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Das neue schwedische Sexualstrafrecht

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 66896
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Für weitere Antworten geschlossen.
Überall jaulen die Männer auf und bei mir schleicht sich immer mehr das Gefühl ein, das einige Angst haben, das sie mit ihren Handlungen nicht mehr durch kommen und es Konsequenzen gibt.
 
Ich will darauf hinaus, dass unter dieser Prämisse ein fehlendes "Ja" nicht ausreichen kann, um den Straftatbestand der Vergewaltigung zu erfüllen. Weil eben beide dafür verantwortlich sind, das abzuklären, und wenn das nicht stattfindet, dann haben beide ihre Verantwortung vernachlässigt.
Dadurch allein macht sich dann auch niemand schuldig.

Erst wenn einer von beiden 'nein' sagt, ist die Sache eindeutig und kann strafrechtlich geahndet werden.
Wie soll denn das in der Praxis aussehen? Dass zwei menschen sich gleichzeitig gegenseitig vergewaltigen?
Also ernsthaft: Das ist jetzt schon sehr konstruiert!
Wie soll ich mir denn das vorstellen?
X und Y begegnen sich im Club, wollen garnicht miteinander schlafen, aber irgendwie fühlen sie sich gezwungen es doch zu tun? Von wem würde denn da der Zwang ausgehen?

beide stellen die Signale auf rot und tun's dann trotzdem, obwohl es für sie schrecklich ist und zeigen sich dann auch noch gegenseitig an: Also sollte so ein Fall jemals vor Gericht kommen, dann schau ich mir die Verhandlung an, wenn sie öffentlich ist (was ich hoffe, denn das wäre echt mal was).
Wie stellst Du Dir denn das vor? du willst null mit einer Frau schlafen und sie auch nicht mit Dir, Du sagst nicht ja, machst aber ohne Zwang mit und zeigst sie hinterher an- und sie tut das gleiche.
Nicht Dein Ernst oder?


Also mal abgesehen von solch absurden Fällen gibt es wohl nichts, was gegen dieses gesetz spricht: Wenn so ein absurder Fall mal kommt, kannst Du ja ne Verfassungsbeschwerde einreichen...
 
Man kann sicher darüber diskutieren, wie praktikabel dieses Gesetz ist, wie es angewendet werden soll, um über die Signalwirkung (du DARFST NICHT einfach mit jemandem machen, was du willst, nur weil er/sie sich nicht wehrt!) hinaus zu wirken. Ich sehe da durchaus Schwächen.

Aber diese Hysterie hier gerad, als würde das NUR Männer betreffen und damit die Unschuldsvermutung außer Kraft gesetzt und Horden niederträchtiger Hexen befördern nun reihenweise unschuldige Männer in den Knast - das ist doch wohl etwas zu viel Schnappatmung. So zu tun, als sei ein Anruf bei der Polizei nun ausreichend, um in der Forensik zu landen, ist deutlich zu voreilig.

jep, genauso isses.
Meine Versuche, der Männerwelt hier klar zu machen, dass es verfrüht ist, sich jetzt eine Kamera vors beste Stück zu schnallen, oder sich sich schon mal einen gelb-schwarz gestreiften Gefängnissanzug zu kaufen, scheitern aber ganz offenbar.
 
jep, genauso isses.
Meine Versuche, der Männerwelt hier klar zu machen, dass es verfrüht ist, sich jetzt eine Kamera vors beste Stück zu schnallen, oder sich sich schon mal einen gelb-schwarz gestreiften Gefängnissanzug zu kaufen, scheitern aber ganz offenbar.

Da weiß man ehrlich nicht ob man lachen oder weinen soll. Aber wir Frauen sind ja die Hysterischen 🙄


Ich laufe nacher in die Einkaufsstraße zeige mit den Finger wahllos auf Männer und rufe "Vergewaltigung" und zack nehmen werden sie von der Polizei eingesammelt und ihn U-Haft gesteckt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Beispiel mit dem Raub passt für mich nicht. Ein Raub findet niemals in beiderseitigem Einvernehmen statt, Sex hingegen normalerweise schon. Bei Sex wird davon ausgegangen, dass eine Zustimmung aus dem Kontext erfolgen kann. Dieser Kontext ist allerdings uneindeutig und wird von jedem anders intepretiert.

