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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Hat man bei Einführung des elektrischen Stroms, der ersten Autos, der ersten Fernseher, der ersten Handys auch gesagt. Machbar für wenige, Spielzeug für Reiche, aber witzlos für eine Millionenbevölkerung. Und heute?
 
Das ist deshalb Unsinn. Stell Dir doch vor, Du hast in einer Stadt zehntausend BGE-Empfänegr. Wo sollen die sich zum Frühstück treffen und was ist mit denen, die es dahin nicht schaffen. Werden die dann sanktioniert und ihnen ein Drittel der Aprikosen-Marmelade wegegstrichen? Freilich, ich gebe zu als Satire taugt es. Es hat aber mit unserem Menschenbild nichts zu tun.
 
Wer sagt denn, daß jeder kommt und zum essen bleibt? Manche holen sich nur ihre Brötchen ab und essen zuhause, allein oder im Kreis der Familie. Manche kommen überhaupt nicht, weil sie selber was besseres haben oder unterwegs auf die Arbeit was besorgen. Die Vesperkirche fand in einer Stadt von 500.000 Einwohnern statt, war per Zeitung und Regionalmeldungen überall bekanntgegeben, so daß theoretisch alle unter den 500.000, die laufen können oder wenigstens im Rollstuhl fahren, hätten vorbeischauen können, und auch Auswärtige, denn nach Wohnort wurde nicht gefragt - aber das ist nicht passiert, und für jeden der kam hat´s gereicht. Und bei allgemeiner Einführung würde das eh dezentralisiert, mit zahlreichen Kleinküchen, kleinen Speisesälen. Gegen entsprechende Entlohnung würden auch normale Gaststätten und Imbißbuden mitmachen - garantierte Gästezahlen pro Tag sind ein guter Ansporn für jeden Wirt.
 
Freiwillig ala Tafel geht das sicher. Aber alles andere ist viel zu teuer. Sowas wird natürlich nie kommen. Die BRD, der Staat der Suppenküchen. Was soll denn der Unsinn? Ich würde vorschlagen, dann müssen auch alle ( Kleidung auf Gutschein ) diesselben Uniformen anziehen. Und der Führer nimmt die Truppenparade ab.
 
Uniformen kosten. Aus diesem Grund hat sich bis heute keine einheitliche Schulkleidung an deutschen Schulen durchgesetzt, wie es in vielen anderen Ländern der Fall ist. Kleiderkammern für Ärmere und Secondhand-Läden für teurere Designerklamotten gibt es längst überall, die sprießen in Zeiten knapper Kassen wie Pilze aus dem Boden. Außerdem landen jedes Jahr irrsinnige Mengen an noch brauchbaren Textilien einfach im Müll. Wenn man sich mal eine Weile auf einem Recyclinghof aufhält, beobachtet man Anlieferungen von säckeweise Altkleidern, die ohne Rücksicht auf Verluste im Sperrmüll landen (und vieles davon noch gut und brauchbar). An jeder Ecke wird gespart und gejammert, aber wenn es um Klamotten geht, scheint das Geld immer noch locker zu sitzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und die BGE-Bezieher sollen dann in Gerauchtklamotten rumlaufen? Warte mal bis Rhenus das liest......

Ganz schwieriges Thema...
Ja man muss aber nicht auf jeden Schmarrn antworten, wenn z.B. behauptet wird, dass Kleidung zum Sperrmüll kommt. Es wird aussortiert, zu Putzlappen, Dämmmaterial usw. 🙂
Müll gehört der Kommune, also hat die zu viel Geld?
Zudem ist Mao auch schon daran gescheitert. 🙂
 
