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Darf man sein Kind schlagen?

@ nordrheiner. deiner aussage nach dürfte es dann auch keine kinderlosen lehrer, erzieher, kinderkrankenschwestern,kindermädchen usw. geben.

denn die haben auch keine ahnung wie es mit leiblichen kindern gehandhabt wird.

es weiß doch jeder, ob mit oder ohne kind, dass man kinder nicht schlägt. kinder haben das recht auf eine gewaltfreie erziehung. was gibt es da noch zu diskutieren.
 
Pauschalisierungen treffen nicht auf alle und jeden Fall in der Erziehung innerhalb einer Familie zu.

So kann es in e i n und derselben Familie möglich sein, ein Kind
ohne jeglichen Schlag beeinflussen zu können, bei dem anderen aber doch nötig ist, es mit nem Schlag zur Vernunft zu bringen.
Wobei Schläge n i e Argumente ersetzen, sie aber doch anders wahrgenommen werden.


"Schlag" heißt bei mir nicht: Windelweichprügeln oder auf die Kochplatte setzen (was ich auch schon entsetzt gelesen habe) oder sonstige körperliche Folter und Schläge, die zu körperlichen Verletzungen führen können.

Frag doch mal Erwachsene, die als Kinder
nicht-endenwollende seeliche Schmerzen/Verletzungen/Beleidigungen erdulden mußten, die werden ja auch oft genug im Forum bedauert - ob denen nicht mal ne Ohrfeige besser getan hätte. Wer fragt denn da mal nach, was das ach so schlimme Verhalten der Erziehungsberechtigten ausgelößt hat?

Das wird wohl kaum einer sich vorstellen können, der keine Kinder hat, daß ein Kind auch nur aus einem nicht erfüllten Wunsch ganz genau so "totunglücklich" oder ausfallend wütend reagieren kann, als wäre es geschlagen worden. Wobei der Erzieher bei Verbotsübertretung seine Entscheidung lediglich freundlich aber bestimmt vorgetragen hat.
Wenn ein Kind im Supermarkt ausflippt, kann man sich die tollen Kommentare vorstellen. Da weiß dann jeder was besser und kann seine Meinung nicht für sich behalten. (Wobei natürlich in dem Fall sowieso auch keine Ohrfeige nützen würde, sondern nur noch mehr verschlimmern tät. Man muß halt auch mal ein Kind schreien lassen können!!! Das kriegt sich schon wieder ein.)

Unmöglich ist es von vornherein alles und jedes zu veruteilen oder jeden zu verdächtigen, unpädagogisch zu sein.
Genau das traue ich Euch "edlen" Diskutierern zu.

Ich denke, es kennt jeder seine Kinder am besten und weiß schon aus Erfahrung, was nutzt. Wenn nicht, dann muß er eben Erfahrungen machen und auch das muß man einem Menschen zugestehen - oder ist Euch Besserwissern alles angeboren? Man kann eben seinem Kind nicht durchgehen lassen aus dem Regal zu nehmen, was es grad haben möchte, was eben zu Kontroversen führen kann. Wenn es eben am dritten Regal wieder das gleiche Kino gibt, kann ich schon verstehen, daß mal ne Mutter oder Vater nen Klaps aufn Po gibt, das Geschrei ist dann auch nicht größer als vorher, aber das Kind merkt sichs nun sicherlich besser. Zum Beispiel.

Es gibt ja noch ganz andere Fälle, wo mich Eure Reaktionen interessieren würden, aber was solls ....🙄

FG
 
Schlagen ist das erlaubt? Nein ist es nicht. Nicht einmal einen anderen Erwachsenen. Warum also sollte es erlaubt sein ein Kind zu schlagen. Auch wenn es das eigenen ist, so ist es ein eigenständiger Mensch. Unterlegen demjenigen der schlägt. Also warum sollte dies erlaubt sein?

