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Bedingungsloses Grundeinkommen

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wir leben ja schon in einem Land mit außergewöhnlich hohen Steuereinnahmen pro Kopf.

Hab ich eigentlich anders im Kopf. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mein ich gut im Mittelfeld. Aber Du hast sicher eine Quelle für deine These ?

Steuern und Sozialabgaben zusammen sind in Deutschland sehr hoch, ja, aber das ist etwas anderes. Da hauen die Sozialabgaben überdimensional rein, auch weil die hauptsächlich von den unteren Einkommensgruppen und großteils von den Arbeitnehmern gezahlt werden.
 
Ich gebe auch zu bedenken, daß dieses BGE nicht in jeder Region gleich viel wert wäre. Der Mietpreis im oberbayrischen Wald ist ein anderer als in Düsseldorf an der Hauptstraße.

Das wäre das kleinste Problem. Basis BGE ist z.B. 694,23 und das wird mit dem "Ortsfaktor" multipliziert. Der ist irgendwo an der mecklenburgischen Seenplatte eben 1 und in München City 2,43. Fertig.
 
Zitat PC:

Zur Finanzierung des Grundeinkommens ist in der Regel eine starke Vereinfachung und Neuordnung des Steuersystems vorgesehen sowie sehr viel weniger Aufwand und Bürokratie in der Sozialverwaltung, da bisherige Transferleistungen durch das bedingungslose Grundeinkommen ersetzt würden. Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Rente, Ausbildungsförderung, Kindergeld und ähnliche Sozialleistungen würden schrittweise ersetzt und letztendlich wegfallen.
...............................................................................................................................................................................................

Ersetzt würden diese Sozialleistungen aber nur, wenn der Staat dazu Lust hat und wenn die Steuern das auch hergeben. ( Zahlung nach Steuereinkommen )
Bei der Höhe der Rente würde sich ncihts ändern. Denn wenn das BGE auf der Höhe der heutigen Sozialhilfe ( also Hartz 4 ) wäre, würde sich an deren Höhe wohl nichts ändern. Also nach wie vor immer mehr Armutsrenten.
"Schrittweise ersetzt" heißt ja, daß die Höhe des BGE immer weiter steigen soll ( durch den Wegfall der anderen Leistungen ) und das die Leute selbst dafür sorgen müssen, daß dies bezahlt wird. ( das sprach ich schon mal an ) Also insgesamt ein neoliberales Vorhaben und die völlige Zerschlagung der bisherigen solidarischen Systeme. ( die FDP läßt grüßen )
 
Also kann ich gar nicht verstehen, warum man gegen das BGE sein kann, wo Lasten eben optimal von jedem und nicht von einzelnen aufgebracht werden.
Denn nicht jeder zahlt ja in die Sozial und Rentenkassen, obwohl ihm in der Not, Sozialgelder zustehen.[/COLOR]

Und das wäre beim BGE dann besser? Bekäme Faule dann nicht auch das BGE? Gibt es unter einer BGE Volkswirtschaft dann keine unterschiedlichen Menschen, mit unterschiedlicher Leistungsbereitschaft mehr?

Wird mit dem BGE noch ein Chip ins Gehirn verpflanzt? 😀
 
Bitte immer bedenken das Rhenus auch nicht das "reine" BGE will. Das hatten wir bei den Mieten schon mal angesprochen. Denn tatsächlich ist es doch so, daß der Mensch eine bestimmte Summe kriegt. Aber davon seine Miete, Nebenkosten, auch Nachzahlungen etc. und seine Sozialausgaben, also Krankenversicherung bestreiten muß. Na ja, wenn alle dazu fähig wären.....Für mich heißt das nichts weiter, als Rückzug des Staates. Normalerweise sollte man - siehe soziale Marktwirtschaft - dafür sein, daß JEDER nach seiner Leistung und im anderen Fall nach seiner Bedürftigkeit behandelt wird. ( das hatten wir vor Hartz 4 und ich empfand das als gerechter als die Gleichmacherei )
 
Und das wäre beim BGE dann besser? Bekäme Faule dann nicht auch das BGE? Gibt es unter einer BGE Volkswirtschaft dann keine unterschiedlichen Menschen, mit unterschiedlicher Leistungsbereitschaft mehr?

Wird mit dem BGE noch ein Chip ins Gehirn verpflanzt? 😀

Danke schön für die Offenheit! 😉
Wäre der letzte verachtende Satz nicht, ich hätte dich mal für diesen konkreten Ansatz gelobt... 😀

Ich hoffe, dass es viele verschiedenartige Menschen gibt und nicht nur Kasten, wie du jetzt darstellst.
Denn die Verschiedenartigkeit der Menschen und nicht der Faschismus, stellt das Überleben der Menschheit sicher.

Ich frage also mal zurück:
Wer entscheidet denn, wer "faul" oder "fleißig" ist?

Ist der fleißig, der für andere deren Reichtum mehrt?
Ist der faul, der sich unentgeltlich z.B. sozial engagiert und ja auch von etwas leben muss?

Ist der faul, der keine Arbeit bekommt?
Ist der fleißig, der aus Not jeden Lohn annimmt?

Es geht doch darum, dass Menschen eine Freiheit bekommen, um nicht mehr erpressbar zu sein, jede Arbeit anzunehmen, mit jedem Lohn und damit verbundenen Nachteilen, bis hin in die Bildung, Neigung und Lebensplanung.

Es geht weiter darum, gegen Zwangsarbeit zu sein!
Es geht darum, sich Arbeit aussuchen zu können, denn im Grunde ist alles Arbeit, nicht nur das, wofür ich von anderen, Geld bekomme.

Und anders herum ist es keine Arbeit, Spekulationsgeschäfte zu tätigen oder durch Transaktionen andere Menschen um ihren Arbeitslohn zu betrügen.
Alles das gehört in die Ertragsschöpfung für ein BGE mit hinein!

Es existiert z.B. so viel Schwarzgeld, dass der Bundeshaushalt damit locker bestritten werden könnte!
Tendenz stark steigend!
Was übrigens einer Volkswirtschaft im Sinne von Kreislauf und damit der grundgesetzlichen Pflicht von Sozialbindung des Kapitals, nicht mehr zu Verfügung steht!

Anhand der Pleite Griechenlands, kann man die Folgen solcher Sozial- und Geldflucht erkennen.


Übrigens:
Wer weiß denn z.B., dass das Vermögensbildungsgesetz nicht dafür gedacht war Autos zu kaufen, sondern eben persönliche Freiheiten zu bringen?
 
Bitte immer bedenken das Rhenus auch nicht das "reine" BGE will. Das hatten wir bei den Mieten schon mal angesprochen. Denn tatsächlich ist es doch so, daß der Mensch eine bestimmte Summe kriegt. Aber davon seine Miete, Nebenkosten, auch Nachzahlungen etc. und seine Sozialausgaben, also Krankenversicherung bestreiten muß.

Das Argument Krankenversicherung und Pflegeversicherung habe ich bereits beantwortet, diese werden, weil es Pflichtversicherungen sind, direkt einbehalten.

Was ist denn das "reine" BGE?
Welches Model?
Wer hat es definiert?

Und wäre es nicht sogar gut, den Wettbewerb auf dem Wohnungsmarkt zu beleben?


Na ja, wenn alle dazu fähig wären.....

Bist du der Auffassung, dass erwachsene Menschen einen Betreuer (Vormund) bräuchten?

Für mich heißt das nichts weiter, als Rückzug des Staates.

Entschuldige... Gibt es keine Agenda 2010?
Eine Sicherung der Grundhaltungskosten ohne Bedingung, durch den Staat, ist doch kein Rückzug.
Im Gegenteil!
Es ist Rückbesinnung auf Sozialstaatlichkeit.

Normalerweise sollte man - siehe soziale Marktwirtschaft - dafür sein, daß JEDER nach seiner Leistung und im anderen Fall nach seiner Bedürftigkeit behandelt wird. ( das hatten wir vor Hartz 4 und ich empfand das als gerechter als die Gleichmacherei )

Das verstehe ich sogar, doch wie möchtest du denn Veränderungen in der Gesellschaft und im Arbeitsleben kompensieren?

Der Fehler begann doch mit der Rentenreform 1957, wo das Kapitaldeckungsverfahren durch das Umlageverfahren ersetzt wurde.
Aus der damaligen Zeit, mit sehr armen Rentnern, verständlich, doch der massive Zuwachs der Renten wurde auf Pump finanziert.
Es brachte der CDU den Wahlsieg!

Nun brach aber beweisbar die Zahl der Beitragszahler in die Rente weg und es ist nicht zu erwarten, dass sich das ändern wird!
Zugleich sinkt die Höhe der Einzahlungen in die Rente ebenfalls drastisch. Einmal wegen der Niedriglohnpolitik und anderseits wegen der Privatvorsorge, die in Konkurrenz steht.
Zumal sie doppelte Auswirkungen auf die Bemessung des zu zahlenden Rentenbeitrags hat!
Dabei hätte es allenfalls umgekehrt sein müssen.

Weiterhin wird es "Arbeit für alle" nicht mehr geben, im Gegenteil!

Jetzt kann ich lange erklären, doch davon zu träumen, dass alles (Selbstbedienung des Staates aus der Rentenkasse, Entnahme für artfremde Leistungen, sinkende Zahlen der Beitragszahler, sowie sinkende Beiträge bei steigender Zahl der Rentner.) rückgängig zu machen sei... das glaubt doch wohl keiner ernsthaft.

Also wird die Mindestrente (2017) zum Mehrheitsfall werden.
Zudem werden auch die Beitragszahler, die mehr bekommen, durch inneren Ausgleich und volle Versteuerung stark bluten müssen. Privatrenten sind ja auch zu versteuern.

Es ist ein Unding, dass man konkurrierende Systeme parallel betreibt, es wird auf Dauer nicht machbar sein.
Und den zu leistenden horrenden Rentenzuschuss des Staates, plus massiver Sozialhilfe, wird der Staat auch nicht leisten können, also bleibt nur ein Systemwechsel übrig.

Rente mit 67 ist letztlich Rentenbetrug für die Beitragszahler, weil die meisten gar nicht gefragt werden, ob sie denn auch in Rente wollen.
Ich geben Papiere, die nicht öffentlich sind, wo Anweisungen gegeben werden, bei wem Erwerbsunfähigkeitsrente gezahlt werden... nicht weil sie so krank sind, sondern weil der Arbeitsmarkt das so will.
Und früheres Ausscheiden bedeutet faktische und spürbare Rentenkürzung!

Die staatliche Rente, auch wenn es nicht gefällt, ist im Bundestag am 26. September 2003 beerdigt worden, die Trauerfeierlichkeiten halten zurzeit noch an...
Und ich trauere mit Dir.
 
Das reine BGE ist definiert. Es kriegt jemand Geld und er muß alle seine Kosten davon selbst bestreiten. Ganz einfach.
Erst in den verschiedenen Versionen nimmt man das eine oder andere heraus, weil man ( zu Recht? ) den Empfängern nicht zutraut das selbst auf die Reihe zu bringen. Und wahrscheinlich auch noch, weil z.B. die Krankenkassen-Lobby viel zu mächtig ist, sich auf sowas einzulassen.
Es hat ncihts mit Bevormundung zu tun, wenn der Staat sich um jeden Einzelnen ( nach der Bedürftigkeit ) kümmert. Das ist in der solzialen Marktwirtschaft seine Aufgabe.
 
Es geht doch darum, dass Menschen eine Freiheit bekommen, um nicht mehr erpressbar zu sein, jede Arbeit anzunehmen, mit jedem Lohn und damit verbundenen Nachteilen, bis hin in die Bildung, Neigung und Lebensplanung.

Es geht weiter darum, gegen Zwangsarbeit zu sein!
Es geht darum, sich Arbeit aussuchen zu können, denn im Grunde ist alles Arbeit, nicht nur das, wofür ich von anderen, Geld bekomme.

Also Hartz IV ohne Schikane, Maßnahmen und keine Pflicht zur Arbeitsaufnahme.
Warum so kompliziert, Rhenus?

Das wurde doch bereits klipp und klar von mehreren hier so erkannt.
 
Genau so ist es.
Da wird sich aber sofort die Frage stellen, ob der Arbeitende und Steuerzahler damit einverstanden ist.....
Und ob der Abstand vom Steuerzahler zum "Kreativling" groß genug ist.
 
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