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Depressive Parterin verlassen oder nicht?

Was soll ich also tun? Ich will nicht einfach aufgeben.

Erstmal würde ich mich fragen, was die Depression verursachen könnte. Das kann man auch selbst tun irgendwo, es versuchen, als betroffene Person.

Das Einfachste wäre das: Lastet etwa zuviel Arbeit auf ihren Schultern, so sollte sie wohl umschauen, ob sie nicht da irgendwo kürzertreten oder etwas vereinfachen könnte. Oder auch: Saugt man deiner Partnerin zuviel Energie durch falsche Verhaltensweisen ab durch andere Personen, so sollte sie überlegen, ob sie da eine Besserung erwirken kann, indem sie das den Personen klarmacht argumentativ oder wie auch immer oder indem sie selbst anders auf die Umstände reagiert und versucht anders zu denken oder am besten beide/mehrere Sachen zusammen irgendwo (denn doppelt/mehrfach hält manchmal besser) oder sie sollte schauen, ob eine Trennung besser wäre.

Und dann würde ich mir Tipps und Tricks zusammensuchen, was bei einer Depression mindestens etwas eine Milderung verschaffen könnte, falls es auch richtig gutgeht in der Richtung dann. Das heißt auch von mir, da eine Depression hartnäckig sein kann, kann das auch schiefgehen.
Einfache Tipps, meiner Meinung nach wären die:
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Regelmäßig versuchen genug Sonne zu tanken, versuchen auf genug gesunde Ernährung zu achten regelmäßig (Gemüse, Obst, Kräuter...), regelmäßige Bewegung versuchen - etwa als Spaziergang oder Sport. Und wer das alles nicht schafft, der könnte es auch erstmal etwa mit Musik probieren, wenn man dazu auch Lust verspürt.
 
Ich finde es hier so witzig - ich bin mal durch einen Beziehungspartner depressiv geworden .. als der weg war ging es mir dann besser.. hat eine Zeit gebraucht ..

Ich wollte nur mal so in den Raum werfen .. das manchmal Trennung für den depressiven super ist .. wenn die Gründe .. nunja ….
Weiß man nicht 🤷‍♀️😅

Will heißen vielleicht geht es ihr nach der Trennung tatsächlich auch besser .
 
Es ist stark, wenn man bereit ist, den Partner zu unterstützen, wenn dieser schwer krank ist. Aber es braucht auch Signale des erkrankten Partners, dass dieser sich der Krankheit stellt und in Behandlung begibt.

Wenn der 'gesunde' Partner feststellt, dass die Kraft schwindet und man auf bestem Wege ist, zum Co-Patienten zu werden und selbst kaputt zu gehen, muss der Selbsterhaltungstrieb die Oberhand gewinnen.

Bitte mach dir klar, dass du nicht die Kompetenz hast, hier Hilfe zu leisten. Es braucht jetzt professionelle Unterstützung. Und du musst schauen, dass du dich auf Dinge fokussierst, die dir Energie geben.

Wenn du so weitermachst und an einer Beziehung aus Pflichtgefühl festhältst, die aktuell als gescheitert anzusehen ist, ist das einzige was dabei rauskommt, dass du auch noch kaputt gehst. Das hilft der Partnerin nicht und dir schon dreimal nicht.

Selbstliebe muss jetzt Priorität haben vor Pflichtgefühl.
 
Was wäre für dich denn ein positiver Ausblick in die Zukunft ?

Die harte Realität ist leider, dass diese Phasen vermutlich immer wieder kommen werden, selbst nach Therapie.
Es ist sehr gut möglich, mit diesen Depressionen zu leben, aber wenn es keinen konkreten Auslöser für die Erkrankung gibt und diese seit Jahren existieren, wird das immer wieder hochkommen.

Sie muss die Veränderung wollen, was natürlich schwieriger ist, dadurch, dass sie depressiv ist und Antriebslosigkeit ein Faktor ist. Aber wäre zb ein Mittelding möglich? Zb dass du ohne sie zu deinen Freunden gehst und ihr schrittweise Sachen zusammenmacht? Wissen deine Freunde, dass sie depressiv ist?

Vielleicht würde es ihr helfen, wenn ihr zb vorher vereinbart, dass es voll okay Ist, wenn sie nur ne Stunde mitkommt. Das kann man ausweiten und irgendwann wird das besser. Da muss man leider Geduld mitbringen.

Wenn du das Gefühl hast, dass sie gar keine Veränderung will, solltest du das Gespräch mit ihr suchen. Nicht mit Vorwürfen, sondern dass du eine Zukunft mit ihr möchtest und dass du ihr helfen kannst, dass sie dieses Veränderung aber mitanpacken muss.

Wenn du diese Zukunft natürlich möchtest. Wenn du nur aus Schuldgefühlen bleibst, wäre es besser, den Schlussstrich zu ziehen.
Eine Depression muss nicht immer wieder kommen..

Wenn man in eine richtige. schweren Depression bist,gehst du nirgendwo hin.

Auf dem Weg der Besserung ist das möglich aber es stimmt nicht jeder Partner macht das mit.
Was im Endeffekt jetzt entschieden wird ist nicht mehr unsere Sache,dass entscheidet ihr Partner.

Tips hat er bekommen aber man muss es auch können....
 
Hallo,
erstmal vielen Dank für das ganze Feedback. Ich bin absolut überwältigt davon und werde versuchen mir in den kommenden Tagen mal Zeit zu nehmen und alles zu lesen....und auch entsprechend darauf zu antworten!
Ich habe bereits mitbekommen, dass die Meinungen hier stark auseinander gehen und ich wohl erstmal noch in einigen Themen Klarheit schaffen sollte, damit hier nicht das Bild einer Person aufkommt, die nicht alles tut und getan hat, was in ihrer Macht stand. Wir reden hier nicht von einem kurzzeitigen Problem, das einen stört oder einer Episode die kurz andauert.
Wir reden von einer Beziehung bei der von Anfang an klar war, dass eine Depression vorliegt und diese bekämpft man nun schon seit einigen Jahren mit aller Geduld und Liebe die man aufbringen kann. Jeden Tag und ohne Ausnahme.
 
Ebenso.
Ja, es ging kaum noch etwas.
Und ich sehe das dennoch anders.
Man kann sich dem völlig ergeben.
Oder sich anders entscheiden.

Wenn man nicht in depressiven Stupor verfallen ist, werden die meisten die Toilette nutzen, trinken, essen.
Davon kann man ableiten, dass mehr als Nichts geht.
Und wenn es 30 Minuten am Tag sind, 1 Stunde in Häppchen, man schafft das, auch wenn es sich anders anfühlt.
Struktur und Regeln.
Und wenn man das mehrfach geschafft hat, steigert man ein wenig.
Fühlt sich schrecklich an, egal.
Mal ist es dir Dusche, mal eine E-Mail, mal ein Anruf.

Ich konnte fast nicht mehr sprechen. Sonstiges kann man sich vorstellen als Betroffener.
Also musste irgendwie Abhilfe her.
Eine Stunde Schlaf, paar Worte für Arzt notieren, eine Stunde Schlaf.
Das war so überfordernd und anstrengend, dass ich dabei heulte. Schweißausbrüche. Übelkeit, wie bei Überanstrengung beim Sport.
Irgendwann war nötigste Info auf Papier und ich ließ mich zum Arzt fahren.

Wenn ich nicht zurück in ein vernünftiges Leben mit dem Partner will, ist das in Ordnung.
Dann einfach ins Bett oder aufs Sofa fallen lassen und fertig.
Doch dann das dem Partner nicht zumuten und keine Vorwürfe machen, wenn er geht. Besser noch, dann selbst die Trennung aussprechen.
Da ich nicht allein war, gab es die Option aufgeben überhaupt nicht. Wie das allein wäre, kann ich nicht sagen, doch hier geht's ja um eine Beziehung.
Puh, das klingt schon fast eher nach einer CFS, als nach einer Depression.
Vor allem das mit der Übelkeit und Schweißausbrüchen nach den leisesten Anstrengungen.

Eine Bekannte von mir hatte das für mehrere Monate nach ihrer Corona- Erkrankung, zum Glück ist sie jetzt wieder arbeitsfähig.
Bei ihr kam noch ganz besonders viel Existenzdruck dazu, sie ist nämlich selbständig...

Aber es ist schon seltsam, wie sehr sich Symptome einer schweren (!!!) Depression und die einer chronischen Fatigue, ausgelöst durch eine Viruserkrankung, ähneln.
Dabei ist die Ursache doch eine ganz andere...