Du hast Pech, was die Grundsteuern für Wohnungen angeht. Die haben nix mit Agenda 2010 zu tun und sind auch nicht erst seit 20 Jahren so, wie sie sind, sondern schon seit der Hauptfeststellung des Jahres 1964, als nach dem Krieg alle Grundstücke in Deutschland neu bewertet wurden, weil man mit den Vorkriegswerten, die auf Feuerversicherungen der 20er Jahre (!) basierten, nichts mehr anfangen konnte. (Die Feuerversicherungen gehen meines Wissens übrigens bis heute von den alten Grundwerten aus, nur per Zuschläge auf aktuelle Wertmaßstäbe hochgerechnet.) Damals hat man die realen Mietwerte anno 1964 als Grundlage für die Bewertung genommen, Realmieten für Altbauten wo man welche hatte, und wenn man - bei Eigennutzern - keine Mieten hatte, hat man in dem betreffenden Ort oder Stadtteil einfach einen Durchschnitt aus allen Realmieten gezogen und den angesetzt, höhere Werte in (damals!) "angesagten" Gegenden, niedrigere in (damals!) "Glasscherbenvierteln". Ursprünglich war geplant, diese Hauptfeststellung alle 7 oder 10 Jahre neu zu machen und damit die Grundsteuern jeweils auf die aktuellen Werte zu bringen (die natürlich sehr ungünstig ausfallen täten in Zeiten von Wohnungsnot und wachsenden Immobilien-Blasen...), aber schon während der ersten Feststellung (alles per Hand und Ermittlungen der fleißigen Bearbeiter, elektronisch war 1964 noch nicht viel los!) stellte man fest, daß das eine so gigantische Arbeit ist, daß sich bis heute keine Regierung mehr daran getraut hat, eine neue Hauptfeststellung loszutreten. Und deshalb gelten als Grundlage für Einheitswerte + die daraus resultierenden Grundsteuern bis heute Mietwerte und auch Bodenwerte des Jahres 1964. (Wohlgemerkt, für Bodenwerte oder Mieten anno 1964 - in DM - bekommt man heute nirgendwo mehr eine Wohnung oder Bauland!) Die Gemeinden gleichen die zwischenzeitlichen Wertsteigerungen in der Berechnung durch den Hebesatz aus, der je nach Gemeinde unterschiedlich hoch ist, in Städten höher als auf dem Land, logisch, weil auch die Bodenwerte und Mieten in der Stadt meist deutlich höher liegen/seit 1964 gewachsen sind als irgendwo in der Pampa.

Kleinere Wohnungen bis 50 Quadratmeter, also Appartments, sind in der Grundsteuer relativ gesehen teurer, aus dem einfachen Grund, weil die 1964 gerade besonders gesucht waren und deshalb im damaligen Mietwert im Schnitt höher lagen als Wohnungen mit größerer Wohnfläche.

Wie geht denn das...???

🙂🙂 😕
Nach meinen Erfahrungen sind kleine Wohnungen so teuer, weil sie eben durch die Agenda 2010 erhöht nachgefragt werden. Mit 1964 hat das nix zu tun.

Und da die Werte, siehe oben, nie angepaßt wurden, ist das bis heute so, denn auch für Neubauten (alles nach 1964) gelten in der Bewertung die Werte des Hauptfeststellungszeitpunkts, und der war 1964. Und mit dem Ansatz von 1964er Werten kann man imho nicht streiten, weil jeder reale aktuelle Wert bedeutend darüber läge.

Ich weiß nicht woher diese "Weisheit" geboren wurde...
Als Grundstücksbesitzer einer Immobilie wird dein Grundstück (mit Haus) nach gesetzlichen Kriterien geschätzt.
Dann bekommst du den Messbescheid.
Dieser Messbescheid (Satz) ist relativ gering. Sagen wir mal (ist) eine krumme Zahl... 83,69.
Die Gemeinde beschließt den Hebesatz und der ist meinetwegen 590%.
Dann zahlst du 493,77€ im Jahr.
Bei entsprechenden Mietwohnungen steigen jedoch der Einheitswert an und damit die jährliche Grundsteuer.

So ist z.B. eine Steuerhöhung von 2012 bis heute (von 413 auf 690), also um 277 Punkte höher angesetzt worden... Ist doch nicht wegzudiskutieren... und auch kein Klacks.

Die Grundsteuer A, B und Gewerbesteuern sind die Hauptsteuern einer Kommune.
Durch eine verfehlte Agenda Politik werden die Löhne niedriger. Der Anteil an der Einkommensteuer und Schlüsselzuweisungen ebenfalls faktisch relativ niedriger und der Mietzuschuss eben höher.
Des Weiteren steigen jedoch die Umlagen für die Jugendhilfe drastisch fast unbezahlbar - ich schreibe das ebenfalls der Agenda Politik zu - und weil eben Grundsteuern auf die Miete umgelegt werden dürfen, steigen die Mieten, was wiederum zu höheren Mietzuschuss führt. Usw...

