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Bewerbungstraining vom Arbeitsamt lächerliche Veranstaltung

Ich kann mich den Vorschreibern nicht ganz vorbehaltlos anschließen. Ich muss sagen, zeitweise muss ich mich mit Bewerbungsschreiben von Jugendlichen um eine Lehrstelle befassen, und ich kann es sehr oft nicht verstehen, wie man trotz Angebote von Vereinen, von der Berufsberatung und so weiter, solche Bewerbungen versenden kann ... die sind gespickt mit Rechtschreibfehlern, von Formfehlern ganz zu schweigen, obwohl es so viele Bewerbungsprogramme auch im Internet gibt. Auch Grammatik und Ausdruck sind oft so schlecht, das ist manchmal unglaublich.

Diese Maßnahmen vom Arbeitsamt sind mehr schein als sein. Aktuell ist ein Nachbar von mir in einer solchen Maßnahme und da haben sich mir ebenfalls die Nackenhaare aufgestellt bei dem Lebenslauf, welchen der da aufgestellt bekommen hatte.

Das bedeutet, da wurde nicht mit Tabellen gearbeitet, sondern vielmehr mit Tabs und Leerzeichen. Ebenfalls waren da gravierende Fehler in der Grammatik und auch in der Rechtsschreibung drin und das man das bei einem Lebenslauf schwer hinbekommen kann, sollte jedem klar sein.

Daher würde ich nicht nur auf die abgebenden Schimpfen, sondern auch auf diese Maßnahmen, denn in der Regel sitzen da keine ehemaligen Mitarbeiter einer Personalabteilung oder ähnliches, sondern schlicht und ergreifend nur ungelernte Honorarkräfte, die ihr möglichstes tun, aber am Ende nicht das geringste schaffen oder können.

Es ist das eine, solch eine Maßnahme anzubieten, es ist aber ein vollkommen anderer Schnack diese Maßnahme auch nach dem derzeitigen DIN Standards auch durchzuführen, denn nicht alle sind damit vertraut und die Umsetzung am PC ist scheinbar auch ein Mount Everest, den es nicht zu bewältigen geht.
 
Diese Maßnahmen vom Arbeitsamt sind mehr schein als sein. Aktuell ist ein Nachbar von mir in einer solchen Maßnahme und da haben sich mir ebenfalls die Nackenhaare aufgestellt bei dem Lebenslauf, welchen der da aufgestellt bekommen hatte.

Das bedeutet, da wurde nicht mit Tabellen gearbeitet, sondern vielmehr mit Tabs und Leerzeichen. Ebenfalls waren da gravierende Fehler in der Grammatik und auch in der Rechtsschreibung drin und das man das bei einem Lebenslauf schwer hinbekommen kann, sollte jedem klar sein.

Daher würde ich nicht nur auf die abgebenden Schimpfen, sondern auch auf diese Maßnahmen, denn in der Regel sitzen da keine ehemaligen Mitarbeiter einer Personalabteilung oder ähnliches, sondern schlicht und ergreifend nur ungelernte Honorarkräfte, die ihr möglichstes tun, aber am Ende nicht das geringste schaffen oder können.

Es ist das eine, solch eine Maßnahme anzubieten, es ist aber ein vollkommen anderer Schnack diese Maßnahme auch nach dem derzeitigen DIN Standards auch durchzuführen, denn nicht alle sind damit vertraut und die Umsetzung am PC ist scheinbar auch ein Mount Everest, den es nicht zu bewältigen geht.

Ja eben, und daher gibt es ja z. B. Kurse, wo man lernt, eine gute Bewerbung zu verfassen. Es muss keiner im stillen Kämmerlein sitzen und es gibt Hilfsangebote. Fast jeder junge Mensch lernt heute in der Schule den Umgang mit dem Computer und wer es nicht kann, der sollte einen fragen, der es kann. Das gilt auch für ältere Leute, die sich bewerben. Von Schimpfen war keine Rede, es ist traurig, dass es so ist.
Man sollte aber eben nicht in Bausch und Bogen alles verteufeln, die positiven Meinungen kommen halt nur sehr selten. Ich finde es eher traurig, wenn es schon mit einer Bewerbung beginnt, die mehr recht als schlecht ist. Das muss heute nicht mehr sein, ganz bestimmt nicht.
 
