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Meine Mutter bekam das Geld rückwirkend vom Tag der Antragstellung an, da war kein Pflegedienst involviert.
Hat sie Angehörige die offiziell die Pflege übernehmen bzw. als privater Pfleger eingetragen sind?
Die Person, über die ich spreche, hat leider niemanden.

Oft setzt die pflegebedürftige Person einen Verwandten/Bekannten als Pflegeperson ein.
Somit gilt diese als „Pflegedienst“ und das Geld fließt direkt und wohl auch rückwirkend.

Wenn man niemanden hat, geht nur die Kombileistung :
Wenn keine privaten Helfer vorhanden sind, bleibt die Option, einen Pflegedienst zu beauftragen, um die Pflege zu gewährleisten. Das bedeutet, dass Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden, was allerdings die Kombination von Sachleistungen (Pflege durch Profis) und gegebenenfalls auch Pflegegeld oder die Kombileistung bedeutet.
 
Das glaube ich dir sofort, dass es extrem schwer ist jemanden zu finden, der/die dich nur gegen einen Unkostenbeitrag fährt. Sowas tun Menschen meiner Beobachtung nach normalerweise nur, wenn sie in einer persönlichen Beziehung zueinander stehen. Da sind dann alle blöd dran, die keine Familie im Hintergrund haben oder Freund/innen und Bekannte aus Zeiten, in denen sie selber in einer besseren Situation waren und sich diese Kontakte erhalten konnten. Fast niemand hilft hilfebedürftigen "Fremden" regelmäßig und zuverlässig, wenn von denen keine Hilfe/Gegenleistung zu erwarten ist.


Ja, das war bei mehreren Angehörigen von mir genau so. Ist halt die Frage, ob man Pflegegeld, Pflegesachleistung oder die Kombinationsleistung beantragt hat. Wenn PflegeGELD beantragt wurde braucht es keinen Pflegedienst und das Geld wird sofort vom Tag der Antragstellung an (also rückwirkend) ausgezahlt.
Hallo,
du hast da vollkommen recht. Hat man keine langjährigen festen Freunde oder Familie dann ist es fast unmöglich jemanden zu finden der einem (fast) kostenlos fährt. Ich habe überall gefragt und in Kleinanzeigen inseriert usw. aber leider niemanden gefunden. Was ja auch verständlich ist denn heutzutage kann keiner nur kostenlos fahren bei diesen Benzinpreisen.
 
Schwerbehinderten Ausweis 100% und Eintrag G(bin nicht sicher, aber es wurde was von einen Buchstaben Eintrag gesagt) und all das habe ich nicht. Nur für stationäre Aufnahmen, wenn ich stationär in die Klinik müsste dann würde die Hin und Heimfahrt bezahlt werden in Form von Taxischein. Aber Danke für deine Tipps.
Der Buchstabe G steht für Gehbehindert. Kommt das für dich nicht in Frage?
Aber du hast doch einen gewissen Grad von Behinderung, oder nicht?
Vielleicht kannst du den hochsetzen lassen, ich weiß ja nicht, was für Einschränkungen und Krankheiten du hast...
 
Hat sie Angehörige die offiziell die Pflege übernehmen bzw. als privater Pfleger eingetragen sind?
Die Person, über die ich spreche, hat leider niemanden.

Oft setzt die pflegebedürftige Person einen Verwandten/Bekannten als Pflegeperson ein.
Somit gilt diese als „Pflegedienst“ und das Geld fließt direkt und wohl auch rückwirkend.

Wenn man niemanden hat, geht nur die Kombileistung :
Wenn keine privaten Helfer vorhanden sind, bleibt die Option, einen Pflegedienst zu beauftragen, um die Pflege zu gewährleisten. Das bedeutet, dass Pflegesachleistungen in Anspruch genommen werden, was allerdings die Kombination von Sachleistungen (Pflege durch Profis) und gegebenenfalls auch Pflegegeld oder die Kombileistung bedeutet.
Ja meine Mutter hat mich und meine Schwester als Pflegerinnen.
 
Der Buchstabe G steht für Gehbehindert. Kommt das für dich nicht in Frage?
Aber du hast doch einen gewissen Grad von Behinderung, oder nicht?
Vielleicht kannst du den hochsetzen lassen, ich weiß ja nicht, was für Einschränkungen und Krankheiten du hast...
Du würdest Dich wundern, wie schwer das ist. Es reicht nicht schwer laufen zu können oder mehr als 500 m nicht laufen zu können. Konkret bedeutet dies, dass die betroffene Person nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten oder Gefahren für sich oder andere eine übliche Wegstrecke von etwa 2 Kilometern zu Fuß zurücklegen kann. Die 2 km müssen nicht am Stück sein, die können viele Pausen beinhalten.....

Bei mir (GDB 50) sind beide Hüften defekt und ich sehe nur noch rund 30% (sehe keine Bordsteine oder Unebenheiten) reicht nicht für Sonderzeichen. Sondereichen beim GdB sind 2025 schwer zu erhalten.

Selbst wenn sie das G hätte, ist dann eine Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr mit Eigenbeteiligung möglich. Super hilft TE ebenso wenig wie mir - evtl. keine Verbindung der Öffis und ich bspw. sehe die Treppen nicht und kann nicht laufen in einem fahrenden Bus.

