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Gelöscht 126610
Gast
Und ansonsten: gewöhn dich leider schon mal dran. Wenn man offen ausspricht, keine Kinder haben zu wollen, ist man schnell der böse, verantwortungslose etc. Vielen stößt das sauer auf und dann ist die Grundstimmung schon mal gegen einen ( und dann ist es egal, ob man mit 12 schon wusste, keine Kinder zu wollen oder es mit 30 erst entschieden hat)
Mit 31 Jahren sollte man sowas von vorne rein wissen was man will.
Das kann man in dem Alter durchaus erwarten.
Und deine Freundin in dem Zustand zu verlassen ist das aller letzte. Sie ist wegen dir zu dir gezogen sie hat wegen dir ihren Job gekündigt.
Und erst jetzt fällt dir ein das du keine Kinder willst.
Wenn du sie von dir trennst in dem Zustand und sie sich was antut bist du dafür verantwortlich.
Du hast zwei Möglichkeiten erste Möglichkeit such mit ihr zusammen einen paartherpeuten und versuch die Beziehung zu retten. Dort in der Therapie kann sie auch ihren Verlust verarbeiten und vielleicht kapierst du was sie gerade durch macht und wenn sie Psychisch stabil ist kannst du immer noch Schluss machen.
Zweite Möglichkeit ist du springst über deinen Schatten und Schwängerst sie und wenn klar ist das alles gut ist kann du dich während sie schwanger ist von ihr trennen.
So hat sie wenigstens etwas was sie auf fängt.
Du hast schon recht, vernünftig ist das. Aber es gibt doch auch Menschen, die weniger planen, sondern das Leben auf sich zukommen lassen. Oft funktioniert das ja auch: erstmal zusammenziehen und dann ergibt sich alles weitere.
Ich meine, sie hatte sich da vor Ort einen neuen Job gesucht oder ist zumindest dabei? Also schon verantwortungsvoll?
Er scheint ja auch nicht so gut organisiert zu sein und hat erst während der Schwangerschaft gemerkt, dass er keine Kinder will. Vielleicht hat sie auch erst aufgrund der Schwangerschaft gemerkt, dass sie definitiv Kinder will. Ich befürchte nur, wenn sie unmoderiert miteinander sprechen, wird er das anders formulieren.
Warum hart? Weil sie einem Traum folgt und diesen verwirklichen möchte. Es ist immer eine herbe Enttäuschung, wenn man von Mann und Familie träumt und es klappt nicht wie ausgemalt.
Man muss reden, reden, reden, Hoffnungen hinterfragen und aufklären. Munter machen, aufwecken vom Zukunftraum HIER- der ist wo anders. Sie wird ihre Kinder ganz bestimmt bekommen, nur mit wem anderen und das kann man ihr ja sacht und leise beibringen. Mädchen, ICH bins nicht, wir haben keine Zukunft...sie muss das spüren, sonst glaubt sie das nicht. KEIN Beischlaf!!! Keine Hoffnung wecken und zum Handeln übergehen wie zb. nachdrücklich drauf bestehen wieder alleine sein zu wollen, denn Beziehung ist Stress, furchtbar, nicht mein Ding, so musst du sein Sani, sag, dich stört alles, es war so nett vorher, du willst deine Freiheit wieder und würdest ihr helfen eine Wohnung zu finden, Hauptsache man ist wieder Junggeselle, sag nie wieder tu ich mir so ein Leben an, das gefällt mir gar nicht usw...
Was soll sie dann argumentieren?
Ich muss vielleicht nochmal kurz eine Sache klarstellen: Ja, ich bin vielleicht nicht gerade der Held, weil ich mir erst so spät Gedanken über das Thema gemacht habe. Es war bisher in meinem Leben, aber so, dass ich nie eine Freundin hatte, die Kinder mit mir wollte, immer verhütet habe (auch wenn es nicht so schlau war sich darauf zu verlassen) und generell keine sehr langen Beziehungen hatte. Wieso sollte man sich denn dann Gedanken über Themen machen, die nicht relevant sind?
Ich habe mich auch aus unterschiedlichen Gründen gegen Kinder entschieden und nicht nach dem Motto "Ach, keine Lust auf Verantwortung". Der wichtigste und entscheidende Grund ist natürlich, dass ich mich nicht als Vater sehe und generell keine Kinder will. Wenn man aber mal davon absieht, ist mein Job der nächste Grund, weswegen Kinder nicht in meinem Leben passen.
Was könnte ich denn der Mutter meiner Kinder bieten? Ein Job, der immer oberste Priorität hat. Arbeitszeiten, die nicht für ein Familienleben geeignet sind. Eine Menge Unzuverlässigkeit, weil ich nie zu 100% sicher weiß, wann ich frei oder Feierabend habe. Sie wäre quasi alleinerziehend.
Was könnte ich meinem Kind bieten? Ein Vater, der meistens nicht da ist. Der nicht wirklich am Familienleben teilnimmt. Der oftmals Geburtstage oder Feste verpasst, obwohl er vielleicht versprochen hat, da zu sein.
Das wäre doch für alle Beteiligten nicht schön, und ich wäre auch dann der Böse. Es ist also besser so, dass ich gar nicht erst Kinder möchte.
Ich werde sie auch definitiv nicht aus Schuldgefühlen, Mitleid oder sonstigem schwängern. Das wäre meiner Meinung nach das aller letzte, und ich hätte dann ja dennoch ein Kind. Das würde alles nur noch schlimmer machen.
Was auch vollkommen ausgeschlossen ist, ist, dass ich ihr irgendwelche Geschichten oder Lügen erzähle, nur damit es vom Gefühl besser für sie ist. Ich werde ihr nicht erzählen, dass ich lieber alleine bin, niemals wieder eine Beziehung will, etc. weil das einfach nicht wahr ist. Wenn ich das Gespräch schon auf Lügen aufbaue, ist es von Anfang zum scheitern verurteilt.
Es wäre so viel einfacher, wenn man miteinander redet, Fakten auf den Tisch legt und dann getrennte Wege geht. Das ist nur bei uns aus mehreren Gründen nicht so einfach. Zum einen weiß ich, dass sie ausrasten wird und entweder in Richtung Wut oder in Richtung Selbstmitleid. Beides nicht gut. Unsere Kommunikation geht gegen null. Es ist eigentlich nur noch Streit, und die meiste Zeit bin ich Schuld. Zum anderen kommen wir aus unserer Situation nicht so schnell raus. Wir haben die "gemeinsame" Wohnung, (die eigentlich meine ist). Sie hat hier noch kein so stabiles Umfeld, also weiß ich nicht, ob sie jemanden hat, um für einige Zeit dort zu wohnen. In ihre alte Heimat kann sie nicht so schnell zurück. Ich kann aber auch nicht für einige Zeit zu einem Kumpel, weil ich zu anderen Zeiten Ruhe brauche als normal.