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Darf man sein Kind schlagen?

ad1 "Danke" die Klasse abzusprechen heist die entsprechenden userinnen/user abzuwerten (sollte ich Deine "Danke" zukünftig auch als Massenware verstehen?

ad2 (zu 78) nein, ich bin nicht dabei wenn andere Eltern ihre Kinder erziehen. Bei meinen schon😱

Oh, danke, ich habe mich missverständlich ausgedrückt: Ich verbessere mich: Die Masse ist noch kein Beweis für Klasse. (schliesst es auch nicht aus). Aber wenn Du meinst, dass viele Zustimmungen ein Beweis für Klasse und für "richtig" ist, dann müsste die Geschichte neu bewertet werden.

Trotzdem bleibt die Frage: Wie sieht gute Erziehung für Dich aus?
 
Verstehe ich dich da richtig: wenn Eltern es schaffen ein Erziehungs-Problem zu lösen, ohne dabei ihr Kind zu schlagen, dann kann das Problem kein "richtiges" Problem gewesen sein, da man "richtige" Probleme ausschließlich mit Gewalt lösen kann?

Und Eltern , die es schaffen ihre Kinder nicht zu schlagen , haben charakterlose Kinder ?

Das wird ja immer absurder hier, sollte das von dir so gemeint sein.

Du hast ein Talent zum Miß-Verstehen.
 
Nein, ich kenne nicht Eltern, die das behaupten. Ich kenne zunächst mich selber.
Und Du selbst bist Vater? Wenn nicht, bist Du Aussenstehender.

Und ich kenne mein Freunde. Und von denen weiß ich, dass sie nie von ihren Eltern geschlagen wurden.
Also, oh wunder, es geht auch komplett ohne Schläge. Und was macht Dich da so sicher? Bist Du denn immer in allen Eltern-Kinder-Situationen dabei?

Ich will auch nochmal klarstellen, ich verurteile keine Eltern, denen einmal in einer bestimmten Lage die Hand ausgerutscht ist, wenn diese Eltern zugeben, dass das Schlagen nicht richtig war und aus diesem Fehler etwas für die Zukunft mitnehmen.
Ich verurteile Eltern, die von vornerein meinen in einigen Situationen wäre es vollkommen legitim , sein Kind zu schlagen. Die nach Ausreden suchen, warum es absolut richtig war , sein Kind zu schlagen, nur weil sie zu faul sind nach anderen Lösungen zu suchen bzw weil sie zu stur sind zuzugeben, dass sie etwas hätten besser machen können. Die dann sogar Leute, die sich gegen Gewalt aussprechen unterstellen, dass wären meist noch schlechtere Eltern, weil sie ihr Kind verwöhnen, oder psychische Gewalt antun oder das Kind auch schlagen würden und das nur nicht zugeben würden. Die irgendwie versuchen es so hinzustellen, dass Schläge gegen das eigene Kind nun wirklich nicht so wild sind, nur damit sie sich selber sagen können, sie hätten nichts falsch gemacht.

Wenn man die einzelnen Situationen nicht selbst miterlebt hat, ist es selbst für Eltern schon sehr schwer, diese als Aussenstehender halbwegs richtig zu beurteilen. Für Menschen, die noch nie Vater oder Mutter waren, also noch nie Kinder bis zum Erwachsenenalter begleitet haben, noch viel mehr.

Es ist immer leicht, anderen Menschen Begründungen als Ausrede zu unterstellen und zu verurteilen. Es mag ja durchaus etliche Fälle geben, wo genau das zutrifft, dass eben jemand gedankenlos sein Kind schlägt und kein Interesse hat, bessere Lösungen zu suchen. Aber wie Du das so pauschal schreibst, ist das halt nur eine pauschale Meinung eines Menschen, der noch nie in der Verantwortung eines Vaters oder einer Mutter steckte. Und dafür bist Du mir mit Verurteilungen erschreckend viel zu schnell dabei. Mit Pauschalitäten wirst Du dem einzelnen Problem oder der Erziehungsaufgabe allgemein nicht gerecht.

