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Baupreise steigen ins Uferlose

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 5176
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Wie lange hast du bis jetzt zur Miete gewohnt?
Naja, bei mir war es so, dass ich mit Beginn der Lehre schon zu Hause auszog, also mit 17 erste eigene Wohnung, 400km weg von zu Hause. Miete hatte ich von 17-30, und dann jetzt wieder etwa 1 Jahr. So ab dem 23. konnte ich dann auch anfangen immer etwas zur Seite zu legen um einen Grundstock aufzubauen, das nachträgliche Studium machte ich halt auch während der Arbeit in Abendschulen.
Zwischenzeitlich dann erst ein Haus in Kanada gebaut (sehr günstig dort, Holzbauweise), der Arbeit geschuldet, dann halt eins in HH. In HH hatte ich den Vorteil dass ich dort von einem Bruder meiner Oma ein Grundstück geerbt hatte. Ansonsten wäre dort , auch schon zu der damaligen Zeit, das Grundstück teurer gekommen als das jetzige Haus mit Nebengebäuden und Grundstück von 2700m² was ich gerade auf dem Land gekauft habe.
Den Hals nicht voll bekommen ist übrigens ebenso ein gutes Beispiel von Dir. Viele übernehmen sich gerne dann auch erst, wenn sie merken dass es einmal gut geklappt hat. Kenne da auch so einige Beispiele, man muss halt auch einfach irgendwann mal zufrieden sein mit dem was man aufgebaut hat.
 
A

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Re: Baupreise steigen ins Uferlose
@Bodenschatz:
insgesamt wurde es etwas günstiger (wobei während des Baufortschrittes immer wieder neue Kosten auf mich zukommen werden, wenn die Wünsche sich wieder ändern sollten) - nachdem meinem alter Bauträger vom 1. Haus noch ein Angebot abgab. Mit ihm war ich beim ersten Bau auch zufrieden und deshalb war es für mich keine Frage. Ich schätze mal mit 300 000 € ist der Aushub, die Hausanschlüsse, Rohbau und Dach fertig. Für die Fenster und Haustür kam gestern das Angebot knapp 43.000 €. Im ersten Moment war ich geplättet, als der Unternehmer mir sagte, ich hätte die selben Preis wie bei meiner Tochter erhalten.
Später wurde mir bewusst,yea, mein moderner Bau hat viele große Fensterflächen - ich sitze im Glashaus sozusagen. Das kostet halt.
Irgendwann muss ich aufhören die Preise zu addieren, sonst bekomme ich Magengeschwüre.
Aber ich bin ja bald 60 - es ist mein letztes Projekt vor der Grube. So what.
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In München eine Wohnung 100 qm für 500 000 € - das kann kein Neubau sein.
Ab 100 00 € sind die Preise hier für einen qm.
Die Münchner Preise sind zu uns in der Augsburg-Ingolstadt-Nürnberg übergeschwappt.
Vor 3 Jahren habe ich mal eine EG für die Tochter in Augsburg Citylage besichtigt - etwas über 100 qm Wohnfläche und halt Terrasse dazu ( Penthaus schimpfte sich das Gruselwerk) für 1,2 Millionen.
Ich bin fast vom Glauben abgefallen.

Sogar auf dem platten Land, wirklich wo Fuchs und Hase sich begegnen sind die qm Preis zwischen 4500 und 5500 € für eine EG. Unvorstellbar.
Die jungen Leute die mein altes Haus gekauft haben - fanden den Kaufpreis supergünstig!
Ich bin fassungslos - keine Nacht könnte ich an deren Stelle mehr schlafen.
Das Haus ist 28 Jahre alt, egal wie viel du es pflegst und immer wieder renovierst - da kommt die nächsten Jahre was auf sie zu.
Das Haus der verstorbenen Oma meines Schwiegersohns wird gerade verkauft.
Baujahr ca 1965- Bungalow mit Einliegerkellerwohnung Wohnfläche oben 140 qm im Keller noch 40 qm plus Nutzräume, Flachdach - 800 qm Grund, Kleinstadt, alles noch so schön wie vor 60 Jahren, -Kostenpunkt 400 000 €. 200 000 € kannst du da locker nochmals reinstecken und dann hast du immer noch eine alte Burg.
Im Vergleich waren dann meine 550 000 € für mein Haus ein Schnäppchen für die Käufer.😉😉
Meine Meinung: Gebrauchte Immoblien werden günstiger, denn viele Arbeitsplätze werden wegfallen. Viele haben Kredite laufen, die jenseits von gut und böse sind, und diese Menschen werden die nicht mehr finanziert bekommen - das ist die Chance für euch die etwas suchen.
.
 
Bei uns in Daugavpils, LV, bekomme ich noch eine ETW für 10.000 € 🙂

Aber uns reicht dort das Häuschen mit 600 qm Garten und die ETW in der Stadt. Wenn es in D noch schlimmer wird, sind wir ganz da oben. Bevölkerungsdichte 20 Menschen pro Quadratkilometer.
 
München ist Wahnsinn. Da werden Minigrundstücke ohne Haus zu 800.000 Euro angeboten.

In dünner besiedelten Regionen ist die Spreizung größer. Da findet man neben Exklusivpreisen auch noch preiswerte alte Häuser.
ja, und das traurige ist: Wenn man von dort kommt, bleibt einem im Grunde nur noch die Flucht irgendwo anders hin: Aber wenn es doch die eigene Heimatstadt ist?😢😢
 
Ich kenne jemanden, der als scheinbar ewiger Junggeselle mit Anfang 40 vor weniger als 10 Jahren ein schönes Haus gekauft hat und es jetzt wieder verkaufen will, um mit seiner Partnerin, die er seit zwei Jahren hat, in ihrer Mietwohnung zusammenzuleben und vielleicht später noch mal gemeinsam was eigenes zu kaufen. In der Mietvertrag der Partnerin will er als Mieter mit einsteigen. Der Vermieter hat wohl auch nichts dagegen.

Wenn ich einmal Immobilieneigentum hätte, würde ich mich davon wohl nicht so leicht trennen. Aber ich habe halt Pech gehabt. Ich war sehr lange allein, habe erst mit Mitte, Ende 30 meinen ersten Partner gefunden, und es stand aus beruflichen Gründen auch lange nicht fest, wo ich einmal leben würde. Bin zunächst jahrelang von meiner Heimatstadt, in der ich eine Mietwohnung bewohnte, täglich über 60 km hin und zurück zur Arbeit gependelt. Erst mit 39 bin ich in die Nähe meiner Arbeitsstätte gezogen, wieder in eine Mietwohnung, in der ich bis heute wohne (relativ preiswert, für 74 qm mit Gartenmitbenutzung zahle ich inkl. Nebenkosten 555 € pro Monat, allerdings ist das Bad auch sehr alt). Damals war ich zwar liiert, aber es war nichts Halbes und nichts Ganzes. An eine Heirat (und gemeinsamen Eigentumserwerb) war nicht zu denken, und als es zur Trennung kam, war ich 42. Danach hatte ich jahrelang derartige Probleme mit meiner alten, chronisch kranken Mutter (2011 verstorben), meiner schizophrenen Schwester und - nach dem Tod der Mutter - der fast vier Jahre dauernden, extrem nervenaufreibenden Erbauseinandersetzung, dass ich neben meinem anspruchsvollen Beruf gar nicht den Kopf und die Nerven frei hatte für den Erwerb von Immobilieneigentum. Mit 48 lernte ich dann meinen jetzigen Partner kennen, mit dem ich aber nur eine Wochenendbeziehung führe. Wenn ich (inzwischen 57) jetzt oder in ein paar Jahren nach der Pensionierung noch Eigentum erwerben wollte, müsste ich dies allein finanzieren, da mein Partner zwar Akademiker, aber leider dauerarbeitslos ist und in seinem Alter auch nichts mehr finden wird. Er müsste dann in meine Nähe in eine kleine Wohnung ziehen, die ihm vom Sozialamt finanziert wird, wenn seine Reserven aufgebraucht sind.

