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Das neue schwedische Sexualstrafrecht

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Die meisten Männer, die hier im Forum (und auch anderswo) öffentlich ihre Bedenken äußern, sind keine V*** in Spe, die Frauen nicht auf Augenhöhe begegnen können. Es sind einfach nur ganz normale Menschen, die sich Sorgen über ein Gesetz machen, das zu viel richterlichen Interpretationsspielraum lässt und gesellschaftlich akzeptierte Praktiken kriminalisiert.
Genau das ist NICHT!!! der Fall: Im gegenteil- das Gesetz geht eher darauf ein und schafft den Raum Taten zu verurteilen, die die Gesellschaft schon lange als Vergewaltigung wertet, die aber aufgrund der Gesetzesformulierung bisher nicht geahndet werden konnten.
Sex gegen den Willen einer Person war noch nie gesellschaftlich akzeptiert: Zumindest nicht in einer humanistischen Gesellschaft.
Oder willst Du etwa behaupten, Sex ohne Einverständnis wäre gesellschaftlich akzeptierte Praxis? Ist es nicht! Die gesellschaft ist da definitiv weiter als die Gesetze und so ist es nur folgerichtig, dass die Gesetze nachziehen.

genau das scheinen hier aber einige nicht kapieren (zu wollen).

Es geht nicht darum, etwas strafbar zu machen, das für beide Seiten OK war, sondern es geht darum, endlich die Sorte von Vergewaltigung ahnden zu können, bei denen Täter bisher durch die Maschen rutschen konnten.

Es wird damit kein neuer Straftatbestand geschaffen sondern lediglich die Beweisführung geändert: Sprich es werden Beweise anerkannt, die vorher nicht anerkannt waren.

Ich weiß echt nicht ,was daran so schwer zu verstehen ist.

Was meinst Du mit ZU VIEL richterlichem Interpretationsspielraum? Ist es ZU VIEL, wenn ein Richter eine Vergewaltigung endlich verurteilen kann, anstatt den Täter laufen lassen zu müssen, nur weil das Gesetz die Beweise nicht anerkennt?

Bist Du denn dafür, dass weiterhin Täter frei rumlaufen dürfen, weil sie durch diese Lücke gerutscht sind? Findest Du das etwa gut? Lass Dir gesagt sein: Das sind nicht wenige, die sich auf diese Weise rausreden und deswegen nicht belangt werden können: Soll ein Gesetz wirklich Täter schützen?
 
Mit gesellschaftlich akzeptiert ist wohl eher die Tatsache gemeint, daß eben nicht jeder und jede vorher eine Einverständniserklärung holen wollen. Könnte ja auch die Stimmung versauen. Und selbst wenn das Leute verbal aushandeln, bleibt die Frage: Wie beweisen?
 
Muss ich diese Frage wirklich beantworten?

Ich bin dafür, dass jeder V*** verurteilt wird. Aber ich bin auch dafür, dass Unschuldige nicht dadurch verurteilt werden können, dass ein Richter ein situatives, implizites, non-verbales Einverständnis nicht anerkennt, weil er die Situation persönlich anders interpretiert.
Ich sehe da eine Gefahr und diese Gefahr spreche ich an.
Das bedeutet nicht, dass ich "die Täter schützen will".

Lies Violettas Beitrag nochmal.
 
Es tut mir leid, wenn ich dich getriggert haben sollte, aber ich kenne dich persönlich nicht, und weiss nichts über dein Schicksal, lese hier auch nicht überall mit, das war nicht meine Absicht, entschuldige. 😉

Jeden Menschen kann es treffen. Das sollte man sich bewusst machen. Aber wenn nicht betroffen ist kann man ja immer große Reden schwingen.
 
Nochmal ein Gedanke zu solchen Gesetzen: Könnte ein potentionelles Opfer sich in verkehrter Sicherheit wiegen, in dem es sich einredet: Ich brauche ja nur Nein zu sagen, dann passiert erst gar nichts.......
 
Nochmal ein Gedanke zu solchen Gesetzen: Könnte ein potentionelles Opfer sich in verkehrter Sicherheit wiegen, in dem es sich einredet: Ich brauche ja nur Nein zu sagen, dann passiert erst gar nichts.......
... nicht ganz richtig: "Ich brauche nur nicht 'ja' zu sagen.", heißt: "Ich muß gar nichts sagen.".
 
Es wundert doch sehr wie hier und was hier diskutiert wird.

