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Der Buchstabe G steht für Gehbehindert. Kommt das für dich nicht in Frage?
Aber du hast doch einen gewissen Grad von Behinderung, oder nicht?
Vielleicht kannst du den hochsetzen lassen, ich weiß ja nicht, was für Einschränkungen und Krankheiten du hast...
Eine Neufeststellung würde ich nur beantragen, wenn man sich absolut sicher ist, dass man einen höheren GdB bekommt.

Es ist damit nämlich auch möglich und zulässig, dass der GdB niedriger festgestellt wird als zuvor. Eine niedrigere Feststellung kann z.B. erfolgen, wenn sich die Versorgungsmedizinischen Grundsätze geändert haben oder auch nur, wenn man an einen "eigenartigen" Sachbearbeiter gelangt. Und dann hat man noch das Prozedere mit Widerspruch etc.
 
Eine Neufeststellung würde ich nur beantragen, wenn man sich absolut sicher ist, dass man einen höheren GdB bekommt.

Es ist damit nämlich auch möglich und zulässig, dass der GdB niedriger festgestellt wird als zuvor. Eine niedrigere Feststellung kann z.B. erfolgen, wenn sich die Versorgungsmedizinischen Grundsätze geändert haben oder auch nur, wenn man an einen "eigenartigen" Sachbearbeiter gelangt. Und dann hat man noch das Prozedere mit Widerspruch etc.
Ich stimme dir da voll zu. Genau so wie du es hier schilderst ist es meiner Nachbarin ergangen. Die hatte Antrag gestellt auf diese Erhöhung und das Gegenteil ist eingetreten. Sie haben die Prozente herabgesetzt. Und die hat mit Widerspruch und mit Anwalt gekämpft und sie hat dann aufgehört denn das wäre dann aufs Sozialgericht gegangen und der Anwalt sagte Sie hat schlechte Erfolgsaussichten. Somit hat sie es gelassen. Aber Du hast so recht, ich mache das nicht weil ich schon mal beim Anwalt und VDK fragte und beide haben mir abgeraten. Diesen Eintrag zu bekommen , da musst fast keine Füße mehr haben. Deinen Kommentar finde ich sehr interessant weil hier sehr viele schreiben und meinen, man sollte gleich den Eintrag öder Erhöhung beantragen. So sieht man das man es nicht so schnell machen sollte. Danke.
 
Tja, liebe Sonne,
wenn man/frau selber noch nie mit dem Thema zu tun hatte, dann lässt sich leicht "alles besser wissen" gerade was den Grad der Behinderung und seine Sonderzeichen betrifft. Es wurde bei einer der politischen Sendungen der Fall eines Rollstuhlfahrers geschildert, der unbedingt einen Behindertenparkplatz benötigt hätte um aus seinem Auto aus- und einsteigen zu können, hat er nicht bekommen - vermutlich unter dem Mäntelchen "er kann doch Auto fahren".

Auch mein Freundeskreis stellt sich hin, "Du hast doch so große Probleme, das steht Dir doch zu, Du musst es doch bekommen." Ha ha ha

Ich bin in den Widerspruch mit Anwältin Sozialrecht (die aber keine Ahnung von Sehbehinderung hatte und ich somit auf verlorenem Posten war) angegangen, kein Sonderzeichen, obwohl ich sogar eine Erwerbsminderungsrente erhalten habe weil meine Unfallgefahr extrem groß ist (Treppensturz, Bordstein übersehend, keine Treppen oder Unebenheiten sehen....)

Aus der Theorie ist das alles bombig - besonders dann, wenn es um die Pflegestufe geht .... die ist auch kein Vergnügen und alles andere als selbstverständlich zu erlangen.....

Gruß von Grisu
 
Ist lieb von Dir @Cleo_1

Dass die Situation ist wie sie ist, das kann niemand ändern, aber genau dieses "stell doch den Antrag, Du müsstest doch bekommen, bei meiner xyz ging es doch auch" bringen mich persönlich auf die Palme.
Dass ich meine Einschränkungen habe, das ist eben so, vielen anderen geht es schlimmer. Und wenn ich an die armen Seelen denke, die in der Ukraine ihre Gliedmaßen eingebüßt haben, so geht es mir verdammt gut.

