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Depressive Parterin verlassen oder nicht?

Wie weit der TE, um den es hier geht, diesbezüglich mittlerweile ist, hast du gelesen?
Das was du hier beschreibst, war vielleicht mal einer der vorherigen Stufen. Irgendwann, vor Jahren.
Der Eingangsbeitrag lässt viel Raum für Interpretation. Wie lange geht das schon? Was wurde versucht? Wie wurde in der Partnerschaft kommuniziert? Wieso vernachlässigt @kihap seine Sozialen Kontakte? Welche Kenntnisse über Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten gibt es überhaupt? und und und.

Ich plädiere gewiss nicht für Selbstaufgabe. Das habe ich mir selbst nicht von meinem Partner gewünscht noch selbst so betrieben. 🙄
 
Einseitig, weil es ja nicht nur darum geht, was der kranke Partner sich wünscht. Auch der gesunde Partner darf Wünsche haben und leben wollen.
Habe ich so auch nicht geschrieben. 🤷🏼‍♀️
Es kann nicht sein, dass ein Partner auf Biegen und Brechen dableiben muss.
Habe ich auch nicht geraten. 🤷🏼‍♀️
Vielleicht kann man das nur verstehen, wenn man es erlebt hat.
Es gibt kranke Menschen, die lassen sich nicht helfen, sondern verharren in ihrem Elend. Da kannst du als Partner noch so hilfsbereit, mitfühlend und unterstützend sein.
Wie bereits in der Antwort an Portion Control zu lesen ist, ist unklar wie sich die Situation gestaltet.
 
Wenn dann muss auch richtige Hilfe da sein und mein Partner mich unterstützen weil er es auch möchte.

Merkt der Kranke ,dass er nur eine Last ist geht der Schuss nach hinten los.

Da hat der Kranke nichts davon ,eher das Gegenteil.
 
"Der Zustand besteht seit sehr langer Zeit".
Das heisst für mich, dass sie entweder erst gar keine Hilfe annehmen möchte, oder nichts hilft.

Und aus Erfahrungsberichten weiss man, wie toll es für den depressiven Partner ist, wenn der andere anfängt sich mehr um sich selbst zu kümmern. Alleine mit Freunden weg geht und diverse Hobbies betreibt. Dann kann man auch gleich eine ordentliche Trennung einleiten. Damit kommt der andere nämlich überhaupt nicht klar.
Nö, es gibt auch depressive Menschen, die es ihren Partnern gönnen, ohne sie ihren Hobbys nachzugehen und Freunde zu treffen.
Im Gegenteil, es kann einen Depressiven nur noch mehr runter ziehen, wenn er/sie merkt, daß der Partner sich aufopfert, kaum noch ein eigenes Leben hat, und sich nur noch um den Depressiven Partner kümmert.
Sich selbst als Belastung für den geliebten Menschen zu sehen, macht alles nur noch schlimmer...

Deshalb würde ich jedem raten der depressive Angehörige oder Partner hat, sich nicht zu sehr zu kümmern, und dem depressiven Partner auch mal was zuzutrauen, das ist wichtig!
Aber trennen sollte man sich deshalb nicht, wenn es irgendwie geht und noch Liebe da ist,

Und von wegen der langen Zeit der Krankheit, von der der TE schreibt:
Oft ist es ja gerade bei einer Depression so, daß man die über lange Zeit nicht so ernst nimmt, und lange versucht, die Depression zu überspielen und zu vertuschen.
Schon allein aus Angst um den Arbeitsplatz, und dem Verlust von sozialen Kontakten wird da sehr lange versucht, sich "zusammen zu reißen", und sich vor anderen nichts anmerken zu lassen.
Und auch vor sich selbst! Denn man möchte sich ja auch nicht gerne eingestehen, daß man psychisch krank ist, und fachärztliche Behandlung braucht.
Das braucht halt seine Zeit, bis man wirklich vor sich selbst zugeben kann, daß man ernsthaft krank ist, daß man nicht mehr weiter kann, und Hilfe von außen benötigt...

@kihap
Wie lange ist deine Frau denn schon depressiv? Und spielt sie die Krankheit eher herunter, oder weiß sie daß sie da allein nicht mehr rauskommt?
 
Ich antworte bewusst deutlich: JA.
Denn am Ende des Tages ist der kranke Menschen nicht geheilt, sondern beide krank.
Siehst du das als Vorteil? Für wen?
Oder als vernünftige Entwicklung? Inwiefern?


Merkwürdiges Argument. Dann dürfte es ja niemals eine Trennung geben, weil man stets zu Beginn nie zufällig zusammen kam?


Aber genau das soll er doch bis dorthin treiben, deiner Meinung nach.
Ich glaube, du verkürzt meine Aussage ziemlich stark.
Natürlich darf es Trennungen geben. Und selbstverständlich soll niemand bleiben, bis er selbst daran zerbricht. Das habe ich nie behauptet.
Mein Punkt ist ein anderer: Eine schwere Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, kein Charakterfehler und kein Beziehungsversagen. Wenn eine massive Krise automatisch bedeutet, dass man die Beziehung infrage stellt, darf man zumindest fragen, wie belastbar das Fundament war.

Es geht nicht darum, dass am Ende "beide krank" sein sollen. Es geht darum, ob man wirklich alles geprüft hat. Professionelle Hilfe, Entlastung, neue Wege – bevor man entscheidet, dass es keine Zukunft mehr gibt.
Zwischen Selbstschutz und Bequemlichkeit liegt ein Unterschied. Und genau darüber habe ich gesprochen.
Denn eine Beziehung beweist ihren Wert nicht daran, wie gut sie funktioniert, wenn alles leicht ist, sondern daran, wie man miteinander umgeht, wenn es schwer wird.
 

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