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Ausweg aus der Pornosucht

Du hälst also max drei Tage aus oder wie?

Wie sieht's denn mit Ablenkung a la Arbeit, Hobbies, Freizeit, Ehrenamt, was mit Menschen unternehmen aus?
 
Du sagst ja selbst, dass du dann eine hohe Dopaminausschüttung hast. Wie wäre es, wenn du dir stattdessen die Joggingklamotten anziehst und rennst bis das Verlangen weg ist? Dein Körper wird deutlich mehr gefordert, du bist erschöpft aber trotzdem glücklich, weil eben auch Endorphine ausgeschüttet werden.

Ansonsten würde ich alle Inet-gebunden Gerätschaften so absichern wie Fort Knox, so dass du keinerlei Möglichkeiten hast, auf Pornoseiten zuzugreifen Zur Not mit irgendwelchen Kindersicherungsdingern. Am Besten mit der aktuellen Freundin zusammen, so dass nur sie die Passwörter zum Entsperren kennt.
 
Ja, Sport ist immer gut!
Eine eiskalte Dusche tut's auch.
Oder etwas was wirklich weh tut: Nach jedem Rückfall darf sich die Partnerin ein neues Möbelstück, ein neues Kleid oder einen Klunker aussuchen und er bezahlt. Spätesten wenn sie sagt: "Schrubb mal wieder, Junge, ich brauch nen neuen Wintermantel", vergeht ihm garantiert die Lust.
 
Unser Sexualleben belastet es nicht. Die Beziehung halt schon. Das entscheidende ist aber, dass es mir nicht gut tut. Ich fühle mich danach nicht gut. Ich kann das nicht in mein Wertesystem integrieren. Und da man Pornos nicht zum Leben braucht wie essen oder trinken, möchte ich gerne ganz verzichten.
Aber ja. Du hast recht. Ein bis zweimal die Woche ist besser als ein bis zweimal am Tag und auf jeden Fall ein Fortschritt. Leider kann ich das aber auch nicht so richtig anerkennen und als Erfolg für mich verarbeiten. Aber ich versuche es 😉
Tut es dir denn gut, dass deine Partnerin in Bezug auf ihre Kontrollfunktion (die du sowieso umgehst und dann ein schlechtes Gewissen hast) teil deines Suchtverhaltens wird? Ich stelle mir das für die Beziehung sehr belastend vor, belastender als die Sucht an sich, wenn sie sich gar nicht direkt auf euer Sexualleben auswirkt.
Ich als Frau habe zB kein Problem damit, wenn mein Partner Pornos konsumiert, selten nutze ich sie auch selbst. Aber wie bei allen Verhaltenssüchten macht natürlich die Dosis das Gift.
Vielleicht wäre es sinnvoller, mit deiner Partnerin offen darüber zu sprechen, dass du (vorerst) weiter konsumierst und sie aus ihrer "Funktion" als Wächterin zu entlassen. Ansonsten sind wahrscheinlich dauernde Enttäuschungen und damit auch ein Schaden für eure Beziehung vorprogrammiert.

Auch dachte ich mir, dass es so klingt, als hättest du eine sehr schwere Zeit hinter dir, wenn der Kontakt zu deinen Kindern verloren gegangen ist (wobei ich mich auch Frage, was das mit dem Pornokonsum zu tun hat?). Vielleicht ist die Zeit gerade auch zu hart und zu schwierig, um genau jetzt den Sprung zur Abstinenz zu schaffen?

Hast du dich in deinen Therapien auch damit beschäftigt, womit du die Leere füllen kannst, die zurückbleibt, wenn das Suchtmittel wegfällt? Ich selbst war (und bin es eigentlich auch immer noch, nur konsumiere ich zur Zeit nicht) Cannabisabhängig. Das Thema Leere und das Aushalten von Gefühlen, wenn der Konsum wegfällt, finde ich das schwierigste an der Entwöhnung von einer Sucht. Mir selbst hat hierbei eine lange, gute Therapie (nicht mit Fokus auf die Sucht, sondern eine Psychoanalyse) am besten geholfen, weil ich dadurch gelernt habe, mit mir selbst besser klarzukommen, schwierige Gefühle besser auszuhalten und meine Tage anders zu strukturieren/ mehr herausgefunden habe, was mir gut tut.
 
Nur noch kurz. Das größte Problem habe ich auf Arbeit. Das hatte ich schon geschrieben. Ich hänge da 8 Stunden im Büro ab. Ich kann da nicht joggen, Freunde treffen oder was anderes machen. Das ist mein Problem. Zudem sitze ich da die ganze Zeit am Rechner was das nicht besser macht. Ich benutze also auch noch die Geräte auf Arbeit. Das alles ist vollkommen krank und bescheuert. Ich weiß.
Privat dagegen läuft es gut. Da habe ich Blocker Software. Meine Freundin weiß bescheid und hilft bei den blockern. Privat treffe ich auch Freunde und Familie, treibe Sport, höre Musik und lese....und verbringe natürlich Zeit mit meiner Freundin. Da spüre ich diese Leere und Sinnlosigkeit nicht so sehr oder oft und komme gut klar.

Die Frage mit der Arbeit stelle ich mir sehr oft. Die macht absolut keinen Spaß und tut mir nicht gut. Der Verdienst ist aber alternativlos. Aber ist es das auf Dauer wert?

Viele Grüße
 

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