Ausnahmsweise
Sehr aktives Mitglied
Jemand der schwer depressiv ist kann gar nichts mehr...ich spreche nicht von einer leichten Verstimmung.
Ebenso.
Ja, es ging kaum noch etwas.
Und ich sehe das dennoch anders.
Man kann sich dem völlig ergeben.
Oder sich anders entscheiden.
Wenn man nicht in depressiven Stupor verfallen ist, werden die meisten die Toilette nutzen, trinken, essen.
Davon kann man ableiten, dass mehr als Nichts geht.
Und wenn es 30 Minuten am Tag sind, 1 Stunde in Häppchen, man schafft das, auch wenn es sich anders anfühlt.
Struktur und Regeln.
Und wenn man das mehrfach geschafft hat, steigert man ein wenig.
Fühlt sich schrecklich an, egal.
Mal ist es dir Dusche, mal eine E-Mail, mal ein Anruf.
Ich konnte fast nicht mehr sprechen. Sonstiges kann man sich vorstellen als Betroffener.
Also musste irgendwie Abhilfe her.
Eine Stunde Schlaf, paar Worte für Arzt notieren, eine Stunde Schlaf.
Das war so überfordernd und anstrengend, dass ich dabei heulte. Schweißausbrüche. Übelkeit, wie bei Überanstrengung beim Sport.
Irgendwann war nötigste Info auf Papier und ich ließ mich zum Arzt fahren.
Wenn ich nicht zurück in ein vernünftiges Leben mit dem Partner will, ist das in Ordnung.
Dann einfach ins Bett oder aufs Sofa fallen lassen und fertig.
Doch dann das dem Partner nicht zumuten und keine Vorwürfe machen, wenn er geht. Besser noch, dann selbst die Trennung aussprechen.
Da ich nicht allein war, gab es die Option aufgeben überhaupt nicht. Wie das allein wäre, kann ich nicht sagen, doch hier geht's ja um eine Beziehung.