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Bringen Zielvereinbarungen im Job etwas?

Also, erst mal: der kann dir gar nichts. Meine Mutter war übrigens auch Lehrerin und da hat es keinen gekratzt, wenn eine Arbeit mal doch zu gut benotet wurde oder in einer Klassenarbeit "Kreativpunkte" für falsche Antworten verteilt wurden, dass ein Schüler wenigstens noch ne 5 kriegt. Solange du nicht gegen Bezahlung dem Sohn vom Bürgermeister ne bessere Note gibst, juckt das im Ministerium keinen.

Sicher auch nicht für das gleiche Arbeitsblatt. An meiner Schule war es sogar usus, dass manchmal dieselben Themen z.B. in Klasse 7 und parallel bei den 8-Klässlern behandelt wurde. Solange der Lehrplan durch kommt, juckt das keinen. Ich kenne sogar einen stinkfaulen Lehrer, der manchmal in derselben Klasse mehrmals dasselbe Arbeitsblatt ausgeteilt hatte und ständig wegen "Besprechungen" (also Raucherpausen) mit nem Kollegen verschwand. Und selbst gegen den wurde nichts unternommen. Da musst du schon AfD-Pamphlete verteilen oder nen Schüler körperlich angehen, dass da was passiert. Wegen Faulheit verlor noch kein Beamter seinen Job, die vielen Beamtenwitze kommen nicht von ungefähr.

Soll er dich doch melden. Damit macht er sich nur selber lächerlich, mit dem, was er illegalerweise gegen dich gesammelt hat. Gut möglich, dass das ein Bumerang wird, dass die dann IHM mehr auf die Pfoten schauen.

Was ich machen würde? Entweder einen Versetzungsantrag stellen oder ihm die Hölle heiß machen.

Gehe zum Arzt, schildere den Psychoterror, dass das "auf Papier ist". Der soll dich dann gleich auch mal krankschreiben (geht als Beamter über Jahre), wegen Überlastungsstörung (ist bei dir nicht mal gelogen). Soll der Typ doch zusehen, wie er dich ersetzt und mit noch weniger Lehrkräften auskommt. Er soll besser nicht glauben, dass der vom Gebiet zugeschickte Krankheitsvertreter auch nur einen Finger mehr krümmt als nötig. Die halten Unterricht nach Schema F und reißen sich kein Bein aus, gehen nach dem KV-Jahr, zu dem sie verdonnert wurden, an ihre Stammschule zurück und gut ist.

Danach mache mal die anderen weggetriebenen Ex-Lehrer ausfindig. Vielleicht könnt ihr ihn gemeinsam wegen seinem Verhalten anschwärzen, das hat dann mehr Wirkung.

Ach ja: Eine Schulleiterin hat das mit meiner Mutter tatsächlich mal gemacht. Also sie so lange gegängelt, bis sie sich versetzen ließ (Grund: meine Mutter war 50+ und die Schulleiterin wollte "das Kollegium verjüngen"). Sie hat es bald bitter bereut. Denn meine Mutter war so fleißig wie du und die junge Nachfolgerin war die personifizierte Faulheit. Die "moderne" Unterrichtsvorbereitung bestand darin, irgendeinen Film im Unterricht anzusehen und ein Arbeitsblatt auszuteilen, das aus dem Kopiervorlagenheft des Schulbuchverlages stammte. Sogar die Klassenarbeiten waren 1 : 1 aus einem Musterheft für Klassenarbeiten des Verlags, sodass Lehrerkinder einen echten Vorteil hatten (weil deren Eltern sich das Heft mit deren Schulstempel ebenfalls bestellen konnten, die Eltern der anderen Kinder aber nicht). Und losgeworden ist die Schulleiterin "die Neue" dann die nächsten Jahre auch nicht. Die wirklich faulen Lehrer wissen bestens, wie man jegliche Bitten auf Mehrleistung oder auch Drohungen an sich abperlen lässt wie Wasser in der Teflonpfanne.
 
In meinen Jobs waren Zielvereinbarungen fast Vorschrift zwischen uns als Sozialarbeiter und den zugewiesenen Teilnehmern, der Kostenträger wollte das und es gab dazu auch Richtlinien und Formblätter. Meine VORgesetzten kontrollierten das, auch ich als befristet geduldeter Mitarbeiter sollte Zielvereinbarung bekommen mit dem Bildungsträger. Was nicht freiwillig kam und kommt, was von oben befohlen wurde und wird, ging und geht meistens am Ziel vorbei, ist ein Papiertiger. Habe versucht, in solchen Vereinbarungen beide Seiten auf Augenhöhe zu sehen, Brücken zu bauen, wirklich Ziele individuell anzupassen, was dann meist klappte. Ich habe selber von meinen Zielvereinbarungen mit VORgesetzten nie was gehabt, weil ich da auch meine Erwartungen umgekehrt mit rein formulieren ließ.
 
