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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Da will ich gerne auf einen Irrtum hinweisen: Unternehmer👎 zahlen keine Steuern. Denn diese Abgaben zahlt der Verbraucher oder Käufer, der dort einkauft oder eine Dienstleistung kauft. Es zahlt immer der Verbraucher.
( ich kann ich erinnern, daß mal einer meiner früheren cleveren Mitarbeiter zu einem Kunden gesagt hat: Sie zahlen bei uns nicht das was sie zahlen wollen, sondern genau das was wir brauchen )
Das wirklich einzigste, was Geld bringen könnte ( ! ) wäre eine gerechte Steuer auf Kapitalerträge. Darüber denken ja manche auch nach - aber das Kapital flüchtet auch mal gerne..... Aber für ein BGE wäre auch das viel, viel zu wenig.
 
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
Da will ich gerne auf einen Irrtum hinweisen: Unternehmer👎 zahlen keine Steuern. Denn diese Abgaben zahlt der Verbraucher oder Käufer, der dort einkauft oder eine Dienstleistung kauft. Es zahlt immer der Verbraucher.
Und was ist dann mit der Gewerbesteuer und die Einkommenssteuer auf die Firmengewinne?
 
Natürlich nicht, die Aufschläge sind ja auch verschieden hoch - je nachdem welche Kosten ein Betrieb hat. In der Regel muß man sowas auch nicht ausrechnen, sondern es geht als Prozentaufschlag in die Kalkulation ein. Die Verkauspreise sind aber auch nicht alles. Da spielen dann Standort oder auch der Ruf des Unternehmens eine Rolle. Oder auch die Qualität eines Produktes.
Man kann für 299 eine Waschmaschine kaufen, aber auch für 750 Euro.
 
Wie soll den das gehen? Wie kann man denn die Mieten in die Schranken weisen?

Wenn man heute neu baut oder auch umbaut, dann kostet das viel, viel mehr als früher. Auch wegen der höheren Umweltvorschriften. Das Bauland wird teurer, die Bauleistungen und Baustoffe auch. Das will man ja teilweise mit der Miete wenigstens wieder drin haben.

Und vermietet man zu billig streicht einem das Finanzamt anteilig die Instandhaltungskosten für die Wohnung, weil unterstellt wird, dass man mit der Wohnung ja tatsächlich gar keinen Gewinn erzielen will.

Gute Frage - das wäre halt eine schwierige Herausforderung, die unsere Politik zu bewältigen hätte. Ist schwierig, aber aus meiner Sicht nicht unmöglich. Die Löhne und Ersparnisse konnten auch durch politische Maßnahmen über einen langen Zeitraum nach unten gedrückt und abgeschöpft werden. Das wäre dann halt der umgekehrte Fall. Nichts ist unmöglich, wenn man sich Gedanken darüber machen und präzise Pläne schmieden würde. Der Wille muss nur da sein.

Einfach so ein BGE einzuführen, ohne weitere Maßnahmen zu treffen, halte auch ich für nicht durchführbar.

Wir steuern ja auf eine Situation zu, in der es immer weniger Arbeit für die Menschen geben wird ... in vielleicht einem Jahrzeht oder 2-3 wird es soweit sein, dass die Situation "brenzlich" wird, wenn man sich darüber nicht schon vorher einen Kopf gemacht hat. Solche Strukturänderungen können ja nicht von heut auf morgen etabliert werden.

Ein erster Teil-Schritt wäre z.B. die Arbeitszeiten bei vollem Gehalt nach unten zu bringen ... Stück für Stück. Aber das ist keine langfristige Lösung. Da es heute schon sehr viele Menschen gibt, die zwangsweise in Teilzeit, geringbeschäftigt sind und/oder auf Zuschüsse vom Amt trotz Arbeit angewiesen sind. Diese Menschen holt man dadurch ja nicht ab - die Zahl dieser Menschen bei uns wird immer weiter zunehmen - der Trend ist heute schon in den Statistiken zu sehen. Es wäre blauäugig zu glauben, dies würde von allein besser werden.

Diese ganzen Kosten, die der Staat/wir ja jetzt schon hat/haben, müsste man mal objektiv erfassen und dann schauen, ob wir nicht sogar schon eine finanzierbare bedingungslose minimale Grundversorgung hätten - zweiter Teil-Schritt. Das sollte ja nicht so schwierig zu ermitteln sein ^^
Und so müssten wir uns Schritt für Schritt dem BGE nähern, damit die ganzen Strukturen ringsherum auch langsam nachziehen und sich restrukturieren können.

Son "Big Bang" ist i.d.R. immer eine blöde Idee. Kann man analog schon in der IT sehen, wenn in einem mittleren Unternehmen eine neue Software eingeführt werden soll. Der "Big Bang"-Ansatz führt immerwieder zu den gleichen Problemen:


