Hallo KoKe,
ich habe mich gerade durch deinen Thread gekämpft. Gekämpft deshalb, weil er saulang ist und deine Schilderungen zeitweise etwas wirr sind – no offense. 😉
Vorweg möchte ich sagen, dass ich Frauen die der Prostitution nachgehen respektiere. Wer weiß, wie viel mehr sexuelle Gewaltverbrechen es gäbe, wenn diese Frauen nicht wären. Ich denke Prostitution ist möglicherweise schnell, aber nicht im Mindesten leicht verdientes Geld und vermute eine - aufgrund der hohen psychischen Belastung (ich glaube es gibt nur wenige, die das wirklich gerne machen) - daraus folgende gewisse Abstumpfung / Gefühlskälte / Abgebrühtheit (die nicht zwangsweise gegenüber dem Freier offensichtlich wird).
Deshalb habe auch ich eine gewisse Skepsis bezüglich der Beweggründe und Absichten der Prostituierte/n dir als Freier gegenüber. Noch dazu, wenn es um Frauen aus wirtschaftlich schlechter gestellten Ländern geht. Auch wenn du die „beißende Barbara“ abgehakt hast, sehe ich die Gefahr, dass dir das immer wieder passiert. Gerade weil du dort nicht die Angst vor Zurückweisung, keine Hemmungen bezüglich der Kommunikation hast und einfach die dir fehlende, aber irreale „Nähe“ herstellen kannst. Du wirst dort aber nicht glücklich werden, deshalb rate ich dringend davon ab, dort weiter auf die Suche nach einer Beziehung zu gehen und auf Abstand zu gehen.
Ich sehe bei dir eine sehr niedrige Frustrationstoleranzschwelle was die Umsetzung der Suche auf „normalem Wege“ angeht. Beispiel: Es klappt nicht beim ersten Mal mit dem Treffen, also ist ein Singleportal totale Sch… und bringt eh nichts.
Lass dich nicht gleich entmutigen! Ich glaube es ist heute generell schwierig jemanden zu finden, weil die Menschen weniger Kompromissbereit sind und mit diesem Problem stehst du nicht alleine da. Doch ist die Chance eine reale, sinnvolle Beziehung zu einer Frau aufzubauen im Internet weit größer als im Bordell.
Du bist depressiv. Hast du schon mal über eine Selbsthilfegruppe nachgedacht? (Das ist wichtig für dich, also musst du durchsetzen, dass du an entsprechenden Terminen vom Dienst freigestellt bist. Das wird dein Vater dann bei der Dienstplangestaltung berücksichtigen können und müssen.) Dort lernst du Menschen kennen, die ähnliche Probleme haben und wer weiß, vielleicht entwickeln sich dort auch Freundschaften oder mehr. Soweit ich weiß gibt es auch Kurse zum Thema Soziale Kompetenz. Man kann das erlernen und sich dort in Rollenspielen ausprobieren.
Du wolltest deinen Psychiater mal auf einen Klinikaufenthalt ansprechen. Was ist daraus geworden? Diesen Vorschlag – ich weiß leider nicht mehr von wem der kam – finde ich durchaus vernünftig.
Du brauchst offensichtlich professionelle Hilfe und ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik (raus aus dem Alltag / Intensiv an deinen Problemen arbeiten), kann Wunder wirken.
Dort wird man dir sicherlich auch bei der Loslösung vom Elternhaus behilflich sein. Ich glaube es wäre besser für dein Seelenheil, wenn du diesen Schritt vollziehen würdest. Hey, du bist Hotelbetriebswirt, richtig? Da stehen die Chancen doch nicht schlecht, woanders einen Job zu bekommen.
Liebe Grüße
Sardenkatse