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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Das einzige was diese Menschen tun ist, zu helfen den Niedriglohnsektor auszubauen und zu rechtfertigen. Sie schneiden sich damit ohne es zu merken ins eigene Fleisch.
Genau so läuft es, und ich finde es schon lächerlich bis ärgerlich, ein BGE an Sanktionen für Arbeitslose festzumachen, von denen sich maximal 10.000 im gesamten Bundesgebiet gg. Willkür, Zwangsarbeit, ungerechte Arbeitsbedingungen und Ausbeutung wehren, aber ein Vielfaches jährlich sanktioniert wird.

So viele Leistungskürzungen gab es noch nie: Über eine Million Mal haben Jobcenter innerhalb eines Jahres Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose verhängt.
War in 2012...

Also kein Grund sich aufzuregen, für "die Zwangsarbeiter-Fraktion": die meisten sind Schäfchen, brav und hörig - wie die Mindestlöhnler. 🙄
 
Es gab Zeiten zu denen man noch ganz wunderbar von seiner Arbeit leben konnte und die Gewinnerwartungen der Unternehmen nicht derart abgehoben waren.

Oder anders, wenn zu dieser Zeit die Unternehmen Angestellte zu solchen Niedriglöhnen bezahlt hätten dann hätten sie gar keinen Gewinn mehr gemacht, da sie dann keine Angestellten mehr gehabt hätten.

Zu dieser Zeit gab es mehr Arbeit als mögliche Arbeiter...

Jetzt hat sich das Blatt aber gedeht, es gibt mehr mögliche Arbeiter als Jobs und so kann es sein, das unter schlechten Bedingungen und für wenig Geld gearbeitet werden muss, die Unternehmen aber teils abstruse Gewinne machen und es zwischen Arbeiter und der oberen Ebene unerträgliche Gehaltsunterschiede gibt.

Ich denke es gäbe noch andere Möglichkeiten als ein BGE diese Sachen zu ändern, diese wären aber alle ein massiver Eingriff in die Vertragsfreiheit (Gewinnobergrenzen durch Ausschüttung an die Arbeitnehmer, Kopplung der Gehälter im Betrieb aneinander)

Meiner Meinung nach würde ein BGE die Unternehmen DAZU ZWINGEN die Arbeit wieder besser zu gestalten und auch besser zu entlohnen (was vielen Unternehmen leicht fallen sollte), je mehr endlich die Binnennachfrage gestärkt würde desto leichter würde es den Unternehmen fallen..

Manchmal habe ich das Gefühl die Politik lässt uns bewusst und seit Jahren in dieser Abwärtsspirale, die genau zu solchen Zuständen geführt hat.

Wie kann man das System wieder verändern, wie dafür sorgen das es wieder eine ganz andere Arbeitskultur gibt und die Binnennachfrage stärken?

Genau darum sollte sich die Diskussion drehen.

Ein BGE wäre ein Anfang. Aber hier müsste trotz allem der Zugang reglementiert werden.
Einwanderung ins BGE würde das System zum Zusammenbrechen bringen.

Aber wenn niemand mehr gezwungen wäre unter egal welchen Bedingungen zu arbeiten könnte sich das System nach ein paar jahren endlich wieder ändern.

Nur politisch ist das nicht gewollt... Leider.

Ich denke auch das Argument, wer geht denn dann noch arbeiten, das zieht nicht.
Jeder der mehr haben will und jeder der sich von einem Unternehmen gut behandelt sieht.....

Das wäre ja mal was..
 
Kurze Zwischenfrage (ich hab leider nicht alles lesen können. Falls es irgendwo schon steht, sorry 🙂 )

Wer würde denn dann dieses BGE bekommen? Alle die in Deutschland leben? Alle mit nem deutschen Pass?
 
Bundeshaushalt 2013
GesamtausgabenMrd. Euro
Größte Einzelposten (Balken)
Mrd. Euro
Mrd. Euro
Mrd. Euro
Mrd. Euro
Mrd. Euro
Mrd. Euro

[TD="align: right"] 302,0 [/TD]

[TD="align: right"][/TD]
[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 210"] • Arbeit und Soziales

[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]
[TD="align: right"] 119,2
[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 210"] • Bundesschuld (roter Balken)[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]
[TD="align: right"]33,0[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 210"] • Verteidigung[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]
[TD="align: right"]33,3[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 210"] • Verkehr/Bau[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]
[TD="align: right"]26,4[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 210"]Neuverschuldung (rote Säule)[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]
[TD="align: right"]17,1[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 210"]Investitionen (grüne Säule)[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]
[TD="align: right"]34,8[/TD]
[TD="width: 10"][/TD]

[TD="width: 10"][/TD]
31,33 Milliarden Euro werden 2013 voraussichtlich die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende betragen, 1,41 Milliarden Euro weniger als 2012. Darin enthalten sind die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II mit 18,76 Milliarden Euro (2012: 19,37 Milliarden Euro). Das geht aus dem Etatentwurf 2013 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (Einzelplan 11) hervor.
Davon (119, 2) also schlappe 31 Milliarden für Millionen Betroffene bzw. 18 für ALG II - Bösewichte der Nation.🙄

Mich würden die Zahlen bzw. Ausgaben für Verwaltung, inklusive freie Träger und Sozialgerichtsbarkeit im Verhältnis zu den Ausgaben für Arbeitslosengelder interessieren, vielleicht findet das jemand...?
 
Ich möchte mal wieder erwähnen, daß es auch sehr viele deutschstämmige Mitmenschen gibt, die g a r k e i n e Leistungen bekommen, weil, der Partner "zu viel" für seine Arbeit bekommt. (siehe dazu 80 Seiten "fachlichen Hinweise zu § 11" Veröffentlichung der Weisung der Arbeitsargentur.de ---> dort hat man dann die Möglichkeit der Überprüfung der Ermessensentscheidung der Kundenbetreuerin des Arbeitsamtes)

Da man ja Arbeit sucht und rentenversichert sein und bleiben möchte, sind die Betreffenden ja, trotzdem sie keinerlei Leistung bekommen, ganz normal als arbeitsuchend beim AA gemeldet.

[Erläuterung: Keine Bange, die Rente wird dadurch nicht etwa höher, aber die Anwartschaftszeit ist gesetzlich so vorgesehen, daß man sich nach den Vorgaben des AA zu richten hat. Werdet Ihr ja wissen. ]

Ich persönlich durfte bisher, bis vorige Woche 3 - drei - Bewerbungen pro W o c h e nachweisen. Seit dieser Woche nur noch drei im Monat. Ich wohne jwd und bin nicht motorisiert. Bin in 6 Wochen 61, ich bin alt , falls Ihr wißt, was es heißt alt zu sein. Das heißt, ich darf noch 5 Jahre und ein paar Monate mindestens drei Berwerbungen pro Monat nachweisen.

Ich möchte nur darauf hinweisen, daß es auch sehr viele Menschen gibt, die

  • gar keiner "Fraktion" angehören,
  • gar keine Lobby haben
  • die in keiner Erhebung, wie "saktionierte Arbeitssuchende"
  • in keiner Beschlußfassung oder sonst welchen ...was weiß ich, die eben

  • überhaupt keine Erwähnung finden.


Oder habt ihr schon mal eine Statistik gefunden, wo drin steht: xxx arbeitslose Leistungsnichtempfänger oder als "Arbeitslose ohne Leistungsempfang" Erwähnung fanden?

Wenn man keine Leistung bezieht, sind ja somit fast alle anderen weiteren gesellschaftlichen/sozialen Leistungen vergessen, z.B. daß man keine Zuzahlungsbefreiung hat. Außer, daß man dann familienversichert ist, betreffs ärtzlicher Versorgung, wenn man verheiratete ist. Mit der Nichtleistung, das trifft auch auf Partnerschaften zu. Man ist da krankenversichert, weiß ich nur, wenn man sich selber versichert hat, denn
Krankenversicherungsschutz


Zitat:
Grundsätzlich wird angeraten, sich in diesen Fragen durch die örtlichen Krankenkassen beraten zu lassen. Die Verantwortung für ausreichenden Versicherungsschutz, auch bei Partnerschafts- und ERASMUS-Programmen, liegt beim Bewerber.
oder man hat eine freundliche Kundenbetreuerin, die feststellt, daß man durch die Krankenversicherungszahlung hilfebedürftig werden würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier gerne noch ein paar Zahlen dazu:
Zitat Wiki:


Einige Zahlen hierzu, damit man sich vorstellen kann, um welche Größenordnungen es geht:

  • Bei rund 82 Mio. Einwohnern verursacht ein Grundeinkommen von 100 €/Monat Kosten von rund 100 Mrd. Euro pro Jahr, also rund 1.000 Mrd. € pro Jahr bei einem Grundeinkommen von 1.000 €/Monat.
  • Die gesamten Steuereinnahmen des Staates (Bund, Länder, Gemeinden) betragen derzeit (2012) rund 600 Mrd. € (Quelle: BMF, Steuerschätzung Oktober 2012). Davon entstammen 186 Mrd. € aus Lohnsteuer und veranlagter ESt.
  • Die Einnahmen der Sozialversicherung belaufen sich auf rund 550 Mrd. € (Quelle: Sozialbericht 2011 der Bundesregierung)
Da die Steuereinnahmen und die Sozialversicherungsbeiträge zunächst einmal wegfallen (und durch eine Konsumsteuer ersetzt werden) sind mit dieser Konsumsteuer also insgesamt (1.000+600+550=) rund 2.150 Mrd. € zu finanzieren. Derzeit betragen die Umsatzsteuereinnahmen rund 190 Mrd. – um 2.160 Mrd zu finanzieren, müsste die Umsatzsteuer also rund 11 bis 12mal höher sein als heute. Verrechnet man hingegen das BGE mit den Renten von z.Zt. circa 17 Mio Rentnern und Pensionären, bedenkt die circa 16 Mio. Kinder mit einem halben Satz (500 €) und verrechnet 100 Mrd. aus dem 131-Mrd-Euro-Budget des BMAS, so kommt man auf Gesamtkosten von circa 600 Mrd. €. Die obige Rechnung ergibt unter Verrechnung des Lohn- und Einkommenssteueraufkommens dann (600+186+550=) rund 1.340 Mrd. €. Das entspräche eines Faktors 7, also einer 133-prozentigen MWSt. Eingeschränkt berücksichtigt bei der ganzen Rechnung sind die Einsparungen durch den Wegfall von zigtausenden von Arbeitsplätzen bei der Bundesanstalt für Arbeit, den Sozialversicherungsträgern, Sozialämtern und Kindergeldkassen usw.
 
