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Baupreise steigen ins Uferlose

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Der Vergleich hinkt, weil ein Haus entweder vermietet wird oder ein Stück Lebensqualität darstellt.

Natürlich kann man das Geld auch in Aktien stecken und 30 Jahre unter der Brücke schlafen.

Immobilienwerte und -renditen sind schwer einzuschätzen, da Immobilien bei Vermietung Erträge bringen aber umgekehrt Instandhaltung kosten. Die Rechnung ist meist kompliziert.

Die wenigsten Menschen sind in der Lage die Rendite ihrer Immobilie einzuschätzen. Zumal jede Immobilie individuell ist. Ich kann sehr deutlich sagen, was eine Amazon Aktie über die letzten 10 Jahre eingebracht hat, denn jede Aktie von Amazon ist gleich. Aber mein Haus ist nicht gleich dem Haus des Nachbarn, geschweigedenn einem Haus in einer anderen Stadt.

Erstaunlich finde ich aber, dass viele naiv an die Sache herangehen. Sie meinen zB dass Kaufen IMMER besser sei als mieten. Das ist quatsch.
Da sollte man einen "Kaufen-oder-Mieten-Rechner" nutzen. Und hinzuaddieren welche Vorteile man will. Käufer haben die Garantie lebenslang in der Immobilie wohnen zu können. Mieter haben dafür mehr Flexibilität und wenn die Immobilie nach 20 Jahren schimmelt, kann man einfach ausziehen. Nicht zuletzt die Sicherheit, das man niemals plötzlich große Kosten hat, ist ein echter Vorteil von Mietern. Wobei Käufer wiederum niemals Mieterhöhungen fürchten müssen.
Es ist wie gesagt ein Rechenspiel.

Aufgrund der explodierten Immobilienpreise, spricht heute vieles für das Mieten. Denn auch wenn die Mieten in manchen Orten stark gestiegen sind, sind die Immobilienpreise NOCH mehr gestiegen.

Selbst wer das Geld hat, ist oft besser beraten zu mieten und das Ersparte zB in Aktien oder andere Anlagen zu investieren. Denn historisch betrachtet sind Immobilienrenditen schlechter als z.B. Aktienrenditen (ja auch unter Berücksichtigung der Mieteinnahmen). Hinzu kommt, dass die relativ hohen Immobilienrenditen der letzten Jahre vor allem aus der Preissteigerung resultieren und es sehr spekulativ ist, diese auch für die Zukunft als sicher zu betrachten. Immobilien und Mieten können nicht jährlich um 6%+X steigen und das auch für die nächsten 100 Jahre.... Irgendwann gehen die potenziellen Mieter aus 😀

Die Blase muss nicht platzen, es wäre auch denkbar, dass die Immobilienpreise sich z.B. mal 10 Jahre lang garnicht bewegen und Immobilien unter Berücksichtigung der Inflation unterm Strich Realwert verlieren.
 
Aufgrund welchen Faktoren könnte eine solche Blase überhaupt platzen?
Mir fällt da spontan gar nichts ein. Die Menschen reduzieren sich ja nicht plötzlich explosionsartig.

Es wird vielleicht irgendwann der Boom zu Ende sein. Das bestimmt.
 
Aufgrund welchen Faktoren könnte eine solche Blase überhaupt platzen?
Mir fällt da spontan gar nichts ein. Die Menschen reduzieren sich ja nicht plötzlich explosionsartig.

Es wird vielleicht irgendwann der Boom zu Ende sein. Das bestimmt.

Blasen platzen meist, weil es bessere Möglichkeiten gibt sein Geld anzulegen.

Wenn die EZB theoretisch morgen den Leitzins auf 5% anhebt, werden festverzinsliche Anleihen deutlich attraktiver. Dann werden Menschen überlegen, ob sie noch eine Immobilie als Geldanlage wollen, die vielleicht nur 3% Rendite bringt.

Es könnte auch einfach ein Wandel im Denken der Menschen stattfinden. Deutsche legen bisher kaum in Aktien an. Stell dir vor die Deutschen werden den Amerikanern ähnlicher.

Oder es tritt eine Stadtflucht ein und die Menschen wollen lieber wieder auf das Land. Das würde städtische Immobilien im Preis erheblich einbrechen lassen. Unverstellbar? Nicht unbedingt. In Zeiten von Digitalisierung arbeiten vielleicht morgen 50% der Menschen von zuhause aus. Und dann ziehen viele natürlich lieber ins Grüne als in eine Metropole.