Ein Zungenkuss und ein Griff zwischen die Beine kann für einen eine klare Einladung zum Sex sein, für den nächsten wiederum nicht.
Dadurch ist es viel schwerer, objektive Urteile zu fällen, wenn statt einem "Nein" bereits die Abwesenheit eines "Ja" reicht, um den Straftatbestand der Vergewaltigung zu erfüllen.

Die meisten Fälle sind bei sowas leicht zu interpretieren, keine Frage. Aber es wird eben auch sehr viele Grenzfälle geben, deren Ausgang alleine davon abhängt, wie der zuständige Richter oder die zuständige Richterin die geschilderten Signale persönlich bewertet.

Ein 'Nein' ist eindeutig. Aber was bedeutet ein Zungenkuss? Reicht ein Zungenkuss als "Begehrensbekundung" aus? Reicht es, dass eine Frau ihren BH auszieht? Wollte sie deshalb auch Sex? Sie hat sich aufs Bett gelegt und ihn zu sich gezogen. War das ein Jahr oder war das nur eine Einladung zum Petting?
Da müssen dann Signale interpretiert werden, die man gar nicht objektiv interpretieren kann.

Nein heißt nein. Aber kein non-verbales Signal, das man aussenden könnte, ist ein eindeutiges Ja.
Das kann man auch gar nicht wollen. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass eine Frau unbewusst ihre Zustimmung zu Sex geben kann, nur weil sie einen Typen zu oft küsst oder ihm ein bisschen den Hintern streichelt.


Selbst wenn eine Frau nackt neben dir liegt, ist das keine Einladung sie anzufassen.
 
Dein Beispiel mit dem Raub passt für mich nicht. Ein Raub findet niemals in beiderseitigem Einvernehmen statt, Sex hingegen normalerweise schon.
Dann nimm halt an, es handelt sich um einen Bekannten, der hinterher versichern könnte, dass er dachte, das wäre OK, weil Du den Fernseher nicht mehr brauchst und Du hast Schiß, Dich zu wehren, weil der Typ besoffen war und Du weißt ,dass er im Alk agro ist.
du kannst Dir ein ganz beliebiges Beispiel in unserer Gesellschaft konstruieren: immer läuft es auf Ja heißt ja hinaus: wenn du zb etwas kaufst: Vielleicht ist Dir das Beispiel leiber: du gehst in einen Laden und nimmst etwas aus dem Regal, der Verkäufer kommt herbeigerannt und berechnet es (kaufen ist ja auch manchmal freiwillig), denn Du hast ja nicht nein gesagt, oder?

willst Du wirklich das Kiefieseln hier bis auf die Spitze treiben? Oder wie wärs einfach mal runterzukommen und das ganze objektiv zu betrachten

Die meisten Fälle sind bei sowas leicht zu interpretieren, keine Frage. Aber es wird eben auch sehr viele Grenzfälle geben, deren Ausgang alleine davon abhängt, wie der zuständige Richter oder die zuständige Richterin die geschilderten Signale persönlich bewertet.
Das war aber schon immer so: Muss ich das wirklich in jedem Post wiederholen?


Aber was bedeutet ein Zungenkuss? Reicht ein Zungenkuss als "Begehrensbekundung" aus? Reicht es, dass eine Frau ihren BH auszieht? Wollte sie deshalb auch Sex? Sie hat sich aufs Bett gelegt und ihn zu sich gezogen. War das ein Jahr oder war das nur eine Einladung zum Petting?
Da müssen dann Signale interpretiert werden, die man gar nicht objektiv interpretieren kann.
Klar kann man, die allermeisten Menschen schaffen das auch...wenn es so schwer wäre, würden es nicht so viele Leute ganz selbstverständlich hinbekommen.
Ein 'Nein' ist eindeutig. Aber was bedeutet ein Zungenkuss? Reicht ein Zungenkuss als "Begehrensbekundung" aus? Reicht es, dass eine Frau ihren BH auszieht? Wollte sie deshalb auch Sex? Sie hat sich aufs Bett gelegt und ihn zu sich gezogen. War das ein Jahr oder war das nur eine Einladung zum Petting?