  1. die Akzeptanz der User ist nicht vorhanden. Viele sind einfach unwillig und urteilen pauschal aus Angst vor dem Ungewohnten und Neuen - das wären beim BGE die Politiker und die Bürger, die besser verdienen und Angst haben ihnen würde was weggenommen.
  2. man rollt bei einem "Big Bang"-Ansatz immer auch jede Menge Bugs und Funktionslücken aus, die man vorher nicht bemerkt hat oder daran nicht gedacht hat - beim BGE wären es Strukturschwächen oder Steuerregelungen, die von der Wirtschaft ausgenutzt werden können, um das Geld abzuschöpfen oder Disbalance am Arbeitsmarkt oder oder oder - also halt Regulierungs- und Gesetzeslücken um das Thema herum

daher Schritt für Schritt - also nur meine bescheidene Meinung dazu
 
Zuletzt bearbeitet:
Da will ich gerne auf einen Irrtum hinweisen: Unternehmer👎 zahlen keine Steuern. Denn diese Abgaben zahlt der Verbraucher oder Käufer, der dort einkauft oder eine Dienstleistung kauft. Es zahlt immer der Verbraucher.
( ich kann ich erinnern, daß mal einer meiner früheren cleveren Mitarbeiter zu einem Kunden gesagt hat: Sie zahlen bei uns nicht das was sie zahlen wollen, sondern genau das was wir brauchen )
Das wirklich einzigste, was Geld bringen könnte ( ! ) wäre eine gerechte Steuer auf Kapitalerträge. Darüber denken ja manche auch nach - aber das Kapital flüchtet auch mal gerne..... Aber für ein BGE wäre auch das viel, viel zu wenig.

Unternehmer👎 zahlen keine Steuern?
Jain

Das deutsche Steuersystem unterscheidet zwischen einer indirekten und einer direkten Steuer. Die Umsatzsteuer z.B. ist eine indirekte Steuer, da der Steuerträger und der Steuerschuldner nicht identisch sind. Im Falle der Umsatzsteuer ist der Steuerträger der Verbraucher. Der Steuerschuldner ist der Unternehmer, denn er "bezahlt" die Steuer in Form der Umsatzsteuer an das Finanzamt.

Insofern kann ich dir bei der Umsatzsteuer Recht geben, die reicht der Unternehmer nur weiter an den Staat.

Die Gewerbesteuer muss jeder Gewerbetreibende zahlen. Sie besteuert den Gewerbeertrag eines Unternehmens. Ok auch hier kommt das Geld am Ende vom Kunden. Aber mein Geld kommt auch von meinem Arbeitgeber und trotzdem würde ich nicht sagen, dass ich keine Steuern zahle, sondern nur mein Arbeitgeber.

Die Gewerbesteuer zahlt und trägt der Unternehmer. Und dies Steuer hinterziehen Unternehmen gerne, naja nennen wir es legale Steuervermeidung. Die wird immer noch geduldet.

Ich finde wenn man über soziale Gerechtigkeit oder BGE spricht, dann muss man auch sagen woher das Geld kommen soll. Und die Unternehmer sollten hier in die pflicht genommen werden.
 
Es ist schon verwunderlich, wie viele Gedanken sich einige machen, um das in ihren Augen Unmögliche nicht möglich werden zu lassen. Selten erlebt man jedoch, dass sich Menschen darüber den Kopf zerbrechen, das Unmögliche möglich zu machen. Aber das ist typisch für unsere Situation.
Wir sind jedoch ein reiches Land, und in Deutschland werden unzählige Subventionen gezahlt, wenn der politische Willen dazu besteht. Ich denke nur mal an die "Ewigkeitskosten" für den Bergbau oder auch an die Kosten für die Stilllegung der Atommeiler. Dagegen sind die Leistungen, die ein bedingungsloses Grundeinkommen erfordern würden, ein Klacks.
Was steigende Preise angeht, die hier als Gefahren angeführt werden, besteht bei uns doch länger schon die Gefahr einer Deflation. Im Übrigen würden die von einer sozialen Misere Betroffenen ein BGE nicht auf die hohe Kante legen, sondern es dem Konsum zuführen, wovon der Mittelstand der Kaufleute, um die man sich hier offenbar sorgt, als erster profitieren würde.

Burbacher
 
Und was soll das jetzt heißen? Das wir - die Streuerzahler - jetzt einfach den Atommüll liegenlassen und erst gar kein Endlager suchen?
Nein, das BGE wäre kein Klacks, sondern dreimal der Bundeshaushalt für ein Jahr.
Um die Phantasten ein bißchen zurück in die Realität zu führen, darf kein Preis zu hoch sein.
 
Zitat Andreas900:

Insofern kann ich dir bei der Umsatzsteuer Recht geben, die reicht der Unternehmer nur weiter an den Staat.
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Nein.
Der Betrag ist in aller Regel eben nicht derselbe. Es heißt ja deshalb Mwst, weil der Unternehmer seine Kosten und Gewinne aufschlägt und dann die sog. Zahllast ( die aber häher sein sollte, als nur die Mwst, die ihm der Verbraucher gezahlt hat ) an das FA zu zahlen hat.
Trotzdem zahlt alle Steuern incl. der Gewinne der Verbraucher. Alles ist in den Endverbraucher-Preisen drin. Dazu sollte man sich einfach mal eine Kalkulation ansehen.
Und letztendlich heißt das auch, daß ein BGE von allen - aber hauptsächlich wenn es die Mwst betrifft - von den "Ärmeren" der Gesellschaft bezahlt werden müßte. Profitieren würden diejenigen, die es gar nicht bräuchten und natürlich auch alle Wphlbegüterten die ja auch nciht mehr fressen können, als gut ist.
( plus die ganzen Neoliberalen, die es wieder geschafft hätten, den Staat zurückzudrängen und ihn von Aufgaben zu befreien )
 
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