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Bedingungsloses Grundeinkommen

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In Hartz 4 ist sehr wohl Miete, Krankenversicherung etc. enthalten. Insofern liegt der Betrag um die 1000 Euro. Also in etwa das was auch das BGE sein könnte. ( wenn man es für alle weitere die arbeiten noch finanzieren könnte! ) Ich habe an keiner Stelle gesagt, daß es sich nicht rechnet. Was soll der Unsinn? Ich sage, es ist nicht zu finanzieren. Abgesehen von dem Schwachsinn auch Leuten wie Winterkorn dieses Geld zu zahlen.

Also wenn wir mit Feinheiten anfangen, dann sage ich eben: "Es gibt kein Harz, sondern ALG II" und Bedarfsleistungen.
Zudem ist das unlogisch was du vorbringst, weil du einen Alleinstehenden beschreibst.
Was soll uns das sagen?

Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du eine Zahl in EUR genannt wissen, was jedoch sehr schwer ist, weil es darauf ankommt, wie ein Sozial-Paket geschnürt wird.
Es kann ja durchaus sein, dass man teilweise alte Regelung des Wohngeldes mit gesonderter Zahlung, beibehält.
Es könnte zudem sein, dass der Staat sich auf seine Verpflichtung eine Daseinsfürsorge zu betreiben besinnt und wieder selbst bezahlbare Wohnungen besitzt.


Den Fehler den Kritiker immer gerne begehen ist der, dass man ein fertiges Gesetz diskutieren will, was aber nicht vorliegt.
Bekanntlich führen aber viele Wege nach Rom, sprich zum Bedingungslosen Grundeinkommen.


Wenn ich schrieb "rechnet sich" ok, das war nicht dein Wort.
„Bezahlbar“ bedeutet für mich aber in diesem Falle auch das Gleiche, denn wenn sich etwas rechnet, dann ist es eben bezahlbar.
Es sei denn, du erklärst mir den Unterschied. 🙂

Das BGE ist nichts weiter als der Wegfall der Pflicht, eine Arbeit anzunehmen. Übrigens: 82 Millionen mal 1000 Euro, mal zwölf - bitte mal vorrechnen wie das finanziert werden soll. Wie beim Drogerie-König über eine Erhöhung der Mwst um etwa 50% ???
Dann zahlen hauptsächlich die Empfänger selbst....

Ja ok, du kannst meine Argumente ruhig ignorieren, dass es mehr ist, als die wegfallende Pflicht lohnabhängig zu arbeiten. Deshalb werden deine Argumente nicht schlüssiger.
Das ist eben im Wort "Bedingungslos" schon enthalten.
Denn für ein Grundeinkommen war schon einmal eine Partei, bereits 1994, es nannte sich "Bürgergeld".
Es geht jedoch um weitaus mehr!

Deine angenommenen 1000 € finde ich, zumal für eine Einführung, wesentlich zu hoch angesetzt, weil ja nur die Leute diese Summen benötigen, die auch Miete zahlen müssen.
In einer Bedarfsgemeinschaft z.B. nur einer. Kinder usw. nicht.
Also werden aus 81 Millionen Bürgern schon einmal 40 Millionen und daraus sind noch einmal die Mehrpersonenhaushalte (28 Mill.) abzuziehen.

Alle Personen, die also nicht eine Wohnung mieten, benötigen diesen Zuschuss nicht.
Dann kommen wir aber schon auf ganz andere Zahlen.

Wenn man dann Einsparungen bei direktem ALG II und Sozialhilfe gegenrechnet, eine Reform der Einkommensbesteuerung, Subventionsabbau und eine maßvolle MwSt. dazu rechnet, bekommt man ein solides Grundeinkommen, wo mein letzter Stand ist, dass 800 € pauschal gerechnet wurden, die gegenfinanziert waren ohne dass man Götz Werners Steuerhorror übernehmen müsste.
Dabei beliefen sich die Einnahmen und Ausgaben auf 619 Milliarden €.

Herr Werners Ansicht ist ja auch wohl aus unternehmerischer Sicht zu betrachten, doch das ist nicht akzeptabel, weil genau die Arbeitgeber, die ebenfalls große Vorteile hätten, sich an einer Finanzierung beteiligen müssen!

Im Grundsatz hat er jedoch Recht, die Sozialleistungen vom Faktor Arbeit abzukoppeln und hauptsächlich aus dem Ertrag der Mehrwertsteuer und anderen Steuereinnahmen zu generieren.
 