Auch Tiere schlagen ist verboten. Warum also sollte ein Kind schlagen, das hilflos und wehrlos ist, richtig sein? Warum sollte ein Kind schlechter bewertet werden? Also warum sollte das Schlagen eines Kindes erlaubt sein?

Sollte es dem Erwachsenen nicht möglich sein eine andere Lösung zu finden als Schläge zu verteilen? Sollte der Erwachsenen sich nicht immer wieder bewusst machen was er tut?

Oft sind es gerade die, die jedem Streit mit anderen Erwachsenem aus dem Weg gehen würden, die ihre Kinder meinen durch Schläge erziehen zu müssen. Doch es ist verboten und das mit Grund.

Es sollte selbstverständlich sein sich dessen bewusst zu sein, dass Kinder besonderen Schutz brauchen. Wer Kinder hat, sollte alles tun sein Kind zu schützen, sollte über Möglichkeiten nachdenken, wie einem Kind wichtige Regeln im Leben übermittelt werden können. Dazu gehört auch das Vorleben, wie mit Konflikten umgegangen werden kann und das gewaltfrei.

Deine flammende Rede ist beeindruckend. Nur mit "sollte" beschreibst Du lediglich die Meßlatte, nicht die Lösung.
Sich auf den Staat zu berufen, ist kein Argument für Eltern. Der Staat macht es sich auch einfach. Im Falle eines Falles bekommen die Aufzöglinge Jugendarrest und der weiße Ring kümmert sich um die Opfer.

Mir ist noch der Report einer liebevollen Mutter im Sinn, die sich keinen Grund vorstellen konnte, warum ihr Sohn zur ISIS auswanderte, wo sie ihn doch immer gewaltfrei und liebevoll erzogen hätte. Sowas hätte sie ihm nie zugetraut.
Wenn Kinder weder erforderlichen Regeln noch Erläuterungen oder Verboten (Stubenarrest, Sperrung des Internets) zugänglich sind, dann solltest Du jetzt mal dafür eine Lösung anbieten. Soviel zum "sollte".
 
Ja ja, Kinder merken sich Regeln besser durch Schläge...*schüttel*
Klar merken sie es sich, das ist aber Erziehung mit Angst und das ist meiner Meinung nach abzulehnen.

@Nordrheiner
Mag sein, dass du in gewisser Weise Recht hast. Dann sollten aber auch die anderen Themen, die ich in meinem letzten Beitrag ansprach, genau so diskutiert werden. Nämlich mit "ich hab keine Erfahrungen als Immigrant, aber ich glaube..." und nicht, wie es zu oft geschieht mit Absolutaussagen ala "Immigranten sind eine Gefahr".
Da dies aber generell im Forum nicht geschieht, bleibt für mich immer noch die Frage offen, warum gerade bei Kindererziehung nicht nur in diesem, sondern in vielen Threads darauf rumgeritten wird.
Wehe jemand sagt im Gesellschaftsforum, dass man dies oder das nicht beurteilen könnte (z.B. die Situation der Griechen), weil man ja kein YXZ (in diesem Fall Grieche) sei.
 
Der Gesetzgeber ist hier inzwischen eindeutig - zum Glück: Schläge gegen jedermann, auch gegen die eigenen Kinder, sind strafbar. Das beendet im Grunde endlich jede Diskussion hinsichtlich irgendwelcher "Erziehungswerte" von "Klapsen", wie es dann meist verharmlost genannt wird.
 
Der Gesetzgeber ist hier inzwischen eindeutig - zum Glück: Schläge gegen jedermann, auch gegen die eigenen Kinder, sind strafbar. Das beendet im Grunde endlich jede Diskussion hinsichtlich irgendwelcher "Erziehungswerte" von "Klapsen", wie es dann meist verharmlost genannt wird.

Interessanter Beitrag. Er gilt grundsätzlich für alle Lebenssituationen, in denen ich - nach Deiner Meinung - meine Verantwortung und mein Denken an der staatlichen Garderobe abgeben sollte. Wenn Du das für Dich für richtig hältst... ich tue es nicht.
 