All das was du beschreibst, setzt vorraus, dass eine Frau es drauf anlegt, Dich in die Irre zu führen oder Dich hinzuhängen: Und genau das kann Dir IMMER passieren.
Es wird rein logisch keinen Fall geben, wo eine Frau zwar willig sich auszieht und aufs Bett legt, aber dann plötzlich in Panik ausbricht und nicht mehr dazu fähig ist, sich zu artikulieren: Solche Fälle sind vielleicht in der Theorie möglich aber in der Praxis ist das wohl eher nicht anzutreffen.
Und eine Frau, die vielleicht wirklich nicht unbedingt mit Dir hätte schlafen wollen, aber halt bis kurz vor knapp mitgemacht hat, wird im Normalfall auch nicht so ein Leid empfinden, wie eine Frau die vergewaltigt wurde. Und wenn doch, dann wird es Anzeichen geben.
Außerdem: Was spricht dagegen, zwischendurch, wenn man in Zweifel kommt (also kein Ja mehr gezeigt bekommt) nachzufragen, ob es noch OK ist? Was ist daran so schwer?

wenn ich mit jemandem schlafe kenne ich das nicht anders, als dass man sich zwischendurch mal versichert, dass alles noch Ok ist: Wenn der partner zB plötzlich wie ein Brett daliegt, frägt man mal nach, oder?

Es geht nach wie vor um einen Akt der Gewalt. Bitte mach Dir das mal klar: In eine Nummer reinzurutschen (im wahrsten sinne...) in die man nicht reinrutschen wollte, ist keine Vergewaltigung (und wird auch nicht als solche geahndet). Darum geht es einfach nicht. Es geht um einen Akt der Gewalt und endlich nimmt das Gericht Bezug darauf, dass nicht jeder Gewalt eine Gegenwehr folgen muss, damit sie Gewalt ist.
Und du willst mir nicht ernsthaft erzählen, dass Du es für möglich hältst, dass man einer Frau/einem Mann Leid zufügt, ohne dass man es im Mindesten merkt: Du willst mir nicht weis machen, dass Du es für möglich, oder häufig hältst, dass jemand überzeugt ist, der Partner genießt es gerade voll und hinterher kommt raus, der partner hat massiv gelitten?
All dieses herumeiern zielt doch nur darauf ab, oder?
Hör doch mal auf, es irgendwie hinzudrehen,sondern schau Dir mal die Praxis an: In der Praxis werden eben einfach immernoch Vergealtiger frei gelassen, weil sich die Frau nicht genug gewehrt hat. DARUm geht es und nicht um solch seltsame Konstrukte, wie dass sich zwei Menschen gleichzeitig vergewaltigen, oder eine Frau sich dir willig anbietet, aber in genau der Sekunde, in der Du zur Sache gehst nicht mehr in der LAge ist, die Bremse reinzuhauen.


Übrigens: Auch wenn nur Ja ja heißt, heißt Nein trotzdem noch nein.

Also langsam wird mir diese Diskussion echt zu blöd: Manche WOLLEN scheinbar Panik schieben.
Also wenn sex mit Frauen jetzt plötzlich so hunsgefährlich für Männer geworden ist, dann solltet ihr es wirklich lieber lassen.
 
Woraus leitest Du das denn ab?
daraus:

Ich weiß.
Aber wenn es für beide gleichermaßen gilt und beide dafür die Verantwortung tragen, dass vor dem Sex eine Einwilligung eingeholt wird, dann darf man vor Gericht nicht einer einzelnen Person anlasten, dass sie es nicht getan hat.
Dann müsste der Richter sagen: "Okay, du hast sie nicht gefragt, sie hat dich nicht gefragt. Also habt ihr beide verpeilt, das abzuklären. Alles klar. Keiner ist schuld."
und daraus:
Ich will darauf hinaus, dass unter dieser Prämisse ein fehlendes "Ja" nicht ausreichen kann, um den Straftatbestand der Vergewaltigung zu erfüllen. Weil eben beide dafür verantwortlich sind, das abzuklären, und wenn das nicht stattfindet, dann haben beide ihre Verantwortung vernachlässigt.
Dadurch allein macht sich dann auch niemand schuldig.
 
