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Depressive Parterin verlassen oder nicht?

Weiß sie denn, wie es dir geht?

Es scheint sich alles um sie zu drehen, aber du bist auch wichtig.
Sprich mit ihr.Sag ihr das, was du uns geschrieben hast.
Du bist ihr Partner, nicht ihr Therapeut.
Stell sie nicht vor vorendeten Entscheidungen, sondern zieh sie in den Überlegungen mit ein!
Vielleicht gibt es doch noch eine Möglichkeit, dass sie einen Weg der Besserung findet und, wenn euch Liebe verbindet , auch wieder zueinander findet.
 
Ich sag’s bewusst deutlich:
Ein bisschen klingt das nach der klassischen Wegwerfmentalität: Solange eine Beziehung Kraft gibt, bleibt man. Sobald sie Kraft kostet, stellt man sie infrage.
Ihr seid nicht zufällig zusammengekommen. Es gab Anziehung, Nähe, vielleicht sogar große Worte wie Liebe und Zukunft. Und jetzt steht eine schwere Depression im Raum, eine ernsthafte Erkrankung und plötzlich wird über Trennung nachgedacht, weil es anstrengend wird?
Was du beschreibst, Rückzug, Antriebslosigkeit, fehlende Perspektive, kaum Zärtlichkeit, das sind Kernsymptome einer Depression.
Das ist keine bewusste Entscheidung gegen dich. Das ist Krankheit.
Und Krankheit ist kein Charakterfehler.
Natürlich darfst du erschöpft sein. Natürlich musst du dich nicht selbst aufopfern.
Aber bevor man einen Menschen fallen lässt, weil er gerade nicht mehr "funktioniert" wie früher, sollte man sich ehrlich fragen:
Geht es hier wirklich um fehlende Liebe oder darum, dass Liebe gerade Arbeit bedeutet?
Eine Partnerschaft beweist sich nicht in guten Zeiten, sondern in Krisen. !!!
Wenn man bei der ersten wirklich schweren Phase geht, war es vielleicht weniger "große Liebe" und mehr ein gutes Gefühl, solange alles leicht war.
Bevor du also entscheidest, prüfe, ob wirklich alles versucht wurde: psychiatrische Hilfe, Klinik, Angehörigenberatung, Entlastung für dich.
Du bist nicht ihr Therapeut.
Aber Partnersein heißt auch, nicht beim ersten Sturm das Schiff zu verlassen.
Denn am Ende bleibt eine Frage:
War es Liebe, die euch verbunden hat – oder nur die Bequemlichkeit guter Zeiten?
 
Hallo @kihap, das tut mir leid. Ich kenne diese Situation.

Ich bin der Meinung, ein Partner kann niemals Therapeut sein. Ein Partner kann nicht dauerhaft sein eigenes Leben aufgeben für einen kranken Partner.
Unterstützen, ja natürlich. Aber wenn der kranke Partner dauerhaft keinen eigenen Antrieb mehr zeigt, sich helfen zu lassen, dann ist irgendwann einfach auch die Kraft des unterstützenden Partners aufgebraucht.

Du schreibst, deine Freundin ist schon "sehr lange" depressiv. Dann hätte es in der langen Zeit doch mal mit einem Therapeuten klappen müssen? Andere Vorschläge wurden ja auch schon gemacht.

Sprich deutlich mit ihr. Dass du nicht mehr dauerhaft ihr einziger Anker sein kannst. Sucht gemeinsam nach Therapiemöglichkeiten. Zwingen kannst du sie nicht, aber du musst auch nicht dein Leben aufgeben.
 
Ich sag’s bewusst deutlich:
Ein bisschen klingt das nach der klassischen Wegwerfmentalität: Solange eine Beziehung Kraft gibt, bleibt man. Sobald sie Kraft kostet, stellt man sie infrage.
Ich antworte bewusst deutlich: JA.
Denn am Ende des Tages ist der kranke Menschen nicht geheilt, sondern beide krank.
Siehst du das als Vorteil? Für wen?
Oder als vernünftige Entwicklung? Inwiefern?

Ihr seid nicht zufällig zusammengekommen. Es gab Anziehung, Nähe, vielleicht sogar große Worte wie Liebe und Zukunft.
Merkwürdiges Argument. Dann dürfte es ja niemals eine Trennung geben, weil man stets zu Beginn nie zufällig zusammen kam?

Natürlich darfst du erschöpft sein. Natürlich musst du dich nicht selbst aufopfern.
Aber genau das soll er doch bis dorthin treiben, deiner Meinung nach.
 