Teilweise (nicht immer) dienen diese beliebten Maßnahmen auch allen möglichen Zwecken, aber mit Sicherheit dienen sie nicht dem Arbeitslosen. Nicht selten entsteht eine fast schon mustergültige win-win-lose-Situation.

Das Amt gewinnt, weil es wieder ein Dutzend Arbeitslose losgeworden ist und die Statistik aufpolieren kann.

Der Dienstleister, der das Bewerbertraining anbietet gewinnt, weil er Kohle kassiert.

Der Bewerber gewinnt Erfahrung und Wissen. Sollte man denken. Stattdessen präsentiert der Maßnahmenteilnehmer eine Musterbewerbung, welche gleichzeitig zum Lachen und Weinen animiert und nur zu einem Ziel führen kann. Eine Absage aufgrund mangelhafter Bewerbungsunterlagen.


Und wer ist der Leidtragende in dieser Sache? Der Arbeitslose. Viellen Dank Arbeidsamt, du hast mir ser gehollfen bei meiner Bewärbung.
 
Ja eben, und daher gibt es ja z. B. Kurse, wo man lernt, eine gute Bewerbung zu verfassen. Es muss keiner im stillen Kämmerlein sitzen und es gibt Hilfsangebote. Fast jeder junge Mensch lernt heute in der Schule den Umgang mit dem Computer und wer es nicht kann, der sollte einen fragen, der es kann. Das gilt auch für ältere Leute, die sich bewerben. Von Schimpfen war keine Rede, es ist traurig, dass es so ist.
Man sollte aber eben nicht in Bausch und Bogen alles verteufeln, die positiven Meinungen kommen halt nur sehr selten. Ich finde es eher traurig, wenn es schon mit einer Bewerbung beginnt, die mehr recht als schlecht ist. Das muss heute nicht mehr sein, ganz bestimmt nicht.

Du verkennst dabei eines:

Hilfsangebote welche nicht vom Arbeitsamt subventioniert werden, müssen aus eigener Tasche finanziert werden und in deinem Beispiel mit den Lehrlingen würde das bedeuten, dass junge Leute die nichts verdienen aus nicht vorhandenem Geld etwas bezahlen sollen/müssen, damit es sinnvoller ist als das was das Arbeitsamt anbietet.

Daher mache dir einmal bewusst, der Fehler liegt nicht bei den Bewerbern, egal ob nun Lehrlinge oder Arbeiter bzw Angestellte, sondern am System, welches dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatzsuchenden aufgebürdet wird.
 
... da sage ich Dir Chrismas, es gibt wirklich genügend kostenlose Hilfsangebote, und wenn ich da nur meinen Lehrer bitte, denn selbst im Schulunterricht wird das Thema besprochen.

Oder hier: das ist nur eines von vielen Beispielen:

Bewerbungshilfe
1. Bewerbercafé
Personen gleich welchen Alters oder Herkunft werden kostenlos bei der
Formulierung von schriftlichen Bewerbungen unterstützt.
6 PC Arbeitsplätze zur Internetrecherche, Formulierung von Bewerbungsschreiben und
Lebensläufen
Wo: Weststadtbüro des Diakonischen Werkes,
Rheinstraße 12

oder

Jugendmigrationsdienst der Diakonie Bergstraße, Migrationsberatung für Erwachsene,
Kompetenzagentur und Straßensozialarbeit in Bensheim Internet: www.diakoniebergstrasse.de/Jugendmigrationsdienst.htm
2. PfAu
Berufserfahrene Paten begleiten ausbildungswillige Hauptschüler bei Berufswahl,
Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und während der ersten Zeit der Ausbildung.
Wo: Rathaus, Kirchbergstraße 18, 64625 Bensheim

Wer: PfAu (Paten für Ausbildung), Initiative der Städte Bensheim und Zwingenberg
Magistrat der Stadt Bensheim




Ich sprach von Bewerbungen, die ich selbst gelesen habe, die entsprachen nicht nur den Regeln der deutschen Sprache und Grammatik. Daran hat jetzt nun kein System schuld daran und selbst wenn jemand das nicht beherrscht, dann gibt es zumindest die Möglichkeit, sich helfen zu lassen. Das hatte ich angesprochen.