Das entspräche eines Faktors 7, also einer 133-prozentigen MWSt. Eingeschränkt berücksichtigt bei der ganzen Rechnung sind die Einsparungen durch den Wegfall von zigtausenden von Arbeitsplätzen bei der Bundesanstalt für Arbeit, den Sozialversicherungsträgern, Sozialämtern und Kindergeldkassen usw.

Das verstehe ich nicht. Du schlägst vor, die Mehrausgaben über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zu finanzieren?
Falls ja, kaufe ich demnächst alles nur noch im Ausland 😀
 
Hier gerne noch ein paar Zahlen dazu:
Zitat Wiki:


Einige Zahlen hierzu, damit man sich vorstellen kann, um welche Größenordnungen es geht:

  • Bei rund 82 Mio. Einwohnern verursacht ein Grundeinkommen von 100 €/Monat Kosten von rund 100 Mrd. Euro pro Jahr, also rund 1.000 Mrd. € pro Jahr bei einem Grundeinkommen von 1.000 €/Monat.
  • Die gesamten Steuereinnahmen des Staates (Bund, Länder, Gemeinden) betragen derzeit (2012) rund 600 Mrd. € (Quelle: BMF, Steuerschätzung Oktober 2012). Davon entstammen 186 Mrd. € aus Lohnsteuer und veranlagter ESt.
  • Die Einnahmen der Sozialversicherung belaufen sich auf rund 550 Mrd. € (Quelle: Sozialbericht 2011 der Bundesregierung)
Da die Steuereinnahmen und die Sozialversicherungsbeiträge zunächst einmal wegfallen (und durch eine Konsumsteuer ersetzt werden) sind mit dieser Konsumsteuer also insgesamt (1.000+600+550=) rund 2.150 Mrd. € zu finanzieren. Derzeit betragen die Umsatzsteuereinnahmen rund 190 Mrd. – um 2.160 Mrd zu finanzieren, müsste die Umsatzsteuer also rund 11 bis 12mal höher sein als heute. Verrechnet man hingegen das BGE mit den Renten von z.Zt. circa 17 Mio Rentnern und Pensionären, bedenkt die circa 16 Mio. Kinder mit einem halben Satz (500 €) und verrechnet 100 Mrd. aus dem 131-Mrd-Euro-Budget des BMAS, so kommt man auf Gesamtkosten von circa 600 Mrd. €. Die obige Rechnung ergibt unter Verrechnung des Lohn- und Einkommenssteueraufkommens dann (600+186+550=) rund 1.340 Mrd. €. Das entspräche eines Faktors 7, also einer 133-prozentigen MWSt. Eingeschränkt berücksichtigt bei der ganzen Rechnung sind die Einsparungen durch den Wegfall von zigtausenden von Arbeitsplätzen bei der Bundesanstalt für Arbeit, den Sozialversicherungsträgern, Sozialämtern und Kindergeldkassen usw.
Hört sich gut an für`s BGE. 😀

Es geht auch um ein grundsätzliches Problem: je mehr sich ein Staat aufplustert, umso totalitärer wird er.
 
Nein, nicht ich schlage Mwst-Modell vor. ( Ich würde mich allein bei dem Gedanken das hier deutsche Würste einfallen und alles leerkaufen schon hintern D-Zug werfen )
Götz Werner schlägt dieses Mwst-Modell vor. ( Keine Bange die Märchenfraktion hier wird´s nicht lesen oder erst gar nicht verstehen ) Eine reine Lachnummer.
 
Richtig, deshalb lassen wir den Quatsch mit sozialen Dingen. Denn der Staat könnte totalitär werden! 😕 🙄 😀

Ja, was denn nun? 😛

Dauernd forderst Du vom Staat etwas und nun soll er nicht zu viel tun?
Er nu wieder. 😛

Da musst du was falsch verstanden haben: Aussetzungen von Sanktionen bzw. Einführung eines BGE würde zum Bürokratieabbau beitragen und genauso zum Abbau einer sozialen Almosenmentalität, indem man Bürgerrechte stärkt, was aber nicht im Interesse eines Staats liegt, der immer mehr Macht, Entmündigung und Kontrolle ausübt.

Diese BGE-Modelle sind finanzierbar, nur will es fast niemand, vor allem nicht die Nutznießer von Ungerechtigkeit.
 
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