Lieber Grisu,
ich kann Dir da nur zustimmen, Du hast vollkommen recht. Mir tut das im Herzen weh wenn ich sowas wie bei dir lese. Ich habe schon mal geschrieben, es müssen dir fast zwei Füße fehlen damit man mal was bekommt und da wird bestimmt noch gesagt ""hast ja noch zwei Hände"". Es hört sich schlimm an aber so ist es teilweise. Wie heutzutage mit Menschen die krank sind und dadurch Grundsicherung und Erwerbsunf.-Rente umgegangen wird ist schrecklich. Ich könnte ein Buch schreiben aber ein trauriges. Ich muss ganz ehrlich sagen dass es mir psychisch viel schlechter geht seit ich dieses Szenario mitmachen muss. Ich bemerke dass ich sehr starke Angstzustände und die Panik habe und am schlimmsten ist die Traurigkeit und die wie gesagt die """pure """ Angst, wie soll ich das alles bezahlen. Die Ärzte sagen zu mir, ich solle mich auf meine Gesundheit konzentrieren usw. , das geht aber nicht so einfach. Wie Du schon sagtest, die Leute reden sich leicht und ich höre es fast täglich """das gibt es niemals das in Deutschland ein Rentner wie ich so wenig Geld hat und davon leben muss, da musst du zum Sozialamt gehen, da musst du das, da musst du das""". Aber die verstehen oder glauben es nicht. Ich würde vielleicht auch denken dass kann doch nicht sein. Es ist nicht leicht, ich habe bestimmt schon alles so weit probiert und gemacht aber es änderte sich nichts. Von staatl. Seite gibt es nicht mehr Geld, was mir zusteht das bekomme ich und anderweitig kann man bei einer Stiftung mal eine Anfrage stellen, selbst das ist ein Kampf.
Ich habe vor längerer Zeit mal bei einer Stiftung angefragt und die Antwort war dass ich einen Sozialbericht brauche von einer öffentl. Stelle (Kirche, Arbeiterwohlf., Caritas, usw) Ok, dann habe ich angefangen bei der Kirche zu fragen ob die mir den Bericht schreiben würden, die öffentl. Stelle sollte bestätigen dass ich in Not bin und mein Einkommen usw in einen Bericht verfassen. Die Kirche meinte , sowas haben die noch nie gehört und gemacht, solle mich an Caritas wenden. Caritas sagte ich solle meine Einkommensbescheide vorlegen und schreiben warum ich in Not bin dann sieht ja die Stiftung was ich nur habe jeden Monat. Sie hätten sowas auch noch nie gemacht usw. Ich habe dann noch beim Rathaus unserer Gemeinde angefragt denn ist ja auch eine öffentl. Stelle, die haben das noch nie gehört, das würden die gar nicht machen und sagten das gleiche wie die anderen. Dann rief ich wieder bei der Stiftung an und erzählte Ihnen dies alles und ob es reichen würde die Einkommensbescheide einzureichen ,mit Ausgaben und Einnahmen aufgelistet und die dazugehörenden Belege (Mietvertrag usw) . Antwort war "Nein" , ohne diesen Sozialbericht geht es nicht. Das konnte ich dann auch wieder streichen. Es ist schlimm. Da wird man richtig wütend wenn man auch deinen Fall liest, Du siehst fast nichts mehr und dann machen die noch so Sachen.