"Der Zustand besteht seit sehr langer Zeit".
Das heisst für mich, dass sie entweder erst gar keine Hilfe annehmen möchte, oder nichts hilft.
Und aus Erfahrungsberichten weiss man, wie toll es für den depressiven Partner ist, wenn der andere anfängt sich mehr um sich selbst zu kümmern. Alleine mit Freunden weg geht und diverse Hobbies betreibt. Dann kann man auch gleich eine ordentliche Trennung einleiten. Damit kommt der andere nämlich überhaupt nicht klar.
Nö, es gibt auch depressive Menschen, die es ihren Partnern gönnen, ohne sie ihren Hobbys nachzugehen und Freunde zu treffen.
Im Gegenteil, es kann einen Depressiven nur noch mehr runter ziehen, wenn er/sie merkt, daß der Partner sich aufopfert, kaum noch ein eigenes Leben hat, und sich nur noch um den Depressiven Partner kümmert.
Sich selbst als Belastung für den geliebten Menschen zu sehen, macht alles nur noch schlimmer...
Deshalb würde ich jedem raten der depressive Angehörige oder Partner hat, sich nicht zu sehr zu kümmern, und dem depressiven Partner auch mal was zuzutrauen, das ist wichtig!
Aber trennen sollte man sich deshalb nicht, wenn es irgendwie geht und noch Liebe da ist,
Und von wegen der langen Zeit der Krankheit, von der der TE schreibt:
Oft ist es ja gerade bei einer Depression so, daß man die über lange Zeit nicht so ernst nimmt, und lange versucht, die Depression zu überspielen und zu vertuschen.
Schon allein aus Angst um den Arbeitsplatz, und dem Verlust von sozialen Kontakten wird da sehr lange versucht, sich "zusammen zu reißen", und sich vor anderen nichts anmerken zu lassen.
Und auch vor sich selbst! Denn man möchte sich ja auch nicht gerne eingestehen, daß man psychisch krank ist, und fachärztliche Behandlung braucht.
Das braucht halt seine Zeit, bis man wirklich vor sich selbst zugeben kann, daß man ernsthaft krank ist, daß man nicht mehr weiter kann, und Hilfe von außen benötigt...
@kihap
Wie lange ist deine Frau denn schon depressiv? Und spielt sie die Krankheit eher herunter, oder weiß sie daß sie da allein nicht mehr rauskommt?