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Baupreise steigen ins Uferlose

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Diese Krise sollte auch kein Argument sein. Doppelbelastungen sind aber natürlich immer blöd. Ich habe ja auch gerade ein Haus mit großem Grundstück gekauft, auf dem Land, da ist es echt noch bezahlbar, muss aber auch noch ständig mit dem Einzug warten da es mit Möbeln derzeit unendlich lang dauert und bezahle halt auch noch Miete nebenher. Rechne dann immer was ich mit der Miete schon wieder anschaffen hätte können aber manchmal ist das so. Bei meinem vorigen Haus in HH kamen halt ziemlich schnell die Angebote und dann ging es sehr schnell weg was ja auch gut war.
 
Finanziell kann ich das sowieso nie und nimmer stemmen. Und das obwohl ich studiert habe und verhältnismäßig gut verdiene. Aber 400.000 sind unmöglich und da sind noch keine Maklerkosten und Einrichtung eingerechnet.
Kenn' ich, geht mir auch so. Aber dann ist es eben so.

Verwandte von mir haben schon vor Jahrzehnten gebaut. Sie verdienen nicht so gut wie ich, bauten aber auf dem Dorf, wo damals natürlich auch alles noch wesentlich billiger war als heute. Außerdem wurden sie von Eltern und Schwiegereltern unterstützt. Das kann man mit meiner heutigen Situation nicht vergleichen, und in einem Dorf würde ich auch nicht leben wollen.
 
Ich verstehe irgendwie die Baufinanzierungen nicht.
Gesetzt den Fall, ein 20 jähriger verdient 2200 netto, also eigentlich mehr als ein Drittel der Bundesbürger haben.
Er sagt, dass er zwar nicht immer dasselbe Geld im Leben verdienen wird aber immer dieselbe Kaufkraft (KK) iHv 2200 Euro haben wird. 47 Jahre lang, bis zur Rente.
Hierdurch erhält er KK von ca 1,2 Mio.
Folgende Minimalkosten plant er also 47 Jahre lang ein:
Hausnebenkosten Strom Gas Wasser Abwasser 2500€/Jahr = 117000€
Essen 12Monate x 300€ =169200€
Billiges Auto incl all lt ADAC Rechner 0,40€/km x 12000km/Jahr =225000€
GEZ 53€ x 4 = 14100
Kleidung 300€/Jahr = 14100
Luxus 1€/Tag = 17100


So verbleiben lebenslang ca 563k€ Euro. Kauft man davon Immobilien ,fallen 10% Nebenkosten an. Rest: ca 512k€.
Rechnet man die Bank-Zinsen ab, so darf das Haus einen Wert/eine Kaufkraft von 334.000€ haben.
Seine Frau hat dasselbe Einkommen, zahlt aber keine Hausnebenkosten und keine GEZ ( s.o.)
So verbleiben in ihrem Leben ca 774000€, der Hauswert beträgt ca 461000€.
Zusammen können sie ca 795.000 im ganzen Leben aufbauen.
Würde man das Haus kaufmännisch über 80 Jahre betrachten, so müsste der Zeitwert später um 47 von 80 Jahren gesunken sein, soweit kein Cent in Renovierungen eingeflossen ist ( 421k€).
Von den 210k€/Person kann man sich ab 74 sechs Jahre lang einen Platz im Altersheim besorgen ( +-36000/Jahr) und stirbt dann mit 80.

Wenn heute bei den Preisen also ein super junges Päärchen ohne Eigenkapital mit nur etwas weniger Verdienst, natürlich ohne Kinderwunsch, an einen Bau über 500k€ heran geht, wird es wohl zuerst Rückenschmerzen und danach Kopfschmerzen geben.
 
Ohne Eigenkapital ist es eh immer ein Lotteriespiel, wenn ich , wie viele es tun, 30 Jahre oder auch mehr an einem Haus abbezahlen muss, dann weiß ich schon vorher, dass es Lotterie ist.
Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Trennung, weniger Einkommen, was kann man denn heute schon als Festpunkt rechnen? Daher sind doch auch alle Anlagen, Strategien , Finanzierungen immer ein Lotteriespiel.
Gänzlich ohne Eigenkapital würde ich, auch in jungen Jahren , solch Risiken nicht eingehen.
 
