Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ausweg aus der Pornosucht

Mir selbst hat hierbei eine lange, gute Therapie (nicht mit Fokus auf die Sucht, sondern eine Psychoanalyse) am besten geholfen, weil ich dadurch gelernt habe, mit mir selbst besser klarzukommen, schwierige Gefühle besser auszuhalten und meine Tage anders zu strukturieren/ mehr herausgefunden habe, was mir gut tut.
Noch ergänzend dazu: Eigentlich war eine Regel der Therapeutin, dass Konsum während der Therapie zum Ende der Therapie führt. Diese Regel hatte ich anfangs immer wieder gebrochen und das auch ehrlich thematisiert. Sie hat damals ein Auge zugedrückt, was gut und richtig für mich war. Nach ca. einem halben/ dreiviertel Jahr habe ich aus mir selbst heraus den Punkt gefunden, aufhören zu wollen und habe es dann auch für einige Jahre sehr strikt durchgezogen. Ich glaube, für mich war wichtig, selbst diesen Zeitpunkt zu finden. Es war zwar auch so wie bei dir, dass ich davor schon lange unzufrieden mit dem Thema war und mir klar war, dass es mir schadet, aber trotzdem für mich selbst der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen war.

Ich verstehe auch, dass du sehr ambivalent dazu stehst, wenn wir hier so etwas schreiben, weil es schnell als Legitimation des Konsums verarbeitet werden kann. Weswegen ich eher diese Haltung einnehme, ist, dass ich das Gefühl habe, dass du gerade in einer Spirale aus Schuld und Selbstabwertung steckst. Und so wie ich dich verstehe, wird (logischerweise) der Suchtdruck umso größer, umso schlechter es dir geht. Wenn du eh ständig in dem Gefühl drin steckst, nichts wert zu sein, dich selbst nicht leiden zu können, ist der Sprung zu "ach scheiß drauf, dann konsumiere ich halt, ist doch eh alles egal" ziemlich kurz.
Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass für dich vielleicht auch der umgekehrte Weg besser funktioniert, erstmal wirklich tiefgehend therapeutisch zu arbeiten, irgendwo anzukommen, gefestigter zu werden und dass es dann nach und nach auch einfacher wird, Abstand von den Pornos zu nehmen. Aber das ist nur mein Gefühl zu deinen Schilderungen, mit dem ich falsch liegen kann.
 
Nur noch kurz. Das größte Problem habe ich auf Arbeit. Das hatte ich schon geschrieben. Ich hänge da 8 Stunden im Büro ab. Ich kann da nicht joggen, Freunde treffen oder was anderes machen. Das ist mein Problem. Zudem sitze ich da die ganze Zeit am Rechner was das nicht besser macht. Ich benutze also auch noch die Geräte auf Arbeit. Das alles ist vollkommen krank und bescheuert. Ich weiß.
Privat dagegen läuft es gut. Da habe ich Blocker Software. Meine Freundin weiß bescheid und hilft bei den blockern. Privat treffe ich auch Freunde und Familie, treibe Sport, höre Musik und lese....und verbringe natürlich Zeit mit meiner Freundin. Da spüre ich diese Leere und Sinnlosigkeit nicht so sehr oder oft und komme gut klar.

Die Frage mit der Arbeit stelle ich mir sehr oft. Die macht absolut keinen Spaß und tut mir nicht gut. Der Verdienst ist aber alternativlos. Aber ist es das auf Dauer wert?

Viele Grüße
Heißt das, dass du auf Arbeit Pornos konsumierst? Oder, dass während der 8 Stunden dort der Druck so groß wird, dass du ihm danach oft nachgibst?
 
Du hast keinen Kontakt zu deinen Kindern, weil du Pornografie konsumierst?
Wie das?
Nein. In unserer Beziehung lief noch mehr schief. Ein Teil war aber die Sucht. Das Lügen und unehrlich sein... auch andere Dinge sind passiert. Am Ende war aber dann die Sucht der Trennungsgrund für meine Exfrau. Und dann lief es sehr schwierig. Meine Exfrau ist sehr sauer und enttäuscht. Ich habe ihr Leben zerstört. Und das hat sie mir dann zurück gegeben indem sie vor den Kindern kein gutes Haar an mir gelassen hat und sie instrumentalisiert hat solange bis die beiden dann nach einer Kleinigkeit den bruch herbei geführt haben. Vielleicht war ich da dann zu passiv, weil ich mir schon die Schuld an allem gegeben habe. Auf jeden Fall habe ich dann den Umgang nicht eingeklagt oder so, weil ich die Kinder zu nichts zwingen wollte. Mittlerweile sind sie 17 und 13. Da kann man eh nicht mehr viel fordern
 
Eine eiskalte Dusche tut's auch.
Oder etwas was wirklich weh tut: Nach jedem Rückfall darf sich die Partnerin ein neues Möbelstück, ein neues Kleid oder einen Klunker aussuchen und er bezahlt. Spätesten wenn sie sagt: "Schrubb mal wieder, Junge, ich brauch nen neuen Wintermantel", vergeht ihm garantiert die Lust.
Aufpassen... Ihm vergeht vielleicht gerade nicht die Lust, wenn er devot veranlagt ist und sich auch noch wohl damit fühlt, zum "Sklaven" gemacht zu werden.
 
Die Frage mit der Arbeit stelle ich mir sehr oft. Die macht absolut keinen Spaß und tut mir nicht gut. Der Verdienst ist aber alternativlos. Aber ist es das auf Dauer wert?
Tja, das ist ähnlich wie bei mir.
Ich hab keinen Rat. Denn der Rubel muss rollen und Umschulung, Fern-Studium etc. sind meist finanziell und/oder psyschich nicht tragbar und/oder mit Wohnortwechsel, Umzug, etc. verbunden.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben