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Betreff: Einsamkeit...

Sich nicht selber helfen obwohl man könnte ist keine positive Eigenschaft. Wer sich immer nur auf andere verläßt ist selbst nicht der Typ, auf den Verlaß wäre.
In welcher Weise hat deine Aussage etwas mit
dem Thread, mit dir und meiner Einsamkeit
zu tun ?

Ich verstehe dich so,
als bin ich an meiner Einsamkeit selbst schuld und
möchte von mir aus nichts daran ändern ?
 
In welcher Weise hat deine Aussage etwas mit
dem Thread, mit dir und meiner Einsamkeit
zu tun ?

Ich verstehe dich so,
als bin ich an meiner Einsamkeit selbst schuld und
möchte von mir aus nichts daran ändern ?
Hast Du Möglichkeiten was daran zu ändern? Und was erwartest Du als Beendigung der Einsamkeit, manchen reicht es schon hin und wieder persönliche Ansprache zu haben oder sich gebraucht zu fühlen, andere erwarten gleich eine feste Beziehung, darunter sind sie nicht zufrieden.
 
Ich sage nichts gegen gegen Gemeinschaft oder den Menschen als Gemeinschaftswesen. Das kann richtig gut sein.
Der Mensch als Gemeinschaftswesen ist aber keine Option sondern eine Tatsache, so von seiner Prägung her.

Natürlich muss man immer schauen, wie die eigene individuelle Situation ist und wie man möglichst gut damit umgehen kann und alle Optionen, die man findet, möglichst ausschöpfen.

Aber Tatsachen bleiben halt trotzdem Tatsachen; und keine Pathologien (wie du das vorher genannt hast).
Verallgemeinerungen sind oft das Produkt von Lebenserfahrungen, wo Ausnahmen die Regel bestätigen. Wer meint da nicht drunterzufallen, muß das beweisen, denn Vorschußlorbeeren gibt es dann nicht.
Und dann wundert man sich, wie @Kirschblüte gesagt hat, dass Einsamkeit ein schambesetztes Thema ist.. (was man dann den Betroffenen auch noch vorhält.)

Ich hab eigentlich noch nie so viel verallgemeinernde und beleidigende Aussagen zum Thema Einsamkeit gehört wie hier in diesem Thread.. ("Hintern nicht hoch kriegen können/völlig unselbständig, mangelnde charakterliche Attraktivität,...)

Natürlich kann das alles auch eine Ursache sein, aber wenn das so gebracht wird wie hier, als ob genau das DIE Ursache wäre und alles andere wären höchstens Ausnahmen, dann ist das einfach nur eine generelle Beleidigung aller von Einsamkeit Betroffenenen!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil man keine Kletten mag bin ich unempathisch? Klingt nach getroffenen Hunden.
Nein. Nur du denkst zu kurz meiner Ansicht nach. Warum wurden denn diese Menschen zu *Kletten"?
Doch vielleicht weil sie es nicht oder eben noch nicht geschafft haben, mit sich selbst im Reinen zu sein.
Vielleicht weil sich sonstige korperliche oder psyschiche Probleme haben. Vielleicht aus anderen Gründen

Was würdest du solchen Menschen stattdessen mit auf den Weg geben statt sie einfach "ausgrenzen" zu wollen?

Es behauptet ja Nienand, du solltest dich mit ihnen befreunden.
Aber bischen mehr Respekt wäre meiner Meinung nach schon angebracht?

Es gibt siche auch das andere Extrem. Namlich M3nschen die eben nicht extrem wie " Kletten" sich an Leute klammern sondern weil sie genau diese Abgrenzung gegenüber ihnen selbt befürchten uns sie deshalb überhaupt nicht mehr unter Menschen trauen.
Haben die dann auch keine Chance bei dir? Denn auch diese Menschen verhalten sich sicherlich nicht aus Spaß so. Das hat vielleicht ähnliche Gründe, warum sie so sind.

Ich finde halt, es wäre schön solchen Menschen zumindest zu versuchen eine Chance zu geben - und wenn es nur Tipps oder Ratschläge sind was sie verbessern können wie z.B. raus gehen und Sport tteiben, sich Vereiben anschließen, ein Ehrenamt ausüben, durch solche Dinge ihr Selbst ewußtsein stärken, dass sie eben nicht mehr so sehr unter der Einsamkeit leiden.

Dann haben sie vielleicht eine Chance, Freunde zu finden.
 
Einige Aussagen hier von manchen Menschen hier, können dazu führen, dass sich einige Menschen noch einsamer fühlen.

Dazu gehört auch für mich die TE.

Einerseits die Aussage, sie passt auf sich und andere Menschen auf in Bezug auf Einsamkeit, andererseits die zynische Bemerkung:

Ich gehe mich jetzt mal um meinen Ex kümmern, der sich zum Sterben zurück gezogen hat, weil er sich einsam fühlt,

was er oft macht in so einer Situation.

Ohjeh.

Anderseits die Userin, die hier immer wieder deutlich macht, dass man für alles selbst verantwortlich ist, ein absolut negatives Bild von einsamen Menschen hat,

aber ihr eigenes Arbeitsleben als absolut trostlos ansieht, ihren Alltag auch, von dem man sich möglichst ablenken muss.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
 
Ich meine, ich versuche auch, mich immer wieder abzulenken. Ich versuche auch Hobbys zu finden, die mehr als Ablenkung sind, also irgendwie auch ein bisschen Erfüllung für mich bringen. Zum Beispiel.das Theaterspielen.

Nun ist in dieser Zeit, als ich neu anfangen wollte in einer Gruppe leider mein Krebs dazwischen gekommen, ich dann erstmal.guxken musste, wie es gesundheitlich weiter geht.

Naja, und jetzt halt wieder ständig irgendwelche Beschwerden bezüglich der Blase.

Ich lenke mich ab, ich treffe Freundinnen und Familienmitglieder, die allerdings selbst etliche Probleme haben, auch gesundheitlich.

Ich vermisse so sehr auch körperlichen Kontakt, ich meine damit nicht Sex.

Ich wünschte mir, ich könnte mich mal einkuscheln, zusammen einschlafen und aufwachen, zusammen frühstücken, zusammen den Tag planen.

Aber egal.

Jemanden zu brauchen, wird ja hier auch negativ beschrieben.

Kletten, Freundschaft wäre nicht dafür da, dass man für den anderen da ist usw.

Naja. Also ich bin in meinem Rahmen für meine Freunde da, diese auch für mich.

Jeder und jede soweit es ihm.oder ihr möglich ist
Und mehr erwarte ich auch nicht.

Aber trotzdem darf ich doch sagen, dass ich einsam bin, weil mir etwas ganz wesentliches fehlt.

Und ich eben nicht in der Lage dazu bin oder war, mir dieses zu suchen oder zu finden.

Unf leider nicht dazu in der Lage bin, ausreichend für mich selbst zu sorgen.

Dafür kann man mich natürlich verurteilen.

Da fehlt mir offensichtlich einiges an Resilienz.
 
Kletten sind Menschen, die sich ungefragt an dich hängen und die du meist nur wieder los wirst, indem du dich fast schon kaltherzig abwendest. Du hast nicht gesagt: "Komm, häng dich bei mir ein. Laufen wir ein Stück zusammen". Nein, sie hängen sich einfach an deinen Arm, weil du vielleicht nett zu ihnen warst und sie respektvoll behandelt hast. Und da hängen sie fest ohne zu merken, dass es dir möglicherweise unangenehm ist.

Kletten können andere Menschen nicht lesen.
Es ist in meinen Augen aber dennoch sympathischer, dass man sich von solchen Menschen mit eine freundliche aber bestimmten, verbale Absage verabschiedet anstatt sie einfach wortlos stehen zu lassen.

Wenn man sie einfach stehen lässt, können sie ja gar nichts Positives für sich daraus mitnehmen, was zur eigenen Verbesserung beitragen könnte.
 
Ich bin ehrlich gesagt fassungslos und tief erschüttert darüber, welche Richtung dieser Thread genommen hat.

Was als vielversprechender Ansatz begann – als eine offene Gedankensammlung, die Betroffenen im Unterforum „Ich“ eigentlich Halt, Mitgefühl und Raum zum Austausch bieten sollte –, hat sich in eine extrem destruktive und verletzende Dynamik verwandelt.

Es ist für mich kaum nachvollziehbar, dass das Thema von der Erstellerseite im sensiblen „Ich“-Bereich platziert wird, obwohl von Anfang an klar war, dass keine eigene Betroffenheit vorliegt und kaum echte persönliche Teilnahme eingebracht werden soll.
Dass dieser Faden dann mitten in der Diskussion mit einer derart bizarren, beiläufig hingeworfenen Aussage über den Ex-Partner abgeschnitten wird, um sich direkt danach aus dem Staub zu machen,
lässt die Menschen, die hier ihre echte Verletzlichkeit gezeigt haben, völlig vor den Kopf gestoßen und ratlos zurück.

Wenn dann parallel noch Beiträge folgen, die mit einer kalten, überheblichen Attitüde Betroffenen die Schuld an ihrer Situation zuschieben oder von einsamen Menschen pauschale „Beweise“ verlangen, verfehlt das den Sinn dieses Forums komplett.

Einsamkeit ist ein tiefer, echter Schmerz.
Zu sehen, wie dieser Schmerz hier als distanziertes Gedankenspiel missbraucht oder unempathisch abgewertet wird,
macht mich schlichtweg
wütend und traurig.
 
Wenn man sich selbst nicht genug ist, befindet man sich gewissermaßen in ständiger Bedürftigkeit oder einem Defizitzustand - ganz unabhängig davon, ob man mit sich alleine oder in Gesellschaft ist.

Wie kann man sich selbst genug sein?

Wozu haben wir das alles mitgekriegt, zb unsere Sexualität, unsere Stimme, unsere Talente alle, einschließlich das Talent für ein Kind zu sorgen können- ich bin angelegt für noch wen und erst durch alle Teilnehmer rundherum bin ich mir genug. Buch, Fernsehen, Handtuch, Stuhl, Geschirr, Malfarben, Zwirn, Nähnadel, Rechnen können, Kochen können- egal was alles- es ist da, vom wem, von mir? Für mich nur?
 

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