Na, wie viele wohl? Ich habe so viele Kinder wie ein BGE existiert. Also gar keins.
Darum ging es doch gerade. Mit BGE würde das bei vielen dann schon anders aussehen. 😀

Nun, dann trägst du doch auch kaum Last, die daraus resultieren, dass andere eben uneigennütziger sind.
Was ist falsch daran, diese Familien zu entlasten, was ja früher mit dem Lohn stärker geschah.
Wie soll also, deiner Meinung nach, eine Volkswirtschaft weiter bestehen ohne oder mit immer weniger Kindern?
Alleinig durch Zuwanderung?


Zunächst ist mal festzuhalten das jeder Kinder auf freiwilliger Basis bekommt. Hierzu besteht also schon mal kein Zwang, wenn mir die Gesetzeslage nicht gefällt.

So soll es auch bleiben... es ging darum einen Lastenausgleich zu schaffen.
Du magst nun der Auffassung sein, dass Kinder Privatvergnügen sind, doch dann erkennst du eben darin nicht die Funktion und Fortbestand einer Gesellschaft als ihr ureigenes Interesse an.

Des weiteren existieren doch Vergünstigungen.

Welche Vergünstigungen denn?
Und welche Arbeit, Belastung, Pflichten und Ausgaben, stehen dagegen?

Was erwartest du? 100 Prozentige Kostenübernahme des Staates oder gar von Singles mit Steuerklasse I ? Aber die Kinder machen wollte man schon noch selbst, oder? 😉
Und den Spaß mit ihnen möchte man auch nicht teilen.

Das wird ein Staat auch mit Geld nicht erreichen und zeigt mir (kein Vorwurf) dass du wohl diesbezüglich sehr unerfahren bist. Der Arbeitsmarkt wird immer härter und das trift eben besonders Alleinerziehende hart.
Und darin sehe ich wieder ein möglicher Vorteil vom Bedingungslosem Einkommen: Die Kindererziehung wieder selbst wahrzunehmen und zu begleiten.


Verzeih mir bitte, denn es war nicht fies gemeint. Genau wie die anderen möchte ich lediglich das System verstehen, was mir aktuell sehr schwer fällt.

Auffallend war mir diesbezüglich eben die Sache mit dem BGE Kraft Geburt, der dann voll an die Eltern ausgezahlt werden würde. Und dies sollte man bei der Summe die im Raum steht, ja mal locker hinterfragen dürfen.

Ja! Na und? Sollten Babys ihr Geld selbst zum Supermarkt tragen, um Pampers zu kaufen? 🙂

Anstatt Polemik zu unterstellen wäre es von daher eher super gewesen, du würdest zu meiner Aussage Bezug nehmen und Licht ins Dunkel bringen. Ist ja nicht so als wäre das Thema nicht interessant.

Entschuldige, wo war da von meiner Seite aus Polemik, wenn du Frauen erst einmal unterstellst, die würden dann wie wild schwanger werden...
Doch solche Unterstellungen sind so alt wie das Kindergeld.

Und in Polemik bist du nicht zu schlagen und ich mag mich diesbezüglich auch nicht im Wettbewerb sehen. 😀


Des weiteren hast du die Finnen ins Spiel gebracht aber uns gleichzeitig erzählt, jeder würde das BGE erhalten. Bei den Finnen ist das doch gar nicht der Fall. Sollten die Befürworter sich nicht eher mal zusammensetzen und sich für eine Variante entscheiden?

Woher weißt du das? Was wollen die Finnen denn?

Die Befürworter kommen aus verschiedenen Lagern und haben verschiede Interessen.
Die einen wollen soziale Umverteilung von oben nach unten und andere mehr persönliche Freiheit und die Möglichkeit einer künstlerisch, wissenschaftlichen oder alternativen Lebensweise, die den Konsumterror ablehnt und wiederum andere möchte Unternehmen entlasten.

Ich persönlich meine, von jedem etwas, gäbe eine gute Mischung.

Ich denke, dass Politiker sich zusammensetzen müssen, denn die haben alleinig das Mandat dafür. Jemand wie ich oder andere, die sich schon einige Jahrzehnte mit der Lohnentwicklung und Abkoppelung der Sozialkassen vom Faktor Arbeit befassen, können nur immer wieder in der Öffentlichkeit um diese verschiedenen Modelle werben.
Wie schwer das ist, zeigen du und andere ja deutlich auf.

