Zum einen finde ich ganz und gar nicht, dass Menschen mit Kinderwunsch uneigennützig handeln. Sie wollen Kinder, sie bekommen diese. Das hat mit Großzügigkeit in Sachen Fortbestand der Menschheit wenig zu tun. Auch setzt man keine Kinder in die Welt weil man für Dritte Rentenzahler generieren möchte.
Das ist so absurd, dass es nicht lohnt, darauf zu antworten.
Auch finde ich, das eine Last jeder trägt. Und wenn es nur für sich selbst ist, aber schließlich möchte der einzelne auch unbeschwert leben können. Bei dir klingt das immer so, als könnte man einem Single 3,50 Euro im Monat geben und dann wäre alles okay.
Ich weiß nicht, das habe ich nicht behauptet noch empfinde ich meine Argumente so formuliert dargestellt zu haben.
Er hat keine Ansprüche, keine Wünsche und Lebensziele. Weil er schließlich nur sich verpflegen muss. Reicht also das Existenzminimum. Aber sobald Kinder vorhanden sind sollten den Eltern die Möglichkeit gegeben sein, aus den vollen zu schöpfen.
Ich meine:
Solche Übertreibungen findet man sonst vielleicht nur bei Jägern oder Anglern.
Bel Letzteren wird gerne aus einer Sprotte ein Wal, der eben zu schwer war, um ihn beweisbar mit nach Hause zu bringen... 🙂
Steuerklassen, Kindergeld, Familienversicherungen...etc. Eine Familie spart sogar beim Zugticket oder Zoobesuch.
Belastungen und Pflichten lasse ich nicht gelten. Wenn ich sehr gerne Fussball spiele brauche ich mich auch nicht darüber beklagen, dass ich mühevoll ein Bein anheben muss um das Leder zu treten.
Statistisch gesehen kostet ein Kind den Eltern etwa 126.000 € im Durchschnitt.
Manche sprechen sogar 180.000 € wobei Studiengänge oder Arbeitslosigkeit nicht mit einbezogen sind.
Unser jetziges Rentensystem basiert darauf, dass Eltern Kinder bekommen, so auch die Steuerklassen und das Ehegattensplitting.
Das diese Rentenumstellung unter Adenauer nicht richtig war, oder dass es Klug sein kann, keine Kinder zu bekommen, bestreite ich nicht und das genau spricht wieder für das B. Grundeinkommen!
Doch die Sozialleistungen und Steuern sind nun einmal so, wie sie sind, ungerecht und veraltet.
Mir geht es auch nicht darum moralisch zu werten, es geht darum, wie man gerecht Lasten und Sozialleistungen zukünftig verteilt, wo jeder wissen könnte, welche Not es geben wird, wenn man das System nicht umstellt.
Alleinerziehend sein ist schon mal kein Normalzustand. Eigentlich sollte eine Familie zusammenbleiben und zusammen wirtschaften.
Das soll wer über die Köpfe der Menschen entscheiden?
Oder wer sollte Menschen dazu zwingen?
Eine Gesellschaft hat doch ein Recht darauf, überholte Strukturen und nicht mehr zeitgemäße Zwänge zu ändern bzw. abzuschaffen.
Das ist zudem eine Frage der Gleichheit der Geschlechter.
Des weiteren sind Singles ebenfalls von einem niedrigen Lohn betroffen. Anscheinend bist du der Ansicht es gefällt denen, mit 1.100 euro netto über die Runden zu kommen.
Nein, sie sollen ja das B. Grundeinkommen bekommen. Irgendwie gelingt es dir nicht den „schwarzen Peter“ loszuwerden... 😀
Wobei 1.100 € ja noch gar nicht mal so schlecht ist... Leider!
Bist du auf dem neuesten Stand?
Und da fängt die Problematik im übrigen an, auf welche du eigentlich abzielst. Wenn für mich als Single schon kein Geld über ist, plane ich keine Familie.
Aber du bekämst doch auch mehr!
Scheinst da irgendwie was falsch zu verstehen.
Aber:
So rechnet man, dass ein Rentenzahler selbst etwa 50.500 € an den Kinderlosen Rentner verliert. Tendenz steigend!
Das ist direkt ne handfeste message die der Single erhält. Also tut man auch nicht gut daran, bei jungen Singles zu knausern und erst etliche Subventionen auszupacken wenn man bereits verheiratet ist und Kinder zeugte.
Das macht man weder jetzt, noch wird etwas über das Grundeinkommen gefördert. Woraus schließt du das denn?
Du denkst einfach zu monetär...
Du bist eben nur dabei, einen gegen den anderen, ausspielen zu wollen und angebliche Problemstellungen zu generieren, die real jedoch nicht da sind.
Von welchem Geld werden die Pampers aktuell gekauft?
Das kommt darauf an (Einkommen). Vom Kind selbst jedoch nicht...
meine Intention war ja, dass ein üppiges BGE voll in die Kasse der Eltern geht, weil ein Baby diese Summen gar nicht benötigt.
Was ja nicht stimmt, siehe meine Ausführungen was ein Kind kostet.
U.a. Lohnverzicht, Karriereknick, Ausgabenverzicht, weniger mögliche Vorsorge, Verzicht auf Freizeit, Hobby, Urlaub usw. Erhöhte Aufwendungen für Mobilität. Kosten für Betreuung und Horte.
Da könnte man Geld scheffeln ohne Ende. Es ist ja auch nicht so als würde es das nicht heute schon geben, und dabei wird lediglich das Kindergeld einkassiert.
Soooo? Und wie denn?
Es gibt zwar den blöden Begriff "Kinderreich", doch reich wurde man durch Kinder nie!
Von deiner Seite aus nicht. Ich schrieb doch das du mir Polemik unterstelltest.
Im übrigen habe ich keine Frauen an den Pranger gestellt. Schön, wie du das immer auszulegen versuchst. Zur Schwangerschaft gehören 2, die derartiges dann miteinander vereinbaren würden. Mit Frau oder Mann im einzelnen, hat das gar nichts zu tun.
Natürlich hat das was mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun und du wirst mir jetzt sicher sagen können ab wann Männer die Kinder bekommen, und dass es nirgendwo „Auf und davon Männer“ gibt.
Stand das nicht in deinem Link?
Weiß nicht, musst du bitte konkreter werden...
Bei meinem Link stand drin, dass es Bedingungslos sein soll. „Leistung entfällt nicht, wenn man nicht in Arbeit ist“. Oder so ähnlich.
Hier geht es um Zahlen und Berechnungen. Also werte ich hierzu Fakten aus. Wenn du dies Uneinsichtigkeit nennst, wird dies der Undurchsichtigkeit merkwürdiger Berechnungen begründet sein.
Die Zahlen sind offiziell und basieren auf gezahlte Sozialleistungen, Einkommen und Bedarfe.
Wenn du das bemängeln möchtest, dann stelle doch mal dar, wie eine Rente sich zukünftig darstellen will, wenn die Biografien in Rente gehen, die Mindestlohn und Lücken in den Beschäftigungszeiten aufweisen.
Und da man das weiß, werden die Renten, deine auch, gekürzt und zudem voll versteuert.
Wobei letzteres wohl zu vernachlässigen ist, weil fast niemand mehr hohe Rente bekommen wird.
Jedoch die Falle liegt darin, dass andere Einkommen mit in die Versteuerung einfließen wird.
Ich sage nur „vorsorgen“... 🙄
Das habe ich. Die Sache mit den Kindern, da kommt nichts konkretes von dir. Dann führte ich anschließend Bedenken bei Menschen im Zusammenspielt mit Sozialversicherungsbeiträge in Bezug auf ein Arbeitsverhältnis plus BGE an.
Man müsste einfach mal ein Zahlenbeispiel haben. zb. 900 euro BGE und ein Verdienst von 3.000 brutto. Mich würde interessieren wie da die Abzüge aussehen würden und ob zwischen beiden Einkunftsarten, Synergieeffekte entstehen würden.