das passiert häufig bei ganz verschiedenen verbrechen. das hat mit diesem gesetz nichts zu tun. das ist allgemein ein schwachpunkt der justiz.

es ist ja auch der fall, wenn du ein verbrechen zugibst, bekommst du mildernde umstände. also überlegen sich leute, die nichts gemacht haben, dann eben manchmal die schuld auf sich zu nehmen.

wie stellt ihr euch das rechtssystem vor? immer alles fair und gerecht?





ich habe mir die mühe gemacht und mal im netz nachgeschaut, wie das mit der falschaussage eigentlich ist, um das mit fakten abzuklären.


ich habe einen artikel gefunden über den fall kachelmann.

https://www.beobachter.ch/gesetze-recht/vergewaltigungsvorwurfe-opfer-der-anklage

kachelmann will eine stiftung gründen, um männern zu helfen, die von falschem vorwurf betroffen sind. der weiße ring nennt das absurd.

da muss ich sagen, weiß ich gar nicht, was dem weißen ring einfällt. wenn so die stimmung der opferverbände ist, muss unbedingt etwas getan werden. wenn es nur ein opfer gibt, hat dieser mann das recht auf alle unterstützung. opfer ist opfer.

sehr gut das engagement von herrn kachelmann. ob er allerdings der sache an sich wirklich dienlich ist, ich weiß es nicht. er pauschalisisert und kommt zu schlüssen, von denen ich nicht weiß, wo er die her hat. so sagt er zum beispiel:


https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Vergewaltigung-Wie-oft-sind-Maenner-Opfer-falscher-Beschuldigungen-id22268641.html

da muss man ganz klar sagen, opfer berichten andere dinge. viele frauen wagen keine anzeige, gerade weil die angst groß ist, ihnen wird nicht geglaubt. und man kann nicht das eine leid glorifizieren, indem man das andere leid leugnet.


ansonsten sind die zahlen tatsächlich sehr widersprüchlich. ich bringe zwei beispiele.


file:///C:/Users/Admin/Downloads/04_VergewaltigungSexNoetigungBundesrespublik.pdf

2016 gab es 7.919 Fälle von Anzeigen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung.
das wären dann über 2.600 Fälle von Falschaussagen. das ist eine ganze menge.

wobei ich möchte gerne eine sache anmerken ich kenne sehr viele frauen, die wurden missbraucht oder vergewaltigt und die würden nie eine anzeige machen. die meisten schämen sich, haben angst vor den folgen.

dazu auch ein paar zahlen:

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/zahlen-und-fakten-zum-plakat-vergewaltigung-verurteilen.html


das verzerrt natürlich das bild, wie viele tatsächliche übergriffe es gegenüber den falschen anschuldigungen gibt. unter anderem sind es auch deswegen so wenig frauen, denke ich nämlich, weil es eben diese falschanzeigen gibt und immer weniger frauen geglaubt wird. also muss auch jede frau daran interessiert sein, dass so wenig wie möglich falschaussagen möglich sind.

es wäre unsinnig ein gesetz zu unterstützen (oder wie hier gesagt wird die feministinnen die das pushen, um den männern eins reinzuwürgen), das per se falschaussagen leichter macht.


weiter heißt es in der studie:


verurteilt ist allerdings nicht verurteilt. man müsste dann noch schauen, welche art von strafe wurde verhängt.


jedenfalls gibt es dazu in der studie zahlen, wie viele männer falsch beschuldigt wurden:


das ist natürlich etwas anderes wie 30 %. ich lasse die zahlen trotzdem beide stehen. vielleicht hat der eine oder andere argumente für oder gegen eine zahl. (wobei hängt es damit zusammen, dass die erste zahl eine schätzung ist, die zweite da wird von realen zahlen ausgegangen?)