Grisu
 
Der Buchstabe G steht für Gehbehindert. Kommt das für dich nicht in Frage?
Aber du hast doch einen gewissen Grad von Behinderung, oder nicht?
Vielleicht kannst du den hochsetzen lassen, ich weiß ja nicht, was für Einschränkungen und Krankheiten du hast...
Eine Neufeststellung würde ich nur beantragen, wenn man sich absolut sicher ist, dass man einen höheren GdB bekommt.

Es ist damit nämlich auch möglich und zulässig, dass der GdB niedriger festgestellt wird als zuvor. Eine niedrigere Feststellung kann z.B. erfolgen, wenn sich die Versorgungsmedizinischen Grundsätze geändert haben oder auch nur, wenn man an einen "eigenartigen" Sachbearbeiter gelangt. Und dann hat man noch das Prozedere mit Widerspruch etc.
 
Eine Neufeststellung würde ich nur beantragen, wenn man sich absolut sicher ist, dass man einen höheren GdB bekommt.

Es ist damit nämlich auch möglich und zulässig, dass der GdB niedriger festgestellt wird als zuvor. Eine niedrigere Feststellung kann z.B. erfolgen, wenn sich die Versorgungsmedizinischen Grundsätze geändert haben oder auch nur, wenn man an einen "eigenartigen" Sachbearbeiter gelangt. Und dann hat man noch das Prozedere mit Widerspruch etc.
Ich stimme dir da voll zu. Genau so wie du es hier schilderst ist es meiner Nachbarin ergangen. Die hatte Antrag gestellt auf diese Erhöhung und das Gegenteil ist eingetreten. Sie haben die Prozente herabgesetzt. Und die hat mit Widerspruch und mit Anwalt gekämpft und sie hat dann aufgehört denn das wäre dann aufs Sozialgericht gegangen und der Anwalt sagte Sie hat schlechte Erfolgsaussichten. Somit hat sie es gelassen. Aber Du hast so recht, ich mache das nicht weil ich schon mal beim Anwalt und VDK fragte und beide haben mir abgeraten. Diesen Eintrag zu bekommen , da musst fast keine Füße mehr haben. Deinen Kommentar finde ich sehr interessant weil hier sehr viele schreiben und meinen, man sollte gleich den Eintrag öder Erhöhung beantragen. So sieht man das man es nicht so schnell machen sollte. Danke.
 
Tja, liebe Sonne,
wenn man/frau selber noch nie mit dem Thema zu tun hatte, dann lässt sich leicht "alles besser wissen" gerade was den Grad der Behinderung und seine Sonderzeichen betrifft. Es wurde bei einer der politischen Sendungen der Fall eines Rollstuhlfahrers geschildert, der unbedingt einen Behindertenparkplatz benötigt hätte um aus seinem Auto aus- und einsteigen zu können, hat er nicht bekommen - vermutlich unter dem Mäntelchen "er kann doch Auto fahren".

Auch mein Freundeskreis stellt sich hin, "Du hast doch so große Probleme, das steht Dir doch zu, Du musst es doch bekommen." Ha ha ha

Ich bin in den Widerspruch mit Anwältin Sozialrecht (die aber keine Ahnung von Sehbehinderung hatte und ich somit auf verlorenem Posten war) angegangen, kein Sonderzeichen, obwohl ich sogar eine Erwerbsminderungsrente erhalten habe weil meine Unfallgefahr extrem groß ist (Treppensturz, Bordstein übersehend, keine Treppen oder Unebenheiten sehen....)

Aus der Theorie ist das alles bombig - besonders dann, wenn es um die Pflegestufe geht .... die ist auch kein Vergnügen und alles andere als selbstverständlich zu erlangen.....

Gruß von Grisu
 
Ist lieb von Dir @Cleo_1

Dass die Situation ist wie sie ist, das kann niemand ändern, aber genau dieses "stell doch den Antrag, Du müsstest doch bekommen, bei meiner xyz ging es doch auch" bringen mich persönlich auf die Palme.
Dass ich meine Einschränkungen habe, das ist eben so, vielen anderen geht es schlimmer. Und wenn ich an die armen Seelen denke, die in der Ukraine ihre Gliedmaßen eingebüßt haben, so geht es mir verdammt gut.

Ich habe ein Jahrzehnt in der Verwaltung eines Pflegeheimes gearbeitet und diese Themen mit und für die Bewohner durchgekämpft und meine Mutter gepflegt mit Pflegestufe 3 am Schluß, ich weiß also sehr wohl um was es wie geht. Auch habe ich als persönliche Assistenz bei einem Querschnittsbehinderten gearbeitet und kenne durch dessen Verwalter/Personalfachmann die Hintergründe.
Und dennoch kriege ich ständig zu hören "mach doch einfach" von Menschen, die im günstigsten Fall mal bei RTL gesehen haben dass es Behinderungen gibt.

Und eines ist mehr als logisch: je schlimmer eine wirtschaftliche Situation in einem Land ist, desto weniger solche "Vergünstigungen" werden erteilt. Weder fahren ÖFFis umsonst noch gibt es genügend Parkplätze für Behinderte - oder ganz normale und gesunde Autofahrer.

Gruß von Grisu
 
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