Ganz zu schweigen von Wirtschaftskrisen. Dann könnten viele Immobilienbesitzer arbeitslos werden und ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Unzähliche Immobilien würden auf den Markt geschleudert und zwangsverteigert werden.

Die Immobilienpreise sind heute auch deswegen so hoch, weil die künftige Wertsteigerung eingepreist ist. JEDER rechnet fest mit weiter steigenden Preisen.
Das haben wir auch in 2008 in den USA erlebt. Es reichte, dass Preise nicht weiter stiegen, um Kredite (die auf diese Preissteigerungen beruhten) in die Knie zu zwingen.

Also ja, es KÖNNTE recht schnell gehen. Für wahrscheinlich halte ich es allerdings nicht.
 
Aus den hohen Kaufkosten für ein Haus werden Sich die heute 20-jährigen kein Haus mehr kaufen. Außerdem muss man heute so ortsflexibel sein, dass sich ein Hauskauf kaum noch lohnt.
 
Blasen platzen meist, weil es bessere Möglichkeiten gibt sein Geld anzulegen.

Wenn die EZB theoretisch morgen den Leitzins auf 5% anhebt, werden festverzinsliche Anleihen deutlich attraktiver. Dann werden Menschen überlegen, ob sie noch eine Immobilie als Geldanlage wollen, die vielleicht nur 3% Rendite bringt.

Es könnte auch einfach ein Wandel im Denken der Menschen stattfinden. Deutsche legen bisher kaum in Aktien an. Stell dir vor die Deutschen werden den Amerikanern ähnlicher.

Oder es tritt eine Stadtflucht ein und die Menschen wollen lieber wieder auf das Land. Das würde städtische Immobilien im Preis erheblich einbrechen lassen. Unverstellbar? Nicht unbedingt. In Zeiten von Digitalisierung arbeiten vielleicht morgen 50% der Menschen von zuhause aus. Und dann ziehen viele natürlich lieber ins Grüne als in eine Metropole.

Ganz zu schweigen von Wirtschaftskrisen. Dann könnten viele Immobilienbesitzer arbeitslos werden und ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Unzähliche Immobilien würden auf den Markt geschleudert und zwangsverteigert werden.

Die Immobilienpreise sind heute auch deswegen so hoch, weil die künftige Wertsteigerung eingepreist ist. JEDER rechnet fest mit weiter steigenden Preisen.
Das haben wir auch in 2008 in den USA erlebt. Es reichte, dass Preise nicht weiter stiegen, um Kredite (die auf diese Preissteigerungen beruhten) in die Knie zu zwingen.

Also ja, es KÖNNTE recht schnell gehen. Für wahrscheinlich halte ich es allerdings nicht.
Hallo,
diese Szenarien habe ich auch allesamt "im Kopf". Ich sehe sie ebenso als für lange Zeit unrealistisch.

Nur ein Szenario sehe ich als wahrscheinlich: Stadtflucht.
(bin auch schon dabei, schöne Perlen auf dem Land zu suchen, zumindest die Rahmenbedingungen auszuloten 🙂)

Im Aktienhandel nennen wir es Stockpicking. Im Immobilienbereich sehe ich einige ländliche Regionen als höchst interessant.
 
Hallo,
diese Szenarien habe ich auch allesamt "im Kopf". Ich sehe sie ebenso als für lange Zeit unrealistisch.

Nur ein Szenario sehe ich als wahrscheinlich: Stadtflucht.
(bin auch schon dabei, schöne Perlen auf dem Land zu suchen, zumindest die Rahmenbedingungen auszuloten 🙂)

Im Aktienhandel nennen wir es Stockpicking. Im Immobilienbereich sehe ich einige ländliche Regionen als höchst interessant.

Der Punkt ist eben, dass du als direkter Immobilieninvestor Stockpicking betreiben MUSST. (Es sei denn du hast zig Millionen und kaufst Immobilien auf der ganzen Welt 😉)

Das ganze mutiert daher zum Glücksspiel, welches seit gut 10 Jahren für Immobilienbesitzer in zentralen Lagen super läuft.

Und genau da sehe ich das Problem. Du sagst selber du hälst die Szenarien für vorerst unwarscheinlich. Ich auch! Aber genau das (alle sind sich sicher und alle sind euphorisch) ist oft ein Anzeichen für den Crash.

Siehe um die Jahrtausendwende als ALLE Menschen das Internet für die Zukunft hielten und die Telekom-Aktie zur Volksaktie erklärt wurde.