J
Mag sein, dass du in gewisser Weise Recht hast. Dann sollten aber auch die anderen Themen, die ich in meinem letzten Beitrag ansprach, genau so diskutiert werden. Nämlich mit "ich hab keine Erfahrungen als Immigrant, aber ich glaube..." und nicht, wie es zu oft geschieht mit Absolutaussagen ala "Immigranten sind eine Gefahr".
Da dies aber generell im Forum nicht geschieht, bleibt für mich immer noch die Frage offen, warum gerade bei Kindererziehung nicht nur in diesem, sondern in vielen Threads darauf rumgeritten wird.
Wehe jemand sagt im Gesellschaftsforum, dass man dies oder das nicht beurteilen könnte (z.B. die Situation der Griechen), weil man ja kein YXZ (in diesem Fall Grieche) sei.

Mit Verlaub, ich habe selten so einen Unsinn gelesen. Was Immigraten für Deutschland bedeuten oder nicht. Die Situation der Griechen läßt sich alles objetiv belegen, wissenschaftlich untersuchen. Das ändert absolut nichts an der Tatsache, dass man theoretisch über Kindererziehung reden kann so viel wie man viel, BEURTEILEN kann es erst, wenn man selber Kinder hat. Ich weiß, wovon ich rede. Ich war 38 Jahre kinderlos und auch ganz schlau, was Kindererziehung betrifft. Und dann kamen die Kinder. Und glaube mir - dann sieht die Welt GANZ anders aus.
Das ändert nichts daran, dass ich Schläge falsch finde und auch nicht daran, dass auch nur ein ISIS-Kämpfer zu Hause geblieben wäre, wenn er doch nur mal ordentlich einen vor den A**** bekommen hätte. Das hat - wie auch dort verlässliche Untersuchen zeigen - ganz andere Gründe und liegt bestimmt nicht an einer zu liebevollen Erziehung ohne Grenzen.
 
Man kann sicher auch objektiv und wissenschaftlich belegen, dass man Kindern mit Schlägen Schaden zufügt.
Eine Eingabe bei Google Scholar zu "Kinder schlagen" ergibt fast 95.000 Treffer, sicherlich noch viele mehr, wenn man auch englische Quellen dazu nimmt.
Ändert ja trotzdem nichts daran, dass Leute immer noch darüber diskutieren.
Etwas wissenschaftlich belegten zu können, ist also anscheinend, mit Verlaub, kein Argument.
 
Man kann sicher auch objektiv und wissenschaftlich belegen, dass man Kindern mit Schlägen Schaden zufügt.
Eine Eingabe bei Google Scholar zu "Kinder schlagen" ergibt fast 95.000 Treffer, sicherlich noch viele mehr, wenn man auch englische Quellen dazu nimmt.
Ändert ja trotzdem nichts daran, dass Leute immer noch darüber diskutieren. Woran mag das wohl liegen??
Etwas wissenschaftlich belegten zu können, ist also anscheinend, mit Verlaub, kein Argument.

Stimmt. Wissenschaftliche Belege geben uns erstmal nur sachliche Informationen, aber noch keine Lösungen.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Spielen "draussen" an der frischen Luft für Kinder sehr gesund ist. Trotzdem soll es Eltern geben, die ihren Kindern Stubenarrest verordnen. Sollte Stubenarrest, Ausübung psychischer Macht, aus wissenschaftlichen Gründen verboten werden?
 
Richtig, drüber diskutieren müssen ja eigentlich nur die Schläger und Stupser, die mit Schrecken ( oder auch nicht ) sehen, daß sie sich kriminell verhalten und eigentlich bestraft gehören würden. Und da muß man schon mal allerlei lächerliche Vergleiche zum besten geben. Um sich ja nicht eingestehen zu müssen, daß man in der Erziehung von Kindern nichts verloren hat.
 

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