Gute Frage, friek. Aber auch einfach zu beantworten. Wenn Du einen Schulabschluss haben möchtest, meldest Du Dich (Deine Eltern, falls Du noch nicht volljährig bist) in der gewählten Schule an. Falls Schulbesuch nicht absolute Pflicht ist, könntest Du auch zuhause lernen und erst zu den Klassenarbeiten oder gar erst bei den Abschlußprüfungen in der Schule erscheinen. Aber wer würde das schon als sinnvollste Methode so machen?
Niemand braucht eine Anleitung um das Prinzip von Gott und Jesus zu verstehen. Man muss nur lesen können.
An Gott glauben ist das Eine. Von einem Pfarrer erfahren, wie er – als ausgebildeter Theologe – eine bestimmte Bibelstelle interpretiert, ist einfachhilfreich, wenn Du lernen möchtest.
Eine Auslegung ist so gut wie jede Andere. Somit basiert die Lehre des Pfarrers auch nur auf der Meinung irgendeiner anderen Person. Wieso sollte seine Einschätzung mehr Gewicht haben als, die von jeder anderen beliebigen Person?
Wenn man ein mal das Mittel der subjektiven Interpretation als verlässlich akzeptiert, verliert man jegliche Deutungshoheit.
Und mal ehrlich. Welches eingetragene Kirchenmitglied, welches nie oder nur zu Festen wieWeihnachten, Hochzeit und Beerdigung in die Kirche geht, liest öfters mal oder regelmässig in der Bibel? Also ich habe etliche Menschen befragt, die genau Deine Frage stellten. Keiner von Ihnen kannte sich auchnur ausreichend in der Bibel aus und jeder von ihnen meinte, dass es „da oben“ einen Gott geben könnte – aber das war schon alles, was man glauben nennen könnte.
Wozu sollte man öfter die Bibel lesen? Einmal reicht doch um zu verstehen, dass sich die Antworten auf die großen und schwierigen Fragen viel zu sehr auf willkürliche Auslegungen beschränken um als verlässliche Lebensanleitung zu dienen.
