richtige" Weg.

Ich will nicht sagen, dass man es hinterfragen MUSS, aber irgendwann kommt ein jedem ein Zweifel. Was man mit diesem Zweifel macht liegt in der eigenen Auffassung.

Die Antwort lag bereits in meiner Frage (wenn auch abstrakt ausgedrückt).

Aber gut, wenn man hier noch weiter diskutieren will um des Diskutierens willen..
 
Wenn aber Nichts eine Abwesenheit vom Unendlichen ist, dann könnte es, bildlich und logisch gesehen, aussagen, dass Nichts die Anwesenheit von Endlichkeit ist. Unendlich existiert in diesem Nichts nicht, aber die Unendlichkeit ist das Gegentel von Endichkeit. Nichts ist also kalkulierbar, alles was außerhalb ist ist nicht kalkulierbar.

Aber Sinn machts keinen, da Nichts keinen Wert hat und somit wieder unkalkulierbar ist.


Die Aussage, dass Nichts die Anwesenheit von Endlichkeit ist, widerspricht sich doch. Nichts bedeutet nunmal, dass nichts anwesend ist. 🙂 Es ist die Abwesenheit von endlich viel, aber auch die Abwesenheit von unendlich viel. Unendlichkeit ist ein zu abstrakter Begriff und vielleicht besser zu ersetzen durch "Annäherung ans Unendliche". Dann müsste man nur an einen immer größer werdenden endlichen Wert denken und könnte es nachvollziehen.

Ich bezog das ganze ja darauf, dass Materie aus dem Nichts entsteht. Ich versuche es wieder mit einem Beispiel zu veranschaulichen. Um Brötchen zu backen, brauche ich Mehl. Aus einer endlichen Menge Mehl kann ich eine endliche Menge Brötchen backen. Die Brötchen sind meine Materie. Wenn Brötchen aus dem Nichts entstehen könnten, bin ich nicht mehr daran gebunden, dass aus endlich viel Mehl nur endlich viele Brötchen entstehen können. Ohne die Bedingung "Mehl" könnten somit unendlich viele Brötchen einfach so entstehen. Sieh Unendlichkeit nicht als Gegenteil von Endlichkeit, sondern als Aufhebung von Endlichkeit, das ist präziser.

Zum Wert von Nichts würde ich sagen, dass es den Wert 0 hat. Wenn wir Nichts als Abwesenheit von etwas definieren, ist es egal, in welcher Einheit ich etwas Konkretes angebe (Liter, Kilo, Stück), der Wert 0 sagt immer aus, dass nichts davon vorhanden ist.



Die Antwort lag bereits in meiner Frage (wenn auch abstrakt ausgedrückt).

Aber gut, wenn man hier noch weiter diskutieren will um des Diskutierens willen..

Was soll das denn für ein Sinn sein, dass das Leben dafür da ist, um zu leben? Das widerspricht meinem Verständnis von "Sinn". Ich lebe mit der Vorstellung, dass das Leben keinen größeren Sinn hat und habe damit kein Problem. Wenn mir gesagt wird, dass der Sinn des Lebens darin bestünde, zu leben, kann ich damit nicht glücklich werden. Die Aussage ist mir zu unsinnig. Dann mache ich es mir doch lieber zum Sinn meines Lebens, ewig darüber zu diskutieren.

Wenn ich meine Gedanken zu solchen Themen hier aufschreibe, denke ich gleichzeitig natürlich nochmal darüber nach und komme oft zu neuen Erkenntnissen. Und auch wenn es in einem anderen Thread war, wo a_f geschrieben hat, dass es keine Kälte gibt, sondern es nur die Abwesenheit von Wärme ist, hat mich das gedanklich weitergebracht und ich freue mich sehr, dass ich diesen ansich simplen Gedanken in meine Gedankenwelt aufnehmen konnte.

Abfinden kann man sich immer, aber wenn du schreibst, dass für dich etwas vor dem Urknall existiert haben muss, sehe ich sofort, dass du dich viel zu früh abgefunden hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Antwort lag bereits in meiner Frage (wenn auch abstrakt ausgedrückt).

Aber gut, wenn man hier noch weiter diskutieren will um des Diskutierens willen..

Ich würde meinen, dass das Leben zu etwa 90% aus Diskussion besteht. Sind die restlichen 10% überhaupt relevant?

Nach Luhmann bestehen sogar 100% des Lebens aus Diskussion bzw. Kommunikation.
 
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