Und es geht hier nicht um Schuld oder Nichtschuld, ich musste mich in meinem Leben bisher auch schon mehr als einmal bewerben ... Und eine Bewerbung macht nun einmal den ersten Eindruck, obwohl das allein nicht alles ist, mancher verfasst tolle Schreiben und es steckt dann trotzdem nicht viel dahinter.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Eisherz

Kostenlose Programme gibt es, keine Frage. Und die sind oftmals auch qualitativ hochwertig. Ich sehe Problematik eher in der Freiwilligkeit dieser Angebote.
Die wenigsten werden freiwillig in eine solche Maßnahme gehen. In den meisten Fällen zwingt das Amt den Arbeitslosen dazu. Und gerade die Arbeitslosen, die vom Arbeitsmarkt noch keine Ahnung haben, werden sich keine Beratung suchen, sondern die marschieren brav in die Maßnahme, die ihnen vom Amt aufgezwungen wird, obwohl sie darauf eigentlich keinen Bock haben. Und wenn es schon eine Zwangsmaßnahme gibt, dann sollte diese doch wenigstens allgemeingültigen Anforderungen entsprechen.
 
Das bedeutet, da wurde nicht mit Tabellen gearbeitet, sondern vielmehr mit Tabs und Leerzeichen. Ebenfalls waren da gravierende Fehler in der Grammatik und auch in der Rechtsschreibung drin und das man das bei einem Lebenslauf schwer hinbekommen kann, sollte jedem klar sein.

Grammatik- und RS-Fehler dürfen nicht sein, das ist klar! Aber was bitte ist falsch an der Tab-Benutzung? Nirgendwo ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Lebensläufe mit der tabellenfunktion erstellt werden müssen. Außerdem macht die Funktion nur Schwierigkeiten im Layout. MIt tabs ist man viel flexibler.

Ich glaube, mit den ach so schlimmen professionell erstelleten Lebensläufen bedient man seinen Frust aufs Amt. Es gibt bestimmt ungenügend qualifizierte Trainer. Aber die meisten verstehe ihren Job und die Unterlagen, die ich nach engagierter Zusammenarbeit zwischen Kunde und trainer gesehen habe, waren absolut in ordnung.

Vielleicht nicht immer super originell (weil der so seine Vorlage hat), aber eben in Ordnung. Sauber, übersichtlich, fehlerfrei und so.

Außerdem ist es doch so: frag mal zehn Trainer, wie ihrer Meinung nach eine professionelle Mappe auszusehen hat und Du wirst zehn Antworten bekommen. Jeder hat andere Vorstellungen udn das ist doch auch gut so. Das ist ein fakt, an dem viele Kunden auch scheitern, denn sie erwarten die allegeimgültige, alles selig machende Mappe. Dass das aber viel mit eigenen Vorstellungen (die der Kunde sich dann auch noch selbst machen muss) zu tun hat, mit eigener Initiative, das überfordert viele.

Dann doch lieber eine ordentliche 0815-Geschichte. Ist mir als Bewerbungsleserin auch recht.
 
Ich kann mich den Vorschreibern nicht ganz vorbehaltlos anschließen. Ich muss sagen, zeitweise muss ich mich mit Bewerbungsschreiben von Jugendlichen um eine Lehrstelle befassen, und ich kann es sehr oft nicht verstehen, wie man trotz Angebote von Vereinen, von der Berufsberatung und so weiter, solche Bewerbungen versenden kann ... die sind gespickt mit Rechtschreibfehlern, von Formfehlern ganz zu schweigen, obwohl es so viele Bewerbungsprogramme auch im Internet gibt. Auch Grammatik und Ausdruck sind oft so schlecht, das ist manchmal unglaublich.

Ich gebe Euch Recht, wenn ihr schreibt, dass diese Maßnahmen oft nicht greifen, aber in der Praxis ist es ziemlich oft so, dass Wiedereinsteiger nicht selten Probleme damit haben, überhaupt wieder einen strukturierten und ziemlich straffen Arbeitsablauf zu meistern. Sie halten den Anforderungen am Arbeitsplatz nur unter ganz schwierigen Bedingungen stand, kämpfen mit Ausdauer, Konzentrationsschwierigkeiten, Aufnahmefähigkeit ... Das gilt beileibe nicht für alle und jeden, das sind meine eigenen Erfahrungen. Viele haben sich auch zurückgezogen, können ganz schwierig wieder Kontakte knüpfen, sie leiden oft selbst am meisten darunter. Von dieser Seite betrachtet sollte man nicht alles pauschal in Bausch und Bogen verurteilen, manchem würde ein Bewerbungstraining weiter helfen.

Ja, aber nur wenn die Lage fast hoffnungslos ist ( so wie bei Deinen " Fällen" )- dann ist dieses Training wohl nicht verkehrt, aber wenn man noch nicht allzu lange ohne Arbeit ist und auch noch gute Chancen hat, wieder eine vernünftige Stelle zu finden, ist das einfach albern. Ich habe mich " damals " erfolgreich vor diesen Kursen gedrückt, da ich für mich keinen Sinn darin gesehen habe UND ich habe trotzdem eine gute Stelle gefunden-

LG Janina
 
Und mir persönlich wäre es lieber, wenn nicht Zeit / Energie in diese unsinnigen Kurse gesteckt würde ( und seitens des Arbeitsamts Zeit darauf verschwendet würde, die Unwilligen zu "bestrafen " )- sondern lieber annehmbare gutbezahlte und sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten angeboten würden- damit ist jedem Arbeitssuchenden mehr geholfen-

gerade wenn noch nicht lange ohne Arbeit- aber erstmal Zeitarbeit etc.-nur raus aus der Statistik- :mad:

Auf gutbezahlte Arbeitsstellen schaut doch niemand mehr ( damit man überhaupt noch Lust hat, aufzustehen ..)- im Gegenteil .............dann lieber einen qualifizierten Aufbaukurs in einem Themenbereich des erlernten Berufs- damit man eine gute Chance hat- und nicht so einen Alibi-Kurs....


Janina
 
ich kann es sehr oft nicht verstehen, wie man trotz Angebote von Vereinen, von der Berufsberatung und so weiter, solche Bewerbungen versenden kann ... die sind gespickt mit Rechtschreibfehlern, von Formfehlern ganz zu schweigen, obwohl es so viele Bewerbungsprogramme auch im Internet gibt. Auch Grammatik und Ausdruck sind oft so schlecht, das ist manchmal unglaublich.

Ja ... da hat die Schule offensichtlich versagt!

in der Praxis ist es ziemlich oft so, dass Wiedereinsteiger nicht selten Probleme damit haben, überhaupt wieder einen strukturierten und ziemlich straffen Arbeitsablauf zu meistern. Sie halten den Anforderungen am Arbeitsplatz nur unter ganz schwierigen Bedingungen stand, kämpfen mit Ausdauer, Konzentrationsschwierigkeiten, Aufnahmefähigkeit ...

Ja .... und genau da sollte eine Maßnahme ansetzen .... als Erstes also mal eine sechs bis zehnwöchige Kur, in der die von der Wirtschaft so dringend benötigten Menschen wieder zu Kräften kommen können.

Anschließend dann ein mehrwöchiges Seminar zur Persönlichkeitsfindung, damit die Menschen überhaupt wissen wofür sie dann ihre wiedergewonnene Energie einsetzen wollen.

Und dann kann man diese vor Kraft und Gesundheit strotzenden gestärkten Persönlichkeiten vorsichtig an das Angebot des Arbeitsmarktes heranführen, wo sie sie ein gut bezahlter Arbeitsplatz mit umfangreicher sozialer Absicherung und einem erbaulichen Arbeitsklima erwartet .....
 

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