Es gibt sehr viele Hilfsangebote, vielleicht wäre eine Tagesbetreuung zunächst gut für sie ?
Es kommt auf den Pflege-Grad an wie viel Tage die dort sein darf.
Damit kann man eine Zeit überbrücken dann gibt es noch andere Hilfsmöglichkeiten wie Insteed die kommen auch zusätzlich noch stundenweise ins Haus .
Das musst du aber am Ende selber entscheiden denn du bist der jenige der alles meistern muss.
Alles gute für dich 🍀
 
Aber genau das soll er doch bis dorthin treiben, deiner Meinung nach.
Das muss ja nicht so sein.
Bei einem psychisch kranken Menschen zu bleiben, bedeutet ja nicht, ihn zu bemuttern und therapieren müssen....

Deshalb finde ich, man kann versuchen, für sich und die depressive Partnerin Hilfe zu bekommen, z.B. Klinik oder Tagesklinik wäre vielleicht für sie eine Option, zumal wenn sie gerade keinen Job hat.
Und ansonsten, nicht den ganzen Tag zusammen mit ihr in der Wohnung hocken, nur weil sie nichts mehr unternehmen kann bzw will!
Das würde wirklich auf Dauer beiden nur schaden...

Sondern trotz ihrer Krankheit sollte der TE rausgehen, Freunde besuchen, Dinge unternehmen die ihm Freude machen.
Ich würde sie an Stelle des TE nicht gleich verlassen, aber sie bemuttern und ihr alles abnehmen ist bei einer Depression auch nicht gut.
 
Das muss ja nicht so sein.
Bei einem psychisch kranken Menschen zu bleiben, bedeutet ja nicht, ihn zu bemuttern und therapieren müssen....

Deshalb finde ich, man kann versuchen, für sich und die depressive Partnerin Hilfe zu bekommen, z.B. Klinik oder Tagesklinik wäre vielleicht für sie eine Option, zumal wenn sie gerade keinen Job hat.
Und ansonsten, nicht den ganzen Tag zusammen mit ihr in der Wohnung hocken, nur weil sie nichts mehr unternehmen kann bzw will!
Das würde wirklich auf Dauer beiden nur schaden...

Sondern trotz ihrer Krankheit sollte der TE rausgehen, Freunde besuchen, Dinge unternehmen die ihm Freude machen.
Ich würde sie an Stelle des TE nicht gleich verlassen, aber sie bemuttern und ihr alles abnehmen ist bei einer Depression auch nicht gut.
"Der Zustand besteht seit sehr langer Zeit".
Das heisst für mich, dass sie entweder erst gar keine Hilfe annehmen möchte, oder nichts hilft.

Und aus Erfahrungsberichten weiss man, wie toll es für den depressiven Partner ist, wenn der andere anfängt sich mehr um sich selbst zu kümmern. Alleine mit Freunden weg geht und diverse Hobbies betreibt. Dann kann man auch gleich eine ordentliche Trennung einleiten. Damit kommt der andere nämlich überhaupt nicht klar.
 
"Der Zustand besteht seit sehr langer Zeit".
Das heisst für mich, dass sie entweder erst gar keine Hilfe annehmen möchte, oder nichts hilft.

Und aus Erfahrungsberichten weiss man, wie toll es für den depressiven Partner ist, wenn der andere anfängt sich mehr um sich selbst zu kümmern. Alleine mit Freunden weg geht und diverse Hobbies betreibt. Dann kann man auch gleich eine ordentliche Trennung einleiten. Damit kommt der andere nämlich überhaupt nicht klar.

Achso …da kann man wieder eine allgemeine Gültigkeit erheben?

Wusste gar nicht das alle depressiven „gleich“ sind. Stimmt nämlich nicht. Es kommt auf den Schweregrad an und vieles mehr.
 
Hallo 🙂
Deine bzw. eure Situation liest sich sehr schwer. Erkrankungen sind für alle Beteiligten eine große Herausforderung.
a) sie gibt mir und hat selbst keinerlei positive Perspektive
Ein klassisch Symptom einer Depression.
b) ich habe das Gefühl nicht mehr geliebt zu werden/geschätzt zu werden
Was erzeugt dieses Gefühl?
c) ich zunehmend sozial isoliert bin, da sie auch nichts mit meinen Freunden unternehmen möchte
Was hindert Dich daran Freunde zu sehen?
d) Zärtlichkeit zeigen und Sex zu haben fällt ihr zunehmend schwer (obwohl sie mir oft sagt, dass sie es will)
Ein weiteres Symptom der Depression.
Was soll ich also tun? Ich will nicht einfach aufgeben.
Das ist eine Frage die nur Du beantworten kannst. Du musst mit der Entscheidung leben.
Möglichkeiten mit der Erkrankung und den Umständen umzugehen, gibt es. Doch das ist ein langer Weg und braucht die Bereitschaft von beiden Seiten.
Psychiater, Psychotherapeut, Psychoedukation, Reha, stationärer Aufenthalt in der Psychiatrie und Tagesklinik sind Hilfsmöglichkeiten für sie.
Selbsthilfegruppen für Angehörige und Psychoedukation könnten Dir eine Hilfe sein.

LG
 

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