ich habe auf der seite der männerpartei gute argumente dafür gefunden, was die lage der zu unrecht angezeigten männer tatsächlich verbessern würde. das finde ich erwähnenswert.


https://www.maennerpartei.at/falschbeschuldigung-von-vergewaltigung-schockierende-faelle-2/



um auf den fall kachelmann zurück zu kommen und deinen beitrag einhorn:



warum muss es immer kachelmann sein? weder hat er alles verloren noch hat er nicht "nichts verbrochen". er hat immer noch eine gut gehende firma, im verlauf des prozesses seine große liebe geheiratet, hat ein großes schickes haus in den bergen. okay, seine fernsehkarriere wurde unterbrochen. nur das ist wirklich nicht "alles verloren". und wäre er nicht so ein unsagbares schwein gewesen gegenüber den frauen, hätte sich auch keine gerächt.

sicher, kein mensch hat so etwas verdient. er tut mir auch leid. nur ich finde eben, es gibt eine menge mehr fälle, die das ausmaß einer falschen anzeige so viel besser zeigen.

es gibt tragische fälle, wo menschen wirklich alles verloren haben.


Horst Arnold, angezeigt von einer seiner schülerinnen, der bis zu seinem tod keine wiedergutmachung oder nur Rehabilitation erreichen konnte. https://de.wikipedia.org/wiki/Justizirrtum_um_Horst_Arnold

oder der pensonierte lehrer, der mit seiner frau eine pflegetochter aufgenommen hat, die hat ihn dann wegen missbrauch angezeigt. und die gutachterin war voreingenommen. er wurde verurteilt, kommt ins gefängnis, verliert seine pension. die familie geht durch die hölle. und erst nach jahren stellt sich raus, er ist unschuldig. https://www.welt.de/vermischtes/art...dig-in-Haft-wegen-erfundenen-Missbrauchs.html


da sind männer genauso opfer wie frauen die vergewaltigt werden. es ist eine vergewaltigung, es steht dem leid in nichts nach. es ist demütigend. es zerstört alles. da üben junge mädchen und frauen, ihre art von macht aus.

nach meiner meinung muss die gesellschaft dahin kommen, das als gleichwertiges verbrechen wahrzunehmen. genau darum finde ich ist kachelmann eine so schlechte gallionsfigur. sicher, es schmeichelt seinem narzissmus sich zum opfer nummer eins zu erklären. es ist allerdings lange nicht das gleiche wie im fall der beiden männer, die hochanständig sind und deren leben zerstört ist.




dazu sage ich dir jetzt mal politisch ganz inkorrekt: ist dir noch ganz wohl?

ein mann muss eine erektion haben, damit er sagen kann, er wurde vergewaltigt? ist dir klar, hier sind männer mit entsprechenden erfahrungen? denen sprichst du gerade ihr leid ab.

aus erfahrung kann ich dir sagen, doch, ein mann kann auch unter stress eine erektion bekommen und das macht es sogar noch mal eine runde demütigender. und zweitens kann ich dir sagen, es ist egal ob man eine erektion hat, wenn man auf welche weise oder auch immer gegen seinen willen penetriert wird.

deine aussage finde ich kränkend.




und weil du niemals zum opfer wirst, kann das auch niemand anderem passieren? die haben sich eben nicht richtig gewehrt? ich unterlasse das mal, hier szenarien aufzuzeigen, nur echt, bitte, bilde dir nichts ein. jeder kann zum opfer werden.




es gibt da auch eine andere seite.

gehen wir doch mal davon aus, du machst keine dummen sprüche, du grabscht nicht, du warst noch nie sexuell übergriffig. außerdem bist du in einer glücklichen beziehung. warum sollte ein mann wie du auf die idee kommen und eine frau im bus plötzlich belästigen? seinen job aufs spiel setzen? seine beziehung?

im gesetz geht es um gegenseitiges einverständnis. nun ist es viel leichter für einen anwalt zu fragen, warum sein mandant einen übergriff begehen sollte, wenn nichts in seinem leben darauf hindeutet, dass er frauen belästigt hat. weil man nicht einfach davon ausgeht, jeder mann ist ein perverses schwein, sondern auch männer müssen/dürfen ihr einverständnis geben. es wird ein bewusstsein dafür geschaffen, es gibt auch männer, die warten auf eine zustimmung (wie subtil die auch immer sein mag) und glauben nicht, dass sie freie fahrt haben solange die frau nicht nein sagt.