Wieso sollte wegen einem Gesetzt sich etwas an dem ändern, nicht mehr nein zu sagen, wenn der-/diejenige es kann? Nur aber es können nicht alle und dann greift eben doch besser nur ein Ja ist ein Ja, denn dieses ist nicht nur Verbal sonder auch durch das Handeln eines Menschen erkennbar. Ein Mensch, der eben nur noch zulässt, weil er nicht nein sagen kann und sich nicht mehr rühren kann, hat trotzdem noch lange nicht seine Einwilligung gegeben. Wenn dann bei Nachfrage keine Antwort kommt, heißt es Stopp und nicht "...hatte ich gar nicht bemerkt..." oder besser es heißt Nachfragen und aufhören oder gar nicht erst anfangen! Schließen die Menschen auch die Fenster und Türen nicht mehr nur weil es ein Gesetz gibt, dass Diebstahl verbietet? Die die Fenster und Türen offen stehen lassen tun es unabhängig von dem Gesetz. Nur weil Diebstahl verboten ist, kann trotz dessen dass alles getan wird, das es nicht zu Diebstahl, jemand bestohlen wird. Doch muss jemand sich dem Täter/der Täterin, die körperlich überlegen ist, in den Weg stellen, wenn sie in ein Haus eindringt, wenn sich diese Person im Haus befindet oder wird da nicht sogar dazu geraten sich still zu verhalten, um nicht noch körperlichen Schaden davon zutragen?

Wieso aber gilt dies bei Diebstahl, nicht aber bei Sexualdelikten? Wieso darf da nicht zur Minimierung der körperlichen Schäden still gehalten werden, wieso wird da erwartet, sich bis aufs äußerte zu verteidigen, mit den Folgen unter Umständen dann auch mit schwersten Verletzungen oder gar mit dem Tod rechnen zu müssen?
Nehmen wir andere Beispiele, Geschwindigkeitsbeschränkungen zum Schutz von Kindern vor Kindergärten oder Schulen. Auch hier sind es Gesetzte, die schützen sollen vor Verletzungen oder Tod.

Warum also, nur weil genauso wie "frei Fahrt für frei Bürger" es immer mal wieder Einschränkungen gibt, ja sie greifen in die persönliche Freiheit ein, dies aber zum Wohle vieler anderer, warum also sollte es nicht auch bei der Handlung im sexuellen Bereich möglich sein, zu akzeptieren, dass es eine kleine Einschränkung sein mag für einzelne Menschen. Jedoch können unter Umständen viele andere, wenn sich daran gehalten wird, geschützt werden, weil sie eben nicht wie einige/viele annehmen zu jeder Zeit ein deutliches Nein kommunizieren können, weil sie eben nicht mehr in der Lage sind sich zu äußern, weder verbal noch körperlich.
Was ist denn wirklich so schwierig, ein Gesetzt als das zu nehmen was es soll, es soll dazu beitragen aufzuzeigen, dass es Grenzen gibt und es werden Strafen festgelegt, mit denen bei Überschreitung zu rechnen ist. Es eröffnet die Möglichkeit Fehlverhalten Einzelner (hoffentlich) zu ahnden.

Wie bei allen anderen durch Gesetze festgelegte Grenzen und Einschränkungen Einzelner, soll doch die Mehrzahl durch diese geschützt werden, weil es eben für einige wohl doch nicht selbstverständlich ist das Eigentum anderer, diesen zu lassen, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, dort wo es sinnvoll ist, oder eben sich auch zu vergewissern, dass ein Gegenüber mit dem was jemand tut. Solange die Gesetze eingehalten werden, ist doch im "Normalfall" für niemanden etwas zu befürchten.

Es geht doch hier genauso wie bei Eigentumsdelikten, bei Fehlverhalten im Straßenverkehr, bei Körperverletzung und genau da gehören auch eine Sexualstraftaten zu, bewusst zu machen was erlaubt und verboten ist. Erst dann kann Fehlverhalten auch bestraft werden. Wenn aber vielen unklar zu sein scheint, dass sexuales Handeln nur mit Zustimmung erlaubt ist, dann wird eben auch ein Gesetzt gebraucht, dass dieses explizit aufzeigt.

Denn immer wieder ist auch hier im Forum zu lesen, wieso das Opfer mitschuld trägt, z.B. bei einem guten Bekannten übernachten nach einer Fete. Die Kleidung, die immer wieder als Aufforderung zu sexuellen Handlungen erwähnt werden...
Es gäbe allein hier noch x Beispiele, weshalb das Opfer eine große Schuld daran trägt, weshalb es zum Opfer wurde. Doch all die, denen noch nie etwas zugestoßen ist, haben viel Glück gehabt. Glück, dass sie in einem Umfeld aufgewachsen sind, in dem sie nicht mit Täter in Kontakt gekommen sind, die ihnen Schaden zu gefügt hatten. Die als Erwachsene noch nie an Täter geraten sind, die sie z.B. Nachts im Schlaf haben überfallen, doch ob es so bleibt oder nicht, wer weiß das schon? Niemand weiß mit welchen Menschen es noch Kontakt geben kann...

Kann für jeden Menschen, der noch nie Opfer wurde, nur wünschen es bleibt bis zum Lebensende.
 
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