Ich verdiene als Beamtin im höheren Verwaltungsdienst mit A 16-Besoldung zwar recht gut (4500 € netto - aber nach der Pensionierung natürlich deutlich weniger!) und bekomme in drei Jahren auch eine Lebensversicherung ausbezahlt, sehe aber auch nicht, dass ich mir bei den Preisen in dem Alter noch einen Seniorenbungalow mit ca. 100 qm Wohnfläche oder eine entsprechende ETW leisten kann. Ich habe natürlich Rücklagen und Eigenkapital, aber es wird bei den horrenden Preisen dennoch nicht für einen kleinen Seniorenbungalow oder eine ETW reichen, wie sich sie mir vorstelle. Wahrscheinlich werde ich aufgrund des glücklosen Verlaufs meines Privatlebens und der Entwicklung der Immobilienpreise trotz überdurchschnittlich guten Verdienstes bis ans Ende meiner Tage zur Miete wohnen bleiben müssen. Finde ich auch oft frustrierend, wenn ich andere so sehe, die viel schlechter ausgebildet sind als ich, nur dank Heirat und elterlicher oder schwiegerelterlicher Hilfe oder Erbe im Eigenheim wohnen, sich obendrein wer weiß was darauf einbilden und mich für gescheitert halten. Hätte ich in meinen Zwanzigern oder Dreißigern geheiratet und hätte der Mann wenigstens einigermaßen verdient (und sei es entsprechend dem gehobenen Verwaltungsdienst), wäre Eigentumserwerb für mich überhaupt kein Problem gewesen. Und ich hätte dazu keine finanziellen Zuwendungen von Eltern oder Schwiegereltern gebraucht.

Andererseits: Ich könnte ja auch schon wieder geschieden sein und gegenüber studierenden Kindern oder einem weniger gut verdienenden oder dauerarbeitslosen Exgatten obendrein Unterhaltsverpflichtungen haben. Das wäre natürlich noch schlimmer. Na ja, und diese finanzielle Abhängigkeit von spendablen Eltern und Schwiegereltern finde ich auch nicht so erstrebenswert. Jedenfalls kann man nicht wirklich stolz darauf sein, wenn man sich eine bestimmte Immobilie nur dank deren Unterstützung leisten kann. Das ist nur Glück, aber kein persönliches Verdienst. Daher kann ich es auch nicht bewundern, sondern nur die Tatsache hinnehmen, dass das Leben nun mal nicht gerecht ist. Hätte ich selber dieses Glück, würde ich mich vielleicht auch darüber freuen, es aber anderen Personen, von denen ich genau weiß, dass sie unverschuldet nicht ansatzweise so vom Glück begünstigt sind, nicht so vorführen. Wie viele hier wissen, habe ich ja Verwandte, die diese Taktlosigkeit leider immer wieder begehen und von denen ich mich inzwischen auch zurückgezogen habe, da die Chemie mangels Gemeinsamkeiten schon lange nicht mehr stimmt.

Noch schlimmer wäre es, eine lebensbedrohliche Krankheit zu bekommen und früh zu sterben. Dann nützt einem das ganze tolle Immobilieneigentum auch nichts mehr.
 
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Bei uns in Daugavpils, LV, bekomme ich noch eine ETW für 10.000 € 🙂

Aber uns reicht dort das Häuschen mit 600 qm Garten und die ETW in der Stadt. Wenn es in D noch schlimmer wird, sind wir ganz da oben. Bevölkerungsdichte 20 Menschen pro Quadratkilometer.
nichts wie hin zu dir, Galaus. Wie lebt es sich denn bei euch, wenn du Standart von Deutschland mit Lettland vergleichst.
War erst etwas verwundert, weil ich immer dachte du lebst in der BRD.
 
nichts wie hin zu dir, Galaus. Wie lebt es sich denn bei euch, wenn du Standart von Deutschland mit Lettland vergleichst.
War erst etwas verwundert, weil ich immer dachte du lebst in der BRD.

Ich lebe in beiden Ländern. Aber wenn es hier in D so weiter geht wie bisher, sind wir ganz da oben. Hier hatte ich den Beruf, bin jetzt Pensionär, und wenn die Grenzen wieder offen sind, geht es wieder da hoch. Die meiste Verwandtschaft lebt dort. Tochter, Schwiegersohn und Enkel wiederum leben hier in D.

 
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