Ich habe ein Jahrzehnt in der Verwaltung eines Pflegeheimes gearbeitet und diese Themen mit und für die Bewohner durchgekämpft und meine Mutter gepflegt mit Pflegestufe 3 am Schluß, ich weiß also sehr wohl um was es wie geht. Auch habe ich als persönliche Assistenz bei einem Querschnittsbehinderten gearbeitet und kenne durch dessen Verwalter/Personalfachmann die Hintergründe.
Und dennoch kriege ich ständig zu hören "mach doch einfach" von Menschen, die im günstigsten Fall mal bei RTL gesehen haben dass es Behinderungen gibt.

Und eines ist mehr als logisch: je schlimmer eine wirtschaftliche Situation in einem Land ist, desto weniger solche "Vergünstigungen" werden erteilt. Weder fahren ÖFFis umsonst noch gibt es genügend Parkplätze für Behinderte - oder ganz normale und gesunde Autofahrer.

Gruß von Grisu
 
Wie es wirklich läuft erfährt man nur von anderen Betroffenen.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ein gutbegründeter Widerspruch sich lohnen kann, nicht immer, aber einen Versuch ist es wert.
 
Meinen Grad GdB konnte ich auch über den Widerspruch steigern - aber das Merkkennzeichen nicht erreichen.

Die mich operierende Universität Würzburg hatte für Bayern einige Sonderzeichen beantragt, die ich evtl. in Bayern bekommen hätte. Da ich aus BaWü komme musste es ein anderer Antrag sein und der wurde natürlich nicht zu Gunsten des Behinderten durchgeführt. Also auch das Bundesland spielt eine Rolle.

Gruß von Grisu
 
Meinen Grad GdB konnte ich auch über den Widerspruch steigern - aber das Merkkennzeichen nicht erreichen.

Die mich operierende Universität Würzburg hatte für Bayern einige Sonderzeichen beantragt, die ich evtl. in Bayern bekommen hätte. Da ich aus BaWü komme musste es ein anderer Antrag sein und der wurde natürlich nicht zu Gunsten des Behinderten durchgeführt. Also auch das Bundesland spielt eine Rolle.

Gruß von Grisu
Ich halte nichts davon, ständig die Verhältnisse in unserem Land so schlecht zu reden, aber diese ganze Kleinstaaterei hier ist wirklich sowas von nervig!
Und außerdem eine große Ressourcenverschwendung, gerade im Gesundheitsbereich...

Bevor man an Leistungsbeziehern spart und gegen diese hetzt, sollte man da mal drangehen, und solche Bestimmungen im Bereich Gesundheit, Bildung und Soziales vereinheitlichen...
 
Tja, liebe Sonne,
wenn man/frau selber noch nie mit dem Thema zu tun hatte, dann lässt sich leicht "alles besser wissen" gerade was den Grad der Behinderung und seine Sonderzeichen betrifft. Es wurde bei einer der politischen Sendungen der Fall eines Rollstuhlfahrers geschildert, der unbedingt einen Behindertenparkplatz benötigt hätte um aus seinem Auto aus- und einsteigen zu können, hat er nicht bekommen - vermutlich unter dem Mäntelchen "er kann doch Auto fahren".

Auch mein Freundeskreis stellt sich hin, "Du hast doch so große Probleme, das steht Dir doch zu, Du musst es doch bekommen." Ha ha ha

Ich bin in den Widerspruch mit Anwältin Sozialrecht (die aber keine Ahnung von Sehbehinderung hatte und ich somit auf verlorenem Posten war) angegangen, kein Sonderzeichen, obwohl ich sogar eine Erwerbsminderungsrente erhalten habe weil meine Unfallgefahr extrem groß ist (Treppensturz, Bordstein übersehend, keine Treppen oder Unebenheiten sehen....)

Aus der Theorie ist das alles bombig - besonders dann, wenn es um die Pflegestufe geht .... die ist auch kein Vergnügen und alles andere als selbstverständlich zu erlangen.....

Gruß von Grisu
Lieber Grisu,
ich kann Dir da nur zustimmen, Du hast vollkommen recht. Mir tut das im Herzen weh wenn ich sowas wie bei dir lese. Ich habe schon mal geschrieben, es müssen dir fast zwei Füße fehlen damit man mal was bekommt und da wird bestimmt noch gesagt ""hast ja noch zwei Hände"". Es hört sich schlimm an aber so ist es teilweise. Wie heutzutage mit Menschen die krank sind und dadurch Grundsicherung und Erwerbsunf.-Rente umgegangen wird ist schrecklich. Ich könnte ein Buch schreiben aber ein trauriges. Ich muss ganz ehrlich sagen dass es mir psychisch viel schlechter geht seit ich dieses Szenario mitmachen muss. Ich bemerke dass ich sehr starke Angstzustände und die Panik habe und am schlimmsten ist die Traurigkeit und die wie gesagt die """pure """ Angst, wie soll ich das alles bezahlen. Die Ärzte sagen zu mir, ich solle mich auf meine Gesundheit konzentrieren usw. , das geht aber nicht so einfach. Wie Du schon sagtest, die Leute reden sich leicht und ich höre es fast täglich """das gibt es niemals das in Deutschland ein Rentner wie ich so wenig Geld hat und davon leben muss, da musst du zum Sozialamt gehen, da musst du das, da musst du das""". Aber die verstehen oder glauben es nicht. Ich würde vielleicht auch denken dass kann doch nicht sein. Es ist nicht leicht, ich habe bestimmt schon alles so weit probiert und gemacht aber es änderte sich nichts. Von staatl. Seite gibt es nicht mehr Geld, was mir zusteht das bekomme ich und anderweitig kann man bei einer Stiftung mal eine Anfrage stellen, selbst das ist ein Kampf.
Ich habe vor längerer Zeit mal bei einer Stiftung angefragt und die Antwort war dass ich einen Sozialbericht brauche von einer öffentl. Stelle (Kirche, Arbeiterwohlf., Caritas, usw) Ok, dann habe ich angefangen bei der Kirche zu fragen ob die mir den Bericht schreiben würden, die öffentl. Stelle sollte bestätigen dass ich in Not bin und mein Einkommen usw in einen Bericht verfassen. Die Kirche meinte , sowas haben die noch nie gehört und gemacht, solle mich an Caritas wenden. Caritas sagte ich solle meine Einkommensbescheide vorlegen und schreiben warum ich in Not bin dann sieht ja die Stiftung was ich nur habe jeden Monat. Sie hätten sowas auch noch nie gemacht usw. Ich habe dann noch beim Rathaus unserer Gemeinde angefragt denn ist ja auch eine öffentl. Stelle, die haben das noch nie gehört, das würden die gar nicht machen und sagten das gleiche wie die anderen. Dann rief ich wieder bei der Stiftung an und erzählte Ihnen dies alles und ob es reichen würde die Einkommensbescheide einzureichen ,mit Ausgaben und Einnahmen aufgelistet und die dazugehörenden Belege (Mietvertrag usw) . Antwort war "Nein" , ohne diesen Sozialbericht geht es nicht. Das konnte ich dann auch wieder streichen. Es ist schlimm. Da wird man richtig wütend wenn man auch deinen Fall liest, Du siehst fast nichts mehr und dann machen die noch so Sachen.
 
