Stimme mikenull zu. Der durchschnittlich gebildete Schweizer ist vom ganzen Schweizer System her (Renten, Soziales, Bürgernähe in den einzelnen Kantonen etc.) erheblich besser über Vorteile und Risiken informiert als ein Blöd-lesender Durchschnitts-Deutscher, insbesondere jene hier Mitschreibenden, die beim Gedanken ans BGE prompt von einem faulen Leben in Luxus und Ungestörtheit durch fiese Ämter träumen und nicht merken, daß die Kosten hinterrücks über erheblich höhere Verbrauchssteuern und Wegfall zahlreicher anderer Leistungen erkauft werden müssen, das ganze also letztlich ein Nullsummenspiel bleibt.
Wenn die Schweizer "Nein" sagen, ist das also wohlbegründet und absolut ein Grund, ihrem besseren Verständnis für solche Dinge zu vertrauen und es genauso zu halten.
Was bei den Schweizern vermutlich kein Problem wäre, bei anderen genannten Ländern wie Senegal sehr wohl: das erste, was eine Einführung eines BGE zur Folge hätte, wäre eine gigantische Einwanderungsbewegung in das betreffende Land, weil es auf der Welt ein paar Milliarden Menschen gibt, die alle gerne ihr Stückchen vom Kuchen abbekommen möchten. Es gab bereits Tests mit einzelnen Orten, die ein Test-BGE eingeführt haben, die Ergebnisse wurden jedoch jedesmal verfälscht und waren unbrauchbar, weil sofort jede Menge Leute zuzogen, die sich sonst dort nie hätten blicken lassen. Wer reale Zahlen haben möchte in einem Testgebiet, muß also zuallererst einen totalen Zuzugs-Stopp verhängen.
Der Nutzen eines BGE für ein Land wie Senegal, wo die meisten Menschen allein deshalb nicht dem Sozialstaat auf der Tasche liegen, weil es gar keinen Sozialstaat gibt, wäre niedrig, die Kosten immens, und außerdem würde prompt mindestens 90 % des restlichen Afrika in dieses "Schlaraffenland" einwandern wollen, sprich die Senegalesen müßten als allererstes um ihr ganzes Land Mauern hochziehen, neben denen sich die Deutsche Teilung wie ein kleiner Vorgartenzaun ausmachen täte. Die Schweizer hätten, wie erwähnt, weniger Probleme damit, weil die es seit alters her gewöhnt sind, einfach die Bergpässe zuzumachen und die Zugbrücken hochzuziehen, sobald fremde Menschenmassen vor der Grenze stehen.