Wie kann er dazwischen funken. Hattest du nicht ein Gespräch unter 4 Augen mit dem Personalrat? Lass dich zur Not versetzen.

Solange er deinen Unterricht nicht stört, kann man das ja ignorieren.
Ach so, er kam uns nach, als wir in der Lehrerküche zum Vier-Augen-Gespräch standen, und stellte sich daneben. Er sagte, dass er das mit dem nicht-mehr-mit-allein-Reden, nur mit Konrektor zusammen, getan habe, weil ich ihm im letzten Gespräch einiges an den Kopf geworfen habe. Er meinte zur Kollegin (ÖPr-Mitglied): "Sie waren ja beim letzten Gespräch dabei und haben ja mitbekommen, was sie (anklagender Fingerzeig auf mich) mir an den Kopf geworfen hat. Sie können das betsätigen." Die Kollegin sagte, sie wisse nicht mehr, was genau gesagt wurde, und auch nicht, was hier schon wieder los sei. Er hatte ihr den Weg verstellt, sie ging um ihn rum weg. Mir verstellte er jetzt den Weg, hochaufgerichtet, geballte Fäuste neben dem Körper. Ich sagte: "Gott sei Dank, dann können Sie sich vielleicht nicht mehr ganz so ausfallend benehmen und es fällt Ihnen leichter mit dem Vermeiden der persönlichen Beleidgungen." Er meinte, dass wir uns einig seien, drehte ab und ich lief in meine nächste Aufsicht. Später musste er unterschreiben, weil ein Kind nachhause wollte, was er nicht tat, weil die Mutter nicht ihn angerufen habe, sondern das Kind auf dem Handy. Dazu muss man sagen, dass er seine Nr. oft geändert hat, und ihneigentlich niemand erreichen kann.
Er hat sich auch neben eine andere Kollegin und mich in den Flur gestellt, als wir beide kurz auf dem Flur redeten.
 
Ach so, er kam uns nach, als wir in der Lehrerküche zum Vier-Augen-Gespräch standen, und stellte sich daneben. Er sagte, dass er das mit dem nicht-mehr-mit-allein-Reden, nur mit Konrektor zusammen, getan habe, weil ich ihm im letzten Gespräch einiges an den Kopf geworfen habe. Er meinte zur Kollegin (ÖPr-Mitglied): "Sie waren ja beim letzten Gespräch dabei und haben ja mitbekommen, was sie (anklagender Fingerzeig auf mich) mir an den Kopf geworfen hat. Sie können das betsätigen." Die Kollegin sagte, sie wisse nicht mehr, was genau gesagt wurde, und auch nicht, was hier schon wieder los sei. Er hatte ihr den Weg verstellt, sie ging um ihn rum weg. Mir verstellte er jetzt den Weg, hochaufgerichtet, geballte Fäuste neben dem Körper. Ich sagte: "Gott sei Dank, dann können Sie sich vielleicht nicht mehr ganz so ausfallend benehmen und es fällt Ihnen leichter mit dem Vermeiden der persönlichen Beleidgungen." Er meinte, dass wir uns einig seien, drehte ab und ich lief in meine nächste Aufsicht. Später musste er unterschreiben, weil ein Kind nachhause wollte, was er nicht tat, weil die Mutter nicht ihn angerufen habe, sondern das Kind auf dem Handy. Dazu muss man sagen, dass er seine Nr. oft geändert hat, und ihneigentlich niemand erreichen kann.
Er hat sich auch neben eine andere Kollegin und mich in den Flur gestellt, als wir beide kurz auf dem Flur redeten.
Sorry, die Lehrerkueche ist kein passender Raum für ein Gespräch mit dem Personalrat. Warum macht ihr sowas?

Ich würde dem aus dem Weg gehen, aber ihr bietet Angriffsfläche.
 
Ich glaube nicht, dass die Lehrerküche da jetzt einen großen Unterschied gemacht hat. Er sucht nach Gelegenheiten, sich einzumischen und wird sie immer wieder finden. Er scheint unter Kontrollzwang zu leiden und du musst dir überlegen, ob und wie lange du das aushalten kannst und möchtest. Auf die Nachstellungen und nickeligen Vorhaltungen würde ich - wenn überhaupt - sachlich reagieren und ihm sonst möglichst aus dem Weg gehen.

Die Zielvereinbarungen, die ja eigentlich gar keine ist, würde ich weder inhaltlich füllen, noch unterschreiben. Lass ihn doch wüten. Soll er sich für jeden Pups beim Personalrat beschweren. Du kannst dann ja denen gegenüber zu allem Stellung nehmen. Mit der Zeit schafft er sich so ein Choleriker-Image und schaufelt sich sein eigenes Grab.
 

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