Wenn Du in konkreten Situationen nicht nachfragst und Dir Hintergrundinfos besorgst, bevor Du urteilst, gerätst Du nur in Gefahr, dass man Dir Faulheit (zu faul sich eben benötigte Infos zu besorgen) unterstellt als Vorlage, ein unqualifiziertes Pauschalurteil abgeben zu wollen.

Man merke: Verurteilen geht leicht, besonders für Aussenstehende, noch mehr für Menschen, die noch nie Vater oder Mutter waren. Für Kinder Verantwortung tragen und sie nach bestem Wissen und Gewissen zu erziehen, ist hingegen eine schwere Aufgabe.
 
Warum kannst du es eigentlich nicht akzeptieren, dass es scheinbar tatsächlich Eltern gibt, die noch nie ihre Kinder geschlagen haben? Wenn ich sage ich kenne zunächst mich selber, dann meine ich damit ich war mal Kind und ich hab Eltern und die haben mich noch nie geschlagen.

Dann schreib das doch dazu, dann gibt es auch kein Missverständnis

Und mit meinem Freund und Kumpel habe ich erst vor kurzem über das Thema gesprochen und auch die bestätigten mir , dass sie nie geschlagen wurden. Naja, jetzt wirst du mir bestimmt wieder entgegnen , dass ich ja nicht dabei war und das meine Freunde mich sicher angelogen haben.

Nein, das werde ich nicht entgegnen. Ich kenne doch Deinen Freund nicht. Nur ob es bei Menschen, die von sich aus sagen "bei uns gibt es sowas nicht" immer so stimmt, ist was anderes. Bei Deinem Freund mag es ja tatsächlich stimmen.

Wenn es darum geht , dass Eltern scheinbar noch nie ihre Kinder geschlagen haben, bist du ja sehr misstrauisch, da du dir sowas scheinbar nicht vorstellen kannst, wie es ganz ohne Schläge gehen soll.
Nein, ich bin misstrauisch, weil es zuviele Lügner gibt. Menschen, die offen von einem Verhalten berichten, dass ihnen vorgeworfen werden kann, für das sie "verurteilt" werden können, sind auch nicht gerade die Masse. Viele lügen, andere haben "es" verdrängt und andere geben es aus nachvollziehbaren Gründen nicht zu.
Darüberhinaus: Wenn man schlechtes Elternverhalten beschreiben und besprechen will, ist die Fixierung auf das Schlagen viel zu kurz, zu einseitig.

Wenn hingegen ein anderer User schreibt, Eltern , die behaupten, ihr Kind nicht zu schlagen, sind hinter verschlossenen Türen meist die Schlimmsten, ist dein Misstrauen auf einmal wie weggeblasen. Da kommt keine kritische Nachfrage von dir a la: warst du denn dabei? Das wird sofort hier von dir gepostet.

Dass Eltern ihre Kinder hinter verschlossenen Türen schlagen bzw. misshandeln, mit Zigaretten verbrennen etc. und nach aussen als liebe Eltern gelten, ist ein Fakt, wie die Berichte von Kriminalfällen zeigen. Da bin ich nicht misstrauisch, weil dieser Fakt von Amtswegen oft genug festgestellt wurde. Es sei denn, man würde diesen Berichten nicht trauen. Richtig ist lediglich, dass man auch dies nicht auf alle Eltern/Familien pauschal ausweiten darf. Warum soll es nicht Eltern geben, die tatsächlich ihre Kinder weder schlagen noch auf andere Art und Weise schlecht behandeln? Einer der besten Beweise, dass es gute Eltern gibt, ist doch das Kind, daß als Erwachsener in der Rückschau sagen kann: Ich hatte eine gute Kindheit, wurde immer - soweit ich mich erinnere - gut und liebevoll behandelt und zu einem Erwachsenen erzogen, der mutig und charakterstark, verantwortungsvoll sein Leben meistert.
Das wäre für mich ein Beweis und ich nehme an, dass es (noch) etliche solcher "Beweise" gibt.
 
