Was wäre das Maximale?
Ich überlege schon die ganze Zeit, was das sein könnte.
Hatte das in meinem Beitrag bereits geschrieben. Und obwohl es recht breit gefasst ist, sind es natürlich nur Beispiele:
Wie kann man sich selbst genug sein?
Guter Punkt, finde ich.
Natürlich könnte man mit der Antwort auf deine Frage ganze Bibliotheken füllen, aber kurz gesagt:
Man macht in Ermangelung anderer einfach das Maximale aus sich selbst?
Wozu haben wir das alles mitgekriegt, zb unsere Sexualität, unsere Stimme, unsere Talente alle, einschließlich das Talent für ein Kind zu sorgen können- ich bin angelegt für noch wen und erst durch alle Teilnehmer rundherum bin ich mir genug. Buch, Fernsehen, Handtuch, Stuhl, Geschirr, Malfarben, Zwirn, Nähnadel, Rechnen können, Kochen können- egal was alles- es ist da, vom wem, von mir? Für mich nur?
Ja, natürlich.
Wenn man das Maximale aus sich selbst gemacht hat - man ist bspw. Stoiker, körperlich fit oder gar athletisch, hat ein enormes Allgemeinwissen, diverse handwerkliche Fähigkeiten, versteht den Menschen und die Welt, ist empathisch und liebevoll, und ist vielleicht auch noch materiell reich -, dann reicht einem ein persönlicher Narzissmus oder Statusgehabe vermutlich nicht aus. Stattdessen möchte man das alles vielleicht mit anderen teilen, so wie andere Dinge mit einem selbst geteilt haben. An irgendeinem Punkt dieser Reise ist Einsamkeit wahrscheinlich gar nicht mehr möglich.
~~~
Ich gebe allerdings auch zu, dass das Vorhergehende zwar grundsätzlich möglich ist, aber nicht jeder kann oder will das.
Weiters könnte man auch bspw.
Spiritualität - im weitesten Sinne - in Erwägung ziehen, wenn man dazu denn einen Zugang hat bzw. findet. Das wäre bspw. durch Philosophie, Religion, Yoga, diverse Lektüre oder Meditation möglich.
Im Grunde wäre aber möglich, alles zu lernen bzw. zu machen, was einem als wertvoll bzw. interessant erscheint. Natürlich ist das nur im Rahmen der ggf. körperlichen oder psychischen Einschränkungen möglich, oder ggf. auch der finanziellen, wobei vieles, was man heutzutage lernen bzw. machen kann, auch nicht so extrem teuer ist.
Wenn jemand bei seiner Mobilität stark eingeschränkt ist, wird er wohl kaum zu irgendwelchen Vereinen gehen, wenn die nicht gut erreichbar sind. Und wenn jemand bspw. stark depressiv ist, wird es ihm womöglich schwerfallen, überhaupt irgendwas zu tun. Möchte es einfach nur erwähnt haben.
Insgesamt ist es natürlich nicht sinnvoll oder zermürbend, sich gedanklich oder sonstig mit Dingen zu befassen, die man gar nicht machen
kann, wobei ich keinesfalls irgendjemandem einreden möchte, was er kann oder nicht kann. Wenn man für sich selbst aber sieht, dass gewisse Dinge auch beim besten Willen und Bemühung nicht möglich sind, dann hilft es wohl nur, mit diesen Grenzen "seinen Frieden zu machen", und dabei mag bspw. auch die oben genannte
Spiritualität hilfreich sein.