Relativ schnell wird aber klar, dass ein BGE doch nicht so einfach, gerecht und unbürokratisch sein kann.
Es müsste für über 80 Millionen Menschen ein System geführt werden, welches jedem Menschen ein individuelles BGE bereitstellt, abhängig von der jeweiligen Lebenssituation, Alter etc.
Zieht jemand z.B. vom Land in die Stadt braucht er mehr Geld, weil die Immobilienpreise höher sind. Bekommt jemand mit 5 Jahren so viel Geld wie jemand mit 30? Vermutlich nicht.
Darüber hinaus müsste das gesamte Steuersystem überarbeitet werden. Es gibt eine kleine Internetseite die das schön berechnet und auch die Konsequenz darstellt, Zitat:
Für eine Polizistin, die bspw. heute 1.800,- € verdient, würde sich unterm Strich nichts ändern. Der einzige Unterschied: Ihr Einkommen bestünde dann aus zwei Teilen: 1.100,- € Grundeinkommen und 700,- € Gehalt.
BGE-Rechner oder: Wer soll das bezahlen?
Kann jeder von euch mal mit rumspielen.
Mein Fazit nach Rechenproblem übrigens:
Bis ca. 900 € Jugendliche: 700, Kinder: 500, Kleinkinder 400)ist ein BGE im Prinzip finanzierbar, ohne große steuerliche Änderungen, würde aber dann natürlich ausschließlich für jene sinnvoll sein, die heute weniger als das haben. Ein BGE auf Höhe von Hartz 4 oder knapp drüber wäre finanziell denkbar.
Ab 1.100 € bereits (Jugendliche: 800, Kinder:600, Kleinkinder 400) wären steuerliche Eingriffe nötig wie etwa die Erhöhung der Mehrwertsteuer von heute 19 auf vielleicht 30%. Das Problem dabei: Auch die BGE Empfänger müssten mehr Steuern zahlen, hätten also vermutlich nicht viel davon 1.100 € zu bekommen.
Ab ca. 1.500 € sind wesentliche steuerliche Eingriffe notwendig.
Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 50%
Vermögenssteuer von 2% ab 100.000 € Vermögen
Import und Exportsteuer von 10-20%
Finanztransaktionssteuern uvm.
Dabei ist die Berechnung konservativ. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass nur Deutsche das BGE bekomme und wirklich zig Millionen Verwaltungskosten eingespart werden.