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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Ich gebe auch zu bedenken, daß dieses BGE nicht in jeder Region gleich viel wert wäre. Der Mietpreis im oberbayrischen Wald ist ein anderer als in Düsseldorf an der Hauptstraße.
 
Auf, auf, dann mach doch mal diesbezüglich was... Wie viele Kinder hast du? 🙂

Na, wie viele wohl? Ich habe so viele Kinder wie ein BGE existiert. Also gar keins. 😀
Darum ging es doch gerade. Mit BGE würde das bei vielen dann schon anders aussehen.

Aber wenn ich das richtig verstehe, sollten Eltern fürs Kinderkriegen "bestraft" werden?
Denn Kinder bekommen, bedeuten beim jetzigen System, massiven Verzicht!

Zunächst ist mal festzuhalten das jeder Kinder auf freiwilliger Basis bekommt. Hierzu besteht also schon mal kein Zwang, wenn mir die Gesetzeslage nicht gefällt.
Des weiteren existieren doch Vergünstigungen. Was erwartest du? 100 Prozentige Kostenübernahme des Staates oder gar von Singles mit Steuerklasse I ? Aber die Kinder machen wollte man schon noch selbst, oder? 😉
Und den Spaß mit ihnen möchte man auch nicht teilen.

Frage: Wann schreibst du denn mal zur Sache und nicht nur Polemik?

Verzeih mir bitte, denn es war nicht fies gemeint. Genau wie die anderen möchte ich lediglich das System verstehen, was mir aktuell sehr schwer fällt. Auffallend war mir diesbezüglich eben die Sache mit dem BGE Kraft Geburt, der dann voll an die Eltern ausgezahlt werden würde. Und dies sollte man bei der Summe die im Raum steht, ja mal locker hinterfragen dürfen. Anstatt Polemik zu unterstellen wäre es von daher eher super gewesen, du würdest zu meiner Aussage Bezug nehmen und Licht ins Dunkel bringen. Ist ja nicht so als wäre das Thema nicht interessant.

Des weiteren hast du die Finnen ins Spiel gebracht aber uns gleichzeitig erzählt, jeder würde das BGE erhalten. Bei den Finnen ist das doch gar nicht der Fall. Sollten die Befürworter sich nicht eher mal zusammensetzen und sich für eine Variante entscheiden?

Ist es also nicht eher logisch, dass mit jeder weiteren Aussage die Anzahl der Rückfragen eher steigen? Gerade im Detail sehe ich einiges was nicht zusammenpassen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kinder werden immer verzichten, wenn die Eltern nicht fähig oder willens sind, Kindergeld oder Hartz 4 für die Kinder einzusetzen. Daran würde ein BGE sicher auch nichts ändern. Außer das es halt mehr wäre, wie man lesen kann.
 
Wenn Hartz 4 die Grundbedürfnisse decken soll ( es ist eben nicht nur "lebensnotwendig" ) dann muß ein Grundeinkommen höher sein - sonst wärs ja witzlos, man könnte einfach die Bedingung Arbeit zu suchen, wegfallen lassen ) und wenn es höher ist, muß gesagt werden, wie es finanziert werden soll. Durch Steuererhöhungen?
 
Auch mir ist eine Menge unklar.
Zum Beispiel soll vom BGE dann alles bestritten werden müssen. Kein Amt übernimmt dann zb. die Krankenversicherung für dich mehr, wenn man arbeitslos ist. Aber auch das wirft Fragen auf. Was ist wenn ich das BGE erhalte und trotzdem ( so sollte es ja auch sein 😉 ) arbeiten gehe? In einem Angestelltenverhältnis führe ich die Kosten für die Sozialversicherung per Lohnabrechnung ab.

Bliebe das dann so oder bezahle ich die Sozialversicherungsbeiträge vom BGE? So oder so, würde mir das dann eine Menge mehr Geld bringen. Entweder bliebe das BGE zu großen Teilen zum verprassen oder ich hätte bedeutend mehr Netto vom Brutto. Unterm Strich eine ganze Stange mehr Geld. BGE + Gehalt + wegfall diverser Sozialversicherungsbeiträge. Das wäre ja der Wahnsinn.
 
Wenn damit die unbedeutenden und schwachen Krankenkassen einverstanden wären? Irgendwie riecht alles nach Kommunismus, Gleichmacherei.... Hatte man diese Diskussion ( Kopfprämie ) nicht auch schon mal?
 
Sorry, die Logik verstehe ich nicht.
Genau wie Mike verkennst du, dass ein Existenzminimum festgelegt wird, also wird man den Grundbedarf nicht unterbieten können, weil es eben verfassungswidrig wäre.