Übrigens, der Staat zahlt keineswegs "Miettreibern jede Summe", weil z. B. für Flüchtlingsheime oder sozialen Wohnungsbau zuerst einmal die Gemeinden selber aufkommen müssen, bevor sie - später und nur vielleicht - Erstattungen vom Staat bekommen, und da die Gemeinden chronisch klamm sind, achten sie schon aus reinem Eigennutz darauf, daß keine Mietwucherei entsteht, damit würden sie sich ins eigene Fleisch/sprich den eigenen Geldbeutel schneiden.

Ist dir die "Ortsübliche Miete" bekannt?
Ist dir nach dem Mietgesetz die Erhöhungsklausel bekannt?

Ebenso werden Mieten in der Regel nicht vom Staat bezuschußt (da würden sich Mieter und Vermieter gleichermaßen freuen), außer es geht explizit um Sozialwohnungen oder den "sozialen Wohnungsbau", wo die Mieten gedeckelt sind, um auch sozial Schwächeren, also Geringverdienern erschwingliche Mieten zu ermöglichen. Die laufen aber über Wohnungsbaudarlehen, die vom Eigentümer der Wohnung irgendwann zurückzuzahlen sind, sind also kein staatliches Geschenk.

Ist dir Wohngeld ein Begriff?

Wenn die Mieten explodieren, sind das keine Machenschaft des Staats, sondern einfach die Gesetze des Marktes (Wohnungsknappheit) und das erneute Wachstum von Immobilienblasen, bei denen in Zeiten geringer Verzinsung jeder sein Geld in "Betongold" anzulegen versucht und auf diese Weise unzählige Wohnungskäufer die Preise für Wohnungen (und damit die Mieten) gemeinsam in die Höhe treiben.

Wenn es doch nach deinen Aussagen eine erhöhte Kaufnachfrage gibt, dann gibt es doch ein erhöhtes Angebot an Mietwohnungen, weil man die doch nicht leer stehen lässt... dachte ich jedenfalls immer.
Was nützen einem Anleger leere Wohnungen?
Und ein Selbstnutzer vermietet doch nicht.
 
Du bist einfach naiv. Natürlich ist ein Staatshaushalt kein normaler Haushalt, aber du kannst dir nicht einfach so 1 Billion pro Jahr aus den Fingern saugen. Verlass mal deine comfort-zone und rechne mal aus, wie hoch die Steuern sein müssen, um das zu finanzieren. Und bedenke dabei, dass wir schon jetzt knapp 70 Prozent unseres Gehaltes für Steuern und Sozialabgaben an den Staat abdrücken.

Es steht doch jedem frei, die wilden Zahlen die er/sie in den Raum stellt, wenigstens annähernd nachvollziehbar zu gestalten. Sag doch mal - ganz großzügig, gerundet - wie Du auf 1000 Yard zusätzliche Kosten kommst ?

Und in einem Land, in dem es erlaubt ist, zu proklamieren, dass durch Steuersenkungen für Reiche nachher mehr Geld in der Staatskasse ist, sollte es auch erlaubt sein, zu behaupten, dass man durch Mehrausgaben mehr mehr einnimmt als man zunächst zusätzlich ausgiebt.
 
Ich bin gegen ein BGE, weil ich generell was gegen staatlich legitimierten Raub und sozialistische Umverteilung habe!
BGE heißt Einschränkung meiner Rechte und Freiheit, das soll nicht heißén dass diese nicht auch jetzt im Status Quo eingeschränkt werden, aber wenn schon ein neues oder besseres System, dann doch bitte eins das keine Einschränkung meiner Freiheit mit sich zieht.

Danke.

An sich kann man das so machen - rein das Recht des stärkeren.

Dann aber auch bitte überall. Dann dürfen wir nicht mehr in Bestürzung ausbrechen, wenn ein mittelstarker Mittfünfiger von drei körperlich überlegnen Teenagern eben totgeprügelt wird.

Nicht dass ich dir sowas jetzt wünsche, aber ......
 
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