(ist so enie dashcam vor gericht zulässig als beweismittel und ist das nicht gegen den datenschutz? nur so als zwischenfrage.)


in dem von dir beschriebenen fall bist du doch eh gearscht. mit großer wahrscheinlichkeit ist das mädchen minderjährig. da bist du so oder so vorverurteilt. und da ist es wirklcih egal, ob es "nein ist nein" heißt oder "ja ist ja". man geht grundsätzlich davon aus, dass ein erwachsener mann sich nicht an minderjährigen vergreift.


und was heißt, man kann "den leuten" immer weniger vertrauen? ich denke, frauen konnten männern noch nie ganz vertrauen. vielleicht kippt da gerade etwas? und die wachsende gleichberechtigung zeigt dass frauen keineswegs die besseren menschen sind, ihre wege finden, um männern zu schaden. ihre art der "vergewaltigung" finden? was es nicht besser macht. dann nutzt es nur nichts die sache weiter zu verschärfen. das ist alles keine frage von mann gegen frau. es ist ein kampf "gut gegen böse", "opfer gegen täter". da spielt das geschlecht keine rolle dabei.


In einen anderen Thread hatte ich mal folgendes gepostet:


Kein anderes Verbrechen wird weltweit weniger verfolgt. Kein anderes Verbrechen hat so eine hohe Dunkelziffer....
Eine Studie der EU geht von 84% der Fälle aus, in denen nicht angezeigt wird.
Geht man von der günstigsten Statistik aus, dass 16% aller Taten angezeigt werden, dann kommen 640 Verurteilungen auf 50.000 Vergewaltigungen.



  • Die Wahrscheinlichkeit für eine Vergewaltigung angezeigt zu werden liegt bei maximal 16%
  • Die Wahrscheinlichkeit bei einer Anzeige auch verurteilt zu werden liegt bei 8%
  • Die Wahrscheinlichkeit dass ein Unschuldiger angezeigt wird liegt bei 2%
  • Die Wahrscheinlichkeit für eine nicht begangene Vergewaltigung bestraft zu werden ist verschwindend gering.
  • Die Wahrscheinlichkeit vergewaltigt zu werden, ohne dass der Täter bestraft wird liegt sehr nahe der 100%

Nimmt man an, dass Schuld und Verurteilung völlig unabhängige Ereignisse sind also dass Schuldige genauso häufig verurteilt werden, wie Unschuldige, dann liegen die Chancen unschuldig wegen Vergewaltigung angeklagt und verurteilt zu werden bei 1,6% und die Chancen schuldig freigesprochen zu werden bei 92 %, das mag den meisten halt eine unvermeidliche Folge ihrer absurden Vorstellungen von Recht und Gesetz erschienen, ich persönlich finde das zumindest mal sehr sehr bedenklich....

Das ist die Wirklichkeit in Deutschland. Das ist die Wirklichkeit in der Welt. Es existiert kein einziges Verbrechen, das so selten bestraft wird... Bestraft immer nur die Frau/die Frauen.

Aber die Wahrheit ist immer noch, keine einzige Gruppe auf diesem Planten ist so verfolgt wie Frauen und Mädchen, auch in diesem Land.




https://www.bmfsfj.de/blob/94200/d0...gesundheit-von-frauen-in-deutschland-data.pdf

Violence against women: an EU-wide survey. Main results report | European Union Agency for Fundamental Rights

http://www.sueddeutsche.de/panorama...htigsten-fakten-zu-sexueller-gewalt-1.2937498

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-04/studie-vergewaltigung-anzeige-verurteilung

http://www.huffingtonpost.de/2017/04/21/mord-vergewaltigung-krimi_n_16138664.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1587/umfrage/vergewaltigung-und-sexuelle-noetigung/

[h=1]Lasche Gesetze, Kuscheljustiz und die fatalen Folgen [unmoderiert] +pv[/h]
 
Ich glaube das "Ja" zum Sex muss man weit interpretieren damit es realistisch anwendbar ist.