Und wie geht es dir jetzt? Merkst du noch manchmal was davon, daß du mal in einer so tiefen Depression gesteckt hast?
Auf jeden Fall ist es sehr schön zu lesen, daß jemand aus so einem tiefen schwarzen Loch einer schweren Depression wieder herausgefunden hat. Das macht vielleicht auch anderen mit dieser Erkrankung etwas Mut, daß man da auch wieder rauskommen kann.
 
Puh, das klingt schon fast eher nach einer CFS, als nach einer Depression.
Vor allem das mit der Übelkeit und Schweißausbrüchen nach den leisesten Anstrengungen.

Eine Bekannte von mir hatte das für mehrere Monate nach ihrer Corona- Erkrankung, zum Glück ist sie jetzt wieder arbeitsfähig.
Bei ihr kam noch ganz besonders viel Existenzdruck dazu, sie ist nämlich selbständig...

Aber es ist schon seltsam, wie sehr sich Symptome einer schweren (!!!) Depression und die einer chronischen Fatigue, ausgelöst durch eine Viruserkrankung, ähneln.
Dabei ist die Ursache doch eine ganz andere...

Und wie geht es dir jetzt? Merkst du noch manchmal was davon, daß du mal in einer so tiefen Depression gesteckt hast?
Auf jeden Fall ist es sehr schön zu lesen, daß jemand aus so einem tiefen schwarzen Loch einer schweren Depression wieder herausgefunden hat. Das macht vielleicht auch anderen mit dieser Erkrankung etwas Mut, daß man da auch wieder rauskommen kann.

Haha
Für Ärzte ist me/cfs eh das selbe wie eine Depression zumindest für einige …

Man kann aber Entzündungsparameter tatsächlich testen - ist gar nicht so schwer und so ein Geheimnis die dann halt schwarz auf weiß belegen Ei Ei da passt ja was nicht … …woher kommt die Erschöpfung …
Wenn man sich natürlich damit beschäftigen möchte .. sonst verschreibt man natürlich Antidepressiva wird schon passen …. *hust*
 
Hallo zusammen,

ich befinde mich aktuell in einer schwierigen Lage und würde gerne wissen, was für Meinungen dazu hier kursieren.
Meine Freundin ist in den 30ern und schwer depressiv. Dieser Zustand besteht auch schon sehr lange. Sie hat sehr düstere Episoden und nur sehr kurze und sehr wenige gute Phasen. Das Leben und der damit verbundene Alltag sind deswegen teilweise kaum zu ertragen, da ich permanent am Aufbauen, Aufmuntern und Perspektive geben bin. Ich bin zwar ein sehr positiver Mensch, aber ich fühle, dass mir langsam die Energie ausgeht. Das kannte ich bisher nicht.
Da ich voll berufstätig bin, ist dies für mich kaum zu handlen. Professionelle Hilfe bekommt sie keine/kaum, weil bei uns alle Therapeuten sagen, dass sie keine Plätze hätten (oder dann nur für Selbstzahler).

Nun überlege ich aus verschiedenen Gründen die Beziehung zu beenden:
a) sie gibt mir und hat selbst keinerlei positive Perspektive
b) ich habe das Gefühl nicht mehr geliebt zu werden/geschätzt zu werden
c) ich zunehmend sozial isoliert bin, da sie auch nichts mit meinen Freunden unternehmen möchte
d) Zärtlichkeit zeigen und Sex zu haben fällt ihr zunehmend schwer (obwohl sie mir oft sagt, dass sie es will)

Ich liebe sie, aber der Alltag verlangt mir alles ab und dennoch wird es nicht besser. Was soll ich also tun? Ich will nicht einfach aufgeben.


Danke euch
Hallo Du,
am wichtigsten, denk ich, sind 2 Dinge.
1.) Wie fühlt sich die Liebe an? Wie stark liebst Du sie, und fühlst Du Liebe von ihr?
und 2.) je schlechter es dem anderen geht, umso mehr musst Du für Dich selber sorgen. Du kannst zum Beispiel nach einem Forum oder einer Selbsthilfegruppe für Angehörige suchen. Du kannst Dir auch Hilfe bei einem Psychologen suchen.
Bei Psychologen gibt es auch die Möglichkeit, eine probatorische Sitzung wahrzunehmen, das ist eine einmalige Sitzung. Falls Du mal einen Rat vom Fachmensch brauchst.
 

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