Transaktionsvolumen am Immobilien-Investmentmarkt in Deutschland lag nach der Krise 2008 bei 13,4 Milliarden, aktuell liegt es bei 90 Milliarden.
https://de.statista.com/statistik/d...en-investmentmarkt-fuer-immobilien-seit-2004/

Ich erlebe es im privaten Umfeld, dass Menschen trotz hoher Preise wie wild auf Immobilien sind und kaufen - gerne auch fremdfinanziert.
Für eine Wohnung in guter Lage, die mir gefällt, würde ich aktuell locker 200.000 € zahlen. Dafür hat man vor 15-20 Jahren ein Haus kaufen können!

Wenn es gut läuft, bekommst du für so eine Wohnung 500 € x 12 = 6.000 Miete. Das sind gerade mal 3% Rendite - und auch nur wenn du ALLE Kosten ausblendest und so tust als ob die Wohnung immer 100% vermietet ist und nie was geschieht.
In sowas investiert man doch nicht! Leute investieren heute in Immobilien NUR noch weil sie an weiter kräftig steigende Preise glauben. Es gibt Chinesen, die in München Wohnungen kaufen und absichtlich leer stehen lassen. Die Preissteigerung reicht ihnen!

Und jetzt stell die die Überaschung vor falls die Preise nicht weiter steigen. Dann steht der Immobilienbesitzer mit seiner Realrendite nach Abzug von Inflation von um die 0% da während nebenan Amazon 15% Rendite macht und sich die Aktienkurse vielleicht verdreifacht haben....

Vielleicht beginnt dann doch der große Immobilien Ausverkauf, gerade WEIL man bisher nicht damit rechnete.....
 
1. Szenario:
Finanzsystemcrash a la Markus Krall in den nächsten 5 Jahren.


2. Szenario:
Immobilienmarkt entspannt sich zunehmend nach den nächsten 5-10 Jahren und führt zu immer mehr Leerstand a la Andreas Beck.
https://www.youtube.com/watch?v=yo_96eIfQ_I


3. Szenario:
Wir sehen hier mit Klimawandel, den zunehmenden Katastrophen und den schwieriger werdenden Zeiten so etwas wie die Geburtswehen bzw. den Übergang in die prophezeite große Drangsal vor der Wiederkunft Jesu.

Denkbare Szenarien ja.

Wobei du teilweise extreme Situationen beschreibst.

Ich finde viel bemerkenswerter, dass auch weniger extreme Veränderungen die Immobilienpreise stark verändern könnten und sei es nur, dass sie Jahre und Jahrzehnte lang nicht steigen und somit schleichend wieder auf frühere Werte zurückfallen.

Eine Blase muss nicht platzen, sie kann auch einfach lange seitwärts laufen, bis die Preise sicher wieder im verhältnis zum Rest normalisiert haben 🙂
 
Aufgrund der explodierten Immobilienpreise, spricht heute vieles für das Mieten. Denn auch wenn die Mieten in manchen Orten stark gestiegen sind, sind die Immobilienpreise NOCH mehr gestiegen.

Das einzige Argument für eine Mietwohnung ist das zu geringe Eigenkapital.

Die Immobilienpreise werden auf die Mieten durchschlagen. Ebenso die extrem gestiegenen Handwerkerkosten. Die Vermieter werden sich nicht damit abfinden, auf Dauer hohe Verluste einzufahren.
 
Das einzige Argument für eine Mietwohnung ist das zu geringe Eigenkapital.

Die Immobilienpreise werden auf die Mieten durchschlagen. Ebenso die extrem gestiegenen Handwerkerkosten. Die Vermieter werden sich nicht damit abfinden, auf Dauer hohe Verluste einzufahren.

Lies mal Kommers "Kaufen oder Mieten"
https://www.youtube.com/watch?v=I8kdePKJDR8

Es sollte IMMER durchgerechnet werden, was sich mehr lohnt. Mieten kann die bessere Option sein.

Dass Immobilienpreise sich -wie du sagst- auf die Mieten durchschlagen werden, ist nicht gesagt.
Es klingt logisch, aber bereits heute sind viele Mieten zu hoch für Menschen. Wo sollen denn die ganzen Reichen herkommen, die sich künftig horrende Mieten leisten können?

Wenn Mietpreise in guten Lager weiter steigen, wird das Menschen aus den Städten schlicht heraustreiben und Vermieter werden erkennen, dass sie ihre Immobilie nicht zu jedem Preis vermieten können.
 
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