Salopp formuliert:
Wenn jemand sich nicht wehrt, reicht das nicht um von einem Ja auszugehen.
Wenn jemand aktiv, es offensichtlich mögend und wollend, mitmacht, kann das als Ja ausgelegt werden, auch wenn nicht wörtlich ausgesprochen.

Ich bleibe aber dabei, dass dieses Gesetz Menschen vor Probleme stellt ohne wirklich zu helfen.
Wer vergewaltigen WILL, wird nicht aufgehalten durch so eine Regelung. Er wird vor Gericht immer behaupten das Opfer habe ja gesagt.
Indes wird in den 99% Fällen, in denen Sex freiwillig erfolgt, sehr viel Unsicherheit geschürt, ab wann etwas als "ja" gilt. Das Gesetz fordert aus ausdrückliches "Ja" ohne obigen Interpretationsspielraum. Ich möchte das Paar oder den Urlaubsflirt sehen, bei dem förmlich und bei jedem Kontakt gefragt wird "Willst du sex? Ja, nein, bitte ankreuzen"
 
Ich glaube das "Ja" zum Sex muss man weit interpretieren damit es realistisch anwendbar ist.

Salopp formuliert:
Wenn jemand sich nicht wehrt, reicht das nicht um von einem Ja auszugehen.
Wenn jemand aktiv, es offensichtlich mögend und wollend, mitmacht, kann das als Ja ausgelegt werden, auch wenn nicht wörtlich ausgesprochen.
genau das wird es in der Praxis wohl sein.

Ich bleibe aber dabei, dass dieses Gesetz Menschen vor Probleme stellt ohne wirklich zu helfen.
Wer vergewaltigen WILL, wird nicht aufgehalten durch so eine Regelung. Er wird vor Gericht immer behaupten das Opfer habe ja gesagt.
Indes wird in den 99% Fällen, in denen Sex freiwillig erfolgt, sehr viel Unsicherheit geschürt, ab wann etwas als "ja" gilt. Das Gesetz fordert aus ausdrückliches "Ja" ohne obigen Interpretationsspielraum. Ich möchte das Paar oder den Urlaubsflirt sehen, bei dem förmlich und bei jedem Kontakt gefragt wird "Willst du sex? Ja, nein, bitte ankreuzen"
das gesetz will halt schlicht die Lücke schließen, durch die einige Vergwaltiger bisher geschlüpft sind (und das passiert nicht so selten). Es gibt mehr als genug Fälle, wo nach gesundem Menschenverstand eindeutig eine Vergewaltigung vorliegt, die man aber bisher nicht ahnden konnte, weil eben die Gegenwehr fehlte. Also eben Fälle, wo das Gesetz nicht mit der Lebensrealität zusammenhängt, denn jeder hat ja schon erkannt, dass gegenwehr nicht das entscheidende Argument ist. Hier wurde das gesetz schlicht nachgebessert und hier wird es auch anwendung finden.
Dort wo eben früher der Anwalt des Täters noch nie Nötigung raussschlagen konnte, weil kein Kampf stattgefunden hat, kann heute halt eine vergewaltigung verurteilt werden.
ich weiß ehrlich nicht, wie man das schlecht finden kann: DAZU ist das Gesetz da und deswegen wurde es gemacht: Um eine Lücke zu schließen, die schon lange hätte zu sein sollen.
ich sehe ehrlich gesagt nicht, warum man weiterhin diese vielen und häufig vorkommenden Fälle durchgehen lassen sollte, nur um ein paar absurd konstruierte Fälle zu vermeiden.
Offenbar sehen das Opferverbände und Justiz gleichermaßen, denn das Gesetz wird ja auf breiter Ebene begrüßt. und wer so ein bißchen mitbekommt, womit sich der Otto-Normal-Jurist im Alltag so rumschlagen muss, der wird wohl auch erkennen, dass das Gesetz einfach der Praxis geschuldet ist.
 
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