Ich finde es zwar einerseits verständlich, andererseits aber auch zu kurz gedacht zu sagen, dass man die Situation nicht beurteilen bzw. nicht darüber diskutieren kann, wenn man selbst nicht in selbiger war.
Dann dürfte kein Deutscher über Immigranten sprechen, denn wir sind ja keine Immigranten.
Dann dürfte so gut wie niemand von uns über Krieg sprechen, denn die wenigsten von uns haben Krieg erlebt.
Das leidige Thema Politiker dürfte nicht diskutiert werden, denn die wenigsten von uns waren schon einmal Politiker.
Und die wenigsten dürften über Schule reden, denn wer ist denn hier noch Schüler?
Trotzdem wird das alles heiß diskutiert. Nur bei Erziehungsfragen kommt immer wieder das Argument, dass Kinderlose sich ja nicht äußern dürften, weil ihnen die Erfahrung fehlt.
Oder habe ich das missverstanden?
Falls nicht, warum ist dieses Thema denn plötzlich so anders als die obigen?
 
Man kann also die verteilten Schläge nur verstehen, wenn man selbst Kinder hat? Ein wahthaft lustiges "Argument". Wie wär`s denn, wenn die "Kinder habenden" Schläger das Strafgesetzbuch verstehen würden? Oder soll hier sozusagen eine andere Gesetzbarkeit für Schlagende geschaffen werden? Das wird nicht klappen. Also besser argumentieren. Wozu sind Schläge gut?
 
Ja, so meint er das.
Schläge sind OK, wenn sie nicht ins gesicht sind, oder sonst wo hin, das andere die blauen flecke sehen, wenn es normal bekleidet ist.

Ich habś inzwischen gehört, dass er es okay findet, Kinder zu schlagen, solange ihnen dadurch nicht ihre Würde genommen wird. Würde nehmen, heisst: sie ins Gesicht schlagen.
Der Papst soll doch mal auf die Kinderstation eines Krankenhauses gehen, sich beim Kinderschutzbund erkundigen, oder sich überhaupt einmal in der realen Welt umsehen. Oder 1 Tag mit Landkaffee. Ich zeige ihm die Kinder, die er nicht sieht.


LG
Landkaffee
 
Ich finde es zwar einerseits verständlich, andererseits aber auch zu kurz gedacht zu sagen, dass man die Situation nicht beurteilen bzw. nicht darüber diskutieren kann, wenn man selbst nicht in selbiger war.
Dann dürfte kein Deutscher über Immigranten sprechen, denn wir sind ja keine Immigranten.
Dann dürfte so gut wie niemand von uns über Krieg sprechen, denn die wenigsten von uns haben Krieg erlebt.
Das leidige Thema Politiker dürfte nicht diskutiert werden, denn die wenigsten von uns waren schon einmal Politiker.
Und die wenigsten dürften über Schule reden, denn wer ist denn hier noch Schüler?
Trotzdem wird das alles heiß diskutiert. Nur bei Erziehungsfragen kommt immer wieder das Argument, dass Kinderlose sich ja nicht äußern dürften, weil ihnen die Erfahrung fehlt.
Oder habe ich das missverstanden?
Falls nicht, warum ist dieses Thema denn plötzlich so anders als die obigen?

