Zuletzt ging es doch um Menschen, die einen Großteil ihrer Zeit freiwillig, aus Neigung oder aufgrund von Suchtverhalten in virtuellen Internet-Welten verbringen?
In den 90er Jahren hieß es noch, es wäre ungesund und krankhaft, wenn man mehr als 3h am Tag vor dem Fernseher/Computer sitzt.
Heute ist das längst überholt. Und viele überschreiten dieses Maß regelmäßig.
Doch welchen Einfluss hat das auf uns? Das Gehirn verändert sich, und passt sich der Aufgabe an. Das ist normales Lernen. Doch gesellschaftlich gehen uns auch Fähigkeiten verloren. Studien zeigen, dass Kinder heutzutage zunehmend Schwierigkeiten haben sich zu artikulieren. Dieses "veränderte" Verhalten führt auch dazu, dass man im Schnitt weniger gut auf Konflikte reagieren kann. Autoagressivität und Isolation sind ein möglicher Ausweg.
Vor ein paar Jahren zog die russische Presse die Amerikaner durch den Kakao, da diese eine Studie veröffentlicht hatten, die zum Ergebnis hatte, dass mehr als die hälfte der us-amerikanischen Bevölkerung in Psychologischer Betreuung ist.
Doch wenn unter diesem Gedanken mehr und mehr Menschen mit Problemen um einen herum sind, verliert man auch als Wenignutzer Möglichkeiten. Sowas erkennt man schnell im Kleinen.
Wenn die Welt mangels Fähigkeiten auf einen persönlich aggressiv reagiert, muss man sich diesem Problem stellen, und man lernt anderes, als man hätte in einer "freieren" Welt lernen könne. Man geht anders mit Stress um.
Hinzu kommt, dass die Menschen immer individuellere Inhalte geboten bekommen. Da sie aber weniger oder nur oberflächlich darüber reden, gehen auch gemeinsame Interessen verloren. Die tendenzielle folge, ein höheres Risiko sich einsam zu fühlen, und damit ein potentielles Risiko früher zu versterben:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29081321
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25910392
https://kurier.at/wissen/risikofaktor-einsamkeit-acht-tipps-gegen-die-isolation/279.332.363
Ja, es gibt auch Gegentendenzen. Doch eine stärkere Diversifikation führt in Abhängigkeit von Bildung und den Möglichkeiten, die die Umgebung bietet zu beidem. Für deinen zu einem schlechten Leben und einem potentiell frühen Tot, und für die anderen, zu etwas, was einer komplexeren Betrachtung bedarf.
Ein Aspekt von vielen im Leben.