Kauf dir lieber ein kleines Reihenhaus oder einen Altbau.

Die Hausgelder bei Eigentumswohnungen reichen oft schon an Mietpreise ran. Und du musst dich dauernd der Mehrheit anpassen.
Stimmt: Das habe ich auch schon festgestellt. Bei uns kostet eine Wohnung mit sagen wir mal 100qm Wohnfläche inzwischen 500 000 plus.
ein reihenhaus bekommt man dagegen für 800 000. Da hat man inzwischen mehr fürs Geld. Aber es ist halt leider so: man muss die 800 000 dann auch erstmal haben! DAs ist ja das traurige😢.
Und selbst wenn man es hat: WILL man es ausgeben, wissend, dass es einfach nur noch kranke Preise sind?
Ja, es ist zum haare ausreißen.
bei Mieten ist es ähnlich. Teilweise kann man echt sagen: Ein haus mieten ist günstiger, als eine Wohnung zu mieten. Haben uns kürzlich eine Doppelhaushälfte angeschaut für 2200 warm (schöner Neubau mit ganz nettem Garten und keller). Klar: Das ist ein krasser Preis, aber eine Wohnung in der gleichen lage mit der gleichen Wohnfläche und ohne garten kostet mindestens genauso viel, meist deutlich mehr! Also absurd ist das schon....
 
Stimmt: Das habe ich auch schon festgestellt. Bei uns kostet eine Wohnung mit sagen wir mal 100qm Wohnfläche inzwischen 500 000 plus.
Ich hab gedacht, Du machst Witze.
Da schau ich im Internet nach und finde tatsächlich in München eine Neubauwohnung von knapp 95m² für sage und schreibe 808.000€!!
Inkludiert ist sogar ein Bad, in dem man separat duschen und auf den Pott kann, sogar mit Handwaschbecken und Spiegel.
Die Dusche ist vermutlich von der neuesten Generation, also ohne Wasser. Man stellt sich rein und kommt gefönt und fertig gepudert wieder heraus.
Der Pott ist bestimmt geräusch- und geruchsarm aber mindestens selbstreinigend ausgelegt.
Man könnte anregen, dass ein Käufer, also Ex-Millionär, sich das lieber für den Po wünschen wird, ergänzend vielleicht eine UnterhosenDampfBügelstation oder "danach" eine Parfümspritze mit Rotationsautomatik um die "wichtigsten Teile" drum herum, um das Geschäft mit einer gelungenen Unterboden-Note abzurunden.
Das Waschbecken ist nicht nur wassersparend sondern platzsparend und kann aus Wasser Wein machen , und der Spiegel macht einen durch integrierte Bildbearbeitungssoftware glatte 10 Jahre jünger.

Das ganze kostet sportliche 20.000€, verbraucht lediglich 4,1m² Ressourcen und vermittelt dem Nutzer so einen kompetenten weil raumfüllenden Eindruck, selbst im Morgenmantel.

Die Wohnung ist barrierefrei was wohl soviel heisst wie, dass man zwar in die Trockendusche nicht mit dem Rollstuhl hinein kommt - oder nicht mehr heraus - , aber nebenan das andere Bad mit der Wanne nutzen kann, in die man ja nur hineingeklettert wird, wenn man stilvoll im warmen Regen stehen will.

Aber wer will das in der Preisklasse schon?
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Krise sollte auch kein Argument sein. Doppelbelastungen sind aber natürlich immer blöd. Ich habe ja auch gerade ein Haus mit großem Grundstück gekauft, auf dem Land, da ist es echt noch bezahlbar, muss aber auch noch ständig mit dem Einzug warten da es mit Möbeln derzeit unendlich lang dauert und bezahle halt auch noch Miete nebenher. Rechne dann immer was ich mit der Miete schon wieder anschaffen hätte können aber manchmal ist das so. Bei meinem vorigen Haus in HH kamen halt ziemlich schnell die Angebote und dann ging es sehr schnell weg was ja auch gut war.
Wie lange hast du bis jetzt zur Miete gewohnt?
Meine erste eigene, günstige Wohnung bezog ich mit Anfang 20 nach der Lehre. Dort lebte ich bis 35. Für mich war Miete zahlen standart, da auch meine Eltern immer zur Miete wohnten.

Dann lernte ich meine jetzige Partnerin kennen. Ich zog mit in ihr Haus ein und wir teilten uns das abzahlen der Tilgungsraten. Bei ihr war das so eine Finanzierung wie sie früher bei kleinem Budget üblich gewesen ist. Ungefähr 1 Prozent tilgung, abgezahlt mit Renteneintritt. Dann schnupperte ich Morgenluft, denn durch meinen Eintritt änderte das vollkommen die Verhältnisse. An den Tilgungsraten änderten wir bei der Bank offiziell nichts, meinen Anteil legten wir zur Seite. Entweder für Reparaturen oder am Jahresende als Sondertilgung in die "frei" gewordenen Kredite. Dadurch nahm der Kredit rapide ab. Wir lernten uns 2008 kennen und ich rechnete hoch, dass wir in 2016 schon vollkommen schuldenfrei sein müssten. Sowas kannte ich nicht. Keine Verpflichtungen zum zahlen mehr des größten Postens, den ein Mensch hat. Die Miete. Das war für mich wie ein Lottogewinn und öffnete mir die Augen wie lukrativ es ist, lieber ein Darlehen ab zu zahlen anstelle von Mietzahlungen.

Gut, alles andere ist makulatur. ^^
Würde die Geschichte damit enden, würden wir schon seit 4 Jahren in Saus und Braus leben und unser Geld für teure Urlaube und Autos verschleudern. Wir hingegen bekamen dann ja den Hals nicht voll und kaufen bereits in 2010 dann das nächste Haus, in 2012 das direkt angrenzende Nachbarhaus und führten sie zu einem zusammen. Jetzt haben wir ja wieder eins gekauft das wir nächsten Monat beziehen. Wir haben uns von den Preisen her immer weiter gesteigert. Mittlerweile kostet uns das aktuelle 365.000., mit allen Nebenkosten, Makler, Grunderwerbsteuer, etc., dann 420.000.
Davon haben wir über 200.000 EK durch den Verkauf der vorherigen Häuser - sonst wäre das nicht machbar. Und das ist das worauf ich eigentlich hinaus wollte. Das erste Objekt sollte günstig sein das man relativ schnell erlebt schuldenfrei zu sein. Entweder nutzt man dies oder kann das Kapital einsetzen für ein nächstes Haus. Sonst fressen einen die Zinsen auf.
 
Stimmt: Das habe ich auch schon festgestellt. Bei uns kostet eine Wohnung mit sagen wir mal 100qm Wohnfläche inzwischen 500 000 plus.
ein reihenhaus bekommt man dagegen für 800 000. Da hat man inzwischen mehr fürs Geld. Aber es ist halt leider so: man muss die 800 000 dann auch erstmal haben! DAs ist ja das traurige😢.

München ist Wahnsinn. Da werden Minigrundstücke ohne Haus zu 800.000 Euro angeboten.

In dünner besiedelten Regionen ist die Spreizung größer. Da findet man neben Exklusivpreisen auch noch preiswerte alte Häuser.
 
Und selbst wenn man es hat: WILL man es ausgeben, wissend, dass es einfach nur noch kranke Preise sind?
Ja, es ist zum haare ausreißen.

Was mir persönlich ziemlich stinkt: Ich hatte vor 10 Jahren schon mal die Idee mir etwas zu kaufen, damals noch eine 3-Zimmerwohung (auch Neubau). Aber damals dachte ich mir, dass mir 130.000 EUR Kredit bei 5% Zinsen doch etwas zu viel sind. Ich hatte mir vorgenommen noch fleißig zu sparen und mir später eine Wohnung zu kaufen.
Und jetzt wäre ich froh wenn ein Kredit von 130.000 reichen würde
 
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