Freie Meinungsäusserung ist ein hohes Gut. Es ist halt nur ein sehr großer Unterschied, ob ich meine Meinung zu einem Thema - z.B. Immigranten - äussere, oder ob ich als Nicht-Immigrant g l a u b e zu wissen, wie ein Immigrant am besten seine Probleme löst. Es ist der Unterschied von Theorie zur Praxis. Die eigene Erfahrung im Alltag und darüberhinaus in der jeweils spezifischen Situation macht den qualitativen Unterschied aus. Wenn Du Dich im Praxisalltag mit Immigranten und ihren Problemen beschäftigst, wirst Du erfahren, warum einige theoretische Meinungen und Konzepte im Alltag nicht immer, selten oder nie funktionieren. Das Gleiche gilt für alle anderen Beispiele.

Pauschalaussagen "ich würde nie" oder "dies und das sollte gemacht werden - oder auch nicht" sind allenfalls gut gemeint, sind aber eben nicht von hoher Qualität, wenn derjenige, der die Meinung äussert, keine Praxiserfahrung hat.
Besonders "lustig" ist es, wenn Theoretiker den Praktikern eine Musterlösung vorschlagen.
 
Freie Meinungsäusserung ist ein hohes Gut. Es ist halt nur ein sehr großer Unterschied, ob ich meine Meinung zu einem Thema - z.B. Immigranten - äussere, oder ob ich als Nicht-Immigrant g l a u b e zu wissen, wie ein Immigrant am besten seine Probleme löst. Es ist der Unterschied von Theorie zur Praxis. Die eigene Erfahrung im Alltag und darüberhinaus in der jeweils spezifischen Situation macht den qualitativen Unterschied aus. Wenn Du Dich im Praxisalltag mit Immigranten und ihren Problemen beschäftigst, wirst Du erfahren, warum einige theoretische Meinungen und Konzepte im Alltag nicht immer, selten oder nie funktionieren. Das Gleiche gilt für alle anderen Beispiele.

Pauschalaussagen "ich würde nie" oder "dies und das sollte gemacht werden - oder auch nicht" sind allenfalls gut gemeint, sind aber eben nicht von hoher Qualität, wenn derjenige, der die Meinung äussert, keine Praxiserfahrung hat.
Besonders "lustig" ist es, wenn Theoretiker den Praktikern eine Musterlösung vorschlagen.

du meinst also, dass kinderlose user nicht mitreden können, weil sie keine ahnung haben.

ich habe mittlerweile 3 kinder und mir war weit vor ihrer zeugung schon klar, dass sie gewaltfrei aufwachsen werden. und das sind sie auch. ich habe weder den kochlöffel eingesetzt noch ohrfeigen verteilt. es ist doch eine selbstverständlichkeit, das man das wertvollste, was man hat,
weder psychisch noch physisch verletzt.
 
Schlagen ist das erlaubt? Nein ist es nicht. Nicht einmal einen anderen Erwachsenen. Warum also sollte es erlaubt sein ein Kind zu schlagen. Auch wenn es das eigenen ist, so ist es ein eigenständiger Mensch. Unterlegen demjenigen der schlägt. Also warum sollte dies erlaubt sein?

Auch Tiere schlagen ist verboten. Warum also sollte ein Kind schlagen, das hilflos und wehrlos ist, richtig sein? Warum sollte ein Kind schlechter bewertet werden? Also warum sollte das Schlagen eines Kindes erlaubt sein?

Sollte es dem Erwachsenen nicht möglich sein eine andere Lösung zu finden als Schläge zu verteilen? Sollte der Erwachsenen sich nicht immer wieder bewusst machen was er tut?

Oft sind es gerade die, die jedem Streit mit anderen Erwachsenem aus dem Weg gehen würden, die ihre Kinder meinen durch Schläge erziehen zu müssen. Doch es ist verboten und das mit Grund.

Es sollte selbstverständlich sein sich dessen bewusst zu sein, dass Kinder besonderen Schutz brauchen. Wer Kinder hat, sollte alles tun sein Kind zu schützen, sollte über Möglichkeiten nachdenken, wie einem Kind wichtige Regeln im Leben übermittelt werden können. Dazu gehört auch das Vorleben, wie mit Konflikten umgegangen werden kann und das gewaltfrei.
 

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