Nur der Grundbedarf dürfte sehr vielseitig und eben nicht gleich sein.
So kann man sich aber nicht an den Höchstsätzen orientieren, weil ein Baby auch keine Miete und Krankenversicherung usw. zu zahlen hat.

Ich gehe darauf aber später noch ein, wenn ich Mike antworte.

Auch deine Prognose ist höchst unlogisch.
Warum sollte eine Inflation durch Binnennachfrage eintreten?
Das wäre bei einer abgeschotteten Wirtschaft vielleicht möglich.

Was meinst du denn, wie lange wir noch einen unverhältnismäßigen Außenhandelsüberschuss haben werden und was dann geschieht, wenn wir bis dahin wenig Binnennachfrage haben.
Zumal man sich mal argumentativ für eine Variante entscheiden müsste...
Einmal behauptet man es ginge niemand mehr arbeiten, was dann eben wenig Kaufkraft (Binnennachfrage) bedeutet und ein anderes Mal spricht man von überhitzter Kaufkraft, was aber dann sehr hohes Steuereinkommen für den Staat bedeutet.
Und genau darin liegt ein sehr gutes Regularium einer Inflation vorzubeugen.

Sage mir bitte mal, wo und worin wir "gedumpte" Preise haben?
Wir zahlen doch für viele Dinge mehr als diese im Ausland kosten!
Und unsere Löhne sind doch auch nicht prall...
Viele leben doch auf massivem Pump!


Ich orientiere mich eben am "Bedingungslosem" Grundeinkommen. Sobald du Bedingungen an das Einkommen koppelst, wie z.B. ob man noch ein Baby oder ein Millionär ist, kannst du das B vom BGE streichen. Dann wären wir jedoch wieder bei einem ähnlichen System wie Hartz4, nur mit Selbstversicherungspflicht und, wie von mikenull erwähnt, ohne die Pflicht zumutbare Arbeiten anzunehmen.

Zur Sache mit der Inflation: Derzeit leben wir in einem Zustand der realen Deflation. Die Inflationsrate ist zwar (dank der Billionenschleuder Dragi) noch knapp über 0%, jedoch sinken die Löhne, wodurch die Preise real ebenfalls sinken. Das hat mit vielen verschiedenen aktuellen Problemen zu tun, die alle aufzuzählen den Rahmen hier sprengen würde.

Jetzt zu einem Gedankenspiel: Gib einem Mann 100 Mrd € und gib jedem der 80 Millionen Deutschen 1250 €, bei welchem Fall würde nach Ablauf des Monats mehr Geld wieder ausgegeben werden? Die 80 Millionen Deutschen hätten sich am Ende des Monats jede Menge Ideen gehabt was mit dem Geld zu machen wäre, während der eine Mann vielleicht eine Insel und eine Yacht gekauft hätte. Und dieser Anstieg des Geldmenge im Handelsumlauf ist per se die Definiton der Inflation. (Zusammenhang auf Wikipedia)

Das ganze Thema Inflation ist eigentlich nur bedingt On Topic, jedoch sollte man immer im Hinterkopf behalten was mit den Preisen passiert, wenn man die Geldmenge stark erhöht.

Und zu deinem Letzten Punkt: Das durchschnittliche Preisniveau ist gerademal EU Durchschnitt (Link zum Statistischen Bundesamt) knapp über dem von Spanien und Griechenland. Die Preise müssten, gemessen am Beschäftigungsgrad, irgendwo im Bereich der Schweiz oder Norwegen sein, werden die vielen finanztechnischen Probleme (es gibt mehr als nur eines, die Liste wäre ellenlang) extremst gedumped.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, das Beispiel hinkte wirklich. Tausch einfach die Insel mit einem schönen See im Fränkischen Seenland aus. Oder mit einem eigenen Skigebiet. Ich weis ja nicht was unser hypothetischer Ultramilliardär für Präferenzen hat. 🙂

Die Preisspirale hält man eigentlich sehr einfach auf, im Gegensatz zur Deflation. Eine Erhöhung des Leitzinses führt nahezu sofort zu einem Abflauen der Inflation. (wohingegen ein senken des Leitzinses unter 0 nicht möglich ist) Russland macht das z.B. zurzeit um seine galloppierende Inflation in den Griff zu bekommen. Der Leitzins liegt da gerade bei aberwitzigen 11%.

Der Beschäftigungsgrad ist nur der einfachste Weg um zu beurteilen ob es einem Land gut geht. Und gemessen an den 5 (?)% Arbeitslosen müsste es Deutschland eigentlich blendend gehen, ähnlich wie der Schweiz und Norwegen eben. Das Preisniveau (und ein Blick auf die Löhne) zeigt uns jedoch, dass das nicht so ist.
 
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