Mein Problem war die letzten Jahre eigentlich, das ich nichts ändern konnte. Also aktiv…denn ich bin Macher. Aber daran das der Körper meiner Frau kaputt geht, daran das Freunde sterben, das Corona das Leben verändert hat, das alles drumherum nicht unbedingt besser wird…daran kann ich nichts machen. Nicht mit Worten, nicht mit Geduld, nicht mit Gewalt. Bleibt die Betrachtung des Lebens aus der Sicht des Stoizisten.
Hast du es verursacht? Nein!
Kannst du es ändern? Nein!
Dann höre auf Energie hinein zu stecken!
Wo kann ich was ändern und ggf zu positiven Ergebnissen kommen? Bei mir selber…
ich stehe mittlerweile deutlich früher auf, als ich müsste. Mache ca 5 Tage die Woche wieder intensiv Sport (ich war mal Leistungssportler), habe unabhängig von meiner Frau meine Ernährung komplett umgestellt…
Sport ist mittlerweile wieder ein richtiges Programm in einer Mischung aus Training an Ringen und Klimmzugstange, mit Theratubes, Kettlebell, Hanteln…! Danach immer noch kalt duschen, etwas Haushalt, wenigstens einer der Hunde war richtig draußen und dann geht’s zum Job.
- Mittlerweile sind 4 KG runter
- zeitgleich verbessern sich Kraft und Muskulatur
- an Wochentagen falle ich gegen 22.00 ins Bett und schlafe zu 95% durch!
- Klamotten sind teils mittlerweile zu groß
- Augenringe schwinden
- meine Rückenschmerzen (vor 15 Jahren mehrere OPs, am Rollstuhl vorbei, komplette 180 Grad Wende im Leben, neue Ausbildung machen müssen etc.) sind in der Früh weg. Die letzten Jahre wurde es wieder stet schlimmer.
Die ersten Wochen am Ball zu bleiben war schwer…weil es auch viel auf einmal war. Mittlerweile macht es mehr Freude am Ball zu bleiben, Fortschritte und Verbesserung bei mir zu erleben…als das es Anfangs schwer viel.
wenn ich in der Früh trainiere, bin ich richtig wach danach und habe in der Tat mittlerweile mehr Energie für den Tag. Bin am Abend nicht nur im Kopf müde, sondern auch körperlich. Am Abend lasse ich das lieber…dann bin ich ewig lange wach.
Eigentlich hatte ich mehr Bewegung, etwas weniger ungesund Essen und kalt duschen als Gegenmaßnahme zur Depression vorgesehen. Daraus ist mittlerweile etwas geworden, das mir allein dient, miFreude macht, mir eine Verbesserung meiner - über Jahre festgefahrenen - Lebensqualität beschert! Ernährung ist mittlerweile auf weitere Gewichtsreduktion ausgelegt…allerdings so, das ein Defizit dem Sport nicht im Weg steht.
sobald keine überflüssigen Depots mehr stören, geht es an den Wiederaufbau meines Körpers in Richtung meiner Figur die ich in meiner Zeit im Sport hatte.
Wichtig war mir das daheim machen zu können, denn im Bereich des Nachmittags habe ich einfach keine Zeit. Später am Abend sind Gyms zwar leerer, aber dann wird es wieder spät mit dem Schlaf. So kann ich mich 7/7 nach meinen Möglichkeiten in den Schweiß bringen und bin unabhängig. Es wäre vermutlich leichter gewesen, diesen Weg nicht alleine zu Starten. Aber ich wollte es nur für mich, aus mir heraus. Mein Ziel, mein Weg…ausserdem scheitert grade Sport oft daran, das eine Begleitperson plötzlich nicht mehr mitzieht. Das wollte ich vermeiden.