Wahrscheinlich muss man erst den Zusammenbruch der Kassen selbst erleben, bis man Zusammenhänge verstehen will.

Ist es also nicht eher logisch, dass mit jeder weiteren Aussage die Anzahl der Rückfragen eher steigen? Gerade im Detail sehe ich einiges was nicht zusammenpassen kann.

Das klingt logisch, denn Uneinsichtigkeit ist ein Grundwesenszug des Menschen.
Und da der Mensch sich kaum weiter entwickelt und eben allzu gerne an der Evolution festhält, anstatt sie ethisch zu überwinden, wird sich der Mensch eben auch schwer tun, sich sozial, uneigennützig, friedfertig und vernünftig zu verhalten.

Aber schreibe doch mal deine "Details", vielleicht kann man aussagemäßig dazu beitragen, Bedenken abzubauen.
 
Nun, dann trägst du doch auch kaum Last, die daraus resultieren, dass andere eben uneigennütziger sind.

Zum einen finde ich ganz und gar nicht, dass Menschen mit Kinderwunsch uneigennützig handeln. Sie wollen Kinder, sie bekommen diese. Das hat mit Großzügigkeit in Sachen Fortbestand der Menschheit wenig zu tun. Auch setzt man keine Kinder in die Welt weil man für Dritte Rentenzahler generieren möchte.

Auch finde ich, das eine Last jeder trägt. Und wenn es nur für sich selbst ist, aber schließlich möchte der einzelne auch unbeschwert leben können. Bei dir klingt das immer so, als könnte man einem Single 3,50 Euro im Monat geben und dann wäre alles okay. Er hat keine Ansprüche, keine Wünsche und Lebensziele. Weil er schließlich nur sich verpflegen muss. Reicht also das Existenzminimum. Aber sobald Kinder vorhanden sind sollten den Eltern die Möglichkeit gegeben sein, aus den vollen zu schöpfen.

Welche Vergünstigungen denn?
Und welche Arbeit, Belastung, Pflichten und Ausgaben, stehen dagegen?

Steuerklassen, Kindergeld, Familienversicherungen...etc. Eine Familie spart sogar beim Zugticket oder Zoobesuch. 😉
Belastungen und Pflichten lasse ich nicht gelten. Wenn ich sehr gerne Fussball spiele brauche ich mich auch nicht darüber beklagen, dass ich mühevoll ein Bein anheben muss um das Leder zu treten.

Das wird ein Staat auch mit Geld nicht erreichen und zeigt mir (kein Vorwurf) dass du wohl diesbezüglich sehr unerfahren bist. Der Arbeitsmarkt wird immer härter und das trift eben besonders Alleinerziehende hart.

Alleinerziehend sein ist schon mal kein Normalzustand. Eigentlich sollte eine Familie zusammenbleiben und zusammen wirtschaften. Des weiteren sind Singles ebenfalls von einem niedrigen Lohn betroffen. Anscheinend bist du der Ansicht es gefällt denen, mit 1.100 euro netto über die Runden zu kommen. Und da fängt die Problematik im übrigen an, auf welche du eigentlich abzielst. Wenn für mich als Single schon kein Geld über ist, plane ich keine Familie. Das ist direkt ne handfeste message die der Single erhält. Also tut man auch nicht gut daran, bei jungen Singles zu knausern und erst etliche Subventionen auszupacken wenn man bereits verheiratet ist und Kinder zeugte.

Ja! Na und? Sollten Babys ihr Geld selbst zum Supermarkt tragen, um Pampers zu kaufen?

Von welchem Geld werden die Pampers aktuell gekauft? meine Intention war ja, dass ein üppiges BGE voll in die Kasse der Eltern geht, weil ein Baby diese Summen gar nicht benötigt. Da könnte man Geld scheffeln ohne Ende. Es ist ja auch nicht so als würde es das nicht heute schon geben, und dabei wird lediglich das Kindergeld einkassiert.

Entschuldige, wo war da von meiner Seite aus Polemik, wenn du Frauen erst einmal unterstellst, die würden dann wie wild schwanger werden...

Von deiner Seite aus nicht. Ich schrieb doch das du mir Polemik unterstelltest.
Im übrigen habe ich keine Frauen an den Pranger gestellt. Schön, wie du das immer auszulegen versuchst. Zur Schwangerschaft gehören 2, die derartiges dann miteinander vereinbaren würden. Mit Frau oder Mann im einzelnen, hat das gar nichts zu tun.

Woher weißt du das? Was wollen die Finnen denn?

Stand das nicht in deinem Link?

Das klingt logisch, denn Uneinsichtigkeit ist ein Grundwesenszug des Menschen.

Hier geht es um Zahlen und Berechnungen. Also werte ich hierzu Fakten aus. Wenn du dies Uneinsichtigkeit nennst, wird dies der Undurchsichtigkeit merkwürdiger Berechnungen begründet sein.

Aber schreibe doch mal deine "Details", vielleicht kann man aussagemäßig dazu beitragen, Bedenken abzubauen.

Das habe ich. Die Sache mit den Kindern, da kommt nichts konkretes von dir. Dann führte ich anschließend Bedenken bei Menschen im Zusammenspielt mit Sozialversicherungsbeiträge in Bezug auf ein Arbeitsverhältnis plus BGE an.
Man müsste einfach mal ein Zahlenbeispiel haben. zb. 900 euro BGE und ein Verdienst von 3.000 brutto. Mich würde interessieren wie da die Abzüge aussehen würden und ob zwischen beiden Einkunftsarten, Synergieeffekte entstehen würden.
 
Ich gebe übrigens an der Stelle auch mal zu bedenken, daß es sich bei "die Finnen wollen ein BGE einführen" um eine Ente handeln könnte.....

Natürlich Rhenus, wenn wir alles im Staat umbauen, kann man davon auch ein BGE bezahlen. Nur - das wird niemand machen und mit "bedingungslos" hat es dann auch nichts mehr zu tun. Mehr braucht man dazu auch nicht sagen.
 
Zitat Nach-denk-Seiten:

Die Ente vom finnischen Grundeinkommen

Verantwortlich: Jens Berger
„Die finnische Regierung bereitet offenbar ein monatliches Grundeinkommen für jeden Erwachsenen vor“, so schrieb es die FAZ am Montag unter der Überschrift „800 Euro Grundeinkommen – für jeden“. Der Focus ging gestern noch einen Schritt weiter und machte aus dem „offenbar“ der FAZ eine Tatsache:„Finnland hat angekündigt, ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger einzuführen“. Der Independent, der Telegraph, Forbes, CNN und viele andere Größen der internationalen Medienwelt verbreiteten ebenfalls diese Meldung, deren einzige „Quelle“ offenbar der Onlinedienst Quartz war. Papageienjournalismus in Reinkultur. Natürlich überschlugen sich auch die sozialen Medien und auch wir von den NachDenkSeiten bekamen zum Thema einige Leserzuschriften. Leider machte sich keines der zahlreichen großen Medienhäuser daran, diese Story einmal zu überprüfen. Das war ein großer Fehler. Gestern äußerte sich nämlich auch die finnische Sozialversicherungsanstalt, die den Berichten zufolge federführend an der Umsetzung des Grundeinkommens arbeiten soll, zu den Meldungen: Alles Quatsch, so das Fazit der Pressemeldung der Kela. Und das ist wohl auch gut so für die allermeisten Finnen, denn der abgedruckte „Plan“ ist nicht nur eine waschechte Ente, sondern auch eine hanebüchene Eselei. Von Jens Berger.
 
Zitat Nach-denk-Seiten:

Die Ente vom finnischen Grundeinkommen

Verantwortlich: Jens Berger
„Die finnische Regierung bereitet offenbar ein monatliches Grundeinkommen für jeden Erwachsenen vor“, so schrieb es die FAZ am Montag unter der Überschrift „800 Euro Grundeinkommen – für jeden“. Der Focus ging gestern noch einen Schritt weiter und machte aus dem „offenbar“ der FAZ eine Tatsache:„Finnland hat angekündigt, ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger einzuführen“. Der Independent, der Telegraph, Forbes, CNN und viele andere Größen der internationalen Medienwelt verbreiteten ebenfalls diese Meldung, deren einzige „Quelle“ offenbar der Onlinedienst Quartz war. Papageienjournalismus in Reinkultur. Natürlich überschlugen sich auch die sozialen Medien und auch wir von den NachDenkSeiten bekamen zum Thema einige Leserzuschriften. Leider machte sich keines der zahlreichen großen Medienhäuser daran, diese Story einmal zu überprüfen. Das war ein großer Fehler. Gestern äußerte sich nämlich auch die finnische Sozialversicherungsanstalt, die den Berichten zufolge federführend an der Umsetzung des Grundeinkommens arbeiten soll, zu den Meldungen: Alles Quatsch, so das Fazit der Pressemeldung der Kela. Und das ist wohl auch gut so für die allermeisten Finnen, denn der abgedruckte „Plan“ ist nicht nur eine waschechte Ente, sondern auch eine hanebüchene Eselei. Von Jens Berger.

Da fällt mir spontan auch ein Zitat von Walter Ulbricht ein:
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!"

https://www.youtube.com/watch?v=YjgKKOdVRx4

Mit dem Zitat aus den "Nach-denk-Seiten" hast du auch eine ganz tolle Quelle gefunden... 🙂

Mir war bekannt, dass die Gewerkschaften, die bisher in der Sache selbst versagten, nicht für das Bedingungslose Grundeinkommen sind. Sie fürchten um Macht.

Und Mitherausgeber Albrecht Müller (Meister der Überzeichnung) lebt noch im gesellschaftlichen Widerspruch der SPD nach dem Godesberger Programm, das diese Partei in die Beliebigkeit führte.

Das hat die SPD ja in die Fänge der Wirtschaft und in eine beliebige Politik gebracht...
Die SPD ist ja maßgeblich an der Politikverdrossenheit schuld.
Das zeigt ja ihr Verhalten, sich in eine große Koalition zu begeben und unter zu gehen.
 
Ich gebe übrigens an der Stelle auch mal zu bedenken, daß es sich bei "die Finnen wollen ein BGE einführen" um eine Ente handeln könnte.....

Wie? Sollen E n t e n auch Grundeinkommen abbekommen... 😕

In der Tat ist in deutschen Zeitungen in der Formulierung überzogen worden.

Doch fast alle westlichen Staaten denken insgeheim darüber nach oder geben Studien in Auftrag.
Die steigende Gefahr von Arbeit nicht mehr leben zu können, zumindest nicht ohne Sklave zu sein und gleichzeitig noch viele Waren verkonsumieren zu können, ist eben eine Folge von unreguliertem Kapitalismus, der sich dann selbst auffrisst!

Im Moment versucht man das zu kaschieren, in dem man die Menschen sich durch ruinöse Zinssätze hoch verschulden lässt.
Es geht im Grunde darum, noch schnell den Rahm abzuschöpfen und sich dabei der vorenthaltenen Zinserträge der weniger Begüterten zu bedienen.

Zudem können viele Menschen nicht in Jahren denken, weil ihnen das aberzogen wurde.
Sie werden es erst dann merken, wenn sie selbst erstaunt betroffen sein werden...

Dazu kommt eben auch die Entsolidarisierung der Menschen untereinander, weil ihnen das ebenfalls aberzogen wurde.
Obwohl Gemeinsinn und Solidarisierung, (allerdings auch gemeinschaftlich begangener Raub), erst zu unserem Wohlstand führte.

Natürlich Rhenus, wenn wir alles im Staat umbauen, kann man davon auch ein BGE bezahlen. Nur - das wird niemand machen und mit "bedingungslos" hat es dann auch nichts mehr zu tun. Mehr braucht man dazu auch nicht sagen.

Das führt aber jetzt immer mehr, offenbar Mangels Argumente, zu Wortklauberei...
Über "Alles" war doch nicht die Rede.

Der Eine sieht das "Bedingungslos" schon in Gefahr, wenn der Hund und die Katze, geschweige der Kanarienvogel, von einer Zahlung ausgenommen wird, der Andere, wenn verschiedene Sozialleistungen zusammengefasst werden.
Das ist doch abstrus!

In Wirklichkeit stecken eben, wie immer, Ängste vor Veränderungen, Sozialneid und Machtausübung über andere, dahinter.
Ich weiß... Man kann es in den Sozialsträngen immer wieder lesen, dass selbst auch die in diese Kerbe hauen, die selbst sehr wenig haben.
Hauptsache man hat das Gefühl, es befriedigt eigene Neidvorstellungen, ohne zu merken, sich dabei den eigenen Ast abzusägen, worauf man sitzt...

Darum ist die Welt so wie sie ist...
Menschen übernehmen sogar bereitwillig die Ideologie von denen, die selbst im Überfluss noch Gier zeigen und andere immer mehr ausbeuten.
Es spielt also im Grunde keine Rolle, ob sich das gegen sich selbst richtet, Hauptsache ist, dass es noch vermeintlich Menschen unter ihnen selbst gibt, ein Prekariat, über die man sich moralisch entrüsten und erheben kann.
Das geht im Extremfall bis zur Billigung einer letztlichen Vernichtung einiger Menschen oder der Entschuldigung einer Passivität dagegen, obwohl man anhand seines eigenen Verhaltens wissen könnte, welche Folgen das für einen selbst haben kann.
 

Der Eine sieht das "Bedingungslos" schon in Gefahr, wenn der Hund und die Katze, geschweige der Kanarienvogel, von einer Zahlung ausgenommen wird, der Andere, wenn verschiedene Sozialleistungen zusammengefasst werden.
Das ist doch abstrus!


Was ist eigentlich so schwer daran, sich korrekt auszudrücken? Ein BGE ist ein sehr definierter Begriff über den sich schon viele Makroökonomen und Philosophen, u.a. Karl Marx den Kopf zerbrochen haben. Entweder es ist ein BGE oder es ist halt nur eine Form von Hartz4 ohne den Rattenschwanz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist eigentlich so schwer daran, sich korrekt auszudrücken?

Ja richtig, was ist so schwer daran, bei der gültigen Definition zu bleiben?
„ Hartz" ist Hartz, ähm... ALGII
Und „Bedingungsloses Grundeinkommen" (man achte auf die Großschreibung 😀
) eben bedingungsloses Grundeinkommen...
Für alle anderen Modelle existieren andere Namensgebungen.


Ein BGE ist ein sehr definierter Begriff über den sich schon viele Makroökonomen und Philosophen, u.a. Karl Marx den Kopf zerbrochen haben.

Unter anderem ich, (seit den 70er Jahren, wo Schmidt zugab, dass er keine Visionen hatte und nur darüber nachdachte ob und wie viel es statthaft wäre, die Rentenkassen zu veruntreuen... Was ja dann auch gemacht wurde.) nur einen Karl Marx hatten wir nicht dabei... 😕 🙂
Mein Kopf (so meine ich) blieb heil, obwohl ich jetzt nicht gänzlich abstreiten kann, ob da ein Marx irgendwo in der BRD doch dabei war, denn Mails gab es da noch nicht. 🙂

Entweder es ist ein BGE oder es ist halt nur eine Form von Hartz4 ohne den Rattenschwanz.

Dann definiere bitte mal BGE, wie du es verstehst oder verstanden haben möchtest.
Nach meinem Kenntnisstand ist das Arbeitslosengeld doch Versicherungsgeld der Beitragszahler mit Zuschuss des Staates.
Warum ist es überhaupt wichtig wie man es nennt? Ideologie?
Dann gibt es eben "Nahles"...

Obwohl die Namensgeber mehr oder weniger, im Nachhinein gesehen, immer "belastet" erscheinen... :mad:

Und was d e n Karl Marx betrifft... das wüsste ich aber...
Was soll der denn wo und wie zum BGE geschrieben haben... 🙄

Kommunistische Ideologie ist der Kapitalistischen Idee sehr nahe. Beide definieren Zusammenleben und Einkünfte über eine glorifizierte Darstellung von Arbeit als Form des menschlichen Zusammenlebens.
Alles andere ist ihnen höchst suspekt.

Sie unterscheiden sich nur darin, wer Besitzer der Produktionsstätten und Kapital ist.
Ausbeutung des Menschen und damit Unfreiheit, kennen jedoch beide.

BGE bringt dem Individuum (Menschen) jedoch Freiheit sich und seinen Geist, frei zu entfalten und die Menschheit dadurch weiter zu entwickeln.
Es wäre die Möglichkeit uns als Sklave der Wirtschaft, die wenn sie so ungebremst weiter geht, (Ruinöse Steigerung von Konsum durch Wegwerfgesellschaft und Ressourcenverbrauch, Klimakatastrophe.) zu befreien und Bildung, Erfindungen, Kunst und soziales Handeln, zum Sinn und Mittelbunkt unseres Lebens zu machen.

Das hätte u.a. riesiges Einsparpotential in Sachen Psychopharmaka und Therapien zur Folge.

 
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