Rhenus
Sehr aktives Mitglied
In Hartz 4 ist sehr wohl Miete, Krankenversicherung etc. enthalten. Insofern liegt der Betrag um die 1000 Euro. Also in etwa das was auch das BGE sein könnte. ( wenn man es für alle weitere die arbeiten noch finanzieren könnte! ) Ich habe an keiner Stelle gesagt, daß es sich nicht rechnet. Was soll der Unsinn? Ich sage, es ist nicht zu finanzieren. Abgesehen von dem Schwachsinn auch Leuten wie Winterkorn dieses Geld zu zahlen.
Also wenn wir mit Feinheiten anfangen, dann sage ich eben: "Es gibt kein Harz, sondern ALG II" und Bedarfsleistungen.
Zudem ist das unlogisch was du vorbringst, weil du einen Alleinstehenden beschreibst.
Was soll uns das sagen?
Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du eine Zahl in EUR genannt wissen, was jedoch sehr schwer ist, weil es darauf ankommt, wie ein Sozial-Paket geschnürt wird.
Es kann ja durchaus sein, dass man teilweise alte Regelung des Wohngeldes mit gesonderter Zahlung, beibehält.
Es könnte zudem sein, dass der Staat sich auf seine Verpflichtung eine Daseinsfürsorge zu betreiben besinnt und wieder selbst bezahlbare Wohnungen besitzt.
Den Fehler den Kritiker immer gerne begehen ist der, dass man ein fertiges Gesetz diskutieren will, was aber nicht vorliegt.
Bekanntlich führen aber viele Wege nach Rom, sprich zum Bedingungslosen Grundeinkommen.
Wenn ich schrieb "rechnet sich" ok, das war nicht dein Wort.
„Bezahlbar“ bedeutet für mich aber in diesem Falle auch das Gleiche, denn wenn sich etwas rechnet, dann ist es eben bezahlbar.
Es sei denn, du erklärst mir den Unterschied. 🙂
Das BGE ist nichts weiter als der Wegfall der Pflicht, eine Arbeit anzunehmen. Übrigens: 82 Millionen mal 1000 Euro, mal zwölf - bitte mal vorrechnen wie das finanziert werden soll. Wie beim Drogerie-König über eine Erhöhung der Mwst um etwa 50% ???
Dann zahlen hauptsächlich die Empfänger selbst....
Ja ok, du kannst meine Argumente ruhig ignorieren, dass es mehr ist, als die wegfallende Pflicht lohnabhängig zu arbeiten. Deshalb werden deine Argumente nicht schlüssiger.
Das ist eben im Wort "Bedingungslos" schon enthalten.
Denn für ein Grundeinkommen war schon einmal eine Partei, bereits 1994, es nannte sich "Bürgergeld".
Es geht jedoch um weitaus mehr!
Deine angenommenen 1000 € finde ich, zumal für eine Einführung, wesentlich zu hoch angesetzt, weil ja nur die Leute diese Summen benötigen, die auch Miete zahlen müssen.
In einer Bedarfsgemeinschaft z.B. nur einer. Kinder usw. nicht.
Also werden aus 81 Millionen Bürgern schon einmal 40 Millionen und daraus sind noch einmal die Mehrpersonenhaushalte (28 Mill.) abzuziehen.
Alle Personen, die also nicht eine Wohnung mieten, benötigen diesen Zuschuss nicht.
Dann kommen wir aber schon auf ganz andere Zahlen.
Wenn man dann Einsparungen bei direktem ALG II und Sozialhilfe gegenrechnet, eine Reform der Einkommensbesteuerung, Subventionsabbau und eine maßvolle MwSt. dazu rechnet, bekommt man ein solides Grundeinkommen, wo mein letzter Stand ist, dass 800 € pauschal gerechnet wurden, die gegenfinanziert waren ohne dass man Götz Werners Steuerhorror übernehmen müsste.
Dabei beliefen sich die Einnahmen und Ausgaben auf 619 Milliarden €.
Herr Werners Ansicht ist ja auch wohl aus unternehmerischer Sicht zu betrachten, doch das ist nicht akzeptabel, weil genau die Arbeitgeber, die ebenfalls große Vorteile hätten, sich an einer Finanzierung beteiligen müssen!
Im Grundsatz hat er jedoch Recht, die Sozialleistungen vom Faktor Arbeit abzukoppeln und hauptsächlich aus dem Ertrag der Mehrwertsteuer und anderen Steuereinnahmen zu generieren.