Lieber Grisu,
ich kann Dir da nur zustimmen, Du hast vollkommen recht. Mir tut das im Herzen weh wenn ich sowas wie bei dir lese. Ich habe schon mal geschrieben, es müssen dir fast zwei Füße fehlen damit man mal was bekommt und da wird bestimmt noch gesagt ""hast ja noch zwei Hände"". Es hört sich schlimm an aber so ist es teilweise. Wie heutzutage mit Menschen die krank sind und dadurch Grundsicherung und Erwerbsunf.-Rente umgegangen wird ist schrecklich. Ich könnte ein Buch schreiben aber ein trauriges. Ich muss ganz ehrlich sagen dass es mir psychisch viel schlechter geht seit ich dieses Szenario mitmachen muss. Ich bemerke dass ich sehr starke Angstzustände und die Panik habe und am schlimmsten ist die Traurigkeit und die wie gesagt die """pure """ Angst, wie soll ich das alles bezahlen. Die Ärzte sagen zu mir, ich solle mich auf meine Gesundheit konzentrieren usw. , das geht aber nicht so einfach. Wie Du schon sagtest, die Leute reden sich leicht und ich höre es fast täglich """das gibt es niemals das in Deutschland ein Rentner wie ich so wenig Geld hat und davon leben muss, da musst du zum Sozialamt gehen, da musst du das, da musst du das""". Aber die verstehen oder glauben es nicht. Ich würde vielleicht auch denken dass kann doch nicht sein. Es ist nicht leicht, ich habe bestimmt schon alles so weit probiert und gemacht aber es änderte sich nichts. Von staatl. Seite gibt es nicht mehr Geld, was mir zusteht das bekomme ich und anderweitig kann man bei einer Stiftung mal eine Anfrage stellen, selbst das ist ein Kampf.
Ich habe vor längerer Zeit mal bei einer Stiftung angefragt und die Antwort war dass ich einen Sozialbericht brauche von einer öffentl. Stelle (Kirche, Arbeiterwohlf., Caritas, usw) Ok, dann habe ich angefangen bei der Kirche zu fragen ob die mir den Bericht schreiben würden, die öffentl. Stelle sollte bestätigen dass ich in Not bin und mein Einkommen usw in einen Bericht verfassen. Die Kirche meinte , sowas haben die noch nie gehört und gemacht, solle mich an Caritas wenden. Caritas sagte ich solle meine Einkommensbescheide vorlegen und schreiben warum ich in Not bin dann sieht ja die Stiftung was ich nur habe jeden Monat. Sie hätten sowas auch noch nie gemacht usw. Ich habe dann noch beim Rathaus unserer Gemeinde angefragt denn ist ja auch eine öffentl. Stelle, die haben das noch nie gehört, das würden die gar nicht machen und sagten das gleiche wie die anderen. Dann rief ich wieder bei der Stiftung an und erzählte Ihnen dies alles und ob es reichen würde die Einkommensbescheide einzureichen ,mit Ausgaben und Einnahmen aufgelistet und die dazugehörenden Belege (Mietvertrag usw) . Antwort war "Nein" , ohne diesen Sozialbericht geht es nicht. Das konnte ich dann auch wieder streichen. Es ist schlimm. Da wird man richtig wütend wenn man auch deinen Fall liest, Du siehst fast nichts mehr und dann machen die noch so Sachen.
Puh, furchtbar.
Und dann wird von der Anti-Sozialleistungs-Fraktion immer behauptet, daß man ja denen, die wirklich nicht mehr arbeiten können und mittellos sind, schließlich nichts wegnehmen will, und denen natürlich weiter das geben will, was sie brauchen.

Aber wenn man genauer hinschaut, werden selbst ganz offensichtlich kranke und nicht mehr arbeitsfähige Menschen oft eben doch wieder als Arbeitsunwillige behandelt, die völlig zu Unrecht Geld vom Staat haben wollen...

Bei uns im Ort hat die Partei der Linken eine Art Sozialsprechstunde für Bedürftige eingerichtet, und die wird wohl auch ganz gut angenommen.
Ich dachte eigentlich immer, daß gerade in katholischen Gegenden die Caritas ganz gute Arbeit macht, aber die kommen heutzutage wohl auch an ihre Grenzen , oder?
 
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