In Göbekli Tepe gibt es viele mit Tier- und anderen Motiven verzierte Steinpfeiler. Sogenannte T-Stelen, die auch in Malta und anderen prähistorischen Steintempeln gefunden wurden, die als symbolische Ahnensitze für Dynastien oder Familien galten und für Vogelorakel verwendet wurden (der Priester ließ zahme Vögel als Himmelssymbole, meistens Tauben, fliegen, und auf wessen Stele sich der Vogel setzte, dessen Ahnen waren quasi gerade in der Leitung).
Der Unterschied zwischen Göbekli Tepe und Malta und anderen Orten besteht nur darin, daß sich hier die eingemeißelten "Familiensymbole" erhalten haben, weil der Tempel nicht irgendwann ungeordnet aufgegeben wurde, als sich die Religion veränderte, sondern er wurde systematisch und unter sehr viel Aufwand "beerdigt", weshalb er auch erst vor kurzem wiederentdeckt wurde.
Sowohl die T-Stele als auch die Taube als Stellvertreter für himmlische Mächte haben über die Jahrtausende bis in unsere Zeit im Kult überlebt, man denke an die zwei heiligen Säulen Jachin und Boas im jüdischen Tempel, an die Djed-Pfeiler der alten Ägypter, an den zu handlicher Werkzeuggröße zusammengeschrumpften Thorshammer, und bei der Taube denkt man unwillkürlich an den "heiligen Geist" in Taubenform in der Bibel und an die Taubenopfer im jüdischen Tempel. Übrigens tauchen beide Motive, die Taube und der T-Pfeiler, auch als Stempel auf dem berühmten Diskos von Phaistos auf.
... welcher der Pfeiler sich konkret auf einen Meteoriteneinschlag beziehen soll, mußt Du mir aber erklären, am besten mit Bild, @Skadi1 .
Das Ende der letzten Eiszeit samt nachgewiesener starker CO2-Schwankungen innerhalb kurzer Zeit wird auf verschiedene Faktoren zurückgeführt, die sich potentiell gegenseitig befruchtet haben.
Darunter der Meteoriteneinschlag irgendwo im Nordatlantik, man vermutet Gegend Quebec, mit kleineren Impakten die amerikanische Ostküste hinunter, ein regelrechtes Trümmerfeld kleiner Impakte (oder Sekundäreinschläge, weggeschleudertes Trümmermaterial) soll es im Großraum Carolina, Pennsylvania, New Jersey geben.
Weitere Faktoren waren die Veränderung der Meeresströmungen, weil aufgrund des niedrigeren Meeresspiegels während der Eiszeit der warme Golfstrom, der heute Nordamerika und Europa "heizt", im Sinne des Wortes weitgehend auf Eis lag.
Und immer die Frage nach möglichen Methangasausbrüchen, erleichtert durch den verstärkten Zustrom von "leichterem" Süßwasser, Stichwort Storegga-Rutschung, die nicht nur gigantische Tsunamis an allen umliegenden Küsten verursachte (u. a. Zerstörung von "Doggerland" - spiegel-Artikel lesen!), sondern auch einen gewaltigen Methangasaustritt, der sich zwangsläufig aufs Klima und die Abschmelzgeschwindigkeit der Eiszeitgletscher auswirkte.
Dann vielleicht noch der eine oder andere Vulkanausbruch dazu, und für Unterhaltung war garantiert. 😀: