Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Wäre immer noch zu klären, wie man den reichsten 25%, die 80% der Steuerlast tragen das ganze erklären soll. Die haben nämlich ausschließlich Verlust dadurch.

Wenn das nicht gelingt kann man in der Schweiz nämlich die Reichen stapeln, weil alle Reichen ihren Hauptwohnsitz dahin verlegen.
 
Ganz schwieriges Thema...
Ja man muss aber nicht auf jeden Schmarrn antworten, wenn z.B. behauptet wird, dass Kleidung zum Sperrmüll kommt. Es wird aussortiert, zu Putzlappen, Dämmmaterial usw. 🙂
Müll gehört der Kommune, also hat die zu viel Geld?
Zudem ist Mao auch schon daran gescheitert. 🙂

Ich schau hin und wieder bei einem Recyclinghof vorbei, um zu gucken, ob es was brauchbares gibt (ist wie Wundertüte für Erwachsene, Bücher, Möbel, Bilder, zum Basteln brauchbares Zeug, man weiß vorher nie, was alles auftaucht...) - ein "freier" Hof, der (noch) nicht einem gemeinnützigen Laden wie dem Roten Kreuz zugeordnet ist und wo es deshalb noch erlaubt ist, mal in die Container zu gucken und zu wühlen, solange man den Arbeitern und Kunden nicht auf den Wecker fällt und hinterher für das Mitgenommene ein Scherflein in die Hofkasse zahlt. Und aussortiert wird da überhaupt nichts! Die Arbeiter achten nur darauf, daß Sperrmüll (einschließlich Klamotten!) auch in den Container für Sperrmüll kommt und Gewerbemüll in den für Gewerbemüll, Altmetall in den für Altmetall und so weiter - aber mehr auch nicht. Ein über Verbrennung hinausreichender Verwertungsgedanke scheint bei dieser Kommune (Fürth) noch nicht angekommen zu sein. Hat vermutlich echt zu viel Geld...
 
Nach meinen Erfahrungen sind kleine Wohnungen so teuer, weil sie eben durch die Agenda 2010 erhöht nachgefragt werden. Mit 1964 hat das nix zu tun.
Die Nachfrage hat mit der Agenda nix zu tun, sondern simpel damit, daß heutzutage mehr (geringverdienende) Singles mehr kleinere Wohnungen nachfragen und diese kleineren und Miniwohnungen lange nicht gebaut wurden, weil man jahrelang im Wohnungsbau gutbetuchte Personen oder Familien mit größerem Flächenbedarf im Auge hatte. Höhere Nachfrage treibt bei knappem Angebot die Preise. Also genau so wie es auch schon 1964 war.
 
Ich weiß nicht woher diese "Weisheit" geboren wurde...
Als Grundstücksbesitzer einer Immobilie wird dein Grundstück (mit Haus) nach gesetzlichen Kriterien geschätzt.
Dann bekommst du den Messbescheid.
Dieser Messbescheid (Satz) ist relativ gering. Sagen wir mal (ist) eine krumme Zahl... 83,69.
Die Gemeinde beschließt den Hebesatz und der ist meinetwegen 590%.
Dann zahlst du 493,77€ im Jahr.
Bei entsprechenden Mietwohnungen steigen jedoch der Einheitswert an und damit die jährliche Grundsteuer.

So ist z.B. eine Steuerhöhung von 2012 bis heute (von 413 auf 690), also um 277 Punkte höher angesetzt worden... Ist doch nicht wegzudiskutieren... und auch kein Klacks.

Die Grundsteuer A, B und Gewerbesteuern sind die Hauptsteuern einer Kommune.
Durch eine verfehlte Agenda Politik werden die Löhne niedriger. Der Anteil an der Einkommensteuer und Schlüsselzuweisungen ebenfalls faktisch relativ niedriger und der Mietzuschuss eben höher.
Des Weiteren steigen jedoch die Umlagen für die Jugendhilfe drastisch fast unbezahlbar - ich schreibe das ebenfalls der Agenda Politik zu - und weil eben Grundsteuern auf die Miete umgelegt werden dürfen, steigen die Mieten, was wiederum zu höheren Mietzuschuss führt. Usw...
Ist dir die "Ortsübliche Miete" bekannt?
Ist dir nach dem Mietgesetz die Erhöhungsklausel bekannt?

Der Hebesatz wurde vor ein paar Jahren erhöht, um die allgemeinen Wertsteigerungen für Immobilien (Immobilienblase....) nachzuvollziehen. Ganz simpel. Warum sollen die Gemeinden nicht mehr Geld insbesondere für eigengenutzte Immobilien verlangen, wenn deren Marktwert steigt? Denn die Grundlage (Meßbescheid) ändert sich nicht, die basiert auf den Werten von 1964 und ändert sich nicht durch Preisanstiege in den Mieten. Am Einheitswert und damit am Meßbescheid (der aus dem EW resultiert) ändert sich nur was, wenn sich am Grundstück selbst was ändert, durch Baumaßnahmen, Abriß, Neubau, Aufteilung, sonstwas, und auch das wieder nach Wertvorgaben anno 1964, weil die nun mal festgesetzt sind, aktuelle Realwerte fließen da nicht ein.
Auch mit ortsüblichen Mieten (die von heute, nicht von 1964) und mit maximalen Erhöhungen von Mieten hat das ganze nichts zu tun, abgesehen davon daß die Vermieter natürlich den höheren Hebesatz auf die Miete umlegen. Ist auch nicht so, als ob nur Mieter Grundsteuer zahlen müßten und die Besitzer nicht. Besitzer können die Abgaben der vermieteten Objekte auf Mieter umlegen, aber für ihre eigene Wohnung müssen sie selber löhnen. Oder für ihren Garten, Acker, Laden, Gewerbeeinheit und jeden anderen Grundbesitz.
Dazu läuft übrigens gerade eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, daß die Grundsteuer-Besteuerung (insbesondere für Eigennutzer!!!) verfassungswidrig sei, da sie auf Uralt-Werten basiere (siehe oben) und deshalb nicht mehr zeitgemäß sei. Der wahre Grund der Klage ist der, Eigennutzer von der Grundsteuer komplett zu befreien... aber dieser Schuß könnte nach hinten losgehen, da eben die Gemeinden zu gut Teil von den Grundsteuern leben. Die Gewerbesteuer, das zweite Standbein, läßt sich auch nicht unbegrenzt erhöhen, sonst vergrault man die Gewerbetreibenden. Eine Abschaffung für Eigennutzer (Mieter natürlich nicht - diese Kosten lassen sich ja umlegen 🙄) ist deshalb illusorisch, und bei Neuberechnung mit heutigen Werten kann es schlechterdings nur teurer werden, aber niemals billiger, weil der Standard bei Gebäuden (Ausstattung etc.) seit 1964 kräftig gestiegen ist. Vom gigantischen Verwaltungsaufwand, sämtliche Grundstücke in Deutschland neu zu bewerten, ganz zu schweigen. Das geht nämlich nicht einfach, indem man ein paar Zahlen in einen Computer haut, sondern da müßten Beamte X-Tausende von Akten in jeder Gemeinde erst mal auf die aktuellen Werte bringen, bevor man überhaupt an eine Neuberechnung denken könnte. (Und diese Büchse der Pandora macht niemand auf, der Verstand besitzt.)
 
Wenn es doch nach deinen Aussagen eine erhöhte Kaufnachfrage gibt, dann gibt es doch ein erhöhtes Angebot an Mietwohnungen, weil man die doch nicht leer stehen lässt... dachte ich jedenfalls immer.
Was nützen einem Anleger leere Wohnungen?
Und ein Selbstnutzer vermietet doch nicht.
Erhöhte Nachfrage bedeutet nicht automatisch ein höheres Angebot, weil Wohnungen nicht vom Himmel fallen, die müssen erst mal gebaut werden (der Bau boomt zur Zeit, vor allem in Nordbayern), und an den Himmel hängen kann man eine Wohnung auch nicht, dafür braucht man Baugrundstücke, und die sind in den Städten, wo der Immobilienboom gerade läuft, knapp und teuer. Die ganze grüne Wiese außenrum darf man auch nicht nach Belieben zupflastern, die Naturschützer jammern eh schon über die Versiegelung der Landschaft, also greift man zum Mittel der "Nachverdichtung" mit Aufstocken und "aufwerten" bisheriger Parkflächen und Brachgrundstücke durch Bebauung.
Und was bringt Dich auf die Idee, daß viele Mietwohnungen leerstehen täten? Als reine Geldanlage werden Wohnungen auch in vermietetem Zustand verkauft, außer sie sind nagelneu, aber dann finden sich sofort nach Abnahme die Mieter. Darauf achten vernünftige Besitzer schon, daß keine Lücke im Geldbeutel durch langen Leerstand entsteht, weil auch eine leere Wohnung jeden Monat Geld kostet.
 
und an den Himmel hängen kann man eine Wohnung auch nicht, dafür braucht man Baugrundstücke, und die sind in den Städten, wo der Immobilienboom gerade läuft, knapp und teuer.

Die Knappheit ist leider künstlich. Zumindest in Ingolstadt. Es werden schlichtweg keine Grundstücke für Neubauten an Privatpersonen verkauft sondern nur noch hektarweise an Großkunden, die dann ganze Siedlungen aus dem Boden stampfen und verkaufen.

Auch in Erlangen ist die Knappheit extrem, da seit dem Bau des Röthelheimparks keine neuen Neubaugrundstücke freigegeben wurden. Und auch der Röthelheimpark ist ausschließlich an gewerbliche Immobilienfirmen gegangen.

Das hat zum einen mit dem Umweltschutz zu tun (Erlangen ist von Biotopen und Wasserschutzgebieten umgeben) und zum anderen mit der Inkompetenz der Kommunen, der Nachfrage mit Neubausiedlungen nachzukommen. Der Wirtschaftsboom in den bayrischen Städten (insbesondere auf der Achse Bamberg-München) derzeit einfach zu krass und eigentlich müssten die Ämter personalmäßig verdoppelt werden.
 
Kleine Grundstücke sind immer noch erhältlich, jedenfalls im Raum Nürnberg-Fürth, aber nur wenn man sehr viel Glück und das nötige Kleingeld hat. Oder eine Verwandtschaft, die einem ein Stück Grundstück abtritt, wenn vielleicht ein bisheriger Acker oder Garten zu Bauland umdeklariert wird. Die großen Firmen schnappen sich die großen Grundstücke, weil die dann auch entsprechend den Bau von ganzen Reihen an Reihen-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern samt Infrastruktur (von neuen Kanalanschlüssen und Verbindungsstraßen bis zu neuen Versorgungszentren sprich Supermärkten) finanziell stemmen können, das packt kein kleiner privater Bauherr. Die Häuslesbesitzer jammern ja schon, wenn sie für reine Reparaturen an Anliegerstraßen und/oder Kanal zur Kasse gebeten werden, wie würden die erst jammern, wenn sie das für Neubauten in Eigenregie ganz neu und komplett finanzieren müßten? Und für die Stadt/Gemeinde ist es natürlich auch einfacher, mit einem einzigen Ansprechpartner in Form einer Firma, die sich mit sowas auskennt, zu verhandeln statt mit 20 kleinen Bauherren, die insbesondere von der rechtlichen Seite eines Bauprojekts mit den ganzen Genehmigungen, Anträgen etc. wenig Ahnung haben.
 
Wäre immer noch zu klären, wie man den reichsten 25%, die 80% der Steuerlast tragen das ganze erklären soll. Die haben nämlich ausschließlich Verlust dadurch.

Wenn das nicht gelingt kann man in der Schweiz nämlich die Reichen stapeln, weil alle Reichen ihren Hauptwohnsitz dahin verlegen.

Darin genau liegt der Fehler im Denken!

Erstens stimmt dieses Märchen nicht!
Zweitens haben wir die Sozialbindung im Grundgesetz und die ging mal von ganz anderen Zahlen aus...
Wir hatten mal einen Spitzensteuersatz von satten 95%!

Eigentum verpflichtet! Sein Gebrauch soll gleichzeitig dem Wohle aller dienen! Art. 14 Abs. 2 GG.

So steht es immer noch zu lesen.
Wie kann es das, wenn nichts versteuert wird oder irgendwo auf ausländischen Banken liegt.

Um etwa 60 Milliarden € entlastete Schröder mit seinen Steuerreformen die Spitzenverdiener und bürdete diese Steuerlast der Mittelschicht, zudem mit immer mehr Progressionssätze auf.
Man senkte den Spitzensteuersatz von 53% auf 42%.
Würden da welche hungern?
Wohingegen unten gehungert wird!

Wir sind in Europa Spitzenreiter in der Ungleichverteilung von Vermögen!
Löhne sind über 10 Jahre kaum gestiegen die Gewinne seit 15 Jahren rasant.
Die Mittelschicht (nicht zu verwechseln mit dem Mittelstand) trägt die Kosten der Finanzkrise fast alleine.

Ist dir noch nicht aufgefallen, dass es kaum Daten über den tatsächlichen Spitzenreichtum gibt?
Und fällt dir nicht auf, wie stoisch diese steuerzahlende Mitte das hinnimmt und sogar das BGE noch kritisiert?
Wie genau diese Menschen sich die Argumente der Reichen zu eigen machen!

Ich nenne das dumm! Weil durchaus gute Argumente für eine gerechte Steuer die zu fordern wäre, einfach unwissend abgetan werden.

Daher weiß ich nicht, wie du auf "Verlust" kommst, wenn wir Reichtum so besteuern, wie er angebracht ist. Zumal dieser Reichtum zu Überreichtum führt und nicht mehr durch unsere Volkswirtschaft fließt.
Denn entgegen allen Behauptungen ist die Vermögensversteuerung im Ausland durchaus höher. Und Ehegattensplitting gibt es auch nicht.
Und nicht alle, die etwas mehr belastet würden, verlassen Deutschland deshalb, weil auch sie nicht blöd genug dafür wären.
Denn ein Deutscher Staat hätte Möglichkeiten, wenn er das nur wollte, auch im Ausland zu besteuern.
 
Denn ein Deutscher Staat hätte Möglichkeiten, wenn er das nur wollte, auch im Ausland zu besteuern.

Jemand der seinen Hauptwohnsitz nicht im Inland hat, kann nicht unbeschränkt steuerpflichtig sein. Oder möchtest du dann alle Ausländer voll besteuern die Betriebsstätten in Deutschland haben?

Und soll jemand im benachbarten Ausland dann hier und dort ESt bezahlen?

Mach dich mal über das DBA schlau. Deine fehlenden Steuer- und VWL Kenntnisse gruseln immer wieder.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Esox Ergebnis zu einer Studie zu einem Grundeinkommen Gesellschaft 41

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben